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	<title>Ungarn und Wein. BorWerk - Das Blog über ungarische Weine &#187; Légli Géza</title>
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	<description>Das Blog über ungarische Weine</description>
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		<title>Janoshegyi Kekfrankos 2009, Kislaki Bormanufaktura, Legli Geza, Süd-Balaton</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 08:28:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Weine von Géza Légli haben zumeist etwas Eigenes. Zumindest kommen sie nicht als uniformierter Standard- bzw. Einheitsbrei daher. Und das ist schon ein Wert an sich. Vor allem, wenn es um den Süd-Balaton geht. Das geht bisweilen ins Markante, gerne auch mal eher Sortenuntypische. Und ab und an hadert meinereins auch mit den zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9609" class="wp-caption alignleft" style="width: 212px"><a href="http://borwerk.de/2012/03/12/janoshegyi-kekfrankos-2009-kislaki-bormanufaktura-legli-geza-sud-balaton/kislaki-bormanufaktura_janoshegyi-kekfrankos_2009/" rel="attachment wp-att-9609"><img class="size-medium wp-image-9609" title="kislaki-bormanufaktura_janoshegyi-kekfrankos_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/03/kislaki-bormanufaktura_janoshegyi-kekfrankos_2009-202x300.jpg" alt="" width="202" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kislaki Bormanufaktura - Jánoshegyi Kékfrankos 2009</p></div>
<p>Die Weine von Géza Légli haben zumeist etwas Eigenes. Zumindest kommen sie nicht als uniformierter Standard- bzw. Einheitsbrei daher. Und das ist schon ein Wert an sich. Vor allem, wenn es um den Süd-Balaton geht. Das geht bisweilen ins Markante, gerne auch mal eher Sortenuntypische. Und ab und an hadert meinereins auch mit den zu hohen Alkoholgraden.</p>
<p>Ohnehin werde ich, mich selbst prüfend, den Eindruck nicht los, dass das Thema nach wie vor oder mehr den je aktuell ist. Zu Zeiten, wo andernorts eine Abkehr stattfindet oder schon stattfand. Und im Kern dreht es sich nicht nur um ein &#8220;merkwürdiges&#8221; Verständnis von Stil, sondern vermeintlich auch und viel eher um das Wissen über die physiologische Reife des Traubengutes. Die wird nämlich gut und gerne und fataler Weise satt überschritten. Aber ich schweife ab&#8230;</p>
<p>Doch bei diesem Blaufränkisch ist es vermutlich auch ein Stück weit so. Dabei hat man es ja leicht, sitzt da, kostet, kritisiert &#8211; und mutmaßt. Für Blaufränkisch untpyisch: sehr tiefes Lila-Purpur im Glas. Satte Beerenfrucht in der Nase, fest eingekocht, schwarze Kirschen, Himbeeren, Waldfruchtmix, daneben warme und deutliche Holztöne, die etwas kerniges Mitgeben. Am Gaumen dann mit einer etwas gedämpft wirkenden, nicht wirklich mehr frischen Frucht aus Brom-, Him- und Blaubeeren, die mit Luftzufuhr eher den Rückzug antritt. Leider. Auf einer weiteren Ebene läuft ene etwas zu kernig wirkende Würze mit, die gewiss der Sorte zu verdanken ist, ein Stück weit aber wohl auch von den 14% Vol. Alkohol kommt. Immerhin: es brennt nix und die Frucht ist nicht süßlich und auch sonst ragt der hohe Alkohol nicht wirklich heraus. Die Säuren stehen gut und halten die nicht allzu schlanke, aber auch nicht ansatzweise breite oder gar auslandende Figur beisammen. Kein großer Nachall, ein etwas zu dumpfes Ausklingen. Ordentlicher Blaufränkisch, aus dem vielleicht mehr geworden wäre, hätten die Trauben ein paar Tage früher die Presse gesehen. Aber man hat es leicht, zu kritisieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wein: Jánoshegyi Kékfrankos 2009<br />
Winzer, Ort: Kislaki Bormanufaktúra, Szőlőskislak<br />
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.<br />
Rebsorte/n: Kékfrankos (Blaufränkisch)<br />
Pries: 8,90 EUR (2.490 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.legligeza.hu">legligeza.hu</a></p>
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		<title>Janoshegyi Rizling 2009, Kislaki Bormanufaktura, Legli Geza, Süd-Balaton</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 03:54:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dél-Balaton (Süd-Balaton)]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein echter Riesling vom Süd-Balaton. Versucht wird nicht viel mit echtem Riesling in Ungarn. Und zumeist sind auch die Ergebnisse bescheiden. Was gar nicht so sehr mit den Winzern zu tun hat. Die Sommer sind zu heiß, die Frucht darf hier gar nicht langsam, über einen mögichst langen Zeitraum reifen. Die Geduld der Natur fehlt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8288" class="wp-caption alignleft" style="width: 215px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/19/janoshegyi-rizling-2009-kislaki-bormanufaktura-legli-geza-sud-balaton/legli-geza_janoshegyi-rizling_2009/" rel="attachment wp-att-8288"><img class="size-medium wp-image-8288" title="legli-geza_janoshegyi-rizling_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/legli-geza_janoshegyi-rizling_2009-205x300.jpg" alt="" width="205" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kislaki Bormanufaktúra (Légli Géza) - Jánoshegyi Rizling 2009</p></div>
<p>Ein echter Riesling vom Süd-Balaton. Versucht wird nicht viel mit echtem Riesling in Ungarn. Und zumeist sind auch die Ergebnisse bescheiden. Was gar nicht so sehr mit den Winzern zu tun hat. Die Sommer sind zu heiß, die Frucht darf hier gar nicht langsam, über einen mögichst langen Zeitraum reifen. Die Geduld der Natur fehlt, es entsteht kein rundes Bild. Direktvergleiche mit deutschen Rieslingen führen nicht weit, leiten fehl. Was einen nicht davon abhalten sollte, sich mit den abweichenden, anderen Ergebnissen zu beschäftigen, sich auf den Stil kritisch einzulassen.</p>
