07. September 2011
Wassmann - Mundia Cuvée 2008
Auch das kein lauter Wein, aber auch nicht wirklich ein leiser. Kommt, wenn man so will, mit einem deutlich wahrnehmbaren, sonoren Brummen daher. Durchweg recht tief, warm, positiv klingend. Denn sie ist schön. Eigentlich ist sie ja weiblich, die Cuvée, Mundia. Aus Blaufränkisch und Merlot.
Grüne Paprika und pfeffrige Würze in der Nase, daneben die für Blaufränkisch typischen...
04. September 2011
Orsolya Pince - Kettőezerkilenc 2009
Der Kadarka musste dem Pinot Noir weichen. Die anderen Mitspieler in der Einstiegs-Rotweincuvée von Orsolya aus Eger sind sonst dieselben geblieben: Kékfrankos, also Blaufränkisch, und Zweigelt. Was sich sonst noch geändert hat im Vergleich zum Vorjahr, als dieser Ansatz einer Basis-Rotweinversion zum ersten Mal auf den Markt kam? Klar, das Etikett, augenfällig, das...
08. August 2011
Pók Tamás - Rosé kilenctíz
Der schönste Rosé des Jahres! Zumindest von denen, die ich bislang verkostete. Kilenctíz meint NeunZehn, die Jahrgänge, aus denen die Trauben für den hell erdbeerfarbenen Kéfrankos stammen. aus Kékfrankos, aus Blaufränkisch ist er. Zügig gepresst, in Tanks spontan vergoren, dann nach 15 beziehungsweise zwei Monaten Reife in kleinen Holzfässern unfiltriert vereint. Und...
10. Juli 2011
M. Aurelius - Villányi Reinhard's Cuvée 2000
Marc Aurelius, so heißt das Weingut. Reinhart’s Cuvée, so heißt der Wein. Im Auchan, so heißt diese unsäglichen französische Hypermarkt-Kette (um dem Verdacht der schleichwerbung entegegnzuwirken, sei hier auch noch die Konkurrenz von Cora und Tesco genannt), gekauft. Jahrgang 2000. Niemals was davon vernommen. Mitnehmen, probieren. Was kann das?...
25. Juni 2011
Lange ist es her, dass ich an einer Verkostung des Terroir-Clubs teilnahm. Vergangenen Donnerstag klappte es endlich mal wieder und man traf auf eine recht Bunte, ungarisch-französische Mischung aus Weiß und Rot, die einem einmal mehr lehrte, wie wichtige internationale Quervergleiche sind – und dass sich Ungarn, dank Tokaj, mit einiger ganz eigenen Identität wahrlich nicht zu verstecken braucht.
Bott...
23. Mai 2011
Über einen, der auch Hochdeutsch kann. Aber vor allem Weine machen. Andere, als die meisten um ihn herum. Da unten, im Süden Ungarns, in Villány.
Dort, wo er herkommt, nennt man solche wie ihn “Neig’schmeckte”. Zugezogene, die nie ganz ankommen – auch und vor allem, weil es die Einheimischen nicht zulassen. Dort, wo er gelandet ist, stimmt das für ihn nur bedingt. Villány,...
11. Mai 2011
Gereg, Gereg, immer wieder Gereg, die Großlage bei Gyöngyöspata. Von hier stammen fast alle beschriebenen Rotweine.
Wie gestern angekündigt, die kompletten Verkostungsnotizen:
Zum Einstieg ein blutjunger Zöld Veltelini 2010, Grüner Veltliner, von Tamás Szecskő im Ganzen gepresst, sehr frisch und ungebändigt, mit warmer, grünlich-gelber Frucht, durch schön klar wirkenden Säuren animierend, nicht sehr...
09. Mai 2011
Gyöngöyspata mit der Lage Gereg. Im Hintergund der Kékestető.
Kurze Anfahrt, große Wirkung. Kleine Erzeuger, klasse Weine. Die Mátra wird endlich aus dem post-sozialistischen Tiefschlaf erweckt. Tamás Szecskő und Bálint Losonci tragen mit viel Enthusiasmus, Wille und vor allem Talent ganz entscheidend dazu bei.
Die Mátra. Nahe liegend. Von Budapest aus gesehen, geographisch verstanden. Ein Gebirgszug...
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