Es hat ein wenig länger gedauert. Jetzt ist der Relaunch von BorWerk da, mitten im fünften Lebensjahr. Vieles bleibt so, wie es war. Ich schreibe über Wein, weil es Spaß macht. Ich schreibe über Ungarn, weil es sonst keiner macht – zumindest nicht auf Deutsch, regelmäßig. Und bin daher auch ein wenig missionarisch unterwegs.

Den einen oder anderen hat BorWerk in diesen Jahren schon erreicht. Auf dem Weg nach Ungarn, in Ungarn oder nach der Rückkehr. Vor oder nach dem Erstkontakt mit ungarischem Wein. Damit hat BorWerk ein paar Schritte in die richtige Richtung zurückgelegt in dieser Zeit. Die stets kritische, grundsätzlich aber immer positiv gemeinte Stimme zu Weinen und über Erzeuger wird hier und da gehört. Der eine oder andere Artikel auf Captain Cork hat dazu ganz wesentlich beigetragen, auch die wirklich spannenden Stoffe aufzuzeigen.

So soll es und wird es weiter gehen. Die neue Basis ist nicht nur ein optische neues Gewand mit altbekannten Ansätzen, Strukturen. Die über die Jahre hinweg erzeugten Inhalte sind ab sofort besser zugänglich. Das gilt vor allem auch für die längeren Artikel, die Reportagen von vor Ort, von den Weinwegen. Neue werden dazu kommen. Genauso wie es künftig zwar mengenmäßig etwas weniger Einträge geben wird, dafür aber hier und da eine Vertiefung – etwa über autochthone Rebsorten, Terroir und das Suchen und Finden von Identität und Lagen-Bewusstsein.

Konsequent nur von mir, dass zum Neustart noch lange nicht alles geschrieben ist, erklärt, mit Bildmaterial gefüllt. Dafür ist die Welt da draußen, selbst die Ungarische, zu groß und zu sehr in Bewegung. Es gibt noch viel zu entdecken. Und das ist gut so. Denn: was übermorgen im Glas und leicht zeitverzögert hier auf BorWerk landet, bestimmen letztlich die da draußen, in Tokaj, Somló, der Mátra, Villány oder wo auch immer. Die Macher hinter den Weinen. Das macht es spannend, für mich – und hoffentlich auch für Leser.

Peter Klingler

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