Mayer - Villányi Portugieser 2011

Brrrrr. Ach herrje. Das ist jetzt doch mal wieder so einer. Ein Portugieser, der klassich so rüberkommt, wie ich ihn kennen und seit jeher problematisch finden musste. Das ist sehr subjektiv, ich kann mit den typischen Aromaausprägungen der Sorte, wenn sie so eindeutig und so dominant rüberkommen, einfach wenig bis nichts anfangen. Das geht in der Nase in diesen metallisch-dumpfen Bereich, die Frucht wirkt bisweilen ja fast faulig, angegangen, verkommen. Und das setzt sich dann, mit schwacher Brust unterfüttert, am Gaumen nahtlos fort.

So ist es auch bei diesem Portugieser von Mayer aus Villány. Mittleres Purpur im Glas. Und dann eben mit einer Breitseite dieses zudem auch noch ausgesprochen aufdringlich rüberkommenden Frucht-Cocktails aus verkommenen Zwetschgen, Sauerkirschen, die entschieden zu lang in einem rostigen Stahlbad verbracht haben. Am Gaumen dieselben Eindrücke, zu denen sich immerhin noch frische, schön strukturierte Säuren gesellen, sanfte Tannine und mit zunehmender Luft auch eine auf erfrischende Weise Substanz gebende (heuchelnde) Würze, die den ansonsten recht schwachen, eindimensionalen Portugieser und also auch dem Konsumenten Halt gibt. Der wird sicher einigen Portugieser-Fetischisten gefallen, keine Frage. Und das soll er dann auch. Ich verbleibe mit der Feststellung: beruhigend, dass ich auch schon auf ganz andere Vertreter der Sorte getroffen bin, die gänzlich anders auftreten.

Wein: Villányi Portugieser 2011
Weingut, Ort: Mayer Pince (Mayer Márton), Villány
Rebsorte/n: Portugieser
Alkoholgehalt: 12,5%
Preis: 5,70 EUR (1.690 Ft)

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