Szt. Ilona Borház

Olaszrizling

Steinig kühl-hölzern, Flechten, Honig und Schalen von Zitrusfrüchten. Am Gaumen kräftige Mineralität und zupackende Säuren, leicht grün-gelblich bitter. Aromen von gelbem Obst und Mandeln. Ein ausgesprochen trockener Zeitgenosse, daher nicht gefällig, auch nicht allzu komplex aber gut trinkbar.

Furmint

Deutlich sanfter, vor allem grüne Birnen, auch mit vegetabilen Tönen, erinnert auch an Gurken. Wirkt am Gaumen von Beginn an gesetzter, ausgesprochen verhaltene Frucht. Zwar zeigt sich seine Herkunft in einer ausgeprägten, jedoch nicht so wilden, ungeschliffenen Mineralität und ebensolchen Säuren. Letztere dominieren dem Ende zu ohne spitz zu werden. Markant.

Hollóvár Pincészet (Takács Lajos)

Aus meiner Sicht zeigte sich bei den Weinen von Takács Lajos am deutlichsten, dass sie sich noch in einem sehr frühen stadium befinden. Wer seinen Stil kennt, wird vermeintlich enttäuscht gewesen sein über die fehlende Power. So gesehen mag man dem Einwand von Zoltán Balogh von der Somlói Apátsági Pincészet in seinem Kommentar zu meinem ersten Teil voll und ganz zustimmen, dass nämlich die Präsentation zumindest für die Öffentlichkeit viel zu früh stattfindet.

Olaszrizling

Warm und sehr weich, Holz, Butter und florale Töne. Am Gaumen mit vitalen Säuren, nicht allzu stark ausgeprägter, steiniger Mineralität, kühle, helle Frucht aus Birnen, Äpfeln und Quitten, alles wie eingeschüchtert auf engem Raum, dabei nicht allzu konzentriert.

Sauvignon Blanc

Gärendes Trauben, feine Hölzer, lange eingekochte tropische Früchte, getrocknete Kräuter und Feuerstein in der Nase. Am Gaumen wie parfümiert wirkend, dazu medizisch-bittere Note, Pilzaromen, verhaltene gelbe Frucht. Sehr eigen, aber auch hier muss man sehen, was in den kommenden Monaten daraus wird.

Juhfark

Zurückhaltend in der Nase, allenfalls feinste Zitrusfrüchtearomen und Äpfel wahrnehmbar. Junge, gelb-grüne Frucht von Äpfeln und Birnen, wenig Säure. Die anfangs matte Mineralität steigert sich in der Wahrnehmung mit der Zeit und endet hinten raus in griffiger Bitterkeit.

Furmint

Noch zurückhaltender als der Juhfark, Spuren von halbreifen grünen Äpfeln. Am gaumen mehrheitlich über Frucht definiert, grüne Äpfel und Birnen sowie Quitten, grüne Blätter, vegetabil, sehr schwach ausgebildete Säuren und steinige Mineralität.

Hárslevelű

Frische saftige rote Äpfel. Auch hier am Gaumen, ähnlich aber nicht so ausgeprägt wie beim Sauvignon Blanc, parfümiert wirkend, daneben noch kühle Mandarinen wahrnehmbar, schwache Säuren, kaum mineralisch, sehr verschlossen wirkend.

Morgen dann noch die Notizen zu Kreinbacher

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