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	<title>Ungarn und Wein. BorWerk - Das Blog über ungarische Weine &#187; Weißwein</title>
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	<description>Das Blog über ungarische Weine</description>
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		<title>Tokaji Furmint Kacsard 2008, AZ Nektar (Aztalos Zoltan), Tokaj</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 07:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn ein Wein nach dem Öffnen über die Tage hinweg an der Luft sich weiter entwickelt, dabei ändert, aber auf jeden Fall nicht abbaut, subjektiv empfunden zwischenzeitlich gar besser wird, dann spricht das &#8211; verhalten formuliert &#8211; definitiv für ihn. Dann taugt er in jedem Falle als Seelentröster. Aber nein. Nein! Das greift zu kurz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9887" class="wp-caption alignleft" style="width: 284px"><a href="http://borwerk.de/2012/05/10/tokaji-furmint-kacsard-2008-az-nektar-aztalos-zoltan-tokaj/az-nektar_furmint-kacsard_2008/" rel="attachment wp-att-9887"><img class="size-medium wp-image-9887" title="az-nektar_furmint-kacsard_2008" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/05/az-nektar_furmint-kacsard_2008-274x300.jpg" alt="" width="274" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">AZ Nektár Pince - Tokaji Furmint Kácsárd 2008</p></div>
<p>Wenn ein Wein nach dem Öffnen über die Tage hinweg an der Luft sich weiter entwickelt, dabei ändert, aber auf jeden Fall nicht abbaut, subjektiv empfunden zwischenzeitlich gar besser wird, dann spricht das &#8211; verhalten formuliert &#8211; definitiv für ihn. Dann taugt er in jedem Falle als Seelentröster.</p>
<p>Aber nein. Nein! Das greift zu kurz, viel zu kurz. Denn der kann mehr, der halbsüß ausgebaute Furmint, Mitte November in der Lage &#8220;Kácsárd&#8221; geerntet. Der ist gerade einmal vier Jahre alt, schon sehr gut trinkbar, ein kleines Einod, ein wahres Vergnügen. Und hat noch viele Jahre vor sich, Jahre der Entwicklung hin zu einem noch schöneren Wein. Huch, da verfällt meinereins in ein hymnisch anmutendes Lobeslied. Und meint es auch so, ein Stück weit gewiss auch genährt von der langen, viel zu langen und noch dazu unbewusst, ungewollt selbstauferlegten Abstinenz, was die Verkostung eines Weines aus Tokaj anbelangt. Direkt davor sollte diese unsägliche Phase von zwei anderen reinsortigen Fumint zweier anderer Erzeuger aus Tokaj beendet werden &#8211; doch beide waren fehlerhaft. Daher die Suche nach dem vermeintlich sicheren, garantierten &#8220;Seelentröster&#8221; im Weinkeller. Denn dass Zoltán es kann, hat er mehrfach bewiesen (siehe etwa <a href="http://borwerk.de/2011/08/26/tokaj-revisited-beim-schreiner-bei-zoltan-asztalos-az-nektar/">hier</a> und <a href="http://borwerk.de/2011/03/10/asztalos-zoltan-az-nektar-pince-tokaj/">hier</a>). Und ich sehe schon, dass alsbald wieder ein Besuch anstehen muss&#8230;</p>
<p>Einstweilen und endlich aber zum Wein an sich: fülliges, schlierendes dunkles Strohgelb im Glas. Sehr geschmeidige, warme, einladende Nase mit Wachstönen, einem Schuss Petrol, der sich mit der Zeit ander Luft fast gänzlich verflüchtigt, ein Tick Vanille, Veilchen, Waldblütenhonig. Am Gaumen fest und doch schmelzend, mit unaufdringlicher, feiner Honigsüße und stark heruntergekühlter, überreifer Honigmelonenfrucht, anfangs sehr weich und geschmeidig, dann mit Kraft durch Freude, nein mineralischer Würze ein wenig streng, fast maßregelnd. Aber auch der eigentlich unnötige Hinweis auf Ernsthaftigkeit geschieht sanft, ist ungemein vorsichtig eingespielt. Mehr Luft bringt mehr Frucht: vor allem Mirabellen und Quittengelee, auch gelbe Birnen und Stachelbeeren. Sehr zarte Säuren konstant im Hintergund. Im langen Abgang zunehmend würziger werdend, spielt seine mineralische Karte: Assoziations-Sprünge, zwischen nussig (Hasel- und Walnuss) und Pfirsichkernspektakel. Schön!</p>
<p>Fazit: als wüsste ich es nicht besser, ich trink&#8217; törichterweise derzeit viel zu selten was aus Tokaj!</p>
<p>Wein: Tokaji Furmint Kácsárd 2008<br />
