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Schwere Schäden durch Hagel kennzeichnen das Jahr 2009. Der Frust hält sich dennoch in Grenzen, da die Qualität überdurchschnittlich gut ist.

Der Winter fiel ausgesprochen mild aus, weshalb viele Schädlinge überleben konnten. Es kam zu wenigen aber ausreichend und regelmäßig verteilten Niederschlägen. Nennenswerte Schneefälle sind ohnehin die Seltenheit in der Region, was auch auf den Winter 2009 zutraf. Der Winterschnitt konnte rechtzeitig erledigt werden.

Der Frühling begann regnerisch, was den Winzern ernsthafte Sorgen bereitete, vor allem weil sie noch lebendige Erinnerungen an 2008 hatten, als es zu sehr viel Niederschlag kam und das Vorbeugen von Rebkrankheiten sich ausgesprochen schwierig gestaltete. Glücklicherweise fiel das Frühjahr 2009 letztlich doch trockener aus und die frühen hohen Niederschlagsmengen führten zu einem schnellen Rebwuchs. Entsprechend mehr Grünschnitt fiel an.

Der Austrieb kam zur üblichen Zeit. In der Blütezeit war das Wetter ungünstig, weshalb sich fiele Sprosse nicht richtig entwickeln konnten. Der empfindliche Lokalmatador Kékfrankos (Blaufränkisch) litt darunter besonders, so dass es etwa bei Taschner bereits im Frühjahr 30% Einbußen kam. Dieser Rückschlag deutete bereits früh im Jahr an, dass 2009 sich zumindest nicht durch hohe Erträge auszeichnen würde.

Am 11. Juli kam es zu einem derart starken Hagel, wie es ihn seit mehreren Jahrzehnten in der Region nicht gegeben hatte. An manchen Orten fielen 50 bis 70% des Jahrgangs den Hagelkörnern zum Opfer. Jandl Kálmán, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem seiner Weinberge befand, erzählte, dass die eineinhalb, zwei Meter langen Triebe der zweijährigen Pflanzung innerhalb einer Viertelstunde auf zehn Zentimeter „verkürzt“ wurden.

Wie 2008 gab es auch im Sommer 2009 starke Niederschläge – im Juni 203mm, im Juli auch über 100mm, zum Vergleich: April 33mm und Mai 74mm. Ab Ende Juli war das Wetter wie in ganz Ungarn trocken und warm, was ideale Bedingungen für das Reifen der Trauben brachte. Auch die Ernte konnte zum bestmöglichen Zeitpunkt unter optimalen Bedingungen stattfinden.

Wegen des durchwachsenen Wetters im Frühjahr und des schweren Hagels im Sommer rechnen die Erzeuger mit weniger Ertrag. Einige Winzer werden vom Jahrgang 2009 manche Weine nicht auf den Markt bringen, einige möchten die ganze Palette anbieten, müssen jedoch mit weniger Flaschen auskommen. Der Hagel hat Weninger am meisten getroffen, 70% der Ernte sind zerstört. Einen kleinen Trost spenden die verbliebenen 30%, welche voraussichtlich mit herausragenden Qualitäten aufwarten werden. Als Konsequenz werden jedoch einige Grundweine entfallen.

Bei Pfneiszl wurden vor allem Kékfrankos und Zenit vom Hagel beschädigt. Dennoch soll die ganze Produktpalette angeboten werden, nur fallen die Mengen beim einfachen Kékfrankos „Újra együtt“ und beim weißen „Sparkelina“ geringer aus. Birgit Pfneiszl meint, dass der Jahrgang 2009 auf jeden Fall besser ist als der 2003er und 2006er.

Quelle: vinoport.hu

Der Jahrgang 2009 in der Mátra
Der Jahrgang 2009 am Badacsony
Der Jahrgang 2009 in Somló

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