For whom the bell tolls…

bei befreundeten Winzern an der Nahe, mit diversen Erzeugnissen aus Ungarn. In ungewöhnlich kurzer, oder anders gesagt angemessen kompakter Form der ungarische „Wein-Verlauf“ des Abends:

Királyudvar – Sec 2008 (ordentlich, netter Warm-up)
Bott Pince – Csontos Furmint 2009
(schöner als zuletzt, noch besser entwickelt, wirklich gut gelungen)
Zoltán Demeter – Kakas Furmint 2008
(direkt nach dem Csontos durch zu starke Säuren diesmal enttäuschend, mangelte an Komplexität, Rafinesse)
Homonna – Édes Hármas 2003
(für mich der Ungar des Abends, nicht allzu komplex und tiefgründig, aber noch absolut da und wunderbar zu trinken)
Hollóvár (Lajos Takács)
– Nagy Somlói Furmint 2009 (eigenständig und gut (wennglich gerade nicht so beeindruckend), hier erschienen die Säuren etwas angegriffen, leicht verbrannt)
Hollóvár (Lajos Takács)
– Hárslevelű 2009 (ganz in Ordnung, mir gefiel er an diesem Abend nicht, zu wenig Säure und Halt)
István Balassa
– Mézes-mály Hárslevelű 2006 (gefiel mir einmal sehr gut, jetzt tot, schade)
Bálint Losonci – Magyar Frankos 2008 (tot)
Ráspi – Kékfrankos 2007 (mal wieder ein fehlerhafter Ráspi, untrinkbar)
Orsolya – Tehéntánc 2007 (ordentlich, in direkter Umgebung der toten Roten nicht zum Helden auserkoren)
Szecskő – Turán 2007 (eindimensional, kaum mehr Frucht, wohl überm Berg)

Zugegeben, der Abend war v.a. im roten Bereich experimentell angelegt. Aber dennoch war der Verlauf dem Ende zu dann natürlich etwas fatal.

Dazu gesellten sich noch ein paar andere Enttäuschungen (korkig, schon zu alt etc.), allerdings stammten diese nicht aus Ungarn. Als Retter kam dann überaus erfolgreich eine Scheurebe zum Zug, die 2008er Spätlese Haardter Herrenletten von Weegmüller aus der Pfalz- ein wahrer Segen. Und sei damit in diesem Blog ausnahmsweise auch genannt.

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