Weingut, Ort: AZ Nektár Pince (Asztalos Zoltán), Kácsárd<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.<br />
Preis: 8,60 EUR (2.500 Ft)</p>
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		<title>Badacsonyi Keknyelü 2011, Szaszi Endre, Badacsony</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 12:44:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Badacsony (Balaton)]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Badacsony]]></category>
		<category><![CDATA[Kéknyelű]]></category>
		<category><![CDATA[Szászi Endre]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein schöner, wirklich schöner Kéknyelű! Hier stimmt sehr viel. Und das ist bei reinen Blaustänglern, wie die autochthone Rebsorte auf Deutsch heißt, doch äußerst selten der Fall. Ohnehin gibt es sie nur selten, quasi nur am Badacsony, jenem so kleinen wie markanten Weinbaugebiet am Balaton, benannt nach dem bemerkenswerten Vulkanberg, an der Nordseite des Sees [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9868" class="wp-caption alignleft" style="width: 275px"><a href="http://borwerk.de/2012/05/06/badacsonyi-keknyelu-2011-szaszi-endre-badacsony/szaszi-endre_badacsonyi-keknyelu_2011/" rel="attachment wp-att-9868"><img class="size-medium wp-image-9868" title="szaszi-endre_badacsonyi-keknyelu_2011" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/05/szaszi-endre_badacsonyi-keknyelu_2011-265x300.jpg" alt="" width="265" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Szászi Endre - Kéknyelű 2011</p></div>
<p>Ein schöner, wirklich schöner Kéknyelű! Hier stimmt sehr viel. Und das ist bei reinen Blaustänglern, wie die autochthone Rebsorte auf Deutsch heißt, doch äußerst selten der Fall. Ohnehin gibt es sie nur selten, quasi nur am Badacsony, jenem so kleinen wie markanten Weinbaugebiet am Balaton, benannt nach dem bemerkenswerten Vulkanberg, an der Nordseite des Sees gelegen. Viele kommen recht fahl oder mit zu viel Säure daher.Der hier nicht. Der hier, vom <a href="http://borwerk.de/wein/szaszi-endre/">Bio-Weinbauer Endre Szászi</a>, ist elegant.</p>
<p>Mittleres Zitronen-Strohgelb im Glas.In der kühl-geschmeidigen Nase Feuerstein, mineralische Würze, gelbe, halbreife Melonenfrucht. Am Gaumen sanft angehend und dann zunehmend und nachhaltig an mineralisch-steiniger Würze gewinnend, dabei zum Ende fast ein wenig &#8220;feurig&#8221; werdend. Sehr direkt ansprechend, straight forward, durch dominanten den mineralischen Zug auch mit ordentlich Substanz und Druck, unreife gelbe Birnen-Zitrusfrucht, Sellerie, Chicorée, viel Haselnuss, erdig-staubig-steinig. sehr klare Säuren sehr gut eingetaktet. Mittlerer Abgang durch Würze definiert, beim Auslaufen Birnenschalen, Pfirsichkerne. Schöhööön!</p>
<p>Wein: Badacsonyi  Kéknyelű 2011<br />
Weingut, Ort: Szászi Pince, Hegymagas<br />
Rebsorte/n: Kéknyelű<br />
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.<br />
Preis: 11,80 EUR (3.500 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.szaszipince.hu/">szaszipince.hu</a></p>
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		<title>Chardonnay 2009, ???, Etyek-Buda</title>
		<link>http://borwerk.de/2012/04/23/chardonnay-2009-etyek-buda/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=chardonnay-2009-etyek-buda</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 18:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etyek]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist nicht das erste Mal, dass der Weinhändler meines Vertrauens einem meiner Weinpakete ein &#8220;Überraschungsei&#8221; beigefügt hat.Eine Flasche ohne Etikett, lediglich von Hand beschriftet: &#8220;2009  Etyek  Char.&#8221; Der entscheidende Unterschied: diesmal ging er so weit, dass er den Erzeugernamen ganz weg ließ &#8211; und mir nach meiner Verkostung den Namen des Verursachers nicht einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9809" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://borwerk.de/2012/04/23/chardonnay-2009-etyek-buda/etyeki_chardonnay_2009/" rel="attachment wp-att-9809"><img class="size-medium wp-image-9809" title="etyeki_chardonnay_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/04/etyeki_chardonnay_2009-300x276.jpg" alt="" width="300" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">??? - Etyeki Chardonnay 2009</p></div>
