27. Juli 2011
Gedeon - Kövidinka 2010
Der 2010er ist bei weitem nicht so gelungen wie der 2009er. Denn auch wenn der Grad schmal ist, auf dem überhaupt etwas sich bewegen kann bei den doch recht einfachen Weinen, welche die Rebsorte Kövidinka hergibt: die Kühle von 2010 schlägt sich auch hier in deutlich mehr Säure nieder. Und das tut in diesem Fall gar nicht gut, weil zum Gegensteuern es kaum etwas gibt, keine Substanz,...
08. Juli 2011
Font - Kunsági Ezerjó 2008
Supermarktwein, die Dritte. Ezerjó, “Tausendgut” – und eigentlich doch immer schlecht. Nein, das ginge zu weit. Passte nur gut her. Aber einen nachhaltig beeindruckenden Ezerjó hatte ich noch nicht im Glas. Auch nicht aus dem kleinen Mór, der Mikroweinregion, aus reinsortige Weine mehrheitlich kommen. Der hier ist aus auf den sanigen Böden der Tiefebene gediehen...
12. April 2010
Gedeon Birtok, Kunsági Kövidinka 2009
In hellem Zitronengelb präsentiert sich dieser reduktiv ausgebaute Jungwein der autochthone Rebsorte Kövidinka im Glas, leicht, ganz fein perlend. Kühler Traubensaft in der Nase, leicht foral angehaucht, Gras. Am Gaumen mit klarer, feingliedriger Säure und leichter Fruchtsüße, kühl sandig, Frucht aus Quitten und Birnen, überwiegend aber traubenmostig wirkend, klar,...
08. Dezember 2009
Und noch einmal zwei Stimmen von Winzern zur Kadarka-Rebe:
Szentesi József (Etyek-Buda)
«Bei mir hat das Ganze so angefangen, dass ich in einem Buch las, dass der erfolgreichste Exportartikel in Zeiten der Monarchie der sogenannte „Budai Óvörös“ (Alter Roter aus Buda) war, der aus einem Drittel Csókaszőlő und zwei Drittel Kadarka bestand. Der jetzige Stand ist, dass ich 2010 ungefähr von 20 Rebsorten...
05. Oktober 2009
Gedeon Birtok: Rajnai Rizling 2008
Auszeichnungen gibt, die wirklich keiner braucht: Wein der (Tiefebenen-)Stadt Kecskemét, wie aussageträchtig ist das denn?
Auf der Flasche steht Dunántúli Borrégio, ein ziemlich unpräziser Herkunftshinweis, der die gesamte Große Tiefebene umfasst. Aber vermutlich damit zu tun hat, dass der deutsche Riesling dort nicht offiziell angebaut werden darf. Vom Weingut “Gedeon...
05. August 2009
Einst war sie die bedeutendste rote Rebsorte Ungarns. Auch wenn sie kein Hungaricum, also nicht genuin ungarisch ist, bekennt man sich heute in ihrer Wahlheimat wieder zu jener alten Liebe, die fast dem Sozialismus zum Opfer gefallen und in Vergessenheit wäre. In keinem anderen Land wurde und wird ihr so viel Bedeutung zuteil. Und so kommen in vielen ungarischen Weingärten wieder Frühlingsgefühle auf, wenn...
08. Juli 2009
Csaba Cuvée 2006, Vesztergombi Pince, Szekszárd
Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot. Mittleres, trübes Rubinrot. Gegrillte grüne Paprika, warme, reife Brombeeren, leicht teeriges Holz. Auch am Gaumen Paprikaaromen, milde Kräuter, schöne eingebettete Tannine und straffe Säuren, ordentlicher Körper, mittlerer Abgang. VinAgora 85,2 Punkte
Cabernet Sauvignon Cabernet Fanc 2007, Frittmann, Kunság
Purpurfarben,...
16. September 2008
Es gibt in Ungarn diese Kategorie von Weingütern, die über Jahre hinweg stets ordentliche Weine produzieren und auf diesem Niveau stagnieren. Die man problemlos vorzeigen kann, wenn es um einen klassischen Repräsentanten einer bestimmten Region geht, aber die man – zu Recht oder zu Unrecht – gut und gerne übersieht, sich nicht wirklich mit ihnen auseinandersetzt. Manchmal gelingt ihnen eine Überraschung,...
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