Vécsei Borászat - Vécsei Ezerjó Mór 2009Der ist gar nicht so schlecht. Da sind Honig, Karamell, Salz, Holz – und eine herbe Petrolnote in der Nase. Übrigens eine bestechend schöne Dunkelstrohgelbe Farbe mit leichter Tendenz ins Grünliche.

Macht sich gut mit schlankem Körper, nicht zu aufdringlichen Säuren. Und doch dominieren sie. Das muss ja bei einem Tausendgut, so der Name und die Übersetzung der Rebsorte „Ezerjó“, praktisch auch sein. der definiert sich immer recht stark über seine Säuren. Lagerfähig soll er ganz allgemein, wohl vor allem auch deshalb, auch sein, sagt man. Die Frucht kommt dabei etwas zu kurz. Das macht ja an sich auch nichts. Aber es hilft, wenn man weiß, was einen tendenziell erwartet.

Bei diesem hier aus der Lage „Kőhalmi“, Steinhaufen – weiß der Henker für was das steht, ich meine die Lage, nie gehört, steht eben drauf, weil’s sich’s gut macht – ist im Jahre fünf noch etwas Apfel und Birne wahrnehmbar, eher die Schalen, beide dunkelgelb, mit braun-schwarzen Flecken-Sprenkseln. Und eine alkoholisch-petrolne Note, die etwas Würze mit einspielt und nebenbei auch noch etwas innere Spannung. Grüne Blätter, seit einem Tag am Boden liegend. Mehr ist dann auch nicht mehr da. Für den Preis und das Alter aber wirklich bemerkenswert

Der Erzeuger war mir nicht bekannt, ein Familiengut, das in den 1990er Jahren Bestände des lokalen staatlichen Weinbaubetriebes übernahm und erst seit 2005 Flaschenweine erzeugt. Das sind nur Weißweine, im kleinen Weinbaugebiet Mór gibt es nichts anderes. Hier, konkret: Chardonnay, Ezerjó, Királyleányka, Traminer und Riesling.

Wein: Vecsei Ezerjó Kőhalmi Dűlő 2009
Weingut, Ort: Vecsei Borászat, Mór
Rebsorte/n: Ezerjó (Tausendgut)
Alkoholgehalt: 12,7% Vol.
Preis: 4,85 EUR (1.450 Ft)
Internet: vecseipince.hu (funktioniert aber nicht)

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