<p>Es ist nicht das erste Mal, dass der Weinhändler meines Vertrauens einem meiner Weinpakete ein &#8220;Überraschungsei&#8221; beigefügt hat.Eine Flasche ohne Etikett, lediglich von Hand beschriftet: &#8220;2009  Etyek  Char.&#8221; Der entscheidende Unterschied: diesmal ging er so weit, dass er den Erzeugernamen ganz weg ließ &#8211; und mir nach meiner Verkostung den Namen des Verursachers nicht einmal mehr sicher nennen konnte.</p>
<p>Der Verursacher hat seine Sache jedenfalls gut gemacht, bemerkenswert gut. Lange habe ich keinen so interessanten Chardonnay aus Ungarn mehr getrunken. In einer fetten Burgunderflasche kommt er daher. Und fett ist auch im Glas, aber wohlmeinend fett, gut schmeckend fett, Lust machend fett. Auch schon im Glas fett, mit seiner satten leuchtend-strohgelben Farbe strotzend vor Kraft, schlierend. In der Nase dicht und warm, Butter, Veilchen, Honig, Stroh und das alles wie an einem eigentlich viel zu heißen Sommertag nahe eines sonnengewärmten Steins zum ineinander Verschmelzen gebracht. Dann noch mit einigen Sommerwiesen-Eindrücken und Pfirsich und überreifen gelben Birnen und überhaupt einem kräftig-gelben Obstkorb versetzt. Und am Gaumen dann eine feine Wuchtbrumme, ein satter, fast etwas selbstgefällig vor Saft und milder Kraft strotzender Spaßbolzen. Auf seine ganz eigen, sanfte Art füllig, ohne ausfällig zu werden. Genau richtig eingestellte Frucht aus Bananen, Apfelsinen, gelben Äpfeln und ordentlich Dosenananas. Mit straff gezurrten Säuren als unabdingbarer, wohltuender Gegenpol, das gibt Spannung und Kraft. Dann auch frisches, noch ofenwarmes Baguette mit frischer Butter und Vanille&#8230; Zum Ende hin noch eine gegenbewegung mit zunehmend herber werdenden Einlassungen. Mittel bis lang und, ja, wirklich schön zu trinken. Danke, danke an den Verursacher, wer er immer auch sei.</p>
<p>P.S. Es gibt immerhin einen Verdacht, wer der Wohltäter sein könnte und dem heißt es nun wohl nachzugehen. Noch diesen Sommer.</p>
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		<title>Ungarn &#8211; Winzer der Winzer 2012: Györgykovacs Imre</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 03:42:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Winzer der Winzer der winzelnden Winzer &#8211; alt, jung, für den Wein im Allgemeinen &#8211; jedoch nicht im Besonderen und schon gar nicht gegen den Wein. Vorne, hinten, unten, oben &#8211; Preise allenthalben. In Ungarn  &#8211; wie in diesem Blog schon mehrfach in ähnlicher Weise angesprochen &#8211; ist es ja so, dass man sich vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-9785" title="BB_logo" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/04/BB_logo.gif" alt="" width="300" height="155" />Winzer der Winzer der winzelnden Winzer &#8211; alt, jung, für den Wein im Allgemeinen &#8211; jedoch nicht im Besonderen und schon gar nicht gegen den Wein. Vorne, hinten, unten, oben &#8211; Preise allenthalben. In Ungarn  &#8211; wie in diesem Blog schon mehrfach in ähnlicher Weise angesprochen &#8211; ist es ja so, dass man sich vor Preisen, Auszeichnungen und Urkunden ganz generell kaum retten kann. Für alles kriegt man was, um es bei Bedarf zur Stärkung des eigenen Egos an die Wand zu pinnen, gerne auch satt gerahmt. Was hinter den Urkunden an tatsächlicher Leistung steckt, steht bisweilen auf einem ganz anderen Papier, wenn überhaupt.</p>
<p>Und für die kleine und doch irgendwie wuselig mannigfaltige ungarische Weinszene gilt dies ganz besonders. Wer da lange genug dabei ist, muss nicht nur bei drei auf dem Baum sein, sondern sich vielmehr im wahrsten Sinne des Wortes stehts gut in alle Richtungen umschauen, absichernd, auf dass ihn nicht irgend ein Preis, eine Auszeichnung treffen möge. Dabei ist klar: früher oder später kriegen sie einen &#8211; und damit alle.</p>
