Günzer Zoltán – Portugieser 2012

Und das (für mich) erste Portugieserchen aus 2012. Die Betonung liegt auf „chen“. Dezent gehaltene, wiewohl klassisch daher kommende Portugieser-Nase. Also: etwas dumpft wirkende, violett-rote Frucht mit eindeutig metallischem Einschlag. Auch am Gaumen wirkt die Frucht recht gedeckt, hölzern gedämpft kann sie wenig Frische und Fruchtigkeit oder gar Spritzigkeit verbreiten. Dunkel kommt sie daher, ein wenig an eingekochte Johannisbeeren erinnernd, dann noch schwer näher definierbare Substanz. Rund, platt, matt, metallisch unterfüttert.

Kein Ausschlag in irgendeine Richtung. Ein blasser, braver, kurz gehaltener Diener seines Herrn.

Da hat jemand sich am Portugieser schnell abgearbeitet, in der so weit verbreiteten wie falschen Meinung, dass viel mehr eh nicht drin ist mit der Rebsorte. So gesehen: befriedigend.  Eigentlich: ausreichend bis mangelhaft bzw. einfach schade.

Hier endet dann auch mein Pflicht-Exkurs zu den Primeur-Weinen. Vier waren es, rein willkürlich, stichprobenhaft ausgesucht. Ich habe nichts gegen diese frühe Marktreife. Wegen mir, muss sie nicht sein. Ich kann warten. Für all jene, die gerne früh was Neues haben wollen gibt es dann immerhin ein ausreichend großes Angebot einfacher, anständiger, leichter Jungspundweine. So soll es sein.

Wein: Portugieser 2012
Weingut, Ort: Günzer Zoltán, Villány
Rebsorte/n: Portugieser
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.
Preis: 5,65 EUR, 1.590 Ft

Kommentieren? Hier entlang... ▼

Connect with Facebook


Verwandte Artikel