Tramini 2007, Bujdosó, Süd-Balaton

Helles Strohgelb. Muskat, Rosenwasser und Litschi in der Nase, nicht unangenehm, weil wenig aufdringlich. Am Gaumen auch erstaunlich leicht, filigran vibrierende Säuren, gar nicht dieses bisweilen schwer wiegende, parfümiert-Alkoholische des Traminers. Neben Birne vor allem Eukalyptus und Minze, auch ganz feine Petrol-Töne. Schön.

Veresföldi Chardonnay 2008, N.A.G. (Németh Attila Gábor), Mátra

Als ich vor ziemlich genau zwei Jahren bei Németh Attila Gábor vorbei geschaut habe und sein Vater die Weine vorstellte, waren wir alle regelrecht begeistert vom Veresföldi Chardonnay. Das war der 2005er Jahrgang. Logischerweise kam ich an dem 2008er nicht vorbei, erst recht, nachdem ich keinen anderen Jahrgang seither trinken konnte. Die Erwartung war entsprechend hoch, die Enttäuschung leider auch. In der Nase Biskuit und Honigkuchen. Am Gaumen mit viel Druck, kompakt, sehr extraktreich. Ananas und Zitrusfrüchte. Aber die Säuren trommeln in einem Stakkato auf einen ein und das will kein Ende nehmen. Entschieden zu viel Säure, schade, denn alles andere ist vielversprechend.

„Hanna“ Sárga Muskotály Cserepes dűlő 2006, N.A.G. (Németh Attila Gábor), Mátra

Ein edelsüßer Gelber Muskateller aus der Lage Cserepes. Immerhin 10% Vol. Alkohol, 7,9 g/l Säure und 198 g/l Restzucker(!). Ein Bouquet, das – tut mir leid, aber das war meine erste Assoziation – an Gummibärchen erinnert, aber auch fein-würzig und vor allem von floralen Tönen, in erster Linie Veilchen, bestimmt. Trotz hohem Restzucker nicht aufdringlich süß, leicht ölige Textur, eine Potpourri aus verschiedenen hellen Konfitüren, Honig und Karamell. Zart schmelzender Abgang. Das sieht man, was für feine Dessertweine es in Ungarn auch außerhalb von Tokaj geben kann.

Kommentieren? Hier entlang... ▼

Connect with Facebook


Verwandte Artikel