<p>Ein klein wenig anders ist es mit der etwas dämlich klingenden Auszeichnung &#8220;Winzer der Winzer&#8221;. Das hat schon viel mit der Jury zu tun, welche der Stiftung <a href="http://boraszokborasza.com/">„Vinum Praemium</a>“ vorsitzt und über die Preisträger entscheiddet. da sitzen ein paar Leute drin, die etwas mehr Sachverstand besitzen, als bei eigentlich fast allen anderen Ansätzen die es da so gibt (ich hatte <a href="http://borwerk.de/2011/04/29/winzer-der-winzer-2011-imre-kalo/">vergangenes Jahr etwas mehr darüber geschrieben</a>).</p>
<p>Gestern Abend wurden die diesjährigen Preissträger bekannt gegeben, als da wären:</p>
<p><span style="font-size: medium;">Winzer der Winzer: Imre Györgykovács (Somló)</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Neuentdeckung des Jahres: István Balassa (Tokaj)</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Preis &#8220;für den ungarischen Wein&#8221;: József Szentesi (Etyek-Buda)</span></p>
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		<title>Friss Rizling 2011, Laposa Birtok, Badacsony</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 06:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Friss&#8221;. Oder gar: fressen und gefressen werden&#8230;? Ein Laposa-Wein mit altem Namen, aber in neuem Gewande, mit neuem Etikett. Symbolisch und faktisch ein Neuanfang, nach etwas suboptimalen Erfahrungen mit der Fremdfinanzierung eines, nennen wir es mal diplomatisch &#8220;angesichts der Landschaft und regionalen Bautradition mehr als gewagten architektonischen&#8221; Ansatzes, der symbolisch für den Versuch stand, unternehmerisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9744" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a href="http://borwerk.de/2012/04/07/friss-rizling-2011-laposa-birtok-badacsony/laposa_friss-rizling_2011/" rel="attachment wp-att-9744"><img class="size-full wp-image-9744" title="laposa_friss-rizling_2011" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/04/laposa_friss-rizling_2011.jpg" alt="" width="256" height="550" /></a><p class="wp-caption-text">Laposa - Friss Rizling 2011</p></div>
<p>&#8220;Friss&#8221;. Oder gar: fressen und gefressen werden&#8230;? Ein Laposa-Wein mit altem Namen, aber in neuem Gewande, mit neuem Etikett. Symbolisch und faktisch ein Neuanfang, nach etwas suboptimalen Erfahrungen mit der Fremdfinanzierung eines, nennen wir es mal diplomatisch <a href="http://www.laposa.hu/hotel-epulet">&#8220;angesichts der Landschaft und regionalen Bautradition mehr als gewagten architektonischen&#8221; Ansatzes</a>, der symbolisch für den Versuch stand, unternehmerisch einen serh großen Sprung auf ein Mal nach vorne zu machen.</p>
<p>Was nicht gelingen wollte, vielleicht auch einfach nicht konnte. Irgendwann einmal hier mehr, zu <a href="http://alkoholista.blog.hu/2011/12/06/bazaltbor_belharc">derartigen Versuchen</a> in der ungarischen Weinszene. Bis dahin bleibt alles für Leser zugegebenr Maßen ein wenig kryptisch. Verkürzt: es ging am Ende nicht um fressen oder gefressen werden, sondern eher, in welchem vorverdauten Zustand man noch irgendwie entfliehen konnte. Und, &#8220;friss&#8221;, bedeutet einfach &#8220;frisch&#8221; auf Ungarisch.</p>
<p>Wie dem auch sei: sollte man sich auf die Suche nach einem anständigen, grundsoliden Welschriesling für angemessen wenig Geld machen, so kann man hier fündig werden. Der hat alles, was ein Olaszrizling, also Welschriesling so mit sich bringt. Und gleichzeitig all das eben auch nicht, was einen potentiell interessanteren, weil komplexeren Wein ausmacht. Das ist dann auch weiter nicht schlimm. Jedenfalls für den Preis.</p>
<p>Ich kriege ja immer nur dann zu viel, wenn &#8220;die Ungarn&#8221; verkürzend (und dadruch gefährlich verallgemeinernd) von &#8220;Rizling&#8221; sprechen, Olaszrizling meinen, dies aber eben nicht explizit in Abgrenzung zum echten Riesling tun. Kurz: Olaszrizling kann auf seine Weise nett sein, Spaß machen, mehr aber (auch) nicht und ist was sein Potential anbelangt in jedweder Hinsicht Welten vom (deutschen) Riesling entfernt.</p>