<p>Dunkles Zitronengelb. Intensive Backaromen in der Nase, Hefeteiggebäck mit Hagelzucker, Aprikosen, aber auch, ganz anders gelagert: feine Minzearomen. Am Gaumen etwas zweigeteilt wirkend: leicht herbe und kräftige, mit der Zeit gar richtig hart werdende Säuren hier, eine im Vergleich zum Bouquet recht karg wirkende Frucht aus Sanddorn, Hagebutte und Schalen von unreifen Birnen da. Am Ende überwiegt die herbe, harte Säure. Einige Tage geöffnet gleicht sich das wieder etwas aus, kommt so etwas wie ein klassischer Riesling-Charakter mit deutlicher werdender Frucht doch noch zum Vorschein. Aber wer wartet schon bewusst so lange, um dann doch nur einen recht einfach gestrickten Weißen für vergleichsweise viel Geld zu erleben.</p>
<p>Wein: Jánoshegyi Rizling 2009<br />
Winzer, Ort: Kislaki Bormanufaktúra, Szőlőskislak<br />
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.<br />
Rebsorte/n: Riesling<br />
Pries: 8,90 EUR (2.450 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.legligeza.hu">legligeza.hu</a></p>
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		<title>Merlot Valogatas 2007, Kislaki Bormanufaktura, Süd-Balaton</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 06:34:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Feiner Stoff, wie man als trendiger, cooler Weinschreiber wohl sagen müsste. Stimmt aber in diesem Fall wirklich. Die Merlot Selektion von Légli Géza macht richtig Spaß &#8211; und nicht nur das. Sie komplettiert das, an was es dem einfachen Merlot desselben Jahrgangs, so schön dieser auch war, doch fehlte. Hier trifft man auf Dichte, hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7725" class="wp-caption alignleft" style="width: 214px"><a rel="attachment wp-att-7725" href="http://borwerk.de/2011/06/22/merlot-valogatas-2007-kislaki-bormanufaktura-sud-balaton/kislaki-bormanufaktura_merlot-valogatas-2007/"><img class="size-medium wp-image-7725" title="kislaki-bormanufaktura_merlot-valogatas-2007" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/kislaki-bormanufaktura_merlot-valogatas-2007-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kislaki Bormanufaktúra - Merlot Válogatás 2007</p></div>
<p>Feiner Stoff, wie man als trendiger, cooler Weinschreiber wohl sagen müsste. Stimmt aber in diesem Fall wirklich. Die Merlot Selektion von Légli Géza macht richtig Spaß &#8211; und nicht nur das. Sie komplettiert das, an was es dem <a href="http://borwerk.de/2008/12/11/janos-hegyi-merlot-2007-kislaki-bormanufaktura-legli-geza-kezmuves-bora-sud-balaton/">einfachen Merlot desselben Jahrgangs</a>, so schön dieser auch war, doch fehlte. Hier trifft man auf Dichte, hier gibt es eine klare Struktur.</p>
<p>Doch brav zum Ausgangspunkt einer ordentlichen Weinbeschreibung, zur Farbe: intensives, leicht trübes, mittleres bis dunkles Purpur mit ganz leichten Brauntönen am Rand. In der Nase leicht würzig, rauchige Holztöne und eine konzentrierte dunkelrote-lilafarbene Frucht, die sehr dezent, elegant, zurückgezogen, wie schockgefroren wirkt. Am Gaumen findet sich die Kühle der Frucht wieder, reife Zwetschgen und Holunder und eingekochte schwarze Johannisbeeren, ummantelt von einem Marzipan-Mandel-Touch, feine Tannine stützen gut und bilden zusammen mit sehr gut sitzenden, nicht zu stark und nicht zu schwach ausgeprägten Säuren die äußere Schale der Gesamteindrücke. Der mittlere Abgang dünnt dann doch etwas schneller aus als man denken würde, hält dann aber auf niedriger Stufe noch an.</p>
<p>Das ist ein Merlot, aber ein eigenständiger. Sowohl mit direkter Ansage, als auch mit einer Entwicklung im Glas und eben nicht zu rund und auch mit 14% Vol. nicht fett. Da ist Frucht, die macht Spaß, da ist Halt und Struktur, die Nase freut sich ob der würzig-rauchigen Komponenten. Kann jetzt schon gut getrunken werden, hat aber gewiss noch einige Jahre vor sich. Feiner Stoff eben.</p>
<p>Wein: Merlot Válogatás 2007<br />
Winzer, Ort: Kislaki Bormanufaktúra, Szőlőskislak<br />
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.<br />
Rebsorte/n: Merlot<br />
Pries: 15,60 EUR (4.200 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.legligeza.hu/">www.legligeza.hu</a></p>
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		<title>Einmal quer, den See entlang: Süd-Balaton- aka Balatonboglar-Verkostung III: Achs&amp;Achs, Ikon, Konyari, Legli Otto, Legli Geza (Kislaki Bormanufaktura), Bujdoso</title>
		<link>http://borwerk.de/2011/05/07/sud-balaton-balatonboglar-verkostung-achs-und-achs-ikon-konyari-legli-otto-legli-geza-kislaki-bormanufaktura-bujdoso/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=sud-balaton-balatonboglar-verkostung-achs-und-achs-ikon-konyari-legli-otto-legli-geza-kislaki-bormanufaktura-bujdoso</link>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 09:21:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Weingut Garamvári hatte ich dann bei all dem Kampf doch einfach komplett übergangen, unbeabsichtigt. Keine Lust und Energie mehr hatte ich für Öregbaglas. Ach ja, Achs&#38;Achs findet sich unter den Bekannten und so stimmt das nun auch nicht. Bislang habe ich keine Weine versucht, nur gesehen, außgerechnet im Supermarkt, nicht im Weinfachhandel. Da fiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7178" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7178" href="http://borwerk.de/2011/05/07/sud-balaton-balatonboglar-verkostung-achs-und-achs-ikon-konyari-legli-otto-legli-geza-kislaki-bormanufaktura-bujdoso/bb_saal_03/"><img class="size-full wp-image-7178" title="bb_saal_03" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/bb_saal_03.jpg" alt="" width="636" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">Hier musste man anfangs rauf, hier ging es auch wieder runter - nur eben nicht mehr ganz so leichten Schrittes.</p></div>
<p>Das Weingut <strong>Garamvári</strong> hatte ich dann bei all dem Kampf doch einfach komplett übergangen, unbeabsichtigt. Keine Lust und Energie mehr hatte ich für <strong>Öregbaglas</strong>. Ach ja,<strong> Achs&amp;Achs</strong> findet sich unter den Bekannten und so stimmt das nun auch nicht. Bislang habe ich keine Weine versucht, nur gesehen, außgerechnet <a href="http://www.cba.hu/index.php?categ=vinoteka&amp;id=2&amp;ss=8">im Supermarkt</a>, nicht im Weinfachhandel. Da fiel der Name auf &#8211; und die Tatsache, dass es auch Weine aus Ungarn gibt. Schließlich liegen die Wurzeln im österreichischen Burgenland, genauer in Gols, wo Hans Achs und sein Sohn unter dem Namen <a href="http://www.terragalos.at/">Terra Galos</a> seit mehreren Generationen sich im Qualitätsweinbau einen Namen gemacht haben. Mit ihm, mit Hans Achs, hatte ich auch Gelegenheit einige Worte zu wechseln. Zwar ist man seit einigen Jahren in Ungarn, aber richtig aktiv, richtig konkret angepackt wurde der Einstieg in den ungarischen Markt und Weinhandel noch nicht.</p>
