Jahrgangstabelle

Die Jahrgangstabelle habe ich dem „Weinführer Ungarn“ von Rohály-Mészáros entnommen. Daher fehlen leider auch einige Anbaugebiete. Der ungarische „Johnson“ erscheint jährlich und geht mit den Winzern des Landes bisweilen hart ins Gericht und geizt mit allzu schnell gefällten hohen Punktewertungen. Häufig auch nicht ganz zu Unrecht, denn die Eigenwahrnehmung am heimischen Markt ist bisweilen ein wenig zu verklärt. Das Buch erscheint auch auf Deutsch, kommt sprachlich zwar ein wenig altmodisch daher und ist zudem in der übersetzten Ausgabe überteuert. Wer sich jedoch etwas detaillierter über einzelne Winzern (die für das Buch verkosteten Weine bleibt zwangsläufig fragmentarisch) informieren möchte, für den macht es schon Sinn.

Ganz bewusst habe ich auch ältere Jahrgänge reingenommen – zumindest für Tokaj Aszú kann das von Interesse sein, wenn man bei einem Ungarnbesuch mal eine Flasche in die Hand bekommen sollte. Großes Aber(!): der moderne, an westlichen Standards orientierte Weinbau hat erst in der ersten Hälfte der 1990er in Ungarn begonnen und sich damals auch nur auf einige wenige Winzer beschränkt. Mal abgesehen von den üblichen Problemen (wo wurde der Wein inzwischen wie gelagert etc.) ist und bleibt es ein mehr oder minder waghalsiges Experiment, sich einen älteren Tokajer zuzulegen. Auf ältere, trocken ausgebaute Rotweine hingegen trifft man ohnehin kaum mehr. Ich habe zumindest keinen mehr gesehen. Der älteste Tokajer, den ich selbst einmal geöffnet habe, war ein 6-Puttiger Aszú von Oremus aus dem Jahr 1975. Der war noch einwandfrei und lecker.

Jahrgangstabelle

Jahrgangstabelle

Die Sterne bezeichnen die Jahrgangsqualität der Anbaugebiete im Allgemeinen. Wenn in der entsprechenden Region sowohl Weiß- als auch Rotweine angebaut werden und zwischen den beiden innerhalb eines Jahrgangs ein qualitativer Unterschied besteht, ist die Qualität der Rotweine mit einem schwarzem , die der Weißweine mit einem weißem Kreissymbol angegeben.