<p>Der hier kommt mit einer steinern-kühl wirkenden Minerlität, mit Zitrusfrüchten, Stroh und leicht floral in der Nase daher. Am Gaumen mit klarer, frischer, spritzig wirkender Säure, verhalten saftigen Frucht aus halbreifen gelben Birnen, Limetten, Blutorangen, auch einer durchaus Substanz gebenden Mineralität, Champignons, Honig. Trinkt sich und ist auch wunderbar leicht. Gut für die herannahenden wärmeren bis heißen Tage,</p>
<p>Wein: Badacsonyi Olaszrizling &#8220;Friss&#8221; Rizling 2011<br />
Weingut, Ort: Laposa Birtok, Badacsonytomaj<br />
Rebsorte/n: Olaszrizling<br />
Alkoholgehalt: 12% Vol.<br />
Preis: so umd ie</p>
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		<item>
		<title>Csopaki Olaszrizling 2010, Paloznaki Peter Pince, Balatonfüred-Csopak</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 18:32:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Balatonfüred-Csopak]]></category>
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		<category><![CDATA[Olaszrizling]]></category>
		<category><![CDATA[Paloznaki Péter Pince]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>
		<category><![CDATA[Welschriesling]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem Weinhändler meines Vertrauens sei&#8217;s gedankt: endlich mal wieder ein echter, bodenständiger &#8220;Bauern&#8221;-Welschriesling. Ja, ist auch ein wenig despektierlich gemeint. Und trifft die Sache dann doch nicht wirklich. In jedem Fall ist der Genosse,  das Frontetikett zu Hause schlecht bedruckt mit dem guten alten Tinenstrahler-Modell auf unebenes Papier, einer dieser bodenständigen, grundehrlichen Weine aus den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9694" class="wp-caption alignleft" style="width: 287px"><a href="http://borwerk.de/2012/03/30/csopaki-olaszrizling-2010-paloznaki-peter-pince-balatonfured-csopak/paloznaki-peter-pince_csopaki-olaszrizling_2010/" rel="attachment wp-att-9694"><img class="size-medium wp-image-9694" title="paloznaki-peter-pince_csopaki-olaszrizling_2010" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/03/paloznaki-peter-pince_csopaki-olaszrizling_2010-277x300.jpg" alt="" width="277" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Paloznaki Péter Pince - Csopaki Olaszrizling 2010</p></div>
<p>Dem Weinhändler meines Vertrauens sei&#8217;s gedankt: endlich mal wieder ein echter, bodenständiger &#8220;Bauern&#8221;-Welschriesling. Ja, ist auch ein wenig despektierlich gemeint. Und trifft die Sache dann doch nicht wirklich. In jedem Fall ist der Genosse,  das Frontetikett zu Hause schlecht bedruckt mit dem guten alten Tinenstrahler-Modell auf unebenes Papier, einer dieser bodenständigen, grundehrlichen Weine aus den schier unermesslichen Weiten des gemeinen ungarischen semi-professionellen Erzeugertums. Ein Tafelwein, wenn man so will, der im Gewande eines Qualitätsweins daher kommt.</p>
<p>In der Nase doch recht viel Olaszrizling, will sagen Wachs, Stroh, samt verkapselter gelber Frucht. Alles aber leider etwas dumpft und muffig, von allzu oft beanspruchtem Holz überlagert und zusätzlich mit einem leicht grünlichen Algen-Schleier versehen. Kling schlimmer als es ist &#8211; und stört eben doch ein wenig zu sehr. Das kommt dann leider auch am Gaumen wieder. Hier verstärkt grünlich-hölzern wirkend, vor allem anfangs, dann steigern sich die relativ frisch gebliebenen Säuren munter in ihre Rolle eines Gegenpols hinein. Das halten sie auch einige Zeit, parallel entwickelt sich für eine gewisse Zeit einen Zitrus-Quitten-Frucht, sanft, matt gedämpft, viel Wachs dabei, nicht wirklich frisch also. Und am Ende kommt nochmal der verklärende grünlich-hölzerne Schleier, ehe die Säuren an Zugkraft gewinnen und gar etwas spitz enden. Viel Worte für einen einfachen Wein. Muss aber auch mal sein. Trinkbar, immerhin. als Begleiter zu einer Brotzeit auf dem Lande sicher nicht das Schlechteste.</p>
<p>Kostet wohl so um die 1.200 bis 1.400 Forint, das sind so 4,30-4,50 EUR. Reine Mutmaßung.</p>