<p>Man gönnt sich, man nimmt sich die Zeit, steckt immer noch in der Investitionsphase. Technik kommt als Mittel zum Zweck sehr bewusst zum Einsatz. So ist seit kurzem eine Presse mit kompletter Temperaturregelung im Einsatz, um Moste bis zu -5 Grad runterzukühlen und die Fruchtaromen der Trauben maximal beizubehalten udn später herauszuarbeiten.  ganz unabhängig davon, wie man zu derlei technischen Hilfsmitteln und dem damit verbundenen Gesamtansatz steht: vor diesem Hintergund wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, ehe die Weine von Achs&amp;Achs auf dem Weinmarkt wahrgenommen werden, sich von der breiten Masse der kleinen amateurhaften bis semiprofessionellen Erzeuger absetzen und unter den Bekannten landen werden.</p>
<p>Insgesamt gesehen war es zwar einerseits wert, einmal quer möglichst viel verkostet zu haben. Wirkliche Neuentdeckungen: Fehlanzeige. Viel Leiden, viel Selbstdisziplin, um sich überhaupt bis zum Ende durchkämpfen zu können. Das Gros der Anwesenden taugt allenfalls für die Befriedigung des unbewussten Weinkonsums des Massentourismus. Ernst zu nehmender Qualitätsweinbau sieht ander aus. Und den wenigen, die sich hiervon leicht absetzen, gelingt dies allenfalls mittels korrekten, netten Weinen, denen es aber an Selbständigkeit, an Mehrwert, an Charakter fehlt. Aus welchen Gründen auch immer, tut sich da in anderen Regionen, wie etwa Szekszárd und (ein Glück!) nun auch verstärkt Tokaj deutlich mehr.</p>
<h4><strong>Achs &amp; Achs</strong><strong>, Kéthely</strong></h4>
<p>Der<span style="color: #29b73a;"><strong> Chardonnay 2010 </strong></span>ist ein<strong> </strong>leichter, mehr als ordentlicher Einstiegswein mit klarer, leicht süßlich wirkender Frucht und verhaltenen Säuren.  Der <span style="color: #29b73a;"><strong>Sauvignon Blanc 2010</strong></span> kommt (etwas zu) verhalten herb-säuerlich frisch und sehr klar daher, gefällt mir daher im Direktvergleich auch noch ein wenig besser. Gedeckte Zitrusfrüchte, in der Tat auch etwas klassische Gräser-Aromatik. <span style="color: #a625a1;"><strong>Zweigelt Premium 2008</strong></span> kommt warm und mit voller Frucht von Schwarzen Kirschen daher, mit ordentlicher Würze und feinen Säuren versehen, gefiel mir ausgesprochen gut! Der <span style="color: #a625a1;"><strong>Cabernet Franc 2008</strong></span> fiel da schon ab, insbesondere wenn man auch an einige jener reinsortigen Gewächse denkt, die es inzwischen aus Villány gibt. Mit Paprikaaromen, leicht süßlicher aber nicht allzu breiter Frucht, insgesamt eher schmal geschnitten, recht kräftig adstringierend. Der <span style="color: #a625a1;"><strong>Cabernet Sauvignon 2009</strong></span> ist kühler, auf seine Weise bescheiden und elegant zugleich, mit dunkelroter Fruchtfülle und Mandelaromen. Da <span style="color: #000000;">rote Top-Cuvée </span><span style="color: #c325ba;"><strong>T. Lajos</strong></span> <span style="color: #a625a1;"><strong>2008</strong></span> schließlich, aus Zweigelt, Cabernet Franc und Kékfrankos zeigt eine sehr kompakte Sauerkirsch-Johannisbeer-Frucht, wirkt dabei ins sich angespannt aber nicht verkrampft – und deutliche, gut texturierte Säure gibt es auch, zum Ende hin recht stark adstringierend. Schön.</p>
<h4><strong>Ikon Borászat, Látrány</strong></h4>
<p><span style="color: #a625a1;"><strong>Shiraz 2008</strong></span>, erinnert nicht wirklich an die Rebsorte, recht kompakte, enorm süßliche Brombeer-Frucht, gar nicht mein Fall.</p>
<h4><strong>Légli Szőlőbirtok (Légli Ottó), Balatonboglár</strong></h4>
<p><span style="color: #29b73a;"><strong>Jánoshegyi Sauvignon Blanc 2010</strong></span>, da kommt wohl wirklich kaum einer vorbei, jeder muss heutzutage offenbar SB an- und ausbauen. Keiner konnte mich wirklich begeistern, dieser hier war noch der schönste des Abends: ungemein sauber und klar, geradlinig, schöne helle Apfel-Frucht, Gras, mineralische Noten. Der <span style="color: #29b73a;"><strong>Lugas 2009</strong></span>, 60 Sauvignon Blanc, 40 Riesling, eher ein Sauvignon als ein Riesling, weich, klar, feine aber schwache Säuren, ein nettes, etwas gesichtsloses Alltagsweinchen. Der <span style="color: #29b73a;"><strong>Landord 2009</strong></span>, im Grunde nach wie vor DER Lagen-Chardonnay Ungarns, war wie alle Légli-Weine gar etwas zu kalt, zeigte sich für mich noch sehr verschlossen, dabei erstaunlich leicht, klar, mit kühler hellgeber Frucht und angenehmen, leicht bitteren Mandelaromen im Hintergrund. Der benötigt einfach noch Zeit.</p>
<h4><strong>Konyári Pincészet, Balatonlelle</strong></h4>
<p><span style="color: #29b73a;"><strong>Loliense Fehér 2010 </strong></span>aus<strong> </strong>Sauvignon Blanc, Olaszrizling und Chardonnay spricht direkt an, ist endlich mal was griffiges, mit klarer Säurestruktur, Mandeln, Birnen und Äpfeln. Schön. <span style="color: #a625a1;"><strong>Lolienese Vörös 2008</strong></span>, das rote Cuvée aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc, warm, weich und rund, mit geringen Säuren und zum Ende hin deutlich adstringierend, mit Marzipan, Nougat, schwarzen Kirschen und Brombeeren insgesamt sehr gefällig, gefallend.</p>
<h3>
<div id="attachment_7179" class="wp-caption alignright" style="width: 360px"><a rel="attachment wp-att-7179" href="http://borwerk.de/2011/05/07/sud-balaton-balatonboglar-verkostung-achs-und-achs-ikon-konyari-legli-otto-legli-geza-kislaki-bormanufaktura-bujdoso/legli_geza-2/"><img class="size-full wp-image-7179" title="legli_geza" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/legli_geza.jpg" alt="" width="350" height="358" /></a><p class="wp-caption-text">Géza Légli Denkbar schlechtes Licht fällt da auf ihn - und nicht auf seine Weine und auch nicht selbstverschuldet. Ein Glück: Photoshop rettet, halbwegs.</p></div>
