Orsolya Pince - Leányka 2012Die Roten geben mehr her, als die Weißen. So ist das bislang gewesen mit den Weinen vom kleinen Familienweingut Orsolya aus dem Anbaugebiet Eger. Da spielt jedes Mal auch ein eigener Touch mit rein, da ist selbst die Einstiegscuvée stets ein netter Hingucker. Hier, bei diesem reinsortigen Leányka ist meine Enttäuschung aber dann doch recht groß – nicht allzu viel Geld hin oder her.

Die „Mädchenraube“ bringt allgemein viel Aroma mit und eine blumig-satte Nase. Dem Weinchen hier fehlt es an beidem und auch an einer nennenswerten Säure als Unterbau. Kurz: das ist eine dann doch etwas zu müde Veranstaltung, da kommt man weder auf sein Aromaerlebnis, noch auf eine anständige Nase. Alles wirkt unterkühlt und eingedämmt, die 14% Vol. Alkohol unterstützen einen Ausweg hin zu etwas mehr Frische und Spritzigkeit gewiss auch nicht. Ein wenig öffnen sich die Blütenblätter einer Sommerblumenwiese am zweiten Tag. Aber nur ein wenig. Und nur am zweiten Tag. Schade.

So kennt meinereins das von Orsolya nicht. Das schreit förmlich nach einer Wiedergutmachung in Rot, der Griff geht zur nächsten Flasche…

Wein: Leányka 2012
Weingut, Ort: Orsolya Pince, Ostoros
Rebsorte/n: Leányka
Alkoholgehalt: 14,0%
Preis: 7,90 EUR (2.450 Ft) – ich hatte ihn im Angebot für die Hälfte bekommen
Internet: orsolyapince.hu

Kommentieren? Hier entlang... ▼

Connect with Facebook


Verwandte Artikel