Marlborough vs. Süd-Balaton

Marlborough vs. Süd-Balaton

Nachdem sich die Ungarn im Sauvignon Blanc-Benchmarking bislang schlecht (Teil I) bis sehr gut (Teil II) geschlagen hatten, fand nach längerer Pause der dritte Teil statt. Der sollte ausgerechnet mit dem von mir bislang überschwänglich gelobten 2007er Sauvignon Blanc von Légli Géza in eine mittlere Katastrophe führen. Der „Gegner“ kam diesmal aus Neuseeland, dem Darling des Sauvignon Blanc also. Letztlich spielte das aber keine Rolle, da der Ungar oxidiert war und nachdem wir eine neue Flasche organisiert hatte war auch diese mit demselben inakzeptablen Makel behaftet. Für den Weinhändler meines Vertrauens leider auch nicht der erste Nachweis dieses Problems.
Aus unserer Sicht kann es zwei Erklärungen geben: 1) dass Légli Géza wohl definitiv an der falschen Stelle gespart hat: der Korken war in beiden Fällen OK, aber er füllt seine Flaschen manuell ab, was aller Wahrscheinlichkeit nach zu den Problemen führt. 2) oder aber dass er andere, ’selbstgemachte‘ Probleme hat: er setzt bewusst und auch mit viel Stolz auf Spontanvergärung – und muss nun mit den negativen Auswirkungen der allseits bekannten Risiken leben…
Wie dem auch sei, mir tat es  leid aber letztlich ist so etwas natürlich inakzeptabel. Abschließend die Notiz zum Neuseeländer, der zumindest zu gefallen wusste:

Sauvignon Blanc 2007, Lobster Key, Marlborough/Neuseeland
Deutlich ausgeprägte Feuersteinaromatik, trockenes Gras und sanfte florale Töne. Am Gaumen fruchtfleischige Textur, überdeutliche Holundersiruparomen, Kiwi, Brennesseln, ungemein anregende Säuren, feinrauchig, speckiger Abgang.

Ach ja, der 2008er Sauvignon Blanc von Légli ist inzwischen erhältlich und (noch) besser/trinkbar als der 2007er… entweder ich bin unverbesserlich oder – und das bleibt zu hoffen – Gézas Weinausbau ist verbessert.

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