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	<title>Ungarn und Wein. BorWerk - Das Blog über ungarische Weine &#187; Mátra</title>
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		<title>Ungarn und Weinmarketing. Die Zekk-Serie von Zwack. Teil I: Chardonnay 2010, Benedek Pince, Matra</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 18:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Zekk&#8221; nennt Zwack eine kleine Serie von Weinen, die gemeinsam unter eben diesem Phantasienamen vermarktet werden. Zwack, das sind die, die auch dieses unsägliche Unicum-Zeugs herstellen. Nicht die Studentenzeitschrift, sondern die ungarische Variante von Jägermeister. Aua, gleich setzt&#8217;s allein dafür Schläge. da ist es jedenfalls einfach: man mag&#8217;s, oder man mag&#8217;s nicht. Bei &#8220;Zekk&#8221; ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7788" href="http://borwerk.de/2011/06/27/ungarn-weinmarketing-zekk-serie-zwack-teil-i-chardonnay-2010-benedek-pince-matra/zekk_banner/"><img class="size-full wp-image-7788" title="zekk_banner" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/zekk_banner.jpg" alt="" width="636" height="312" /></a><p class="wp-caption-text">Zekk war offensichtlich schon leicht bedüdelt beim Fotografieren, zumindest würde das die leichte Schräglage von manch einer Flasche erklären.</p></div>
<p>&#8220;Zekk&#8221; nennt Zwack eine kleine Serie von Weinen, die gemeinsam unter eben diesem Phantasienamen vermarktet werden. Zwack, das sind die, die auch dieses unsägliche <a href="http://unicum.hu/start.php">Unicum-Zeugs</a> herstellen. Nicht die Studentenzeitschrift, sondern die ungarische Variante von Jägermeister. Aua, gleich setzt&#8217;s allein dafür Schläge. da ist es jedenfalls einfach: man mag&#8217;s, oder man mag&#8217;s nicht.</p>
<p>Bei <a href="http://www.zwackborok.hu/Zekk.aspx">&#8220;Zekk&#8221;</a> ist das gleich schwieriger. Man kann sich mal die einzelnen Weine zu Gemüte führen. Genau das werde ich diese Woche der Reihe nach tun. Und man kann sich nebenbei das Drumherum anschauen und sich so seine Gedanken darüber machen. Auch das wird es hier geben. Es geht also mal um etwas mehr, als nur um den Inhalt der Flasche. Denn Teil des Zekk-Konzeptes ist, dass immer auch etwas mehr drauf steht, als es drauf stehen müsste. Mehr als Wein wiederum kann per se nicht drin sein.</p>
<p>Ach, um das sicherheitshalber gleich hier und jetzt sicherzustellen: ich will natürlich kein Marketing für Zack im Allgemeinen oder Zekk im Besonderen machen. Ich weiß ja auch noch gar nicht, was am Ende rauskommen wird. Will Schritt für Schritt vorgehen, Wein für Wein, habe keinen Blick nach vorne geworfen, nur das Gruppenfoto für den Opener schon mal gemacht.</p>
<p>Doch was ist &#8220;Zekk&#8221;? Wer, wäre angemessener. Ein Hase mit vierblättrigem Kleeblatt im Maul, Karnevalsmütze zwischen den Ohren, der sich auf jedem Etikett der Serie in verschiedenen Posen wiederfindet. Er, dieser Zekk, soll laut Izabella Zwack, jenes Familienmitglied der Zwack-Dynastie, die sich um die Weine und den Weinhandel kümmert, die Weine eigenhändig für die Serie aussuchen. Da geht das Marketinggeschwätz dann los und fabuliert von kosmischen Reisen (dieses Hasen) und seiner Macht als Entscheider, als Richter mit Daumen bzw. Pfote rauf (Winzer freut sich, weil der Wein Teil der Serie wird) oder hört ein &#8220;Sorry&#8221; des &#8220;Jolly Jokers&#8221; Zekk, wenn es nicht dazu gereicht hat. Viel mehr wird auf der Zwack-Seite zu Zekk nicht verraten.</p>
<p>Unabhängig davon kommt die Serie modern und recht bunt daher, soll Lebensfreude und Trinkspaß suggerieren. Doch jetzt endlich los mit dem ersten Wein&#8230;</p>
<p>Wie gesagt steht auf jedem Etikett noch mehr drauf und drum, um den Wein herum. Bei dem Chardonnay aus der Mátra die &#8220;Weisheit&#8221; &#8220;Jeder Tag ist ein anderer Tag&#8221; und &#8220;Zekk&#8221; schwafelt was von Phosphoreszenz, da er gestern keinen in Mehl gewendete Forelle zum Essen bekommen hat, sondern sich mit einer Schweinehaxe zufrieden geben musste. Was seinem Magen nicht gut tat, weshalb er sich einen Gin und zwei Wodkas zum Frühstück genehmigte. Dennoch: nach wie vor ist ihm nicht gut.</p>
<div id="attachment_7789" class="wp-caption alignright" style="width: 201px"><a rel="attachment wp-att-7789" href="http://borwerk.de/2011/06/27/ungarn-weinmarketing-zekk-serie-zwack-teil-i-chardonnay-2010-benedek-pince-matra/zekk_benedek_chardonnay_2010/"><img class="size-medium wp-image-7789" title="zekk_benedek_chardonnay_2010" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/zekk_benedek_chardonnay_2010-191x300.jpg" alt="" width="191" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Benedek Pince - Mátrai Chardoanny 2010</p></div>
<p>Ja, und? Soll das jetzt heißen, dass dieser Chardonnay in solchen Situationen Abhilfe verschafft? Als Begleiter eines Katerfrühstücks, als Konterweinchen? Er ist in jedem Fall wie reinster Orangensaft in der Nase. Und am Gaumen eine Frucht zum Reinbeißen: wie als würde auf eine leicht schräge Metallplatte eine wunderbar saftige Frucht aus Ananas, Orangen und Bananen mit einem Säurespritzer Zitrone tropfen. Fruchtigster Trinkspaß. Der Sommer ist da.</p>
<p>OK, wenn das die Stilvorgabe für die Zekk-Weine ist? Dann erwarten einen wohl noch einige fruchtbetonte Feierbiester &#8211; die das Gesabbel auf dem Etikett schnell vergessen machen. Der günstige Preis tut sein übriges. Fortsetzung folgt.</p>
<p>Wein: Chardonnay  2010<br />
Weingut, Ort: Benedek Pince, Gyöngyöstarján<br />
Rebsorte/n: Chardonnay<br />
Alkoholgehalt: 12,0% Vol.<br />
Preis: 5,50 EUR (1.497 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.benedekpince.hu/" target="_blank">benedekpince.hu</a></p>
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		<title>Verkostung im Terroir-Club: 1 x Südslowakei, 3 x Tokaj, 1 x Matra + Burgund</title>
		<link>http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 10:36:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events, Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Felvidék (Süd-Slowakei)]]></category>
