Pelle Pince - Zsófia Cuvée 2009

László Pelle ist in Ungarn unter Kennern bislang eher für seine feinen Edelbrände bekannt. Nun versucht er sich auch in Tokaj, genauer im Ort Mád, also u.a. in direkter Nachbarschaft zu Szepsy und Royal Tokaji. Der hier vorliegende Süßwein wurde aus edelfaulen Aszú-Trauben von Sárgamuskotály (Gelbem Muskateller), Furmint und spät gelesenem Hárslevelű (dessen Schalen sind dicker, daher ist anzunehmen, dass die Botrytis zum Erntezeitpunkt noch nicht sich breit gemacht hatte) gewonnen.  Alles stammt aus den durchaus bekannten Lagen Szt. Tamás, Nyulászó und Dancka und weist am Ende 120 g/l Restzucker auf.

Der Ausbau fand in kleinen Eichefässern statt, die Reifung in 136-220 Holzfässern. Benannt wurde der Wein nach László Pelles Tochter, Zsófia. Für 815 Flaschen reichte es. Ein schöner Wein, absolut gelungen. Frisch und leicht daher kommend und doch mit einem Tick Extravaganz. Doch eins nach dem anderen: im Glas mit recht hellem Stohgelb. In der Nase mit frischer, schon da spritzig wirkender Frucht aus Aprikosen und Pfirsichen, daneben vor allem frisch gebackenes Buttergebäck bei dem an Butter definitiv nicht gespart wurde. Am Gaumen dann recht schlank, mit vitalen, jedoch nicht allzu kräftigen Säuren, einer sehr frisch wirkenden Frucht aus reifen gelben Birnen, auch Aprikosen, etwas Honig und Karamell, alles in allem fein aufeinander abgestimmt, ineinander greifend. Und, der Tick Extravaganz, durchweg begleitet von einer spannung erzeugenden, daher sehr angenehmen leichten Bitterkeit, die an stark an Grüntee erinnert. Gelungen und zu völlig angemessenem Preis am Markt.

Wein: Zsófia Cuvée 2009
Weingut, Ort: Pelle Pince, Mád
Rebsorte/n: Sárgamuskotály (Gelbem Muskateller), Furmint, Hárslevelű
Alkoholgehalt: 11% Vol.
Preis: 10,40 EUR (2.900 Ft)

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