Cirfandli 2007, Lisicza Borház, Pécs

Helles Zitronengelb. Honigmelone, Holunderblüten und, dezent, Flieder in der Nase. Im Mund eine schöne Frucht aus Grapefruit, Birnen und Quitten, etwas abgedämpfte, trübe Säuren, straighter, punktgenauer Druck. Eigentlich gelungen, aber mit der Zeit, nach 10 Minuten fällt die Performance dann doch ziemlich ab. Genug Anglizismen.

Pinot Noir Selection 2006, Andreas Ebner, Pécs

Mittleres bis helles Rubinrot, leicht trüb. Noch erstaunlich verhalten im Glas, sehr eindeutig Erdbeeren, schwarze Johannisbeeren, Holunder und Akazienholz. Am Gaumen besticht er zuerst mit einer warmen, würzigen Fülle, fast schon sieht man sich gezwungen, den abgedroschenen Begriff „feurig“ zu verwenden – und das ausgerechnet bei einem Pinot Noir. Schöne Säuren, neben Zwetschgen und Erdbeeren auch Anklänge von Gemüse. Erstaunlich präsent schon jetzt aber braucht schon noch seine Zeit. Spannend, schön.

7-es Hordó Cuvée, Andreas Ebner, Pécs

Mittleres Rubinrot, trüb, an den Rändern purpurfarben. In der Nase vor allem grüne Paprika und fein rauchige Töne, dezenter Holzeinsatz.  Noch sehr jung und verschlossen am Gaumen, soll ebenso wie der Pinot frühestens im Winter auf den Markt kommen. Doch was man zuerst wahrnimmt ist noch mehr Paprika, Dörrobst aus Zwetschgen, eingekochte schwarze Johannisbeeren, geschmorte Textur, schön adstringierend, man denkt unweigerlich ans Grillen. Die letzte Fülle, Dichte und auch Druck fehlen, aber braucht auch noch seine Entwicklungszeit.

Kommentieren? Hier entlang... ▼

Connect with Facebook


Verwandte Artikel