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		<description><![CDATA[Lange ist es her, dass ich an einer Verkostung des Terroir-Clubs teilnahm. Vergangenen Donnerstag klappte es endlich mal wieder und man traf auf eine recht Bunte, ungarisch-französische Mischung aus Weiß und Rot, die einem einmal mehr lehrte, wie wichtige internationale Quervergleiche sind &#8211; und dass sich Ungarn, dank Tokaj, mit einiger ganz eigenen Identität wahrlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7769" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7769" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/bott-frigyes_grand3_2010/"><img class="size-medium wp-image-7769" title="bott-frigyes_grand3_2010" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/bott-frigyes_grand3_2010-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p>Lange ist es her, dass ich an einer Verkostung des <a href="http://www.terroirclub.hu/">Terroir-Clubs</a> teilnahm. Vergangenen Donnerstag klappte es endlich mal wieder und man traf auf eine recht Bunte, ungarisch-französische Mischung aus Weiß und Rot, die einem einmal mehr lehrte, wie wichtige internationale Quervergleiche sind &#8211; und dass sich Ungarn, dank Tokaj, mit einiger ganz eigenen Identität wahrlich nicht zu verstecken braucht.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Bott Frigyes &#8211; Grand3 2010 (Süd-Slowakei)</strong></span><br />
Der Name stellt sofort Assoziationen mit &#8220;Grand Cru&#8221; her, was komplett fehl leitet und daher nicht gerade gut ist. Eine einfache weiße Cuvée aus der Südslowakei, vom ungarischstämmigen Winzer Bott Frigyes. Aus Királyleányka, Zöld Veltelini (Grünem Veltliner), Olaszrizling (Welschriesling), eine &#8220;klassischer&#8221; Blend, der früher immer den Wein des Dorfes war. Fein würzig und doch weich in der Nase, dank Veltliner mit pfeffrigen Noten, Zitrone und Grüntee. Auch am Gaumen gelb-grünlich und leicht daher kommend, mit etwas herber Zitrusfrucht und feinwürzigen Pfeffernoten. Herrlich leichter und dank seiner Würzigkeit doch recht ernst wirkender Aperitif-Wein.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Tokaj Nobilis &#8211; Barakonyi Hárslevelű 2009  (Tokaj)</strong></span><br />
Nach der Blindverkostung das zweite Aufeinandertreffen mit dem 2009er Hárs von Tokaj Nobilis. Und der weiß einfach zu gefallen! In der Nase Mandarinen, von der Rebsorte kommend florale Noten, Pfirsichkerne. Am Gaumen mit sanfter, zart schmelzender Frucht, vor allem Aprikosen, Kernobst, Mandeln, feine und doch kräftige Zitrussäuren, angedeutete feinwürzige Kräuternoten, klare Mineralität, sauber heraus gearbeitete Struktur. Druckvoller, nachhaltiger Wein. Schön!</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;"> </span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_7768" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7768" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/bott_hatari-furmint_2009/"><img class="size-medium wp-image-7768" title="bott_hatari-furmint_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/bott_hatari-furmint_2009-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bott Pince &#8211; Határi Furmint 2009 (Tokaj)</strong><br />
Auch wenn nur der Jahrgang und die Region übereinstimmen, im Direktvergleich zum Hárs von Tokaj Nobilis der inzwischen deutlich dezenter auftretende, geradezu gediegen wirkende Furmint von Judit und József Bodó aus der Lage Határi. In der Nase dezent, kühl, verhalten, mit einer hellgelben, fast transparent wirkenden Frucht.  Mehr lässt er derzeit nicht zu. Am Gaumen sehr fein strukturiert, schier unsäglich filigran und also von geradezu adliger Gestalt, Quitten, Aprikosen, fein-herb steinige Mineralität mit Flechten verwoben, sensibel auf das Gesamtgefüge einwirkende Säuren. Der &#8220;Gefällt mir&#8221;-Button genügt hier nicht.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Demeter Zoltán &#8211; Kakas Furmint 2006 (Tokaj)</span></strong><br />
Mal etwas Gealtertes. Wenn auch nur fünf Jahre, aber da es trocken ausgebaute Weiße erst seit gut 10 Jahren gibt, erfreut man sich auch dieser &#8220;jungfräulichen&#8221; Eindrücke. Waren die vorangestellten Weine tendenziell alle hell Zitronen- bis Strohgleb und leicht grünlich, so kommt der &#8220;alte&#8221; Kakas mit mittlerer strohgelber Farbe daher. Und mit einer warmen, reifen Trauben-Birnen-Apfel-Frucht in der Nase und Kaffeenoten und ganz leichten Marzipan-Mandel-Andeutungen. Am Gaumen interessant, mit ganz zart schmelzender Textur, sehr klar und elegant, feine Säuren wie aus halbreifen grünen Äpfeln gewonnen, leicht dezent bitteren Apfelschalen-Frucht, Haselnuss und Grüntee. In irgendeinem Zwischenstadium, jenseits von allem schwebend, nicht mehr jung, aber noch nicht ansatzweise alt wirkend. Macht noch viele Jahre mit. Schön!</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Karner Gábor &#8211; Tavaszföldi Kékfrankos 2008 (Mátra)</span></strong><br />
Und ein ganz eigenartiger, ganz eigenständiger Blaufränkisch aus der Mátra zum Abschluss. Nach spontaner Initiierung gärte der Gute über ein Jahr vor sich hin, um am Ende mit 16% Vol. und immer noch deutlich wahrnehmbarem Restzucker zu enden. Ein Amarone-artiges Etwas, dabei allerdings nicht schwer, sondern vor allem von seiner süßlichen Frucht betont wirkend. In der Nase schweißige Noten, schwarzrote Frucht, Teer, Öl, eine Bahnanlage in der Sommerhitze. Am Gaumen saftig-fleischige und wie erwähnt süßliche Frucht, fette reife schwarze Kirschen, Zwetschgen, schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren, neben all dem Fruchtüberschuss nur ganz feine Gerbstoffe und Säuren. Druckvoll, dezent mächtig dank Alkohol und doch weich, rund, nicht würzig. Nicht mein Fall, aber sehr eigen, außergewöhnlich.</p>
<div id="attachment_7770" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7770" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/la-digoine_2009/"><img class="size-medium wp-image-7770" title="la-digoine_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/la-digoine_2009-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p>Was gab es drumherum noch zu verkosten? Vier Mal Burgund!</p>
<p>Domaine de Villaine Bouzéron 2009<strong> </strong><br />
Domaine de Villaine Bourgogne Cote Chalonnaise Les Clous 2009<br />
Domaine des Escaravailles Cote du Rhone Les Sablieres 2010 <strong><br />
</strong>Domaine de Villaine Bourgogne Cote Chalonnaise La Digoine 2009</p>
<p>Der Chardonnay &#8220;Les Clous&#8221; noch sehr jung, daher etwas zu deutlichem Holz, aber sehr schön strukturiert. Und der Pinot &#8220;La Digoine&#8221;, einfach wunderbar, in sich sehr ausgewogen.</p>
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		<title>Chardonnay 2005, Nemeth Attila Gabor (N.A.G.), Matra</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 19:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mátra]]></category>
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		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[N.A.G. - Németh Attila Gábor]]></category>
