Wenig war nicht los, im Festetics Palota. Doch die Hütte war auch schon ma besser gefüllt.

Ohne weitere einleitende Worte weiter. Nur soviel: die Spreut tennt sich auch am kleinen Großen Somló deutlich vom Weizen.

Csordás-Fodor Borház
Der Juhfark 2009,ein rauchig-steiniges, trockenes Kräuterbündel mit gelbem Dörrobst in der Nase. Am Gaumen plump, mit harten Säuren, die die Frucht fast gänzlich überlagern. Die Furmint Selection von 2007 kommt traubig daher, mit überreifer Frucht, Botrytis-Anklängen, dem Ende zu mit dumpf wirkendem Holz.

Györgykovács Imre

Tóth Adrienn (Chefredakteurin von vinoport.hu) aka Frau Györgykovács beim Ausschank von Imre’s Weinen.

Hier tat’s mir wahrlich leid, dass ich nicht unbemerkt ein Foto seiner Hände machen konnte. Tiefe, furchige Falten, intensivst schwarz gefärbt, gewiss von der Ernte. Plastischste Zeichen der echten, ehrlichen Arbeit. Und hier waren auch die Beispiele für 2010 erstmals da. Im Direktvergleich zu 2009. Und die 2010 waren eindeutig die spannenderen Weine. Jetzt schon da, gut trinkbar und komplexer gestrickt. Der 2009er Olaszrizling sehr klar, mit nicht zu starken stählernen Säuren, transparenter, offen liegender Frucht, sehr gerade geschnitten, makellos, ohne jegliche Schnörkel. Der 2010er mir Pfirsichkern-Nase und leicht bitteren, grünlich-gelben Apfelschalen am Gaumen, klar, weich, Stein, Wachs, Haut. Faserig, auf elegante, subtile Weise mit leichten Widerstandshaken, der Herbheit und subversiven Säuren versehen. Der 2009er Furmint beginnt recht breit, verengt sich dann zwischenzeitlich und endet wieder breit. Dabei sehr, sehr klar wirkend, sauber, blitzblank polierte und selber polierende Säuren, steinerne Mineralität, gelbe, halbreif und fast etwas künstlich wirkende Birnen und Äpfel, Wachs. Schön. Der Furmint aus 2010 leicht tänzelnd in der Nase, mit Limetten und spritzig frischen, grünen Äpfeln. So gibt er dann auch sein Stelldichein auf der Zunge. Spielerisch und doch ernst, leicht wirkend und doch fest gewirkt, gegen Ende mit deutlich zunehmender Mineralität und damit einher gehender Herbheit. Blätter, Tee.

Zum Teil eins über den Event an sich (ein wenig) und Eindrücken zu Dénes Hegybirtok, Várkapitány Pince und Fazekas András.

Morgen dann (hoffentlich) noch zu Spiegelberg und Takács der letzte Teil.

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