Fekete – Juhfark 2008… machte meinereins so schwummrig, dass ich die Kamera nicht ruhig halten konnte.

Totgesagt leben länger. Ein Spruch, der stimmt, den man hier anwenden könnte – aber allein schon aus Respekt gegenüber Onkel Béla und dessen hohem Alter nicht sollte. Und doch trifft es natürlich dazu, nur geht es eben nur um sein Weingut. Nachdem es zwischendruch so aussah, als würde der so sympatische wie alte, wohl als letzter Qualitätswinzer am großen Somló ganz klassische Weine machend, aufhören würde, konnte oder wollte er doch nicht. Und Béla Fekete macht also weiter und ward zwischenzeitlich gar zusammen mit Spiegelberg in London bei einer internationalen Präsentation zu sehen.

Mittleres Strohgelb. Volle, warme, interessante Nase mit Mango, türkischem Honig, Stein, Metabll, warmem Holz. Am Gaumen saftig, fast etwas dicklich wirkende voll- bis überreife Frucht, Ananas, goldgelbe Birnen Traubenmost, schon ins Bräunliche gehende Quitten. Suesslich wollüstig, Mandeln, Nougat, türkisches Naschwerk. Dann aber auch altes, leicht grünliches Holz und ebenso wirkende Säuren. Das Problem: genau die beiden Komponenten nehmen nachhaltig zu, drängen sich deutlich in den Vordergrund längerer Luftzufuhr. Da bricht das exotische Früchtchen und die puttenhafe Fülle, die dem Wein eine ganz besondere Note verliehen haben, fst ganz weg. Als Eindruck hinten weg bleibt dann ein eher unsauber wirkender Ton, eben dieses grünlich-hölzern-Säurerliche. Schade eigentlich, sehr sogar.

Wein: Somlói Juhfark 2008
Weingut, Ort: Fekete Pince, Somlóvásárhely
Rebsorte/n: Juhfark
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.
Preis: 13,00 EUR (3.650 Ft)
Internet: feketekft.com

Eine Reaktion

  1. Das ist tatsächlich schön zu lesen, dass es Fekete Béla wohl gut geht und er noch Wein macht. Habe einen Besuch bei ihm vor ein paar Jahren noch gut in Erinnerung, wenn auch die seinerzeit mitgebrachten, abgefüllten Gedächtnisstützen inzwischen aufgebraucht sind 🙁

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