Karner Gábor

Noch nie konnte so früh geerntet werden wie dieses Jahr. Der Olaszrizling (Welschriesling) am 7. und Kékfrankos (Blaufränkisch) am 20. September. Man konnte zufrieden sein mit der Traubenqualität. Bei der Bestimmung des Erntezeitpunktes musste dieses Jahr vor allem auf die Säuren geachtet werden und dass der Alkoholgehalt nicht zu hoch ausfällt. Der Kékfrankos von Vitézföld hatte eine perfekte Reife, die Phenole waren in Harmonie mit dem Zuckergehalt. Die Stängel waren matt grün und die Kerne braun – das sind die wichtigen Indizien für Reife Tannine, was bei den blauen Sorten bekanntlich besonders wichtig ist, denn es reicht nicht, auf den Zuckergehalt zu achten.

Die Welschriesling-Pflanzungen sind noch sehr jung, von 2007 und 2009 war der erste Probejahrgang. Letztes Jahr wurde aufgrund der überaus problematischen Qualität gar nicht erst abgefüllt. 2011 wird demnach der erste richtige Jahrgang sein. Die begrenzten Erfahrungen machen es umso spannender. Der Olaszrizling wird in Tanks bleiben, der Kékfrankos nach der malolaktischen Gärung in Holzfässer kommen.

Die Menge wird niedrig sein. Die jungen Olaszrizling-Reben haben zu viel Grün ausgetrieben und man musste drei Mal grün ernten. Beim Kékfrankos gab es Probleme in der Blütezeit, die dazu führten, dass die Rispen sehr locker wurden. Ansonsten war der Jahrgang sehr angenehm zum arbeiten. Man musste nur vier Mal spritzen. Der Regen in der zweiten Junihälfte hat letztlich den Jahrgang gerettet.

Quelle: A Művelt Alkoholista

Losonci Bálint

Im Vergleich zum letzten Jahr wurden mehrere Sorten fast genau einen Monat früher geerntet. Die am frühesten geernteten Sorten, der Pinot Noir und Chardonnay, sind schon längst vergoren. Am meisten Angst bestand um die Säuren, die Gefahr war groß, dass diese in der großen Hitze zu stark abbauen. Letztlich wird aber zum Beispiel der Chardonnay doch ein säurereicher Wein mit fester Struktur.

Die größte Herausforderung bestand dieses Jahr darin, den richtigen Erntezeitpunkt zu finden. Die Qualität war sehr gut. Vor der Ernte musste kaum etwas aussortiert werden. Die Farbintensität bei Kékfrankos ist extrem hoch. Die meisten Sorten sind auch reich an Aromen, bei den Roten fand der biologische Säureabbau bereits mehrheitlich am Stock statt. Am meisten Potential ist von Hárslevelű und Cabernet Sauvignon zu erwarten. Aber allgemein scheint die Qualität hoch zu sein. Bei vier weißen Sorten wird ein Teil in Tanks und ein Teil in Holz vergoren. Mal sehen, was für Erfahrungen das ergibt.

Quelle: Vinoport.hu

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Jahrgang 2011. Villány-Siklós – Heumann, Hummel, Wassmann
Jahrgang 2011. Eger – Gróf Buttler, Kovács Nimrod Winery, Orsolya Pince, St. Andrea

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