Szeleshát - Pinot Noir 2009

So richtig „klüger“ war man am Ende dann leider auch nicht. Intelligenzzuwachs durch Rotweinzufuhr wird freilich nicht erwartet. Jedoch, dass man nach eingehender Verkostung ein irgendwie geartetes, vor allem aber in eine Richtung weisendes Bild von einem Wein hat.

Sicher, hier war zu Beginn auch viel Verschlossenheit im Spiel. Der im Glas hell bis mittel Purpurfarbene wollte nicht so recht aus sich raus. In der Nase hellrote Früchte, als da wären ebensolche Johannisbeeren, Himbeeren, Granatapfel, kühles Holz, rohes Fleisch, Joghurt. Am Gaumen dann einleitend flach und substanzlos wirkend, mit stark gehemmter Frucht. Das gibt sich dann mit der Zeit und schlägt um in eine etwas defragmentiert wirkende Ansammlung von Eindrücken, einer nach wie vor unterkühlt wirkenden Frucht mit Waldbeeren-Einschlag, ein ganz klein wenig süßlich dabei, einer zart nussig-holzigen Note, feinen Gerbsäuren, magerfleischig seiner Textur nach, aber ohne Druck und Nachhall. Am ehesten von seiner latenten inneren Spannung lebend. Genau das macht einen etwas ratlos und den wein doch irgendwie interessant. Kein typischer Repräsentant des Weinguts Szeleshát, die sonst recht starke Produkte mit bordelaisem Touch machen.

Wein: Szekszárdi Pinot Noir 2009
Weingut, Ort: Szeleshát Szőlőbirtok, Várdomb
Rebsorte/n: Pinot Noir
Alkoholgehalt: 13,5% vol.
Preis: 7,95 EUR (2.350 HUF)
Internet: szeleshat.hu

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