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		<title>Cirfandli 2008, Matias Pince, Pecs</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 09:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist eindurchaus bemerkenswerter Zierfandler. Die Rebsorte findet sich in Ungarn soviel ich weiß fast nur im Süden, im Umfeld der Stadt Pécs. Zumindest ist &#8220;Pécsi Cirfandli&#8221;, Pécser Zierfandler fast so etwas wie ein stehender Begriff.  Aus welchen Gründen auch immer beschäftigen sich, hegen und pflegen einige lokale Erzeuger die sonst quasi nur in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9608" class="wp-caption alignleft" style="width: 275px"><a href="http://borwerk.de/2012/03/16/cirfandli-2008-matias-pince-pecs/matias_cirfandli_2008/" rel="attachment wp-att-9608"><img class="size-medium wp-image-9608" title="matias_cirfandli_2008" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/03/matias_cirfandli_2008-265x300.jpg" alt="" width="265" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Matias - Cirfandli 2008</p></div>
<p>Das ist eindurchaus bemerkenswerter Zierfandler. Die Rebsorte findet sich in Ungarn soviel ich weiß fast nur im Süden, im Umfeld der Stadt Pécs. Zumindest ist &#8220;Pécsi Cirfandli&#8221;, Pécser Zierfandler fast so etwas wie ein stehender Begriff.  Aus welchen Gründen auch immer beschäftigen sich, hegen und pflegen einige lokale Erzeuger die sonst quasi nur in der österreichischen Thermenregion und bei Gumpoldskirchen bei Wien angebaute Sorte.</p>
<p>Der vorliegende &#8220;Fall&#8221; ist insofern bemerkenswert, als dass er stilistisch herausragt. Die meisten, bislang von mir gekosteten Zierfandler waren recht schlank geschnittene, mit enorm frisch-fruchtigen Säuren aufwartende Spaßmacher. Der hier ist aus spät gelesenen, Botrytis-behafteten Trauben gewonnen. Und damit ganz anders aufgestellt, fast mit einem Weißen aus Tokaj, gar mit einer Hárs-Furmint-Cuvée vergleichbar. Sattes dunkles, intensiv leuchtendes Strohgelb im Glas. In der Nase deutliche Botrytis-Töne, starke, klare Fruchtaromen von Ananas, reifer gelber Birne, daneben Quitten, weiches, warmes Holt, Joghurt. Am Gaumen im Angang sehr weich und rund und füllig, stark schmelzend, mit kaum wahrnehmbaren Säuren allein auf Fülle durch späte Lese aufbauend: blank geputzte Frucht aus Quitten, Litschi, Birnen, Ananas, typische Botrytis-Töne. Mit etwas Zeitverzug setzen dann auch die Säuren ein, einher gehend mit einer leicht herb-griffigen Würze. Insgesamt etwas einfach gestrickt, aber schön zu trinken und eben mit diesem Stil doch recht außergewöhnlich und für den Preis völlig OK.</p>
<p>Wein: Cirfandli 2008<br />
Winzer, Ort: Matias Pince, Pécs<br />
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.<br />
Rebsorte/n: Cirfandli (Zierfandler)<br />
Pries: 7,15 EUR (2.090 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.matias.hu/">matias.hu</a></p>
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		<title>Egyböl kettö 2011, Anonym Pince, Etyek-Buda, oder: was übrig blieb</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 07:04:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etyek]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Anonym Pince]]></category>
		<category><![CDATA[Etyek-Buda]]></category>
		<category><![CDATA[Grauburgunder]]></category>
		<category><![CDATA[Szürkebarát]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>

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		<description><![CDATA[Was von der Woche bislang übrig blieb, ist dieser eine Wein. der Rest ein Pinot aus dem Balatonoberland und eine weiße Cuvée aus der Mátra waren beide korkig. Ich will keine Grundsatzdiskussion beginnen, aber da rächt sich dann eben doch, wenn Produzenten meinen, ihre Billigweine unbedingt mit ebenso billigem Naturkork versehen zu müssen. Punkt. Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9602" class="wp-caption alignleft" style="width: 270px"><a href="http://borwerk.de/2012/03/08/egybol-ketto-2011-anonym-pince-etyek-buda-oder-was-ubrig-blieb/anonym_egybol-ketto_2011/" rel="attachment wp-att-9602"><img class="size-medium wp-image-9602" title="anonym_egybol-ketto_2011" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/03/anonym_egybol-ketto_2011-260x300.jpg" alt="" width="260" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Anonym Pince - Egyből kettő 2011</p></div>
