Hier ne Welle, da ein wenig Gekrakel - und Schwupps! Schon ein weiteres Etikett fertig... Orsolya - Kadarka 2009

Ausgesprochen helles Rubinrot – Kadarka eben – mit andeutungsweise bräunlichen Rändern. In der Nase ganz anfangs: in einiger Ferne auf einem hölzernen Fensterbrett abgelegte, vom Regen leicht aufgeplatze reife Zwetschgenfrucht. Dann, auch etwas teerige Noten. Am Folgetag: eine kleine hölzerne Gewürkiste, sehr kühl gelagert, von Weihrauch eingehüllt. Spannend.

Am Gaumen findet dann aber nicht wirklich die Verlängerung des Außergewöhnlichen statt. Leider. Wobei, ganz so stimmt das dann auch nicht. Leicht und durch eine recht süßlich ausfallende Frucht auch anfangs zart, fast schmeichelnd daher kommend. Erdbeeren und Himbeeren, fast gar so, als wären künstliche Aromen mit im Einsatz. Die Süße stört ein wenig, nervt mit der Zeit gar. Die Kadarka-typische Würze bleibt aus, zeigt sich nur gegen Ende, zusammen mit ordentlichen Säuren und nur verhalten. Etwas unterbelichtet, fast verspielt und daher ohne die eben doch nötige Ernsthaftigkeit, ohne eine feste Struktur. Und ausreichende Länge. Doch all das wäre bei 4.000 Forint, sprich rund 15 EUR doch zu erwarten. Kein schlechter Wein, nicht uninteressant, vor allem die Nase kann es einem antun. Aber überteuert. Und darauf sollte Orsolya, das kleine Familienweingut mit den vermeintlich eigenständigsten Weinen Eger, künftig schon auch mal überdenken.

Wein: Kadarka 2009
Weingut, Ort: Orsolya Pince, Ostoros
Rebsorte/n: Kadarka
Alkoholgehalt: 12,5%
Preis: 15,00 EUR (4.000 Ft)
Internet: orsolyapince.hu

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