Bodri - Faluhely Pinot Noir Válogatás 2008

Pinot Noir aus der eben schon ziemlich südlich in Ungarn gelegenen Rotwein-Region Szekszárd. No risk…? In jedem Fall nicht einfach, das Handling mit dieser Rebsorte an sich. Und dann noch in einer recht warmen, ja bisweilen richtig heißen Gegend. 14% Vol. Alkohol sind bei diesem, aus der Lage Faluhely stammenden Interpretation von Bodri am Ende des Gärprozesses entstanden. Da muss einiges gegenhalten, vieles andere stimmen, um ein rundes gesamtes Etwas abzugeben, das noch Spaß macht.

Letztlich bedeutet der Faluhegy dann eine Gratwanderung, macht weder richtig Spaß zu trinken, noch enttäuscht er einen wirklich. Die Säuren sind zu stark, dahinter steckt zu wenig Struktur, alles in allem stimmt da dann auch der Preis nicht.

Mittleres klares Purpur im Glas. Viel Rosmaring in der Nase, zusammen mit anderen, dezenter gehaltenen Küchenkräutern und einer blitzeblank polierten roten bis dunkelroten Frucht aus Kirschen. dann noch etwas Holz und erdige Töne. Am Gaumen dann vor allem ziemlich viel Säure, zu viel, denn die hält sich und überdeckt hartnäckig die ansonsten recht freundliche, warme Frucht aus roten Kirschen und ebensolchen Johannisbeeren. Das Holz im Hintergund wirkt etwas dumpf, wie auch der Wein insgesamt, versucht man mal die Säure vor dem inneren Auge auszuschalten, etwas abgepuffert rüberkommt. Aber immerhin geradlinig, etwas zu schlank, gar knochig, mit feinherber Würze und eher verhaltenen Gerbstoffen, im mittleren Abgang sanft adstringierend. Kein echter „Fun“, aber ordentlich, nur eben schon zu viel Säure. Ich hatte Flasche Nummer 2.636 von insgesamt 3.146.

Wein: Pinot Noir Válogatás Faluhely 2008
Weingut, Ort: Bodri Pincészet, Szekszárd
Rebsorte/n: Pinot Noir
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.
Preis: 10,00 EUR (2.850 HUF)
Internet: bodribor.hu

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