Ungarn und Wein und überhaupt… III – Die Sache mit den Namen

Man kennt es auch aus den ländlichen Teilen Deutschlands, insbesondere des Südens. Da wird einer zuerst beim Familien- und dann erst beim Vornamen genannt, ist der Maier Eugen, der Huber Alois, so wie es früher üblich war – und eben nicht anders herum, wie man es aus dem städtischen Alltag gewohnt ist. 

In Ungarn hat sich das bis heute erhalten, gehört zum ganz normalen Sprachgebrauch und hat nichts ländliches, antiquiertes oder gar archaisches. Im Grunde hilft es bei der schnellen Zuordnung. Denn nach einiger zeit drängt sich einem der Verdacht auf, dass die Ungarn vor allem bei den Männern maximal 20 Vornamen benutzen – und die Vielfalt bei den Familiennamen auch sehr endlich ist.

Wenn man hier auf BorWerk also von Homonna Attila oder Kiss János liest, wurde in der Regel die in Ungarn übliche Reihenfolge eingehalten – einfach weil der klang und Rhythmus sich auch in der Weinszene einem so einprägen. Zugegeben, wirklich konsequent durchgehalten wurde das nicht. Aber grundsätzlich stimmt es schon und diesen kleinen Hinweis auf den Hintergrund des Ganzen ist es doch wert.