Nach den gestern veröffentlichen Verkostungsnotizen zu Dénes, Fekete und Laposa, dies also nun der zweite Teil.

Spiegelberg Stephan

Alle 2009er von Spiegelberg Stephan kommen mit mehr oder weniger Restzucker, von halbtrocken (Juhfark) bis halbsüß (Furmint und Olaszrizling).

Juhfark

Kühl, florale Töne, Gras und Orangenschalen. Am Gaumen mit subtilem Druck, klarer Struktur und darin dann verspielt, facettenreicher Aromenvielfalt, mit einem Touch Exotik, Zitrusfrüchten, getrockneten Äpfeln und Bittermandeln, könnte spannend werden…

Furmint

Reife Äpfel und Birnen und kühle, steinerne Mineralität in der Nase. Am Gaumen zart, schmeichelnd, mit tropischen Anklängen, bzw., ich bitte um Verzeihung, vor allem an Fanta erinnernd, feine säuren, kaum wahrnehmbare Mineralität. Eigenständig.

Olaszrizling

Klare Nase nach reifen roten Äpfeln. Auch am Gaumen ausgesprochen fruchtbetont, vor allem reife Mandarinen, dabei weich-samtig texturiert, matt mineralisch, zarte Säuren im Hintergrund.
Nicht uninteressant, dieses Trio. Und für mich ein stilistisch unerwartet, anders, als bilsang von Spiegelberg gewohnt. Nur wird man auch hier sehen müssen, wie sich die Weine weiter entwickeln.

Györgykovács Imre

Olaszrizling

Samtige Nase mit feiner Frucht aus gelben Birnen und Äpfeln. Am Gaumen ebensolche Frucht, klar, weich, geschmeidig, verhaltene, frische Säuren und metallische Mineralität, die zum ende hin etwas grünlich bitter ausläuft, jedoch nicht unangenehm.

Juhfark 2008

Vegetabil-krautige Nase, auch geräucherter Speck. Am Gaumen kühle Frucht aus grünen Birnen und Orangen, leicht bittere, steinige Mineralität, eingebettet in feinen Schmelz und zart rauchig-speckige Töne. Ziemlich interessant, hat aber eben auch spürbar schon ein Jahr mehr auf dem Buckel.

Furmint

In Barrique ausgebaut. Warmes Holz, reife gelbe Birnen und Feuerstein in der Nase. Am Gaumen recht eigenständig bis eigenartig, nicht zu starken Säuren, einer gar seifig wirkenden Mineralität, auch für Furmint typische grüne Äpfel aber auch bittere Gurkenaromen…?!

Morgen dann die Weine von Szt. Ilona und Hollóvár (Takács Lajos)

Kommentieren? Hier entlang... ▼

Connect with Facebook


Verwandte Artikel