<p>Kislaki Bormanufaktúra (Légli Géza), Balatonboglár-Szőlőskislak</h3>
<p><span style="color: #29b73a;"><strong>Rajnai Rizling 2010</strong></span>, Pfirsich in der Nase, weich am Gaumen, für einen Riesling recht verhaltene Säuren, rund und leicht und freundlich, florale Noten, abermals Pfirsich. Nett. <span style="color: #a625a1;"><strong>Pirosbor 2010</strong></span>, ein Schillerwein aus beiden Cabernets, gemacht für Fröccs, für Gespritzten, für eine Schorle. Und dafür wirklich aus so was von prädestiniert! Sehr sympathisch, unverkrampft rüberkommend, geschmeidig, doch spritzig, mit leicht süßlicher Beerenfrucht. Der Sommer kann, der Sommer soll kommen! Die Pinot Noir Válogatás 2009, also die Selektion, gefiel mir diesmal nicht so. Die Zwetschgen-Frucht könnte klarer, sauberer daher kommen, etwas zu viel Holz, im jetzigen Stadium jedenfalls, Tannenwaldnoten, aber eigenständig, aufrecht. Der <span style="color: #a625a1;"><strong>Jánoshegyi Kékfrankos 2009</strong></span> war für mich, der Toplisten eigentlich ablehnt, der interessanteste, der schönste Rotwein des Abends: lauwarme, runde und doch fordernde Marzipan-Frucht-Grafit-Nase, am Gaumen sofort präsent, warm und fest, sich breit aufstellen, dabei auch recht konzentriert, leicht süßliche, saftige rote Kirschfrucht, Mandelaromen, gehobene Trinklust. <span style="color: #a625a1;"><strong>Cabernet Franc Válogatás 2009</strong></span>, eine weitere Selektion, Tannenwald mit Beeren von eben dort in der Nase, spielerisch tänzelnde Frucht, wiederum leicht süßlich, würzig und zugleich weich, Holunder und Zwetschgen, breit ausgreifend, schön! Die eigenständigsten, authentischsten Weine.</p>
<h4><strong>Bujdosó Szőlőbirtok és Pincészet, Balatonlelle</strong></h4>
<p><span style="color: #29b73a;"><strong>Sauvignon Blanc 2010</strong></span>, trotz deutlicher Säurearmut ein einfacher aber schöner Wein mit klarer gelber Frucht; noch etwas besser gefällt das <span style="color: #29b73a;"><strong>2010er Cuvée</strong></span> dank einer schönen mineralischen Note und etwas mehr Säuren. Das <span style="color: #a625a1;"><strong>rote Altanus Cuvée 2006</strong></span> aus Cab. Franc, Merlot, Cab. Sauvignon und Pinot ist wirklich schön, man das Mehr an Reife, auch hier fehlt es etwas an Säure, ansonsten hat man es aber mit einem gelungenen, sanft gezeichneten Wein mit recht ausgeprägter Schwarzkirsch-Johannisbeer-Frucht und leichter Kräuterwürze zu tun. Der <span style="color: #a625a1;"><strong>Cabernet Sauvignon 2008</strong></span> zeigt endlich mal etwas Angriffsfreudigeres, mit ordentlich Gerbstoffen, schöner Würze, roter Kirschfrucht und Marzipanaromen.</p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p>Zum Teil I geht es <a href="../2011/05/06/sud-balaton-balatonboglar-verkostung-hujber-koltai-veszpremi-orszagh-szt-kristof-nemethi/">hier lang</a>. Und zu Teil II <a href="http://borwerk.de/2011/05/06/einmal-quer-den-see-entlang-sud-balaton-aka-balatonboglar-verkostung-ii-szent-anna-dezsma-pocz-balla-katona/">hier</a>.</p>
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		<title>Verkostung &#8216;handgemachter Weine&#8217;. Teil V: Kislaki Bormanufaktura (Süd-Balaton) und Grof Buttler (Eger)</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 06:12:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu Teil I über Szatmari Csaladi Pinceszet und 2HA (Badacsony) Zu Teil II über Scheller (Dr. Sandor Toth), Legli, Szentesi (Balaton und Etyek-Buda) Zu Teil III über Breitenbach und Kikelet (Tokaj), Somloi Apatsagi Pinceszet (Somló) Zu Teil IV über Orsolya (Eger) und Ráspi (Sopron) &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. Kislaki Bormanufaktúra (Géza Légli), Balatonboglár-Szőlőskislak – Süd-Balaton Pinot Noir 2009 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="../2010/11/09/verkostung-szatmari-csaladi-pinceszet-2ha-badacsony/">Zu Teil I</a> über Szatmari Csaladi Pinceszet und 2HA (Badacsony)<br />
<a href="../2010/11/09/verkostung-handgemachter-weine-teil-ii-scheller-dr-sandor-toth-legli-szentesi/">Zu Teil II</a> über Scheller (Dr. Sandor Toth), Legli, Szentesi (Balaton und Etyek-Buda)<br />
<a href="../2010/11/10/verkostung-handgemachter-weine-teil-iii-breitenbach-und-kikelet-tokaj-somloi-apatsagi-pinceszet/">Zu Teil III</a> über Breitenbach und Kikelet (Tokaj), Somloi Apatsagi Pinceszet (Somló)<br />
<a href="http://borwerk.de/2010/11/10/verkostung-handgemachter-weine-teil-iii-orsolya-pince-und-raspi-eger-und-sopron/">Zu Teil IV</a> über Orsolya (Eger) und Ráspi (Sopron)</p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..</p>
<h3><span style="color: #008080;">Kislaki Bormanufaktúra (Géza Légli), Balatonboglár-Szőlőskislak – Süd-Balaton</span></h3>
<h4>Pinot Noir 2009</h4>
<p>13,5% Vol. Ein noch junger aber in Ansätzen schon jetzt sich ziemlich schön zeigender Pinot, mit viel innerer Spannung. Geröstete rotbraune Frucht, eher karg gehalten, gut eingebettete Säuren und angenehme Tannine. Zeit geben.</p>
<h4>Jánoshegyi Kékfrankos 2009</h4>
<p>14,0% Vol. Die erste Ernte Blaufränkisch überhaupt, und diese hat sich gelohnt. In der Nase noch recht zurückgezogen, vor allem holzig-rauchig, daneben kühle rote Kirschfrucht. Am Gaumen dann umso lebendiger, präsenter, mit kompakter und sehr schön fleischiger rotschwarzer Kirschfrucht, bräunlich schokosüßlich, leichte Säuren und leicht grünliche Gerbstoffen. Mittlerer Körper.</p>
<h4>Jánoshegyi Merlot 2009</h4>
<p>Noch sehr, sehr jung, ohnehin auch noch nicht im Verkauf. In der Nase wie eine Feuerstelle im Freien, am Folgemorgen, daneben recht kalte schwarze Kirschfrucht. Am Gaumen auch noch recht zusammengezogen, rotbraune Frucht aus Brombeeren und Zwetschgen, recht fülliger Körper mit feinen Säuren und Gerbstoffen. Zeit geben.</p>
<h4>Cabernet Franc Válogatás 2009</h4>
