Bott Pince - Tokaji Furmint Előhegy 2011

A kurva életbe! Uuups! Bocsánat. Was für ein leckeres Weinchen! Da darf einem schon mal ein positiv gemeinter Fluch rausrutschen. Und gleichzeitig verbirgt sich dahinter auch der an sich selbst Vorwurf, warum man nicht mehr trockene Weiße aus Tokaj trinkt – oder ganz konsequent gedacht: wenn es um Ungarn geht (mit einigen wenigen Somló-Ausnahmen) eigentlich nur noch.

Der ist schön, der reinsortige Furmint aus der Lage. Schön elegant, schön feingliedrig, filigran gezeichnet. Jung und frisch und fruchtig. Und doch ganz sanft, dezent und dabei souverän. Was will man mehr. Helles Strohgelb mit leicht grünlichen Einsprengseln. Dezent mineralisch-steinig-flechtenartig würzige Nase mit kühler Aprikosenfrucht, Pfirsichkerne, Mandeln. Am Gaumen ungemein elegant daher kommend mit seiner schlanken Gestalt und den fein ziselierenden, klaren, hauchdünn gezeichneten Säuresträngen. Dazu eine kernobstige Mineralität, so präzise ansprechend, perfekt eingebettet in die kühl-aromatische und doch ausdrucksstarke, im eigenen Kern saftige und frische Frucht aus gelben Birnen, Orangen, unreifen Apfelschalen und Feigen. Ach ja, ein Tick Fruchtsüße macht das Ganze auch noch aus. Mittel bis lang im Abgang. Schön. Schön. Schön. Isteni!

Danke Judit, danke Józsi. Dafür lebt man.

Hier genüge ich auch ganz bewusst nicht der eigenen Form:

reinsortiger Furmint von der Bott Pince, von Judit und József Bodó,
mit 13% Vol. Alk.
13 EUR die Flasche

2 Antworten

  1. Ich reise zwar meistens wegen der Aszús nach Tokaj, aber diesen trockenen Weißen hab ich mir auch gemerkt. Großartiger Wein!

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