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		<description><![CDATA[Der hat eine Vorgeschichte. Und die geht so: vor langer langer Zeit, es muss vor vier oder fünf Jahren gewesen sein, kam meinereins mit Freunden in der Mátra bei Németh Attila Gábor durch. Er selbst war nicht da, wohl aber sein Vater. Der beglückte uns mit einer klassichen Form von Gastfreundschaft, die sich unter anderem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7759" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a rel="attachment wp-att-7759" href="http://borwerk.de/2011/06/23/chardonnay-2005-nemeth-attila-gabor-n-a-g-matra/n-a-g-_chardonnay_2005/"><img class="size-medium wp-image-7759" title="n.a.g._chardonnay_2005" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/n.a.g._chardonnay_2005-294x300.jpg" alt="" width="294" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Németh Attila Gábor - Chardonnay 2005</p></div>
<p>Der hat eine Vorgeschichte. Und die geht so: vor langer langer Zeit, es muss vor vier oder fünf Jahren gewesen sein, kam meinereins mit Freunden in der Mátra bei Németh Attila Gábor durch. Er selbst war nicht da, wohl aber sein Vater. Der beglückte uns mit einer klassichen Form von Gastfreundschaft, die sich <del>unter anderem</del> insbesondere in einer ausgesprochenen Ausschenkfreude manifestierte.</p>
<p>Es kam wie es kommen musste: man verließ den Keller in möchtig bedüdeltem Zustand und mit einigen Flaschen Wein im Gepäck. Handgepäck nur, wohlgemerkt. Darunter einige Flaschen dieses Chardonnays, der durch seine Außergewöhnlichkeit bei uns allen positiv auffiel. Diese Bestand nicht nur in seinen mächtigen 15,5% Vol. Alkohol, sondern auch seiner eher Chardonnay-untypischen Charakteristik. Ich dachte mir, zur Seite legen und mal schauen, wie der sich in ein paar Jahren später schlägt. Und ist mein Weinklimaschrank zwar stehts übervoll, weist aber de facto keine Untiefen oder verborgenen Ecken auf. Und dennoch stieß ich erst Anfang der Woche wieder auf eine der Flaschen, kam erst jetzt wieder auf die Idee, mich mal wieder mit dem Weinchen zu beschäftigen. Das die Vorgeschichte.</p>
<p>Nun der Wein: Intensives, dunkles Strohgelb im Glas. In der Nase etwas Vanille und Harz, etwas mehr kräuterige Würze, aber noch deutlich mehr golgelber, vollreifer Apfel. Am Gaumen dann ganz anfangs mit wenig Frucht und einem kalten, metallenen Schmelz. Nach etwas Erwärmen im Glas kommt dann auch mehr Frucht, als da wären Banane, bittere Schalen von gelben Birnen und Quitten. Der metallene Schmelz bleibt, leicht ölige Textur, füllig, voluminös, aufdringlich in alle Richtungen. Säuren sind da, spielen aber nur untergeordnet eine Rolle. Mit der Wärme, aber noch viel mehr der Luftzufuhr, nämlich nach zwei und drei Tagen Offensein der Flasche, drängt dann der Alkohol nach Raum, nach Freiheit. Und das &#8211; wie eigentlich logisch und zu erwartend &#8211; auf die fiese Tour, durch viel Würze, am Gaumen und Zunge zunehmend brennend, fast alles andere überdeckend.</p>
<p>Am dritten Tag sagte Gott &#8220;Das Wasser soll zurückweichen, damit Land entsteht.&#8221;. Hier sagt der Alkohol, es soll kein Wein mehr, es soll Sherry im Glase sein. Doch das will ich nicht, schließlich habe ich Wein gekauft. Nicht gut. Und doch eine interessante, wenn auch rückblickend eigentlich vorhersagbare Erfahrung.</p>
<p>Wein: Chardonnay 2005<br />
Weingut, Ort: Németh Attila Gábor, Gyöngyöstarján<br />
Rebsorte/n: Chardonnay<br />
Alkoholgehalt: 15,5% Vol.<br />
Preis: keine Ahnung mehr, wohl so um die 10-13 EUR<br />
Internet: <a href="http://nag.hu/">nag.hu</a></p>
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		<item>
		<title>Sieh, das Gute liegt so nah: am Fuße der Matra bei Szecskö und Losonci</title>
		<link>http://borwerk.de/2011/05/09/sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci</link>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 11:33:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Borúton, auf Weinwegen]]></category>
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		<description><![CDATA[Kurze Anfahrt, große Wirkung. Kleine Erzeuger, klasse Weine. Die Mátra wird endlich aus dem post-sozialistischen Tiefschlaf erweckt. Tamás Szecskő und Bálint Losonci tragen mit viel Enthusiasmus, Wille und vor allem Talent ganz entscheidend dazu bei. Die Mátra. Nahe liegend. Von Budapest aus gesehen, geographisch verstanden. Ein Gebirgszug dem der höchste Berg Ungarns angehört, der Kékestető. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7217" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7217" href="http://borwerk.de/2011/05/09/sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci/gyongyospata/"><img class="size-full wp-image-7217" title="gyongyospata" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/gyongyospata.jpg" alt="" width="636" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Gyöngöyspata mit der Lage Gereg. Im Hintergund der Kékestető.</p></div>
<p><span style="color: #76622c; font-size: medium;"><em>Kurze Anfahrt, große Wirkung. Kleine Erzeuger, klasse Weine. Die Mátra wird endlich aus dem post-sozialistischen Tiefschlaf erweckt. Tamás Szecskő und Bálint Losonci tragen mit viel Enthusiasmus, Wille und vor allem Talent ganz entscheidend dazu bei.</em></span></p>
<p>Die Mátra. Nahe liegend. Von Budapest aus gesehen, geographisch verstanden. Ein Gebirgszug dem der höchste Berg Ungarns angehört, der Kékestető. Satte 1014 Meter über dem Meer. Das erscheint einem zu Recht wenig. Dasselbe gilt auf den ersten Blick für das Anbaugebiet Mátraalja, sinnbildlich übersetzt „Am Fuße der Mátra“. Erzeuger die auf Qualität setzen, kann man an zwei Händen abzählen. Für jene, die wirklich besondere Weine erzeugen, reicht schon eine aus. Angesichts der heutigen Größe von rund 6.000 ha Anbaufläche eine verschwindend geringe Zahl.</p>
<p>Naheliegend ist das nun nicht wirklich. Vor allem nicht angesichts des Potentials. Das liegt brach, wie viele der ehemals mit Reben bepflanzten Hänge. Deren sanfte, vielfach mit Nadelwald bedeckte Hügel prägen die</p>
<div id="attachment_7223" class="wp-caption alignright" style="width: 381px"><a rel="attachment wp-att-7223" href="http://borwerk.de/2011/05/09/sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci/boden_trocken-feucht-2/"><img class="size-full wp-image-7223  " title="boden_trocken-feucht" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/boden_trocken-feucht1.jpg" alt="" width="371" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Andesit und Kalk weden zu rotbraunem Gesteinsmehl. Nass (links): enorm verklumpend, trocken: fein rieselnd.</p></div>
<p>Landschaft. Ihre Herkunft erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Erst dort, wo die Menschenhand nach dem unsäglichen sozialistischen Massenweinbau-Intermezzo wieder kultivierend in die Landschaft eingreift, wird die Grundlage für bemerkenswerte Weine offenbar: der vulkanische Untergrund.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Großlage Gereg: Schlehen- und Hagebuttensträucher weg, Rebstöcke her</strong></span></p>