<p>Was von der Woche bislang übrig blieb, ist dieser eine Wein. der Rest ein Pinot aus dem Balatonoberland und eine weiße Cuvée aus der Mátra waren beide korkig. Ich will keine Grundsatzdiskussion beginnen, aber da rächt sich dann eben doch, wenn Produzenten meinen, ihre Billigweine unbedingt mit ebenso billigem Naturkork versehen zu müssen. Punkt.</p>
<p>Da bleibt am Ende eine einfache Cuvée aus Etyek, von einem Erzeuger, der entweder chaotisch veranlagt ist oder zum falschen Zeitpunkt der Mut verlassen hat. Aber dazu hier auch nicht mehr, das versteht wohl, wenn überhaupt, nur er, wenn er diese Zeilen liest.</p>
<p>Zurück zur Cuvée, die nett zu trinken ist, aber nicht viel Schreibens wert ist. Was soll man viele Worte verlieren über einen Alltagswein, der mit ordentlicher Litschi-Birnen-Frucht und schönen klaren, fast gar stahlig-kühlen Säuren, betont fruchtig, betont frisch daher kommt, sich eben sehr schön trinken lässt, in einem warmen Sommer sicher noch viele eher, als in diesen Tagen. Der trinkt sich also, mit seinen leichten 12% Vol. unbeschwert weg. Und damit hat es sich auch schon. Aufgabe erfüllt. Mehr nicht. Auch schon was, nach den zwei Korkfehlern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wein: Egyből kettő 2011<br />
Weingut, Ort: Anonym Pince (Áron und Zsófi Szövényi)<br />
Rebsorte/n: Zenit, Grauburgunder<br />
Alkoholgehalt: 12,0%<br />
Preis:  k.A., sicher nicht viel, denke so 6 EUR<br />
Internet: <a href="http://www.anonympince.hu/">anonympince.hu</a></p>
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		<title>Szent Tamas Furmint 2005, Isvtan Szepsy, Tokaj</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 19:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tokaj]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Furmint]]></category>
		<category><![CDATA[Szent Tamás]]></category>
		<category><![CDATA[Szepsy István]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei großen Namen ist bekanntlich die Erwartungshaltung auch entsprechend. Wirklich unbefangen könnte man einem solchen Wein, wie dem reinsortigen Furmint aus der Lage Szent Tamás, der teuerste seiner Art in Tokaj und auf der Welt nur dann begegnen, wenn man ihn blind, unwissend ins Glas bekäme. Dem war hier so nicht und nach der kurzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9542" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://borwerk.de/2012/02/25/szent-tamas-furmint-2005-isvtan-szepsy-tokaj/szepsy_szent-tamas_2005/" rel="attachment wp-att-9542"><img class="size-medium wp-image-9542" title="szepsy_szent-tamas_2005" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/02/szepsy_szent-tamas_2005-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Szepsy - Tokaji Furmint Szent Tamás 2005 (sorry für schlechte Bildqualität, lag am Smartphone und am Licht)</p></div>
<p>Bei großen Namen ist bekanntlich die Erwartungshaltung auch entsprechend. Wirklich unbefangen könnte man einem solchen Wein, wie dem reinsortigen Furmint aus der Lage Szent Tamás, der teuerste seiner Art in Tokaj und auf der Welt nur dann begegnen, wenn man ihn blind, unwissend ins Glas bekäme. Dem war hier so nicht und nach der kurzen Einleitung ist gewiss auch schon klar, dass sich die Begeisterung über den 2005er in Grenzen hielt.</p>
<p>Dann wiederum zuckt es in einem, prüft man, vergewissert man sich lieber nochmals und nochmals, um ja nicht darüber zu stolpern, man heische vielleicht gar nach einer reißerischen Notiz, die gegen den Strom schwimmt. Und letztlich geht es hier auch nicht darum, diesen einen Szent Tamás schlecht zu machen. Zweifelsohne kein schlechter Wein, ganz und gar nicht. Nur eben nicht beigeisternd, nicht groß, nicht beeindruckend &#8211; und leider auch gewiss nicht knapp 45 EUR wert.</p>
