Weninger - Kékfrankos 2008

Ein moderner Klassiker aus Sopron ist das, der einfache Blaufränkisch von Weninger. Zumindest für mich. Denn mit einem Vorgänger, es dürfte der 1999er gewesen sein, fing alles an. Das Trinken ungarischer Weine. Das Erkennen, dass Blaufränkisch mehr können kann, als das, was meinereins aus der schwäbischen Heimat mehrheitlich kannte, dort als Lemberger. Und daher auch konsequenterweise die Lust auf Mehr.

Und der hier? Aber Hallo! Schwarzkirschkonfitürenfrucht satt in der Nase. Am Gaumen, wie als wär’s ein reinsortiger Blaufränisch. Und das ist er ja auch. Nicht witzig, nein. Aber gut. Denn auch das muss (mal) sein. Mit ordentlicher Würze, aber eben nicht zu viel. Die kommt auch vom Holz. Im ersten Ansatz etwas zu spitze und zu dominante Säuren und eine etwas zu sehr zum Zuschauer verdammt wirkende Frucht. Das legt sich schnell. Dann ist die Frucht sehr klar und greifbar aus – schon wieder – reifen schwarzem Kirschen, in die sich förmlich reinbeißen lässt. Da ist dann noch etwas Vanille, etwas Schokolade, ganz wenig florale Spuren. Erstaunlich langer Abgang, der zu einer Zähmung der Würze und einem fließenden Ausklang mit betörend feiner rot-schwarzer Kirschfrucht führt, die man so schon mal in Katjes-Fruchtgummis meint geschmeckt zu haben. Oder auch nicht. Nett ist er jedenfalls, zweifelsohne.

Wein: Kékfrankos Sopron 2009
Weingut, Ort: Weninger Pincészet, Balf
Rebsorte/n: Kékfrankos (Blaufränkisch)
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.
Preis: 6,90 EUR (1.990 Ft)
Internet: weninger.com

Kommentieren? Hier entlang... ▼

Connect with Facebook


Verwandte Artikel