<p>In der Großlage Gereg, am nördlichen Ortsrand von Gyöngyöspata gelegen, vollzieht sich genau das. Dort, wo vor kurzem noch stachelbewehrte Schlehen- und Hagebuttensträucher mit ihren in sich verschlungenen Ästen die alten Weinstöcke überwuchert und zu einem undurchdringlichen Dickicht gemacht hatten, pflanzt Tamás Szecskő neue Reben. Kékfrankos (Blaufränkisch) und die heutzutage fast nur noch im Karpatenraum kultivierte Kadarka sollen hier in drei, spätestens vier Jahren erste Erträge bringen. Etwas unterhalb hat Tamás bereits letztes Jahr einige Reihen Pinot Noir und Cabernet Franc gesetzt. Wenn alles gut geht, kann er schon 2012 eine erste kleine Menge Wein daraus erzeugen.</p>
<p>Was wenig erscheint ist doch viel Zeit für einen, der zwar von der Pike auf mit Wein zu tun hatte, aber erst vor acht Jahren begonnen hat, in die Erzeugung von Qualitätsweinen einzusteigen. Es sind kleine Schritte, mit denen es vorangeht, investitionsbedingter Geldmangel ein ständiger, bremsender Begleiter. Der qualitative Sprung ist ihm gleichwohl schnell gelungen. Die 3-4.000 Flaschen, die Tamás Szecskő derzeit über einige wenige Händler vertreibt, finden reißend Absatz. Bislang sind es überwiegend weiße Sorten: Grüner Veltliner, Muscat Ottonel und die &#8220;Ungarn&#8221; Királyleányka, Hárslevelű und Irsai Olivér profitieren insbesondere im Herbst vom relativ kühlen Klima der Mátraalja und also einer langsamen, gesunden Reifung. Die häufig recht heißen Sommer können dann zwar bisweilen immer noch zu verhältnismäßig hohen Alkoholgraden führen, doch kräftige Säurestrukturen und die Mineralität der Böden halten angenehm dagegen.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Garagenweine: Korbpresse drinnen, Mutter Natur als Kühlapparatur draußen</strong></span></p>
<div id="attachment_7220" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a rel="attachment wp-att-7220" href="http://borwerk.de/2011/05/09/sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci/szecsko_tamas/"><img class="size-full wp-image-7220 " title="szecsko_tamas" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/szecsko_tamas.jpg" alt="" width="280" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Tamás Szecskő </p></div>
<p>Die Stilistik von Szecskő&#8217;s Weinen ist maßgeblich von den Naturgegebenheiten geprägt. Handgemacht und damit gänzlich unverfälscht landen sie in der Flasche. Ehe sie in seiner Garage durch eine 40 Jahre alte Korbpresse müssen, stehen Királyleányka und Co. zumeist eine Nacht lang im Hof im Freien. Etwas Gutes haben also auch die schon richtig kalten Oktobernächten in Gyöngyöspata: es bedarf keiner Kühlapparatur. Am Ende entstehen Weine, die mit ihrer klaren, auch mal streng wirkenden Frucht, den bereits genannten, meist sehr klar ausfallenden Säuren und einer steinigen Mineralität bisweilen fast etwas aristokratisches haben. Der <strong>2006er Királyleányka</strong> war dafür ein gutes Beispiel und auch der <strong>2010er</strong> könnte sich hier mit seiner kühl-exotischen Eleganz einreihen. Die Fassproben vom <strong>Zöld Veltelini, dem Grünen Veltliner aus 2010</strong> zeigen einen sehr frischen, unbekümmert und noch etwas ungebändigt wirkenden Sommerwein. Der reinsortige <strong>Muscat Ottonel</strong> desselben Jahrgangs gefällt mit seiner unaufdringlichen, vor allem (auch) meinem eher Muskateller-abgeneigten Nase-Gaumen-Duo.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Bálint Losonci: Spaziergänge im Nadelwald nach Regenschauern </strong></span></p>
<p>Einen Namen gemacht hat sich aber auch durch die Wiederbelebung schon verdrängter Klone aus den Anfangszeiten des sozialistischen Weinbaus in Ungarn: <strong>Rubintos</strong> und <strong>Turán</strong>. Aber dazu am Ende mehr. (Anmerkung: detaillierte Verkostungsnotizen werden morgen separat veröffentlicht). Denn damit ist man bei den roten Sorten gelandet, dem Schwerpunkt des winzerischen Schaffens von Bálint Losonci. Das stimmt so zwar nicht ganz. Der überaus sympathische Bálint selbst würde mit seinen großen funkelnden Augen vermutlich entschieden widersprechen. Schließlich war ihm mit dem <strong><a href="../../../../../2009/12/14/viragbor-2008-losonci-balint-matra/">Virágbor aus 2008</a></strong> ein wirklich außergewöhnlicher Wein gelungen. Der Nachfolger, auch ein reinsortiger Cerszegi Fűszeres, gefällt nochmals deutlich mehr &#8211; nur dass dessen in der Nase florales, am Gaumen spannungsgeladenes Ergebnis im <strong>Jahr 2010</strong> leider nur 25 Liter ergab und nicht einmal ansatzweise den Markt erreichen wird.</p>
<div id="attachment_7218" class="wp-caption alignleft" style="width: 325px"><a rel="attachment wp-att-7218" href="http://borwerk.de/2011/05/09/sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci/losonci_balint/"><img class="size-full wp-image-7218 " title="losonci_balint" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/losonci_balint.jpg" alt="" width="315" height="393" /></a><p class="wp-caption-text">Bálint Losonci</p></div>
<p>Letztlich liegen die Stärken des Jungwinzers derzeit eher im Umgang mit Kékfrankos (Blaufränkisch) und so Exoten wie Bibor Kadarka und Magyar Frankos. Hier gelingen Bálint Weine, die zusammen mit ihrer frischen, erdig-steinernen Mineralität und zumeist klaren roten Frucht bisweilen an Spaziergänge im Nadelwald nach Regenschauern erinnern, während denen man sich hausgemachten Gelees von Waldfrüchten und Wildkirschen hingibt. Kürzer: die Weine strahlen eine erstaunliche Eleganz und Eigenständigkeit aus.</p>
<p>Dabei ist es gerade einmal knapp neun Jahre her, dass Bálint sich den damals wohl abwegig, wenn nicht gar verrückt erscheinenden Gedanken in den Kopf setzte, selber Wein zu erzeugen. Krank, ans Bett gefesselt und dem Fernseher bedingungslos ausgeliefert, bleibt er bei einer Reportage über ungarische Winzer hängen und beginnt zu träumen. Nicht viel später heuert der Außenhandels-Student in einem ersten Schritt beim renommierten ungarischen Wein-Magazin Borbarát, <em>Weinfreund</em>, an. Einarbeitung ins Thema steht zu diesem Zeitpunkt an. Danach ging alles sehr schnell, so schreibt es das Drehbuch in solchen Fällen stets vor: das Jahr 2004 ergab den ersten Wein, 2008 den endgültigen Umzug mitsamt Familie von Budapest nach Gyöngyöspata. Dazwischen waren die Wochenenden einseitig belegt, häufiges Pendeln angesagt.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>&#8220;Tőkések&#8221;: Reben und Kapital als Mangelware</strong></span></p>
<p>Was es Bálint anfangs an klassisch angelerntem Wissen über Weinbereitung fehlte, machte er mit dem richtigen Händchen wett. Und gelernt hat er schnell und viel. Dass seine Weine handgemacht sind, ist auch bei ihm wortwörtlich zu verstehen. Die Qualität entsteht im Weinberg, sagt Bálint. Entsprechend oft trifft man ihn dort an.</p>