<p>14,5% Vol. Die Auslese zeigt sich auch noch recht jung, mit Tabaknoten und Zwetschgen in der Nase. Metallisch-fett am Gaumen, mit kompakter, dichter Frucht aus schwarzen Kirschen, andeutungsweise zeigen sich auch gegrillte grüne Paprika, das Holz wirkt noch jung, die Säuren sind eher verhalten. Schön, für eine Auslese etwas drucklos.</p>
<h3><span style="color: #008080;">Gróf Buttler – Eger</span></h3>
<h4>Bikavér 2008</h4>
<p>14,0% Vol. Eingeschüchtertes Eger in Nase, soll heißen kühle, zurückhaltende erdig-waldige Töne und rote Frucht. Am Gaumen zu Beginn leicht süßlich, was sich aber schnell verläuft, dann sehr elegant und rein, rote Kirschen und Zwetschgen, Tannen, Waldboden, hinten raus Tabak. Mit frischen Säuren, sehr stimmig.</p>
<h4>Portugieser 2007</h4>
<p>12,5% Vol. Reinigungsmittel, aber deshalb nicht einmal unsympathisch oder merkwürdig erscheinend. Am Gaumen schlank, gute Säuren, vor allem Latschenkiefer und knallig rote Frucht. Interessant.</p>
<h4>Pinot Noir Nagy-Eged 2007</h4>
<p>14,0% Vol. Säuerlich, grünbittere im Kern aber knallrote Kräuterfrucht. Am Gaumen sehr punktuell aber umso kompakter, dort ein wahres Trommelfeuer abliefernd, rote Frucht,  kalter Speck und Metallspäne, eigen, außergewöhnlich, spannend.</p>
<h4>Kadarka Késői szüret 2007</h4>
<p>Leicht beißender, scharfer Rumtopf. Am Gaumen ausgesprochen süßliche Frucht, extraüberreife Früchte, Zwetschgen, Erdbeeren, Kirschen, auch wie in Rum eingelegt wirkend, feurige Würze. Sehr eigen, für Mutige unbedingt ein Versuch wert.</p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p><span style="color: #000000;">KURZES FAZIT: </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Bemerkenswert waren der Olaszrizling und Kereklevelű von Dr. Sándor Tóth und Tochter, der Hárs und Édes Szamorodni von Kikelet, die 2008er von der Somlói Apátság (die 09er auch, brauchen aber einfach noch Zeit), der Hetedhét, und Tehéntánc von Orsolya, ganz klar der Electus Zweigelt von Ráspi, der Merlot von Géza Légli und diesmal eigentlich alle Weine von Gróf Buttler. Ein absoluter Ausfall waren die ausgebrannten Pinot Gris von 2HA. </span></p>
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		<title>Verkostung &#8216;handgemachter Weine&#8217;. Teil II: Scheller (Dr. Sandor Toth), Legli, Szentesi</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 19:01:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Fortsetzung von Teil I, nach wie vor geht es nur um Weißweine. Scheller Szőlőbirtok (Dr. Sándor Tóth), Monostorapáti (Balaton-Oberland) Lange Zeit war nur der 2003er Jahrgang von Scheller auf dem Markt. und auch heute noch kann man an einigen Stellen die Weine bekommen und sie zeigen sich allesamt auch nach 7 Jahren noch auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung von <a href="http://borwerk.de/2010/11/09/verkostung-szatmari-csaladi-pinceszet-2ha-badacsony/">Teil I</a>, nach wie vor geht es nur um Weißweine.</p>
<h4><span style="color: #008080;">Scheller Szőlőbirtok (Dr. Sándor Tóth), Monostorapáti (Balaton-Oberland)</span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Lange Zeit war nur der 2003er Jahrgang von Scheller auf dem Markt. und auch heute noch kann man an einigen Stellen die Weine bekommen und sie zeigen sich allesamt auch nach 7 Jahren noch auf der Höhe des Geschehens. Soweit bekannt ist Dr. Sándor Tóth, der Besitzer und Macher, seit längerem schwer krank und scheinbar kam es dazu auch zu einer Jahrgangslücke. Seine Tochter scheint allmählich zu übernehmen. Sie war es auch, die die neuen Weine präsentierte, doch auch Dr. Tóth war im Hintergrund anwesend.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">2006 ist nun also da und zeigt sich als schöne Fortführung dessen, was man von 2003 schon kannte. Alle wurden reduktiv ausgebaut, sind erstaulich intensiv strohgelb im Glas und dabei nach wie vor ein wenig grün hinter den Ohren, was die Fruchtaromen anbelangt und sprichwörtlich zu verstehen ist.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Erstaunlich, dass es heutzutage noch kleine Erzeuger gibt, die Zeit, Geduld haben und es vor allem auch irgendwie finanziell schaffen, zu warten bis die Weine wirklich reif für den Markt sind. Gänzlich unprätentiös, und umso bemerkenswerter ist dieser selbstauferlegte Qualitätsanspruch. Schön, dass es also weiter geht.</span></p>
<h4>Táltoshegyi Olaszrizling 2006</h4>
<p>13% Vol. Weiche, runde Sauvignon Blanc-Nase mit frischen Gräsern und einer gefrosteten gelben reifen Frucht, leicht auch Zitrusfrüchte. Am Gaumen ausgesprochen rein und filigran gebaut, vegetabile Noten dominieren, auch hier Gras, gut eingebundene, feinste Säuren und durchweg eine zarte Prise Würzigkeit. Endlich mal kein Schreihals, eleganter Leisetreter.</p>
<h4>Táltoshegyi Zöldveltelini 2006</h4>
<p>13,5% Vol. Ein Grüner Veltliner, in der Nase vor allem an helle süße Tafeltrauben erinnernd. Am Gaumen diesmal erst gegen Ende würzig, aber auch verhalten, grünes Obst mit klaren, aber nicht allzu ausgeprägten Säuren, etwas kraftlos.</p>
<h4>Aldozói Zenit 2006</h4>
<p>13,5% Vol. Spannende Nase aus recht aggressivem Grün, Flechten und Moos und einer unterschwelligen, kühlen Pfefferwürze. Auch in diesem Falle mit eher verhaltenen, weichen aber klaren Säuren, dafür intensiver gelber Frucht, halbgrünes, halbbraunes Laub, recht kompakt, nicht breit, noch jung wirkend.</p>
<h4>Kereklevelű 2006</h4>
<p>13,5% Vol. Kühl würzige, eng laufende Nase mit frischen grünen Äpfeln. Am Gaumen halbreife Mandarinen, Schalen von Zitrusfrüchten, grünes Blattwerk, Efeu, durch verschränkte Säuren leicht angespannt. schön. Auch noch sehr jung wirkend.</p>
<h3><span style="color: #008080;">Kislaki Bormanufaktúra (Géza Légli), Balatonboglár-Szőlőskislak – Süd-Balaton</span></h3>
<h4>Jánoshegyi Rajnai Rizling 2009</h4>
<p>Wenig ausgeprägte Säuren und wenig ausgeprägte Frucht unreifer Äpfel. Nicht wirklich zu packen, beziehungsweise zumindest für mich nicht zugänglich, egal von welcher Seite ich es auch bewusst versuche.</p>
<h4><span style="color: #008080;">Szentesi Pince (József Szentesi), Budaörs – Etyek-Buda</span></h4>
<h4>Rajnai Rizling Csúcsos hegy 2009</h4>
