Kerkaborum - Szerémi 2008

Nicht unklug, die Wahl der Etikettenfarbe. Denn das Optisch kommt mit dem Geschmacklichen quasi zu einem deckungsgleichen nicht uninteressanten Etwas. Doch was für ein Etwas hat man überhaupt im Glas? Szerémi Zöld ist eine Rebsorte, gehörte früher mal zu den bedeutendsten Weißen im Karpatenraum, wurde in den Gebieten um Bihar und Arad (Südosten Ungarns/Rumänien) angebaut. Die Reblaus-Plage raffte sie beinahe völlig dahin. Der Name geht auf die ungarische Bezeichnung der ehemals ungarischen Region im heutigen Norden Serbiens und der amngrenzenden Region Kroatiens (Szerémség) zurück (zöld bedeutet schlichtweg „grün“).

Das, der Exkurs zur Rebsorte. Und die passende Überleitung zum Wein, wo sich der Kreis mit der Etikettenfarbe dann auch schliesst. Denn grünliche Eindrücke überwiegen, sowohl in der Nase, als auch am Gaumen. Im Glas mit mittlere, auch leicht grünlich wirkendem Zitronengelb. In der Nase Limetten, unreife grüne Apfelschalen, Gurke, Zitronengras. Am Gaumen mit recht kräftigen Säuren aber vor allem einer ausgeprägten grünlich wirkenden Bitterkeit, die wesentlich den Gesamteindruck bestimmt. Vile mehr ist es dann auch nicht, man hat es mit einem recht einfach zugeschnittenen, gleichwohl frisch und wie für den Job eines Aperitif geschaffenen Weisswein zu tun. Frucht aus Granny Smith, Limetten, Haribo Sauren Äpfeln, mit leicht vegetabilem Einschlag und grasig-kräuterigen Noten, bitter, wie bereits gesagt, nach anfänglich aufbrausender Frische etwas dumpf werdend. Gerade und ziemlich kurz. Aber nicht uninteressant.

Wein: Szerémi 2008
Weingut, Ort: Kerkaborum, Muraszemenye
Rebsorte/n: Szerémi Zöld
Alkoholgehalt: 13,0% vol.
Preis: 6,70 EUR (1.950 Ft)
Internet: kerkaborum.hu

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