<div id="attachment_7257" class="wp-caption alignright" style="width: 312px"><a rel="attachment wp-att-7257" href="http://borwerk.de/2011/05/09/sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci/tokesek/"><img class="size-full wp-image-7257 " title="tokesek" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/tokesek.jpg" alt="" width="302" height="258" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd"></dd>
</dl>
</div>
<p>Was entscheidend hinzukommt: der rege, quasi tägliche fachliche Austausch mit Tamás Szecskő. Die beiden unterstützen sich nicht nur wann immer es möglich und nötig ist, sondern inspirieren einander auch. Offene Kritik ist erwünscht und wird gelebt. Zugegeben, das hört sich verklärt, idealistisch an, nach billigem Fernsehfilm-Drehbuch. Geht aber noch weiter: gemeinsam mit Gábor Karner aus dem benachbarten Ort Szűcsi hat sich mit ein Trio gebildet, das sich auch nach außen hin als Tőkések, gemeinsam vermarktet: ein witziges, selbstironisches Wortspiel, da &#8220;tőké&#8221; sowohl für Rebstock, als auch für Kapital steht &#8211; und von beidem haben die drei bislang nie genug.</p>
<p>Das Zusammenspiel ist an sich bemerkenswert und selten, erst recht in Ungarn. Es ist aber auch einer der sich mehrenden Nachweise, dass eine junge ungarische Winzerriege neue Wege einschlägt und (welt-)offener und vor allem gemeinschaftlicher denkend ans Werk geht als die Wende-Generation, die sich allzu häufig voneinander abschottete. Dass Bálint auch nach ersten Erfolgen &#8211; erst kürzlich wurde er zur <a href="../../../../../2011/04/29/winzer-der-winzer-2011-imre-kalo/">&#8220;Neuentdeckung des Jahres&#8221; gewählt</a> &#8211; nach wie vor noch am Anfang steht, spiegelt sich auch in einem ungezügelten Experimentierdrang. Konkret bedeutet das: über die Jahrgänge hinweg wenig Stabilität im Angebotsportfolio, mal gibt es dies, mal das, und steter Zuwachs an Rebsorten, etwas zu viel des in der Regel stets Guten. Doch: beides macht es für den normalen Kunden nicht gerade einfach.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Mátra: da geht mehr als nur Weißweine</strong></span></p>
<p>In absehbarer Zukunft kommen, soviel ist sicher, noch Pinot Noir und Riesling dazu. Halt, Beständigkeit gibt einem der wohl schönste Wein Bálints, der Blaufränkisch, selektiert aus der Lage Gereg. Bereits der 2007er war absolut gelungen, doch der 2008er und auch die Fassprobe des 2009ers weisen qualitativ einen klaren Aufwärtstrend auf. Der <strong>2009er</strong> wirkt trotz seiner Jugend schon erstaunlich satt und fleischig, der <strong>Gereg Kékfrankos 2008</strong> fällt dann breiter und weicher aus, wirkt eleganter. Trotz konzentrierter, leicht süßlicher Frucht wirkt der Wein nicht fett und doch reich, der säureorientierte 2008er Jahrgang stellt zudem ein schönes klares Gerüst in den Hintergrund. Zum Einstieg bietet sich, besser: drängt sich aber auch schon der<strong> Úrráteszi Kékfrankos von 2008</strong> auf, der wie ein Nadelwald daherkommt, erdig, auch am Gaumen, daneben leuchtend rote, glasklare Frucht, Mandel im Aus. Sehr gefällig, sehr Mátra, sehr Bálint.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_7219" class="wp-caption alignright" style="width: 500px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-7219" href="http://borwerk.de/2011/05/09/sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci/losonci_szecsko/"><img class="size-full wp-image-7219  " title="losonci_szecsko" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/losonci_szecsko.jpg" alt="" width="490" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">Bálint: &quot;Kritikfähigkeit ist wichtig, täglicher Austauch tut gut.&quot;</p></div>
<p>Nach einem gänzlich sortenuntypischen Cabernet Sauvignon (dazu, wie zu allen anderen Weinen dann mehr in den morgigen, ausführlichen Verkostungsnotizen) kommt noch einmal Tamás Szecskő zu Wort: mit der <strong>Fassprobe des 2009er Turán</strong> (einem etwas schrägen Klon aus dem nahe gelegenen Eger der 1960er Jahre, der gezielt zum Färben entwickelt wurde: Bikavér 8 (Teinturier x Kadarka) und Gárdonyi Géza (Medoc Noir x Csaba Gyöngye)). Danach geht geschmacktechnisch nichts mehr, die Knospen wurden ein letztes Mal und aufs Äußerste herausgefordert. 16,6% Vol. stehen an. Doch: man verträgt sie, denn der Wein trägt sie. Selbstredend nicht spielerisch, doch durch eine unheimlich präsente, dicht gewebte, wie eingedampfte Frucht aus schwarzen Johannisbeeren, Holunder und Waldbeeren. Breit angelegt, mit matt wirkenden Säuren und ebensolchen Gerbstoffen.</p>
<p>Viel geht davon nicht. Aber auf angenehme Weise beginnt man sich ans Außergewöhnliche zu gewöhnen. Das Glück, welches laut Goethe immer da ist, liegt hernach am ehesten in einer ruhigen Bettstatt.</p>
<table style="background-color: #d3d3d3;" border="0" align="left">
<tbody>
<tr>
<td>
<h4><strong>Co-Artikel von Hungarianvoice und BorWerk</strong></h4>
<h3><strong>Gyöngyöspata &#8211; einseitig in den Medien </strong></h3>
<p>Gyöngyöspata. In diesen Tagen kann man schlechterdings einfach nur so einen Weinartikel über zwei Winzer aus Gyöngyöspata publizieren, ohne zur politischen Situation vor Ort Stellung zu nehmen. Auch wenn es auf BorWerk im Kern immer um das Thema Wein geht, wäre es doch ignorant und daher falsch, den Geschehnissen nicht wenigstens einige Zeilen zu widmen.</p>
<p>Seit Wochen ist der Ort in den Medien, auch den deutschen. Fast immer wird dabei ein Bild gezeichnet: das eines ungarischen Dorfes, in dem rechtsextreme Gruppierungen unter Duldung und teils gar Unterstützung der ansässigen Bevölkerung Roma massiv einschüchtern. In den Darstellungen sind die Rollen dabei zumeist klar verteilt, die Roma die Opfer, die Rechtsextremen die Täter, der Staat versagt. Und in der Tat: in der konkreten Situation sind die Roma Opfer einer Art von Selbstjustiz. Auch stimmt, dass manche Anwohner Gyöngyöspatas den sich paramilitärisch gebärdenden Neofaschisten freie Kost und Logis boten. Und es trifft leider auch zu, dass es den Rechtsextremen zwischenzeitlich gelungen war, die Staatsgewalt außer Kraft zu setzen. Alles keine Zustände, die man weder gutheißen sollte, will noch kann.</p>
<p>Der Zufall wollte es, dass ich zuletzt ausgerechnet am 15. März, jenem nationalen Feiertag, der an die Revolution von 1848/49 erinnert, Tamás Szecskő und Bálint Losonci in Gyöngyöspata besuchte. Es war nicht der erste Besuch. Wir kennen uns schon länger, die Einladung stand seit Monaten.</p>
