Die Europäische Kommission hat den langjährigen Zwist um die Marke Tokajer beendet. Insbesondere im Süden der angrenzenden Slowakei hatte man auch marketingtechnischen Gründen  die eigenen Weine als „Tokajer“ verkauft.  Künftig darf die Herkunftsbezeichnung nur noch auf Etiketten stehen, deren Wein tatsächlich aus dem nordostungarischen Anbaugebiet stammt. Und das ist gut so.

Der normale Verbraucher wird bereits mit ausreichend undruchschaubaren, von Land zu Land variierenden und unterschiedlich strikt gehandhabten Qualitätsstufen und Herkunftsnachweisen konfrontiert und verwirrt. Da bedarf es keiner, im Grunde doch plumpen, trittbrettfahrenden Marketingtricks. Und ganz unabhängig davon: hat jemand schon einen Wein aus der Südslowakei getrunken, der qualitativ mit den Weinen aus dem ungarischen Tokaj Hegyalja mithalten kann?

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