<p>13,5% Vol. Verhaltene, eher warme Zitrusfrucht-Nase.  Kiwi und Kapern machen eine gründlich wirkende, recht spannende Frucht, ein wenig spürbarer Restzucker bringt Spannung, die Säuren sind nicht allzu ausgeprägt und frisch. Mir fehlt es ein wenig an klarer Textur, an Körper.</p>
<h4>Zöldveltelini 2009</h4>
<p>14,5% Vol. Mostduft nach grün-gelben Trauben. Leicht süßlich, leicht würzige Traubenfrucht neben klaren etwas grünlichen Säuren, gelbe Birnen und Äpfel, nicht allzu breit und allzu tief. Der Alkohol schiebt zum Ende hin deutlich alles weg.</p>
<h4>Zengő 2009</h4>
<p>14,5% Vol. Eine schwer zu greifende Frucht, halbgar gekochte Äpfel kommen noch am nächsten. Dieser wie viele Weine waren mal wieder viel zu warm, weshalb ab der Mitte eine alkoholische Würze die Wahrnehmung von allem anderen überdeckte. Leider.</p>
<p>___________________________________________________</p>
<p>Es folgen in Kürze Notizen zu den Weinen von Breitenbach, Kikelet und Somlói Apátság&#8230;</p>
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		<title>Cabernet Sauvignon &#8211; Merlot &#8216;Pupos&#8217; 2007, Kislaki Bormanufaktura (Legli Geza), Süd-Balaton</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 05:57:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Den Pupos hatte ich bei meinem Besuch vor rund eineinhalb Jahren von Géza geschenkt bekommen. Der Name, ich bin mir nicht einmal sicher, dass er so richtig geschrieben ist, verweist auf die Lage, der Inhalt ist ein Cuvée aus gleichen Anteilen Cabernet Sauvignon und Merlot. Im offenen Verkauf hieß er anders, oder gelangte gar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/kislaki_bormanufaktura_pupas_07.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5026];player=img;"><img class="alignleft size-medium wp-image-5063" title="kislaki_bormanufaktura_pupas_07" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/kislaki_bormanufaktura_pupas_07-300x291.jpg" alt="" width="300" height="291" /></a>Den Pupos hatte ich <a href="http://borwerk.de/2009/02/01/boruton-auf-weinwegen-teil-i-besuch-in-der-kislaki-bormanufaktura-bei-legli-geza-sud-balaton/">bei meinem Besuch vor rund eineinhalb Jahren</a> von Géza geschenkt bekommen. Der Name, ich bin mir nicht einmal sicher, dass er so richtig geschrieben ist, verweist auf die Lage, der Inhalt ist ein Cuvée aus gleichen Anteilen Cabernet Sauvignon und Merlot. Im offenen Verkauf hieß er anders, oder gelangte gar nicht dort hin, da die Erträge in 2007 insgesamt sehr klein ausfielen und Géza notgedrungen dieses Cuvée erstellte. Dafür, dass es eine Notgeburt darstellt, ist es wirklich gelungen.</p>
<p>Mittleres Purpur im Glas. Eine leicht süßliche, rotbraune Frucht, sonnenbestrahlte Rosinen, Datteln, Bitterschokolade und zarte Ledertöne in der Nase. Am Gaumen durch eine herrlich warme, geschmeidige Frucht betörend, die auch hier leicht süßlich und recht konzentriert wirkt. Insgesamt aber ein eher filigran gebauter Rotwein, mit milden Säuren und sanft adstringierenden Gerbstoffen. Mittlerer Abgang. Schön, hat sicher noch zwei Jahre Entwicklung vor sich.</p>
<p>Weingut, Ort: Kislaki Bormanufaktúra (Légli Géza),  Balatonboglár-Szőlőskislak<br />
Internet: <a href="http://www.legligeza.hu/">legligeza.hu</a></p>
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		<title>Wieder eine Verkostung handgemachter Weine, Rotweine I: Kislaki Bormanufaktura, Legli Geza (Süd-Balaton) und Weninger Pinceszet (Sopron)</title>
		<link>http://borwerk.de/2010/04/01/wieder-eine-verkostung-handgemachter-weine-rotweine-i-kislaki-bormanufaktura-legli-geza-sud-balaton-und-weninger-pinceszet-sopron/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=wieder-eine-verkostung-handgemachter-weine-rotweine-i-kislaki-bormanufaktura-legli-geza-sud-balaton-und-weninger-pinceszet-sopron</link>
		<comments>http://borwerk.de/2010/04/01/wieder-eine-verkostung-handgemachter-weine-rotweine-i-kislaki-bormanufaktura-legli-geza-sud-balaton-und-weninger-pinceszet-sopron/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 05:42:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Furmint von der Somlói Apátsági Pincészet blieb mir nicht anderes übrig, als mit den Rotweinen weiter zu machen. Kaum ein Weißer hätte diesem Kraftprotz noch nachfolgen können. Kislaki Bormanufaktura, Légli Géza (Süd-Balaton) Pinot Noir 2009 Eine Fassprobe, wie sollte es auch anders sein. Noch trüb durch Feinhefe. Noch sehr schwach ausgeprägtes Bouquet, kräuterige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem <a href="http://borwerk.de/2010/03/31/wieder-eine-verkostung-handgemachter-weine-weisweine-ii-orsolya-eger-weninger-sopron-und-somloi-apatsagi-pinceszet-somlo/">Furmint von der Somlói Apátsági Pincészet</a> blieb mir nicht anderes übrig, als mit den Rotweinen weiter zu machen. Kaum ein Weißer hätte diesem Kraftprotz noch nachfolgen können.</p>
<h3>Kislaki Bormanufaktura, Légli Géza (Süd-Balaton)</h3>
<h4>Pinot Noir 2009</h4>
<p>Eine Fassprobe, wie sollte es auch anders sein. Noch trüb durch Feinhefe. Noch sehr schwach ausgeprägtes Bouquet, kräuterige Noten, Erdbeeren, rote Johannisbeeren. Auch am Gaumen mit Kräutern, nur schwach wahrnehmbaren Säuren,  ebenso schwache rote Frucht, kühl, zurückhaltend. Noch zu früh um etwas sagen zu können.</p>
<h4>Kékfrankos 2009</h4>
<p>Die zweite Fassprobe. Schon deutlich zeigefreudiger, in der Nase Milchschokolade, Sauerkirschen und die Légli Géza-typische kräuterig-wilde Holzaromatik, teils auch durch den Einsatz  von Akazienfässern in eine außergewöhnliche Richtung getrimmt. Am Gaumen frische Frucht von roten Kirsche, die derart substanziell ist, dass man fast reinbeißen kann. Ansonsten aber noch recht gedeckt, alle anderen Hebel noch nicht eindeutig gestellt. Grundsätzlich eher rund und weich und fruchtbetont, ein wenig (noch) kantig wirkendes Holz, mittlerer Körper. Könnte interessant werden.</p>
<h4>Merlot 2008</h4>
<p>Ein echter Légli Géza, so wie ich ihn kenne und schätze. In der Nase dunkelrote-schwarze Früchte, rauchig-speckige Holztöne, halbtrockene grüne Kräuter. Am Gaumen mit animalischen Zügen, feste Frucht aus Holunder, Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren, feiner Säureeinsatz, warmes, gut eingebettetes Holz. Kompakt, nicht allzu breit, mittlerer Abgang.</p>
