Szászi Endre, Kéknyelű 2009

Herrlich fruchtig-florales Bouquet, so saftig, dass man am liebsten gleich in den Glasinhalt beißen möchte. Überreife Äpfel und Birnen, Pfirsich und Sommerwiese, auch Vanille-Holz-Töne. Und so auch am Gaumen, wo strukturell der Biß sogar widerstand fände: ein gut gelaunter, ungemein saftig-fruchtiger Kéknyelű, noch jung und frisch und etwas ungestüm, aber nicht oberflächlich. Mit feiner mineralischer Note, sanftem Holz, nach kurzem Reinfruchtauftakt schnell aufbauendem würzig-fein -säuerlichen Einspiel, spielerisch eingesetzter Fruchtsüße, viel reife gelbe Birnen, rote Äpfel, etwas Banane und einem Tick Ananas im Aus. Danke.

P.S.: Ach ja, natürlich ist diese Kéknyelű-Intepretation nicht fürs lange Leben gerüstet. Am Folgetag hing der Gute schon ziemlich in den Seilen, die Frucht war ziemlich in sich zusammengefallen und der Mangel an Säuren machte sioch auch in einem nur noch schwachen Körperchen bemerkbar. Man kann das als Manko ansehen – oder sich einfach freuen an dem unbekümmerten Stil, solange der Wein noch jung ist.

Wein: Badacsonyi Kéknyelű 2009
Weingut, Ort: Szászi Pince, Hegymagas
Rebsorte/n: Kéknyelű
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.
Preis: 7,50 EUR (1.990 Ft)
Internet: szaszipince.hu

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  1.  Badacsonyi Rozsakö 2009, Szaszi Endre, Badacsony | BorWerk - Das Blog über ungarische Weine

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