Csetvei Pince - Juhfark 2012Lämmer schweigen nicht. Lämmer sind gerne laut. Und sie kommen vom Somló.

Lämmerschwanz, Juhfark. Die lokale Rebsorte vom Vulkanurgestein des Monoliten Somló jedenfalls.

Der liegt ein gutes Stück von Mór entfernt. Also von jenem anderen, kleinen Weinbaugebiet weg, in dem das junge Weingut von Csetvei Krisztina seit wenigen Jahrgängen sich umtut, für frischen Wind in dieser sonst eher unbemerkt bleibenden Randzone sorgt.

Dieser Juhfark kommt standesgemäß mit ordentlich dominierenden Säuren auf einen zu. Das macht die Rebsorte im Kern aus. Daraus zieht sie ihre Kraft. Das gibt ihr Struktur und Halt. Nur, dass die Säuren etwas zu nackt und zu haltlos im Raum stehen. Nicht, dass meinereins nach Frucht schreit. Aber hier ist man auf die Säuren allein gestellt. Die Nase ist kühl und recht verschlossen. Der Gaumen erhält auch sonst wenig Führung. Das Substrat aus dem „Säuren-Monopol“ erscheint einfach zu wenig. Möglich, dass hier jemand einfach ein wenig zeit braucht. Die Luft schadet ihm jedenfalls nicht, fördert aber auch nicht mehr Potential zutage. So, ist das doch etwas zu wenig, zu eindimensional.

Wein: Somló Juhfark 2012
Weingut, Ort: Csetvei Pince, Mór
Rebsorte/n: Juhfark
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.
Preis: 9,10 EUR (2.790 Ft)
Internet: csetveipince.hu

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