<p>Ich traf auf ein Dorf, in dem immer noch Neonazis zu sehen waren, die deutlich erhöhte Polizeipräsenz aber inzwischen bzw. zwischenzeitlich größtenteils für Ordnung und eine trügerisch wirkende Ruhe gesorgt hatte. Ich traf aber vor allem auf zwei ganz normale Menschen, die dort seit Geburt (Tamás) bzw. seit einigen Jahren (Bálint) mit ihren Familien (beide haben Kindern) leben &#8211; und eben eigentlich nur ein ganz normales Leben führen wollen.</p>
<div id="attachment_7278" class="wp-caption alignright" style="width: 268px"><a rel="attachment wp-att-7278" href="http://borwerk.de/2011/05/09/sieh-das-gute-liegt-so-nah-am-fuse-der-matra-bei-szecsko-und-losonci/hetivalasz_2011_18/"><img class="size-full wp-image-7278 " title="hetivalasz_2011_18" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/hetivalasz_2011_18.jpg" alt="" width="258" height="342" /></a><p class="wp-caption-text">Bálint Losonci auf dem Titel der &quot;HetiVálasz&quot; 2011/18</p></div>
<p>Die ganz normalen Menschen können aber entgegen ihres Willens seit längerem kein ganz normales Leben mehr führen. Das liegt an einigen Roma, die mit ihrer kriminellen Energie und den daraus resultierenden Taten das Dorf und seine Anwohner in einem Zustand des Daueralarms versetzt, der permanenten Angst gelassen haben. Die Politik versagte, seit langem, bis zum heutigen Tag. Ansätze zur Lösung der mannigfaltigen Probleme wurden nie konsequent angedacht oder verfolgt. Die Exekutive, die Polizei, war entweder überfordert oder ließ die Bevölkerung im Stich.</p>
<p>Über all das, findet man in den Medien kaum, nein eigentlich kein Wort. <em>Diese</em> Opferrolle wird ausgeblendet, ausgespart, aus welchem Grund auch immer. Bei meinem Besuch am 15. März war auch das ein Thema. Inzwischen hat Bálint Losonci jenen ganz normalen Menschen von Gyöngyöspata seine Stimme verliehen, in einem Interview mit der Wochenzeitschrift &#8220;Heti Válasz&#8221;.</p>
<p>Übersetzt und kommentiert wurde das Interview von <strong><a href="http://hungarianvoice.wordpress.com/2011/05/10/gyongyospata-preisgekronter-ungarischer-winzer-kommt-in-der-heti-valasz-zu-wort/">Hungarianvoice</a></strong>, einem Blog, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die deutsche Presse kritisch zu hinterfragen und zu kommentieren, durch eigene Berichte über Geschehnisse in Ungarn den informationsfluss anzureichern.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Winzer der Winzer 2011: Imre Kalo</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 18:03:03 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Délvidék (Vojwodina, Serbien)]]></category>
		<category><![CDATA[Eger]]></category>
		<category><![CDATA[Mátra]]></category>
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		<category><![CDATA[Losonci]]></category>
		<category><![CDATA[Maurer Oszkár]]></category>
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		<description><![CDATA[In Ungarn gibt es verdammt viele Weinregionen, viele Erzeuger und konsequenterweise auch unheimlich viele Weinpreise. Nun hat die Stiftung „Vinum Praemium“ auch meine Aufmerksamkeit geweckt, indem sie jenseits der abgenutzen Pfade fündig wurde und vermeintlich die „Richtigen“ getroffen hat. Das ist subjektiv und auch wieder nicht. In jedem Falle spricht auch die Besetzung des Gremiums [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-7098" href="http://borwerk.de/2011/04/29/winzer-der-winzer-2011-imre-kalo/boraszok-borasza-2/"><img class="alignright size-full wp-image-7098" title="boraszok borasza" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/04/boraszok-borasza1.jpg" alt="" width="240" height="163" /></a>In Ungarn gibt es verdammt viele Weinregionen, viele Erzeuger und konsequenterweise auch unheimlich viele Weinpreise. Nun hat die Stiftung <a href="http://boraszokborasza.com/">„Vinum Praemium</a>“ auch meine Aufmerksamkeit geweckt, indem sie jenseits der abgenutzen Pfade fündig wurde und vermeintlich die „Richtigen“ getroffen hat. Das ist subjektiv und auch wieder nicht. In jedem Falle spricht auch die <a href="http://boraszokborasza.com/alapitvany.html">Besetzung des Gremiums</a> für sich, so dass man kann davon ausgehen kann, dass sie allein Unverständlichkeiten wie etwa jene der Preisverleihung des „Winzers des Jahres 2007“ an Frittmann zu verhindern wüsste, ja nie auf die Idee käme. Zu den insgesamt drei Preisen&#8230;</p>
<p>Kaló Imre aus Eger ist 2011 „a Borászok Borásza“, der Winzer der Winzer. Der Winzer Ungarns, der wohl am meisten mystifiziert wird. Selbst noch nie bei ihm gewesen habe ich nur ein Mal und mit etwas Glück bzw. Zufall einen Schluck eines Roten von ihm probieren können – der nett war, der Wein. Sonst ist er in ungarischen Weinkreisen in vielerlei Hinsicht als extremer Erzeuger mit extremen Ansätzen, ausdrucksstarken und lagerfähigen Weinen bekannt. Diese gibt es nur bei ihm, ab Hof, kein Vertrieb, nichts.</p>
<p>Klingt verrückt, ist es auch. Nachdem man ihn genau deshalb immer wieder vergisst (aus den Augen kann man ihn letztlich nicht verlieren, da er in Gestalt von Weinen ja nicht präsent ist), muss ich mich wohl doch mal bei ihm um einen seiner wohl lange im Voraus zu beantragenden, nicht einfach zu kriegenden Verkostungsplätze kümmern.</p>
<p>In jedem Fall scheint diese Auszeichnung interessanter und sinnvoller, als so manche andere. Da passt auch jene für Losonci Bálint aus der Mátra ins Bild, der als <strong>„Neuentdeckung des Jahres“</strong> gefeiert wurde, was mich auch persönlich ganz besonders freut.</p>
<p>Den dritten Preis, <strong>„für den ungarischen Wein“</strong>, schließlich erhielt Maurer Oszkár, der jenseits der heutigen ungarischen Grenze in Serbien teils wirklich interessante Terroir-Weine erzeugt und &#8211; wenn man so will – eine Botschafterrolle für die dort vor Ort lange vorherrschende ungarische Weinkultur inne hat.</p>
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		<title>Syrah Barnatanya 2009, Nemeth Attila Gabor, Eger</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 15:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mátra]]></category>
		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
		<category><![CDATA[N.A.G. - Németh Attila Gábor]]></category>
		<category><![CDATA[Németh Attila Gábor]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6122" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-6122" href="http://borwerk.de/2010/12/22/syrah-barnatanya-2009-nemeth-attila-gabor-eger/nemeth-attila-gabor_barnatanya-syrah_2009/"><img class="size-medium wp-image-6122" title="nemeth-attila-gabor_barnatanya-syrah_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/12/nemeth-attila-gabor_barnatanya-syrah_2009-300x288.jpg" alt="" width="300" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">N.A.G. - Barnatanya Syrah 2009</p></div>