<h3>Weninger Pincészet (Sopron)</h3>
<h4>Kékfrankos Sopron 2008</h4>
<p>Seit neuestem wird in der Produktpalette von Weninger bei den Einstiegs-Blaufränkisch unterschieden zwischen dem „Sopron“ (reduktiv im Edelstahltank ausgebaut) und dem Balf (in Holz ausgebaut). Der 2008er Sopron ist ein von seiner Frucht geprägter, schön gelungener, typischer Blaufränkisch aus (eben) Sopron. Lakritz und Sauerkirscharomen in der Nase. Am Gaumen eher schlank, dabei warm und weich, mit feiner Kräuterwürze und klaren, im Hintergrund begleitenden Säuren. Im Vordergrund eine schöne, klar strukturierte Frucht aus roten und schwarzen Kirschen. Mittlerer Abgang.</p>
<h4>Kékfrankos Balf 2007</h4>
<p>Der erste in den Verkauf gelangte „Balf“, benannt nach dem Ort am Neusiedler See, in dem sich auch das ungarische Weingut von Weninger befindet. In der Nase schwarze Johannisbeeren und Holunder, daneben etwas warmes Holz und zarte Vanilleanklänge. Am Gaumen durch den Holzausbau deutlich kräftiger als der Sopron, dennoch zivilisiert, sehr wohl gezähmt daher kommend. Schlanker bis mittlerer Körper, auch hier Aromen von schwarzen Kirschen, klare Säuren und warmes Holz mit fein adstringierenden Gerbstoffen. Ordentliche Länge.</p>
<p>Morgen dann Notizen zu einigen Rotweinen von Szecskő Tamás (Mátra) und Ráspi (Sopron).</p>
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		<title>Wieder eine Verkostung handgemachter Weine, Weißweine I: Vali Pince (Badacsony) und Kislaki Bormanufaktura, Legli Geza (Süd-Balaton)</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 22:34:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am Montagnachmittag fand eine weitere Verkostung statt, bei der es um sogenannte kézműves  borok, um „handgemachte Weine“ ging. Das meint einen teils künstlich erzeugten, teils (auch aus meiner Sicht) willkommener Trend hin zum echten Weinbau – gegen technische, mit Hilfe des Labors erzeugte Weine, die ihre Sorte und Herkunft ehrlich offenbaren sollen. Jeweils mit drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montagnachmittag fand eine weitere Verkostung statt, bei der es um sogenannte kézműves  borok, um „handgemachte Weine“ ging. Das meint einen teils künstlich erzeugten, teils (auch aus meiner Sicht) willkommener Trend hin zum echten Weinbau – gegen technische, mit Hilfe des Labors erzeugte Weine, die ihre Sorte und Herkunft ehrlich offenbaren sollen.<br />
Jeweils mit drei bis hin zu acht Weinen vertreten waren folgende Erzeuger:<br />
Kikelet (Tokaj), Kislaki Bormanufaktúra, Légli Géza (Süd-Balaton), Losonci Bálint (Mátra), Merfelsz (Szekszárd), Orsolya Pince (Eger), Ráspi Pince, Horváth József (Sopron), Somlói Apátsági Pincészet (Somló), Szecskő Tamás (Mátra), Szentesi József (Etyek-Buda),<br />
Váli Pince (Badacsony), Weninger (Sopron).</p>
<h3>Váli Pince, Badacsony</h3>
<p>Ein neuer Name für mich, einzig die Flaschen hatte ich aufgrund ihrer modernen, leuchtend-farbigen Etiketten einmal in einem Regal bemerkt. marketingtechnisch ist man somit schon gut gerüstet, am Ende macht es aber dann ja doch der Inhalt aus. Und da liegt noch einiges an Arbeit vor Váli Péter, der das Familienweingut führt. handwerklich sind die Weine in Ordnung, kein Zweifel. Der Kéknyelű sagte mir zu, zwar nicht der Stil an sich, aber zumindest zeigte sich Potential. Alle anderen Weine sind durchweg gut trinkbar, unkomplizierte Sommerweine zu fairen Preisen. Aber eben auch nicht mehr.</p>
<h4>Budai Zöld 2008</h4>
<p>Echter Sommerwein aus der heute selten angebauten, alten Sorte Budai Zöld, „Grüne aus Buda“, die heutzutage noch am ehesten in der Region Badacsony angebaut wird. Ihre Weine sind gemeinhin einfach strukturiert und reich an Säure. In der Nase kühl, fein würzige Kräuteraromen, grün-gelbe Früchte. Am Gaumen mit spritzigen Säuren, Zitrusfrüchten und Gurkenaromen, schlank, leicht. Ein unkomplizierter Sommerwein eben.</p>
<h4>Szürkebarát 2008</h4>
<p>Einr einsortiger Grauburgunder. Schönes Bouquet aus warmen, floralen Tönen, Sommerwiese. Am Gaumen dann mit erstaunlich straffen stählernen, leicht grünlich wirkenden Säuren. Etwas körperreicher als der Budai Zöld, daneben aber wenig Frucht, eintönig.</p>
<h4>Olaszrizling 2008</h4>
<p>Zur Hälfte in Holz, zur Hälfte reduktiv in Edelstahltanks ausgebaut. Warmes Holz, floral, Bananen, Heu und Honig. Am Gaumen dominiert eine seifig-steinerne mineralische, leicht bitter-nussige Note, nicht allzu dicht, etwas gedecktere Säuren. Mir ein wenig nichtssagend.</p>
<h4>Kéknyelű 2008</h4>
<p>In kleinen Eichenfässern ein Jahr lag ausgebaut. In der Nase gefällig, Feuerstein und Stroh, halbreife gelbe Birnen. Am Gaumen der markanteste Wein von Váli, maskulin, mineralisch, extraktreich, ordentliche Säuren, und eher über die Summe dieser Teile definiert, als über Frucht. Nicht gerade filigran, aber recht gut gelungen, nicht uninteressant.</p>
<h4>Luca Bor 2009</h4>
<p>80% Muskotály (Muskateller), 20% Budai Zöld. Ein Wein, gemacht für die Frauen dieser Welt, so meinte zumindest Péter Váli grinsend. Das ist mir persönlich inzwischen immer ein wenig zu platt, zu verallgemeinernd. Und zumeist auch eine gehörige Vorwarnung. In der Nase ein aufdringlich starkes, fast schon als vulgär zu bezeichnendes Bouquet aus vielfältigen, duftenden Blumen, am ehesten sind noch Rosen auszumachen. Am Gaumen quasi ohne, bestenfalls stumpf wirkende Säuren auskommend, matte Frucht und grüne Blätter. Nicht mein Fall, aber ich bin ja auch nicht Frau von Welt.</p>
<h3>Kislaki Bormanufaktúra, Légli Géza (Süd-Balaton)</h3>
<p>Von Légli Géza hatte ich nach den Enttäuschungen mit dem ehemals sehr schönen 2007er Sauvignon Blanc recht lange nichts mehr getrunken. Umso gespannter war ich auf den 2008er, aber auch die anderen, für mich durchweg neuen Jahrgänge seiner Weine. Am Anfang stand jedoch ein gänzlich neuer, ein Riesling vom János hegy.</p>
<h4>Rajnai Rizling 2009</h4>
