Bock, K.O. Cuvée 2004

Bock, K.O. Cuvée 2004

Über Geschmack kann man sich bekanntlich streiten, der ist ab einem gewissen Punkt eine weitestgehend subjektive Angelegenheit. Und am Ende zählt, was in der Flasche ist, klar. Aber man sagt auch nicht ganz ohne Grund, das Auge isst mit. Genug Sprüche fürs Phrasen-Schwein, ich weiß. Aber unerträglich und daher erwähnenswert erscheint mir, dass einer der bekanntesten Winzer aus Villány, Bock József von der Bock Pincészet nun auf dem Weinfestival einen Marketing-Gag vom Stapel gelassen hat, der schlichtweg unwürdig ist. Unwürdig für ihn. Anfangs war ich einfach nur erstaunt und enttäuscht, dass kein anderer als dieser eine Wein im Angebot war: das K.O. Cuvée! Versehen mit dem Slogan: „A bajnok bora, a borok bajnoka – Wein der Meister, Meister der  Weine“. Und dem etwas dümmlich aussehenden Antlitz von Papp László, einem ungarischen Boxer, der in den 50ern drei Mal nacheinander Olympiasieger war. Olympia hin oder her und die Sehnsucht nach alten, erfolgreicheren Zeiten, bei aller Liebe zu Papp Laszló und einer liberalen Einstellung zum ungarischen Patriotismus. Aber das muss man sich nicht antun – weder als Winzer, noch als Käufer. Erst recht nicht für, wenn ich mich recht erinnere 9.000 HUF, also rund 36 EUR pro Flasche. Nee, nee, nee.

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