<p>Németh Attila Gábors Weine sind letztlich schon das Beste, was das kleine, weniger bekannte Anbaugebiet Mátra zu bieten hat. Sie wirken stets ein wenig, wie als wäre es ein Leichtes, auf diese alles andere als unkomplexen &#8220;Lösungen&#8221;, diese Ergebnisse zu kommen. Ein Kampf um Qualität scheint nicht dahinter zu stehen. Meint man. Sicher ist dem nicht so. Und sie sind von ihrem Duktus her trotz die internationalsten Repräsentaten der Mátra, im Direktvergleich mit Szecskő, Karner, Szőke und Losonci.</p>
<p>Der 2009er Syrah aus der Lage Barnatanya ist erst der zweite Jahrgang, der es auf den Markt schaffte. Schon der <a href="http://borwerk.de/2009/09/16/budapester-weinfestival-barnatanya-syrah-2006-nemeth-attila-bikaver-hangacs-2007-merengo-egri-bikaver-superior-2006-st-andrea/">erste war eine echte positive Überraschung</a> für mich. Der nun:  mittleres, klares Rubinrot. In der Nase Moos und Zwetschgen, medizinische Noten, von Gummistücken durchsetzte Erde, ein ganz klein wenig Rauch. Am Gaumen mit einer sehr klaren Linie, die rotbraune Frucht aus Zwetschgen, Holunder und Schwarzen Johannisbeeren ist durchsetzt von kühl-erdigen grünlichen Tönen und milde, dezente Rauchigkeit. Fast scheint es, dass die geographische Nähe der Mátra zu Eger hier durchschlägt. Karg und dabei reich, bescheiden und doch elegant, kompakt und nicht zu voll. Eher ein Franzosen- als Übersee-Syrah. Ja. Schöner Wein!</p>
<p>Wein: Syrah Barnatanya 2009<br />
Weingut, Ort: Németh Attila Gábor, Gyöngyöstarján<br />
Rebsorte/n: Syrah<br />
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.<br />
Preis: 11 EUR (2.990 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.concubina.hu">concubina.hu</a></p>
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		<title>Matrai Megteszi Chasselas 2008, Losonci Balint, Matra</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 18:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chasselas]]></category>
		<category><![CDATA[Losonci]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe selten erlebt, dass ein Wein nach einigen Minuten an der Luft so derart in sich zusammengefallen ist. Anfänglich zeigt der Chasselas &#8211; eine Besonderheit an sich, dass diese schweizer Rebsorte in der Mátra in kleinsten Mengen existiert &#8211; sich sehr schön in der Nase: mit überreifen Trauben, einer deutlichen Botrytisnote, und ländlichem Charakter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5571" class="wp-caption alignleft" style="width: 286px"><a rel="attachment wp-att-5571" href="http://borwerk.de/2010/10/26/matrai-megteszi-chasselas-2008-losonci-balint-matra/losonci_megteszi_2008/"><img class="size-medium wp-image-5571" title="losonci_megteszi_2008" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/10/losonci_megteszi_2008-276x300.jpg" alt="" width="276" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Losonci - Megteszi Chasselas 2008</p></div>
<p>Ich habe selten erlebt, dass ein Wein nach einigen Minuten an der Luft so derart in sich zusammengefallen ist. Anfänglich zeigt der Chasselas &#8211; eine Besonderheit an sich, dass diese schweizer Rebsorte in der Mátra in kleinsten Mengen existiert &#8211; sich sehr schön in der Nase: mit überreifen Trauben, einer deutlichen Botrytisnote, und ländlichem Charakter, Stroh, Heu, trockene, warme Erde. Am Gaumen mit schwachen Säuren aber feinem Schmelz, bereits da etwas matter, kraftloser Frucht aus in kochendes Wasser geworfenen Birnen und Quitten. Doch dann, nach etwa zehn Minuten, geht alles unter, kollabiert der Wein gewissermaßen. Die Frucht wirkt lau, dumpf, zerkocht, die Säuren verschwinden gänzlich, der zuvor noch recht gesetzte Körper ist leblos, gänzlich in sich zuasmmengebrochen. Schade.</p>
<p>Wein: Mátrai Megteszi Sászla 2008<br />
Weingut, Ort: Losonci Pince, Gyöngyöspata<br />
Rebsorte/n: Chasselas<br />
Alkoholgehalt: 13,0%<br />
Preis:  7,30 EUR (2.000 Ft.)<br />
Internet: <a href="http://www.losonci.hu/">losonci.hu</a></p>
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		<title>Wieder eine Verkostung handgemachter Weine, Rotweine II: Raspi Pinceszet, Horvath Jozsef (Sopron) und Szecskö Tamas (Matra)</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 11:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mátra]]></category>
		<category><![CDATA[Roséweine]]></category>
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		<category><![CDATA[Zweigelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun also die Vorsetzung von gestern, mit den Rotweinen. Ráspi Pincészet, Horváth József (Sopron) Siller 2009 Ein Schillerwein aus 100% Kékfrankos. Auch dieser viel zu warm. Cocktailkirschen und eingekochte Erdbeeren in der Nase. Ebensolche am Gaumen, fruchtbetont, mit feinen Säuren und für einen Schillerwein recht fülligem Körper. In sich stimmig, rund, auch jetzt schon wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun also die Vorsetzung von gestern, mit den Rotweinen.</p>
<h3>Ráspi Pincészet, Horváth József (Sopron)</h3>
<h4>Siller 2009</h4>
<p>Ein Schillerwein aus 100% Kékfrankos. Auch dieser viel zu warm. Cocktailkirschen und eingekochte Erdbeeren in der Nase. Ebensolche am Gaumen, fruchtbetont, mit feinen Säuren und für einen Schillerwein recht fülligem Körper. In sich stimmig, rund, auch jetzt schon wirklich schön zu trinken.</p>
<h4>Zweigelt 2007</h4>
<p>Der einfache Zweigelt, in der Nase sehr gefällig, warm, mit Schokolade, Vanille und dunklen Früchten, Brombeere, schwarze Kirschen und Johannisbeeren. Am Gaumen einerseits mit den typischen Zweigelt-Aromen, die mich immer ein wenig an etwas Fauliges erinnern. Andererseits vor allem fruchtbetont, dabei nicht zu frisch, eher punktuell konzentrierte, Brombeeren und Zwetschgenaromen, insgesamt dank schöner Säuren leicht, schlank. Gelungen.</p>
<h4>Zweigelt válogatás 2007</h4>
<p>Eine Fassprobe der Zweigelt-Auslese. Rauchig-schweflige, gar animalisch anmutende Töne in der Nase, dunkle, fast gedörrte Frucht aus Zwetschgen und Brombeeren. Am Gaumen weich und breit, wie als würde man in eine Schokoladentafel beißen, viel eingekochte Frucht, lang, hat definitiv Potential.</p>
<h4>Szecskő Tamás (Mátra)</h4>
<h4>Rubintos 2008</h4>
<p>Ich hatte zuvor noch nie einen Rubintos getrunken, eine Rebsorte, die aus der Kreuzung von Kékfrankos und Kadarka entstanden ist. Soviel mir bekannt ist, baut derzeit nur der überaus sympathische Tamás Szecskő sie als reinsortigen Wein in kleinen Mengen aus.<br />
In der Nase im ersten Moment wie ein Wein aus Eger, mit Waldboden- und Tannen-Aromen, zumindest mache ich das klassischerweise aus. Vor allem aber warme rote Früchte und eine milde frisch-grüne Kräuterwürze. Am Gaumen recht druckvoll und auch hier fruchtbetont, nicht zu breit aber sehr kompakt, konzentriert, rote Kirschen, Johannisbeeren, schöne, begleitende Säuren, matt adstringierend. Schön!</p>