<p>Noch ein Einschub: ich selbst habe tendenziell ein Problem mit Weißweinen, die den biologischen Säureabbau durchlaufen haben. Das gilt allgemein, aber umso mehr, wenn es voll und sehr bewusst durchgezogen wird. So wie István Szepsy es macht. Die Stilistik ist nicht wirklich mein Fall, das gilt ganz besonders für einen Furmint, der BSA hinter sich hat. Denn Furmint an sich strotzt nicht wirklich vor Frucht. Und diese und auch recht viel Frische wird ihm durch die malolaktische Gärung genommen, bzw. maßgeblich strukturell verändert. Dennoch, trotz dieser subjektiven Präferenz &#8220;Abneigung&#8221;, aber das ist schon ein zu starker Begriff, versucht man dennoch zu abstrahieren und so einem wie dem Szent Tamás offen zu begegnen. Schließlich hat diese philosophisch-stilistische Ansatz von Szepsy ganz klar seine Daseinsbereichtigung und zu absolut bedeutenden Weinen geführt.</p>
<p>Allein, dem 2005er fehlt es am Ende doch an Komplexität, an Spannung, an Frische. Sattes, dunkles Strohgelb im Glas. In der Nase über Nacht im halboffenen Fenster angetrocknete Schalen von Äpfeln- und Birnen, sehr deutlich Feuerstein, etwas animalische Noten, auch leicht schweflig. Am Gaumen ausgesprochen mineralisch, fast gar plastisch werdend, wie zum reinbeißen. Matt wirkende Frucht aus gefrorenem Fallobst, abermals Äpfel und Birnen, schön integrierte, vielleicht ein klein wenig zu sehr im Hintergund stehende Säuren, gedampftes Wokgemüse, schweißig wirkend, weich, nicht allzu füllig, gegen Ende mit nochmals zunehmender Mineralität auch Würze gewinnend. Doch etwas kraft und drucklos, diffus. Mittellanger Abgang.</p>
<p>Wein: Furmint Szent Tamás 2005<br />
Weingut, Ort: Szepsy István, Mád<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.<br />
Preis: 45 EUR (12.500 Ft) &#8211; selbstredend nicht mehr zu kriegen<br />
Internet: <a href="http://www.szepsy.hu/">szepsy.hu</a></p>
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		<title>Siklosi Chardonnay 2006, Malatinszky, Villany-Siklos</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 11:57:33 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Villány-Siklós]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Malatinszky]]></category>
		<category><![CDATA[Malatinszky Kúria]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist ein handwerklich mustergültig gemachter Chardonnay. Das soll ihn keineswegs unter Wert verkaufen, denn er ist schön, jetzt, im fünften Jahr wunderbar zu trinken. Zeigt sich geradlinig, nicht zu breit und erst recht &#8211; trotz seiner 14% &#8211; nicht alkoholisch. In der Nase kühl, mit einer sehr frischen, direkten Apfelfrucht, mit etwas Vanille und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9541" class="wp-caption alignleft" style="width: 251px"><a href="http://borwerk.de/2012/02/22/siklosi-chardonnay-2006-malatinszky-villany-siklos/malatinszky_noblesse-chardo/" rel="attachment wp-att-9541"><img class="size-medium wp-image-9541" title="malatinszky_noblesse-chardo" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/02/malatinszky_noblesse-chardo-241x300.jpg" alt="" width="241" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Malatinszky - Noblesse Siklósi Chardonnay 2006 (sorry für die schlechte Bildqualität - dunkler Raum, nur das Smartphone bei der Hand...)</p></div>
<p>Das ist ein handwerklich mustergültig gemachter Chardonnay. Das soll ihn keineswegs unter Wert verkaufen, denn er ist schön, jetzt, im fünften Jahr wunderbar zu trinken. Zeigt sich geradlinig, nicht zu breit und erst recht &#8211; trotz seiner 14% &#8211; nicht alkoholisch. In der Nase kühl, mit einer sehr frischen, direkten Apfelfrucht, mit etwas Vanille und zartem Holz. Am Gaumen kommt dann die Apfelfrucht mit gelben Birnen gepaart wieder. Alles ist an seinem Platz, die Säuren sitzen, eine leichte Cremigkeit kommt zum Ende hin ins Spiel, dann auch buttrige Töne und feine Holznoten. Daneben und davor läuft dieser frische, säureunterstützte Fruchteindruck. Recht lang. Nicht außergewöhnliches, nichts selbständiges, aber nett. Und macht sicher noch das eine oder andere Jahr mit.</p>
<p>Wein: Siklósi Chardonnay 2006<br />
Weingut, Ort: Malatinszky Kúria, Villány<br />
Rebsorte/n: Chardonnay<br />
Alkoholgehalt: 14,0 %Vol.<br />
Preis: 12,15 EUR (3,500 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.malatinszky.hu/">malatinszky.hu</a></p>
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