Laposa  - Kéknyelű 2011

Laposa – Kéknyelű 2011

Das war so nicht intendiert. Unbewusst lagen die Weine schon seit einigen Monaten mit wenig Abstand nebeneinander. Und so hat sich nun eine kleine Blaustenger-Serie ergeben. Alle vom Badacsony, versteht sich. Sonst findet man die Rebsorte auch fast nirgends.

Der (vorerst) letzte kommt von Laposa. Und wirkt am hangemachtesten. Hat vielleicht die meisten Ecken. Und ist in sich doch eine Runde Sache. Noch ein gelungener also, noch ein schöner Wein. Und nochmals anders als seine Vorgänger, als der frisch Fruchtige von Lenkey und der erhabene Solitär von Bakó.

Hellzitronengelb. mit einer Zitrusfruchtnase und dann vor allem dieser verwaschen-direkten, unverblümt wirkenden Mineralität, vulkanisch-salzig, fein rauchig-vegetabil. Am Gaumen mit fast saftig wirkender Birnenfrucht und Litschis, Orangen und Limetten. Mit glasfaserdünnen und eben auch etwas spitz, nur eben superschlank geschnittenen Säuren. Und mit dieser metallisch-vegetabilen, „dreckigen“ Mineralität die so unverblümt und direkt und ehrlich vom Basaltboden erzählt, in dessen karger Tiefe die Rebstöcke wurzeln. All das läuft entlang eines geregelten, geraden, nicht zu breiten und nicht zu schmalen, an den Rändern etwas zerfransten Weges, ein Stück weit auch noch von hölzernen Einlagerungen bestimmt. Die nötige Breite bringt der vulkanische Grund. Mittel im Abgang und streng, dank Limettensäuren und herber Mineralik. Schön.

Wein: Laposa  – Kéknyelű 2011
Weingut, Ort: Laposa Birtok, Badacsonytomaj
Rebsorte/n: Kéknyelű (Blaustengler)
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.
Preis: 2900 Ft (9,50 EUR)
Internet: bazaltbor.hu

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