Kerkaborum, Vörcsöki Hárslevelű 2008

Die Kerkaborum-Familie weitet sich Jahr für Jahr aus. Nachdem es vom ersten Jahrgang, 2006, nur den Furmint gab, kam 2007 eine Reserve hinzu. Nun, mit dem Jahrgang 2008, wird auch ein Hárslevelű angeboten. Das Ziel soll vermeintlich derselbe sein: das Kerkaborum-Projekt drei befreundeter, bekannter Winzer soll Spaß machen, den dreien und allen Weinliebhabern und daher vor allem schöne Weine zu guten Preisen bieten. Während der einfache Forint sich nur geringfügig verteuert hat (derzeit kostet er 1.720 Ft) ist der 2008er Hárslevelű mit 2.490 Ft (rund 9 EUR) jenseits der psychologisch wichtigen 2.000 Ft-Schwelle abgesiedelt. Und genau da kann man nun zu streiten beginnen. Denn der Hárs ist zweifelsohne ein schöner, echter Hárs – aber gleich danach wäre man doch nur dann wirklich zufrieden, wenn er einige Forint billiger wäre…

In 500l Holzfässern ausgebaut und 11 Monate gereift. Strohgelb im Glas, in der Nase Holz, Honig, Stroh und Karamell, auch sehr schwach ausgeprägte Botrytis-Noten. Am Gaumen mit fein-cremiger Textur, Aromen von grünem Tee, aufgekochten Kräutern, Blutorange, Limettenschalen, robuste, jedoch schon etwas gesetzte, fast ein wenig zu dominante Säuren, ganz leichte, metallische Mineralität, daneben noch etwas Restzucker. Gelungen – und doch fehlt ihm der Charme, den die Furmint bislang ausgestrahlt haben. Und sei es nur, dass es mit dem Preis zu tun hat. Ganz davon lossagen kann und soll man sich ja nicht.

Wein: Vörcsöki Hárslevelű 2008
Weingut, Ort: Kerkaborum, Muraszemenye
Rebsorte/n: Hárslevelű
Alkoholgehalt: 13,0% vol.
Preis: 9,00 EUR (2.490 Ft)
Internet: kerkaborum.hu

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