Kerkaborum - Furmint 2011

Kerkaborum – Furmint 2011

Mit diesem  Furmint von Kerkaborum verbindet (der BorWerk-)man bereits eine ziemlich lange Geschichte. Im Grunde schreibt sie sich, seit es ihn gibt. Das ist dann auch wieder nicht so lang. Weil sie aber  2006 mit einer richtig positiven Überraschung begann, 2007 auch mehr als ordentlich fortgesetzt wurde, folgte man der Linie auch in eindeutig schwächeren Zeiten wie 2008 und freute sich mit dem 2009er Wein über zurückgewonnene Werte… Allein 2010 blieb aus und auch sonst musste man sagen, dass zur unschlagbaren Kombi aus 2006 es nie wieder kommen sollte. Bislang.

Und dann hier also der 2011er, der aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen nicht mehr Vörcsöki Furmint heißen durfte, nun nur noch „Dunántúli Furmint“ (so was wie: Furmint von jenseits der Donau) heißen darf – einfach weil Furmint als Rebsorte dort unten im tiefen Süden Ungarns nicht offiziell als Qualitätssorte angebaut werden darf.

Leicht säuerlich, krautige Nase… Hmmm. Weiß auch nicht. Kommt fast wie ein Fehlton rüber, schon irgendwie. Mit viel Luft ran ist die Luft dann auch wieder rein, am Folgetag. Dann, verdrängend, überstimmend, eine hellgelbe Zitrusfrucht und Äpfel, geschnitten, gekühlt.

Doch nochmals zurück zum Anfang: am Gaumen klein gehalten, gedrungen wirken – letztlich durch seine Jugend doch einfach noch verschlossen. In dieser Haltung dann aber doch noch wirklich frisch. Die Frucht auch hier eher nur sekundär im Einsatz. Äpfel, Birnen. Primär kommen mineralisch-vegetabile Noten heraus. Alles matt, leicht trüb. Säuren? Kaum, sehr mild. Körper? Schlank, in sich gekehrt, verschlossen. Das alles als Ersteindruck.

Mit der Luft dann deutlich an Raum und gar Druck gewinnend. Und eine satte, maskulin-zupackende Würze kommt hinzu, drängend, im Aus fast etwas stürmisch. Die Frucht wirkt daneben, quasi „angeheizt“, auch wärmer, breiter, präsenter: bleibt aber im Apfelland, bei den Birnen, etwas Aprikosen kommen noch oben drauf. Das alles hat jetzt gar was, eine innere Spannung und, ja wenngleich doch nur verhaltene, Wucht.

Trinkt sich dann letztlich auch sehr gut. Nur: wer die Anfangshürde nicht breit ist zu nehmen und lüftet und Zeit gibt, dem dürfen die Macher es nicht übel nehmen.

Preiswerter ist er auch wieder mal geworden, endlich, ist man geneigt zu sagen.

Wein: Dunántúli Furmint 2011
Weingut, Ort: Kerkaborum, Muraszemenye
Rebsorte/n: Furmint
Alkoholgehalt: 13,5% vol.
Preis: 5,75 EUR (1.690 Ft)
Internet: kerkaborum.hu

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