Der vergangene Winter brachte weniger Niederschlag als üblich, entsprechend trocken fiel der Start aus. Zu Rebschäden kam es dadurch aber nicht. Dann folgte eine warme Phase, die ein frühes Austreiben verursachte. Der stets frühe Lokalpatriot Juhfark ging standesgemäß voran, Olaszrizling (Welschriesling) kam am Ende. Die Blütezeit fing auch eineinhalb bis zwei Wochen früher an als sonst. Am Anfang des Sommers hielt eine feuchtere Phase Einzug, teils suchten Regenschauer und Gewitter mit Hagel die Hänge des Somló heim – allesamt noch recht harmlos.

Das Jahr 2009 gilt letztlich als gesundes. Auf Mehltau musste geachtet werden, weil die Vormittage aufgrund des Morgentaus häufig feuchtwarm waren und erhöhte Infektionsgefahr bestand. Gegen eine Mottenplage gingen Kreinbacher, Fekete, Györgykovács und Tornai gemeinsam mit Spritzen von weiblichen Pheromonen vor, um die Vermehrung einzudämmen. Das Ergebnis war zufriedenstellend.

Am 18. Juli kam es zu einem dramatischen Hagelschlag mit walnussgroßen Hagelkörnern. Auf der östlichen Seite des Vulkankegels mussten 50-80% der Bestände daran glauben, auf der Südseite 30-40% und im Westen 20-30%. Glück im Unglück war, dass dem Hagelschlag eine warme und trockene Periode folgte, so dass die kaputten Beeren eintrockneten und die Überlebenden nicht infizieren konnten. Takács Lajos zufolge fehlte den Pflanzen zudem das Laub, welches durch den Hagel zerstört wurde. Der Hagel schädigte nicht nur die Beeren, sondern auch das Holz, so dass im kommenden Jahr beim Rebschnitt mit besonderer Sorgfalt vorgegangen werden muss.

Bei der 2009er Ernte nahmen die kleineren Winzer die große Arbeit auf sich, die kaputten vertrockneten Beeren im Vorfeld auszusortieren, was beim späteren Pressen besonders wichtig ist, da sonst die vertrockneten Beeren den Saft der anderen wie Schwämme aufsaugen. Aufgrund des warmen Herbstes konnte die Lese früher als üblich beginnen. Die überdurchschnittlich hohen Temperaturen führten recht früh zu ausreichend hohen Zuckergehalten. Die Säuren hingegen fielen milder aus, was viele zur frühen Ernte zwang.
Im Allgemeinen waren die Erzeuger mit dem Zustand des Traubengutes zufrieden. Einzig um die Säuren machten sich mehrere Sorgen, lediglich Tornai und Takács Lajos stimmten in dieses Klagelied nicht ein. Am 12. November war die Ernte bereits überall abgeschlossen.

Quelle: vinoport.hu

Der Jahrgang 2009 in der Mátra
Der Jahrgang 2009 am Badacsony

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