Tornai Pincészet

Olaszrizling

Unbekümmert jung, fruchtig frisch in der Nase. Absolut gefällig am Gaumen, rund, ausgewogenes Frucht-Säure-Spiel, ohne jegliche Höhen und Tiefen, netter, einfacher Olaszrizling.

Aranyhegyi Juhfark

In der Nase der fruchtigste Juhfark des Abends, vor allem Mirabellen und Birnen. Am Gaumen einmal mehr mineralisch, rauchige Noten, weniger stark entwickelte Frucht, als das Bouquet vermuten bzw. hoffen lässt. Im Abgang unangenehme grüne Bitterkeit und auch zu säuerlich. Schade.

Grófi Juhfark

Deutlich verhaltener als der Vorgänger. Dafür umso fruchtiger am Gaumen, Stachelbeeren und rote Johannisbeeren, also genau genommen der umgekehrte Eindruck im Vergleich zum Aranyhegyi. Weniger mineralisch, es fehlt ein wenig die Tiefe. Ansonsten ordentlich.

Apátsági Furmint

Frische, leicht kühle und wenig fruchtige Nase. Am Gaumen derselbe Eindruck, noch verhaltene, kaum ausgeprägte Frucht, Limetten und grüne Äpfel, angenehm leicht, aber eindeutiges Säureproblem. Zu viel des Guten.

Ordentliche Weine und eben nicht mehr, vom alteingesessenen Big Player am Somló, von dem manche süffisant sagen, dass er im engeren Sinne eigentlich nicht mehr zu Somló gehört, da viele Lagen sich am Fuße des Berges bzw. schon in der Ebene befinden.

Kreinbacher Pincészet

Furmint

Pfirsich und grüne Kräuter in der Nase, im Mund für Furmint klassischerweise reife Äpfel, feine Säuren und leichte mineralische Noten, schön warm, rund und ausgewogen. Man kann sagen was man will und die Weine von Kreinbacher als durchgestylt, international bezeichnen. Sie sind vielleicht nicht ausgefallen, nicht so sehr vom Terroir geprägt, aber schön. Und haben ihre Klasse.

Olaszrizling

Etwas schweflig, Mandrine- und Banane-Noten. Gefällig rund, fleischig, recht komplex am Gaumen, präziser Säureeinsatz, schöne frische Frucht. Schöner Wein.

Hárslevelű

Im direkten Vergleich zum Furmint und Olaszrizling in Nase und Mund deutlich verhaltener, matter, weniger fruchtig frisch, auch dezentere Säuren, dafür eher nussige Töne. Kommt vielleicht noch, ansonsten eher enttäuschend.

Die Großen Kreinbachers am Somló machen einfach schöne Weine, mehr kann man nicht sagen. Zwar kann man sich trefflich streiten, ob das Terroir dabei ein wenig zu kurz kommt. Aber nach einer langen Somló-Verkostung neigt man vermeintlich automatisch dazu, eher Gefallen an den weniger stark mineralischen Kraftprotzen zu finden.

Teil I und Einleitung

Teil II: Hollóvár (Takács Lajos) und Györgykovács Imre

Morgen Teil IV und Ende: Kolonics Károly, Bazaltbor (Laposa) und Spiegelberg

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