<h4>Turán 2008</h4>
<p>Turán. Neben Rubintos die zweite exotische Rebsorte, die Tamás vorhält. Spätestens hier mag der geneigte Leser aufmerken, dass die hier wiedergegebene Reihenfolge von Notizen nicht der echten Verkostung entspricht. Denn nach dem Turán geht nichts mehr, ist der Gaumen sinneseindrucktechnisch erschlagen. Die Orsolya-Weine hatte ich zuvor probiert, werde die Notizen aber erst morgen veröffentlichen. Trüb, tiefdunkles Rubinrot.</p>
<p>In der Nase kühle, erdig-metallene Mineralität, daneben spannende Mischung aus Pilzen, Bitterschokolade, Vanille, medizinischen Tönen und kühlem Holz. Am Gaumen schnell in die Breite drängend, Raum fordern und einnehmend, jedoch nicht vulgär, dezente Säuren begleiten eine tief rotschwarze Frucht aus Johannisbeeren, Brombeeren und Holunder. Bitterschokolade und vor allem Kakao, gegen Ende zu spürt man dann auch den Alkohol (15% Vol.) etwas brennen, aber insgesamt gut eingefangen, nicht herausragend. Mittlerer bis langer Abgang. Außergewöhnlich.</p>
<p>Morgen dann noch Notizen zu einigen Rotweinen von Orsolya (Eger).</p>
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		<title>Concubina Feher 2007 und Concubina Vörös 2006, Nemeth Attila Gabor, Matra</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 19:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[N.A.G. - Németh Attila Gábor]]></category>
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		<category><![CDATA[Traminer]]></category>
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		<category><![CDATA[Welschriesling]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Concubina-Weine von Németh Attila Gábor sind wie zwei echte Geschwister, wobei der ein Jahr ältere (rote, vörös) Bruder letztlich den Ton angibt, die (weiße, fehér) Schwester lieblich bis burschikos daher kommt &#8211; eine Mischung die charmant genug ist, so dass man ihr letztlich den einen oder anderen Makel vergeben mag. Beide sind Cuvées, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-3941" href="http://borwerk.de/2010/03/13/concubina-feher-2007-concubina-voros-2006-nemeth-attila-gabor-matra/nemeth-attila-gabor_concubina_opener/"><img class="alignleft size-medium wp-image-3941" title="nemeth-attila-gabor_concubina_opener" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/nemeth-attila-gabor_concubina_opener-180x300.jpg" alt="" width="180" height="300" /></a>Die Concubina-Weine von Németh Attila Gábor sind wie zwei echte Geschwister, wobei der ein Jahr ältere (rote, vörös) Bruder letztlich den Ton angibt, die (weiße, fehér) Schwester lieblich bis burschikos daher kommt &#8211; eine Mischung die charmant genug ist, so dass man ihr letztlich den einen oder anderen Makel vergeben mag. Beide sind Cuvées, das rote aus Kékfrankos (Blaufränkisch) und Cabernet Sauvignon, im weißen tummeln sich Chardonnay, Traminer, Olaszrizling (Welschriesling) und Hárslevelü.</p>
<p>Das <strong>Vörös Cuvée</strong> mit intensiv leuchtendem, mittlerem Purpur. Viel warmes Holz in der Nase aber nicht unangenehm, darin angenehm kühle, dennoch intensive Frucht, vor allem schwarze Johannisbeeren, etwas Zimt und eine feine, leicht pfeffrige Würze. Am Gaumen mit fleischig-kompakter Textur, rund und ausgewogen, Johannisbeeren und Brombeeren, Lakritz, kräftige Säuren und fein adstringierende Gerbstoffe. Mittlerer Abgang. Für mich überraschend vielschichtig, und für den Preis von 1.990 Ft (rund 7,50 EUR) absolut empfehlenswert!</p>
<p>Das<strong> Fehér Cuvée</strong> mit 14,5% Vol. sogar ein halbes Grad über dem älteren Bruder. Stohgelb im Glas, dick schlierend, fast ölig. In der Nase sehr dezent, weich, es dominieren Aromen von überreifen Birnen und Aprikosen, daneben getrocknete Gräser, fein kräuterig, ein Hauch Botrytis, der hier einen etwas medizinischen Touch verleiht. Am Gaumen mit nicht allzu zartem, aber deutlichem Schmelz und kühler Frucht, wieder aus Birnen und Aprikosen, daneben vor allem Honignoten, feine Säuren im Hintergrund, recht füllig, der Alkohol wirkt anfänglich noch gut eingebettet, bricht sich aber seine Bahn gegen Ende und führt zu einem etwas unangenehmen grün-bitterlichen Abgang. Auch hier sind rund 7,50 EUR fällig, aber nicht so gut angelegt.</p>
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		<title>Nyitnikék 2006, Losonci Bálint, Mátra</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 08:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
		<category><![CDATA[Blaufränkisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Losonci]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Reihenfolge hat nicht ganz hingehauen. Doch unbemerkt und unbewusst habe ich dann doch fast alle Weine von Losonci Bálint probiert. Der letzte war der erste Rotwein überhaupt, der einfache Kékfrankos &#8220;Nyitnikék&#8221;, Jahrgang 2006. Wie für Bálint üblich, ist nur eine Kleinstmenge &#8211; 1.000 Flaschen &#8211; auf den Markt gekommen und heute gar nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3809" class="wp-caption alignleft" style="width: 261px"><a rel="attachment wp-att-3809" href="http://borwerk.de/2010/01/14/nyitnikek-2006-losonci-balint-matra/losonci_nyitnikek06/"><img class="size-medium wp-image-3809" title="losonci_nyitnikek06" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/01/losonci_nyitnikek06-251x300.jpg" alt="" width="251" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Losonci, Nyitnikék 2006</p></div>
<p>Die Reihenfolge hat nicht ganz hingehauen. Doch unbemerkt und unbewusst habe ich dann doch fast alle Weine von Losonci Bálint probiert. Der letzte war der erste Rotwein überhaupt, der einfache Kékfrankos &#8220;Nyitnikék&#8221;, Jahrgang 2006. Wie für Bálint üblich, ist nur eine Kleinstmenge &#8211; 1.000 Flaschen &#8211; auf den Markt gekommen und heute gar nicht mehr erhältlich.</p>
<p>Der kleine Bruder des Lagenkékfrankos Gereg, zeigt sich als klassischer, prototypischer Blaufränkisch. Mittleres, leuchtendes Purpur im Glas. In der Nase eine frische Frucht aus schwarzen Kirschen und Sauerkirschen. Am Gaumen leicht, immer noch sehr jung wirkend auch hier frische, kompakte Frucht aus Sauerkirschen und Erdbeeren, begleitet von noch sehr jung und spritzig wirkenden, fast etwas zu starken Säuren. Schlanker Körper, der ihm aber gut steht. Mich störten die ausgeprägten Säuren nicht, daher gefiel er mir gut. sicher noch ein-zwei Jahre trinkbar.</p>
<p>Wein: Nyitnikék 2006<br />
Weingut, Ort: Losonci Pince, Gyöngyöspata<br />
Rebsorte/n: Kékfrankos<br />
Alkoholgehalt: 13,5%<br />
Preis:  8,50 EUR (2.250 Ft.)<br />
Internet: <a href="http://www.losonci.hu/">losonci.hu</a></p>
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