Schimpfen zum Wochenende.Hanygal Balázs - Esperes 2011 Muss leider sein.

„Esperes“ bedeutet Dekan. Der ja bei Bedarf diverse Pfarrer zusammenruft – nur sind es hier eben nicht Pfarrer, sondern Trauben unterschiedlicher Rebsorten.

Geistreich ist anders. Macht nichts. Schließlich kommt’s stets nur auf den Inhalt an, die „inneren Werte“, hüstel. Das sind hier: deutscher Riesling vereint mit Welschriesling. Das lallt sich dann auf dem Rücketikett in handgemachtem Marketingblabla: „das Treffen des Riesling-Charakters mit der Romantik des Welschrieslings“.

Und wächst doch zum Problem aus. Denn am Ende kriegt man es mit einem recht gesichtslosen Stoff zu tun, der unzureichend Säureunterbau hat und dessen Frucht auch nicht wirklich überzeugen kann. Der hängt leider mit etwas Aprikose und Apfel ziemlich schlaff in den Seilen, der werte Dekan.

Gut, dass sich rund um das Kloster mit angeflanschtem Weingut und Weinbaugebiet Pannonhalma einiges tut, man in der jüngeren Vergangenheit erstaunlich häufig es mit neuen Namen zu tun hat, die das Monopol der Apátsági Pincészet aufbrechen versuchen: Deé sei genannt oder zuletzt Szél Fiai Cellárium. Aber gelingen will das nicht, bei weitem (noch) nicht.

Wein: Pannonhalmi Esperes 2011
Weingut, Ort: Hangyal Balázs, Nyúl
Rebsorte/n: Riesling und Welchriesling (Olaszrizling)
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.
Preis: um die 8,90 EUR (2.700 Ft)
Internet: hangyal.hu

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