Dereszla, Dorombor 2007

Dereszla, Dorombor 2007

Andere Zeiten, andere Herausforderungen am Markt. Viele Tokajer-Weingüter beschränken sich seit langem nicht mehr „nur“ auf die Aszú. Ihre Angebotspalette wurde in den vergangenen Jahren insbesondere um trocken ausgebaute Furmint und Hárslevelű erweitert. Eine Frage der Zeit aber definitiv ein wichtiger Schritt, um sich breit gefächerter zu profilieren und vor allem am internationalen Markt zu bewähren.

Dereszla – eines jener großen Tokajer-Weingüter, die vor allem bei Verkostungen in den USA zumiest sehr gut abschneiden – setzt seit einigen Jahren noch eines darauf und bringt in völlig von der restlichen Produktpalette abweichendem Design ein preiswertes Weißweincuvée auf den Markt, das perfekt auf die Geschmacksnerven der gemeinen Weintrinker abgestimmt ist. Es ist die trockene Variante, eine halbtrockene mit orangenfarbenem Etikett gibt es auch noch. Auf der eigenen Internetseite finden sich die beiden Varianten noch etwas beschämt versteckt unter „Andere Weine“. Die Dorombor-Weine zeigen eine Katzekarrikatur auf dem Etikett, in Anspielung an das ungarische Verb „dorombol“, das Brummen das ausschließlich Katzen als Wohllaut von sich geben. Der Dorombor soll laut Etikett „geheimnisvoll, feurig, frei und trotzig“ sein – und im Mund brummen, vibrieren.

Strohgelb, glasklar. Ungemein fruchtiges Bouquet aus Pfirsich, Aprikosen, Limetten und grünen Äpfeln. Trocken ist auch hier etwas fehlweisend, die Restsüße zeigt sich deutlich in einer etwas derben, dennoch angenehmen cremigen Textur. Überreife grüne Früchte, Kiwi, Äpfel, Birnen, ganz leicht  auch Stachelbeeren und grüne Bananen. Ordentliche Säuren stehen gegen die Süße. Passabler Abgang. Trinkt sich wunderbar unbeschwert. Zielvorgabe erreicht.

Wein: Dorombor 2007
Weingut, Ort: Château Dereszla, Bodrogkeresztúr
Rebsorte/n: Furmint, Sárga Muskotály
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.
Preis: 4,25 EUR (1.190 Ft)

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