Pállfy - Furmint 2011Das ist seit längerem mal wieder ein Furmint, der sehr sortentypisch ist, aber auch von einem Makel geprägt, das die Sorte unter den klimatischen Bedingungen Ungarns mit sich bringen kann: hohe Alkoholgrade, die spürbar und dadurch störend sind.

In der Nase fällt das erst mal nicht weiter auf. Es sei denn, man lässt süßliche Töne als Anzeichen dafür bereits gelten. Türkischer Honig und überreife Trauben, mit Wachs leicht überzogen und mit Kreidestaub fein bedeckt. Und die obligatorischen grünen, säuerlichen Äpfel. Kraftvoll wirkt er am Gaumen, zweifelsohne, von Sekunde eins an. Die grüne Apfelfrucht bringt die Sortentypizität, Zitrusfrüchte, alles auch in grün getunkt. Die Säuren sind gut in Schach gehalten und also nicht zu markant.

Aber breit stellt er sich auf, die Mineralität des vulkanischen Grundes, af dem die Reben wurzeln, und der gewiss auch für den muskelbepackten „Body“ sorgt, kann sich aber gegen die mineralischen Würze nur unzureichend zur Wehr setzen. Übel nehmen darf man ihr das nicht. So wird auch die nachgelagerte mattgelbe Birnen-Frucht ein gutes Stück weit verformt. Am Ende bleibt noch Würze, etwas Säure – und der Eindruck, dass das einfach doch n’Tick zu viel ist.

Wein: Furmint Köveskál 2011
Weingut, Ort: Pálffy Pince, Köveskál
Rebsorte/n: Furmint
Alkoholgehalt: 14,5%
Preis: 8,00 EUR (2.390 Ft)
Internet: palffypince.hu

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