Zekk war offensichtlich schon leicht bedüdelt beim Fotografieren, zumindest würde das die leichte Schräglage von manch einer Flasche erklären.

Zekk die Zweite (zur Ersten hier lang) – diesmal in voller Größe mit Karnevalstüte auf’m Kopp und dem Kleeblatt wie eine Trillerpfeife zwischen den Hauern – ist „ein bischen gefährlich“, steht da nun auf der Flasche. Na dann schaun mer mal. An den 13,0% Vol. Alkohol kann’s wohl nicht liegen. Die sind für Villányer Verhältnis sogar eher niedrig. Und was teilt einem das Etikett sonst noch über Zekk mit? Er hat an der Abschlussparty der Vortragsreihe „Über die Apokalypse“ teilgenomnmen. War, laut Zekk, ein schöner Abend, weshalb er hofft, dass es eine Fortsetzung geben wird. Dabei spricht er den zweiten Buchstaben des Wortes“nie“ niemals aus. (Anmerkung: „nie“, auf Ungarisch soha. Konsequenterweise hat man im Zitat von Zekk also das „o“ an allen Stellen ausgelassen).

Ja, was soll man dazu jetzt sagen? Interpretieren, gar Sinn darin zu sehen versuchen, führt vermutlich auch nach dem Leeren der gesamten Flasche zu nichts. Also so stehen lassen und schnell zum Eigentlichen, zum Wein.

Zekk – Heumann – Villányi Rosé 2010

Ich vermute er ist aus Kékfrankos, aus Blaufränkisch. Der zweite Wein der Zekk-Serie. Der Händler, Zwack, bleibt die Information ebenso schuldig, wie der Erzeuger. Helle Lachsfarbe im Glas. In der Nase Mineralwasser, herbe, leicht gefrostete Erdbeeren. Am Gaumen gar nicht mal von der Himbeer-Mandarinenfrucht bestimmt, auch gar nicht sonderlich säurereich, sondern eher durch eine fein-herbe Kühle, daher gediegener daher kommend als manch anderer Rosé. Und auch hier diese mineralische Note, welche die herben Töne bringt und maßgeblich bestimmt, wo’s langgeht. Summa summarum ein zwar leichtes, unkompliziertes, aber doch ernsteres Weinchen und gar nicht so sehr der kurz mal so wegzutrinkende Sommer-Rosé. Und damit stilistisch nicht kurz mal so als Verlängerung des enorm saftig-fruchtigen Chardonnay von Benedek zu sehen, gar nicht.

Zwischen-Merke: optisch recht anders, positiver weil nicht so grau wie das Chardonnay-Etikett, mit dem Hasen Zekk und einem sinnentleerten Spruch als Bindeglied. Stilistisch doch recht entfernt voneinander. Aber vielleicht zielt die Riehe ja auch darauf ab, mit drei Farben, vier unterschiedliche Stile aus drei Regionen abzubilden? Fortsetzung folgt.

Wein: Villányi Rosé 2010
Weingut, Ort: Heumann, Siklós
Rebsorte/n: kékfrankos?
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.
Preis: 5,80 EUR (1.568 HUF)
Internet: heumannwines.com

2 Antworten

  1. Hallo Peter

    Besten Dank für die gute Beurteilung unseres Rosés. Du hast, was die Traubensorte(n) betrifft, zum grossen Teil recht. Der Rosé besteht zu 60% aus Kékfrankos und zu jeweils 10% aus Merlot, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon and Syrah (Saignée-Verfahren).

    Beste Grüsse, Hartl

    • Hmm, an der kurzen Reaktionszeit erkennt man den Pensionär… 😉

      Danke für den Rebsorten-Mix-Input.

      Grüße nach Siklós,
      Peter

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