Losonci, Gereg Gyöngyöspataki Kékfrankos 2007

Losonci, Gereg Gyöngyöspataki Kékfrankos 2007

Kleiner Betrieb, junger Winzer, lediglich 420 Flaschen vom Jahrgang 2007. Doch nicht nur in dieser Hinsicht ist der Wein außergewöhnlich. Denn auch beim Kauf wird kräftig zugelangt: fast 16 EUR kostet die Flasche. Doch ist Losonci Bálint kein wirklich Unbekannter mehr, der „kleinste“ von vier mehr oder minder jungen oder jung gebliebenen Weinmachern aus der Mátra – neben Németh Attila Gábor, Szecskő Tamás und Karner Gábor, die zusammen die Region mit einem gemeinsamen Internetauftritt und Verkostungen voran bringen wollen.
In der Nase wieder ein Fall von: typischer handgemachter Ungar. Ich kann zwar, schlimm genug, nicht wirklich beschreiben, was den eindeutigen Wiedererkennungswert ausmacht. Und doch ist er sehr eindeutig vorhanden. Das sei nun erst einmal wertfrei gesagt. Leicht trübes, ziemlich dunkles, intensives Purpur. In der Nase ausgesprochen vielfältig und warm, da sind Zwetschgen, Holunder, etwas Brombeeren, ungemein sanftes Holz und eine überdeutliche Wachholdernote, vielleicht auch etwas Tannengrün. Am Gaumen ausgesprochen kompakt und straight, dichte, leicht seidig-weiche Textur, anfänglich (zu) viel Säure, doch diese legt sich je länger er an der Luft ist und wird zum Abgang hin durch eine feinfruchtige Süße abgelöst. Dazwischen reife Sauerkirschen und Zwetschgen. Zwischenzeitlich stellt sich der verblüffende Eindruck ein, dass man es gar mit einem Pinot Noir zu tun haben könnte, ähnlich wie beim Kékfrankos der Villa Tolnay, nur als eigenständiger Wein noch deutlich besser. Warmer, mittlerer Abgang. Schöner Wein!

Wein: ‚Gereg‘ Gyöngöyspataki Kékfrankos 2007
Weingut, Ort: Losonci Pince, Gyöngyöspatak
Rebsorte/n: Kékfrankos (Blaufränkisch)
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.
Preis: 15,90 EUR (4.350 Ft)

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