<p>Alles andere als ein sortentypischer Riesling. In der Nase sind zwar noch Aprikosen ausmachbar, neben floralen Noten, buttrigen und gar fleischigen, leicht rauchigen Tönen. Am Gaumen dann sehr eigen, fast ohne Säuren und daher stumpf wirkend, bislang wenig ausgebildete Frucht, grüne Blätter, zum Ende hin bitter. Noch jung, klar, aber gar nicht mein Fall, nein.</p>
<h4>Sauvignon Blanc 2008</h4>
<p>An dieser Stelle will ich noch einmal mein Standardthema ansprechen. Nicht, weil ich es mit Wonne wieder und wieder auf die Tagesordnung setzen würde. Ganz im Gegenteil. Aber wie kann man Verkostungen organisieren, ohne Voraussetzungen für gut temperierte Weine zu bieten? So bei jeder großen Somló-Verkostung. Und hier nun: wenn man schon Weißweine ausschenkt und einen Kühlschrank in Reichweite gibt, warum ist es dann zu viel verlangt von denjenigen, die die Weine präsentieren, diese auch entsprechend auf einer vernünftigen, akzeptablen Temperatur zu lassen?<br />
Der Sauvignon Blanc von Géza war ebenso wie der Riesling jedenfalls schon zu warm, als ich ihn eingeschenkt bekam. Das ist unprofessionell und schlichtweg ärgerlich, jeder schadet sich ja selbst damit. Dass ich das einleitend zum Sauvignon Blanc von Géza schreibe, soll nicht persönlich gegen ihn gerichtet sein. Ich war einfach nur ein wenig enttäuscht vom Wein und das hatte definitiv auch mit den 18-20 Grad zu tun, die er da schon hatte. Trotz Wärme recht verhalten in der Nase, feine Kräuterwürze, Äpfel, Quitten und Gras waren ausmachbar. Am Gaumen mit leichtem Schmelz, etwas gedeckter, gleichwohl kompakter Frucht aus Birnen und Quitten, auch floral wirkend, jedoch nicht so geradlinig, klar wie der 2007er, hinten raus seifig-mineralisch. Dennoch muss man, muss ich ihn der Fairness halber nochmal unter Normalbedingungen probieren.</p>
<p>Morgen die Notizen zu jeweils einem Weißwein von Orsolya, Weninger, Somlói Apátság.</p>
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		<title>Sauvignon Blanc-Benchmarking, Ungarn vs. International Teil III: Légli Géza, Süd-Balaton vs. Lobster Key, Neuseeland</title>
		<link>http://borwerk.de/2009/08/23/sauvignon-blanc-benchmarking-ungarn-vs-international-teil-iii-legli-geza-sud-balaton-vs-lobster-key-neuseeland/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=sauvignon-blanc-benchmarking-ungarn-vs-international-teil-iii-legli-geza-sud-balaton-vs-lobster-key-neuseeland</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 15:39:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[BorWerk Duell]]></category>
		<category><![CDATA[Dél-Balaton (Süd-Balaton)]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Légli Géza]]></category>
		<category><![CDATA[Sauvignon Blanc]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem sich die Ungarn im Sauvignon Blanc-Benchmarking bislang schlecht (Teil I) bis sehr gut (Teil II) geschlagen hatten, fand nach längerer Pause der dritte Teil statt. Der sollte ausgerechnet mit dem von mir bislang überschwänglich gelobten 2007er Sauvignon Blanc von Légli Géza in eine mittlere Katastrophe führen. Der &#8220;Gegner&#8221; kam diesmal aus Neuseeland, dem Darling [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2792" class="wp-caption alignleft" style="width: 163px"><a rel="attachment wp-att-2792" href="http://borwerk.de/2009/08/23/sauvignon-blanc-benchmarking-ungarn-vs-international-teil-iii-legli-geza-sud-balaton-vs-lobster-key-neuseeland/sauvignon_blanc_03/"><img class="size-medium wp-image-2792" title="sauvignon_blanc_03" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2009/08/sauvignon_blanc_03-153x300.jpg" alt="Marlborough vs. Süd-Balaton" width="153" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Marlborough vs. Süd-Balaton</p></div>
<p>Nachdem sich die Ungarn im Sauvignon Blanc-Benchmarking bislang schlecht (<a href="http://borwerk.de/2009/06/29/sauvignon-blanc-benchmarking-figula-domaines-corbillere/" target="_parent">Teil I</a>) bis sehr gut (<a href="http://borwerk.de/2009/07/18/sauvignon-blanc-benchmarking-ungarn-vs-international-teil-ii-rokusfalvy-pince-etyek-vs-springfield-estate-sudafrika/" target="_parent">Teil II</a>) geschlagen hatten, fand nach längerer Pause der dritte Teil statt. Der sollte ausgerechnet mit dem von mir <a href="http://borwerk.de/2009/02/01/boruton-auf-weinwegen-teil-i-besuch-in-der-kislaki-bormanufaktura-bei-legli-geza-sud-balaton/" target="_parent">bislang überschwänglich gelobten</a> 2007er Sauvignon Blanc von Légli Géza in eine mittlere Katastrophe führen. Der &#8220;Gegner&#8221; kam diesmal aus Neuseeland, dem Darling des Sauvignon Blanc also. Letztlich spielte das aber keine Rolle, da der Ungar oxidiert war und nachdem wir eine neue Flasche organisiert hatte war auch diese mit demselben inakzeptablen Makel behaftet. Für den Weinhändler meines Vertrauens leider auch nicht der erste Nachweis dieses Problems.<br />
Aus unserer Sicht kann es zwei Erklärungen geben: 1) dass Légli Géza wohl definitiv an der falschen Stelle gespart hat: der Korken war in beiden Fällen OK, aber er füllt seine Flaschen manuell ab, was aller Wahrscheinlichkeit nach zu den Problemen führt. 2) oder aber dass er andere, &#8216;selbstgemachte&#8217; Probleme hat: er setzt bewusst und auch mit viel Stolz auf Spontanvergärung &#8211; und muss nun mit den negativen Auswirkungen der allseits bekannten Risiken leben&#8230;<br />
Wie dem auch sei, mir tat es  leid aber letztlich ist so etwas natürlich inakzeptabel. Abschließend die Notiz zum Neuseeländer, der zumindest zu gefallen wusste:</p>
<p>Sauvignon Blanc 2007, Lobster Key, Marlborough/Neuseeland<br />
Deutlich ausgeprägte Feuersteinaromatik, trockenes Gras und sanfte florale Töne. Am Gaumen fruchtfleischige Textur, überdeutliche Holundersiruparomen, Kiwi, Brennesseln, ungemein anregende Säuren, feinrauchig, speckiger Abgang.</p>
<p>Ach ja, der 2008er Sauvignon Blanc von Légli ist inzwischen erhältlich und (noch) besser/trinkbar als der 2007er&#8230; entweder ich bin unverbesserlich oder &#8211; und das bleibt zu hoffen &#8211; Gézas Weinausbau ist verbessert.</p>
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