26. Juni 2010
Maurer Oszkár, Szerémi Rajnai Rizling Kárász 2009
Der erste Wein aus einer drei Jahre alten Neupflanzung und der wohl erste echte Riesling überhaupt aus Nord-Serbien, zumindest was mir bekannt ist. Riesling? Im Glas recht dunkel, Goldgelb, fast Bernsteinfarben. In der Nase und auch am Gaumen eher wie ein Traminer oder Muskateller, fast parfümiert wirkend, mit Rosenblütenblätter, am Gaumen kühl und sehr...
20. Juni 2010
Szarka Pince - Tokaji Furmint Juharos dűlő 2008
Als Geheimtipp vom Weinhändler meines Vertrauens bekommen, ein gänzlich unbekannter Furmint, “sensationell” soll er sein. In der Nase anfänglich leicht hefige Töne, unsauber, mit der Zeit klarer werdend, etwas grüner Apfel, Zitrusfrüchte, kühl. Am Gaumen sich lange Zeit in zwei Schichten präsentierend, die eine Koexistenz führen, jedoch keine...
16. Juni 2010
Deé - Pannonhalmi Sauvignon Blanc 2009
Aus Pannonhalma kommen bislang nur von der Apátsági Pincészet akzeptable Qualitäten bis hin zu wirklich schönen Weinen. Daher ist man grundsätzlich für jeden neuen Erzeuger offener, als in anderen, „dichter bewirtschafteten“ Gebieten. Das Familienweingut Deé fängt langsam aber sicher an, in ein ernsteres Wahrnehmungsumfeld zu geraten. Man konzentriert sich...
13. Juni 2010
Homonna Attila, Határi Furmint 2007
Immer wieder und immer noch und auch jetzt mit dem neuen Jahrgang 2007 einer meiner absoluten Lieblings-Furmint. Der Stil ist sofort wiederzuerkennen, warme, klassische Frumint-Nase aus reifen grünen Äpfeln, Gräsern, fast Waldmeister-, in jedem Fall aber Botrytis-Noten. Am Gaumen recht saftig, zupackend, mit sehr direkt ansprechender schöner, reifer grüngelber Apfel-Birnenfrucht,...
11. Juni 2010
Verschiedene externe Widrikeiten einschließlich höherer Gewalt durch Hochwasser haben mich von meinem Schreibfluss abgehalten. Das klingt dramatischer als es ist, soll letztlich nur eine indirekt Entschuldigung bzw. Erklärung für das verspätete Erscheinen des dritten Teils der Notizen zur Szentesi-Verkostung sein.
Am Ende waren es dann noch vier Flaschenweine, die zu verkosten waren. Der Schritt zurück...
03. Juni 2010
Szászi Endre, Badacsonyi Rózsakő 2009
Nach dem erst kürzlich verkosteten Kéknyelű, nun der reinsortig ausgebaute Rózsakő (Badacsony 36), “Rosenstein”, eine Kreuzung aus Kéknyelű x Budai Zöld von 1957, die kaum noch zu finden ist. Sehr ähnlich texturiert wie der Kéknyelű, ungemein saftig, fruchtig, frisch – im Direktvergleich etwas breiter, satter, mit noch reiferer Frucht. In...
26. Mai 2010
Miklóscsabi, Haramia 2007
“Der Dichter, der Dichter,
der kriegt was auf die Lichter.”
(kleine Reminiszenz an OJ)
Manch Erzeuger meint ja, auffallen zu müssen. Wenn schon nicht durch außergewöhnliche Weine, dann doch zumindest durch entsprechende Etiketten. Warum auch nicht, der Faktor Marketing kommt ja zumeist eher zu kurz, was verständlich aber in der heutigen Welt leider Gottes fatal ist....
16. Mai 2010
Szászi Endre, Kéknyelű 2009
Herrlich fruchtig-florales Bouquet, so saftig, dass man am liebsten gleich in den Glasinhalt beißen möchte. Überreife Äpfel und Birnen, Pfirsich und Sommerwiese, auch Vanille-Holz-Töne. Und so auch am Gaumen, wo strukturell der Biß sogar widerstand fände: ein gut gelaunter, ungemein saftig-fruchtiger Kéknyelű, noch jung und frisch und etwas ungestüm, aber nicht oberflächlich....
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