Bakó Ambrus - Rajnai Rizling 2010

Die Fortsetzung von gestern als kleiner, leider unschöner Offenbarungseid – dem man aber (noch) nicht zu viel Bedeutung zumessen sollte. Schließlich ist es der erste Jahrgang auf dem Markt und in einer Hinsicht überzeugt auch dieser Wein und allein dafür darf man dankbar sein: er kommt leicht und mit niedrigem Alkohol daher. Eine Seltenheit im heutigen Ungarn.

Doch was ist er, will sagen es: ein laues, halbsüßes Süppchen hat man da am Gaumen. Zumindest klebt es nicht. Halbsüß ist der Riesling, und in der Nase anhand von Aprikosen als solcher noch gerade so erkennbar. Nur wenn man ihn deutlich zu warm trinkt kommt er aus der Deckung. Was aber der Händler schreibt, wenn er von einer „intensiver, sehr sauberen Frucht“ schreibt, bleibt unverständlich. Drum dreht sich sonst bei der Beschreibung auch alles fast nur noch um die Lesezeit, dass Restzucker im Wein ist, der ihm gut steht und es insgesamt 600 Flaschen davon gibt. In Wirklichkeit kommt er schlichtweg kraftlos und eindimensional daher, säurearm, schlapp, mit einer schlichten Frucht, die erst bei ordentlich Wärme sich wirklich zeigt. Allenfalls ein Leisetreter, aber einfach nicht überzeugend, zu flach. Und daher für den Preis von 9 EUR im Direktvergleich mit zig deutschen Gutsrieslingen eindeutig überteuert.

Wein: Badacsonyi Rajnai Rizling 2010
Weingut, Ort: Bakó Ambrus
Rebsorte/n: Rajnai Rizling (Riesling)
Alkoholgehalt: 13,0 %Vol.
Preis: 9,10 EUR (2.750 Ft)

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