Winzer der Winzer der winzelnden Winzer – alt, jung, für den Wein im Allgemeinen – jedoch nicht im Besonderen und schon gar nicht gegen den Wein. Vorne, hinten, unten, oben – Preise allenthalben. In Ungarn  – wie in diesem Blog schon mehrfach in ähnlicher Weise angesprochen – ist es ja so, dass man sich vor Preisen, Auszeichnungen und Urkunden ganz generell kaum retten kann. Für alles kriegt man was, um es bei Bedarf zur Stärkung des eigenen Egos an die Wand zu pinnen, gerne auch satt gerahmt. Was hinter den Urkunden an tatsächlicher Leistung steckt, steht bisweilen auf einem ganz anderen Papier, wenn überhaupt.

Und für die kleine und doch irgendwie wuselig mannigfaltige ungarische Weinszene gilt dies ganz besonders. Wer da lange genug dabei ist, muss nicht nur bei drei auf dem Baum sein, sondern sich vielmehr im wahrsten Sinne des Wortes stehts gut in alle Richtungen umschauen, absichernd, auf dass ihn nicht irgend ein Preis, eine Auszeichnung treffen möge. Dabei ist klar: früher oder später kriegen sie einen – und damit alle.

Ein klein wenig anders ist es mit der etwas dämlich klingenden Auszeichnung „Winzer der Winzer“. Das hat schon viel mit der Jury zu tun, welche der Stiftung „Vinum Praemium“ vorsitzt und über die Preisträger entscheiddet. da sitzen ein paar Leute drin, die etwas mehr Sachverstand besitzen, als bei eigentlich fast allen anderen Ansätzen die es da so gibt (ich hatte vergangenes Jahr etwas mehr darüber geschrieben).

Gestern Abend wurden die diesjährigen Preissträger bekannt gegeben, als da wären:

Winzer der Winzer: Imre Györgykovács (Somló)

Neuentdeckung des Jahres: István Balassa (Tokaj)

Preis „für den ungarischen Wein“: József Szentesi (Etyek-Buda)

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