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	<title>Ungarn und Wein. BorWerk - Das Blog über ungarische Weine &#187; Hárslevelű</title>
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	<description>Das Blog über ungarische Weine</description>
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		<title>Somlo quer. Großverkostung im Festetics Palast. 3. Go: Tornai Pinceszet, Spiegelberg Istvan, Hollovar / Takacs Lajos</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 13:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dann also zum letzten Teil des schnellen virtuellen Rittes über den Monolithen, den Vulkankegel Somlós hinweg. Wie eingangs erwähnt wurden diesmal Wege abgekürzt (so etwa Kreinbacher nicht besucht, auch den guten alten Fekete Béla nicht, obwohl er gar selber anwesend war!), nur sporadische und eher oberflächliche Eindrücke gesammelt. Schließlich hat man es bei derlei Veranstaltungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9009" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/31/somlo-grossverkostung-tornai-spiegelberg-hollovar-takacs-lajos/tornai_juhfark/" rel="attachment wp-att-9009"><img class="size-full wp-image-9009" title="tornai_juhfark" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/tornai_juhfark.jpg" alt="" width="636" height="314" /></a><p class="wp-caption-text">Etwas zu viel des Guten (Alkohols): der 2009er Grófi Juhfark von Tornai mit 15% Vol.</p></div>
<p>Dann also zum letzten Teil des schnellen virtuellen Rittes über den Monolithen, den Vulkankegel Somlós hinweg. Wie eingangs erwähnt wurden diesmal Wege abgekürzt (so etwa Kreinbacher nicht besucht, auch den guten alten Fekete Béla nicht, obwohl er gar selber anwesend war!), nur sporadische und eher oberflächliche Eindrücke gesammelt. Schließlich hat man es bei derlei Veranstaltungen auch stets mit bestenfalls als &#8220;suboptimal&#8221; zu bezeichnenden Bedingungen zu tun bzw. mit Widrigkeiten zu kämpfen. Als da wären: zu warme Weine, zu warme Räumlichkeiten, viele Besucher, also auch stickige Luft etc. Und doch taugen solche Events, um Stimmungsbilder einzufangen allemal. Und sind erst recht für den normalen Besucher unbedingt empfehlenswert. Wann und wo sonst sollte er mit kurzer Anreise auf einem Fleck versammelt so viele Weine von so vielen Erzeugern nach eigener Lust und Laune probieren können.</p>
<p><a href="../2011/10/29/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-1-go-denes-hegybirtok-varkapitany-pince-fazekas-andras/">Zum Teil eins über den Event an sich (ein wenig) und Eindrücken zu Dénes Hegybirtok, Várkapitány Pince und Fazekas András.<br />
</a><a href="http://borwerk.de/2011/10/30/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-2-go-csordas-fodor-gyorgykovacs-imre/">Zum Teil zwei über den Event über Csordás-Forod und Györgykovávs Imre.</a></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Tornai Pincészet</strong></span><br />
Der Großerzeuger vom Fuße des Großen Somló, leider auch mit vielen Hektar Reben in der Fläche&#8230;<strong> Apátsági Furmint 2008</strong>. Bissige Frucht und animierende Säuren, Äpfel, Mandarinen, Limetten, saftiger Spaßmacher, wenn auch nicht allzu sehr auf Somló verweisend. <strong>Grófi</strong> <strong>Juhfark 2009</strong>mit animalischer Nase, am Gaumen wild und ungezähmt sich breit machend, was stark mit Alkohol zu tun hat, was wiederum auf 15% Vol. verweist und zwar schlimmer raushängen könnte, dennoch genügend spürbar ist, um unangenehm und einfach auch unangemessen zu sein. So was geht einfach nicht, kann einfach nicht gut gehen.</p>
<div id="attachment_9010" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/31/somlo-grossverkostung-tornai-spiegelberg-hollovar-takacs-lajos/spiegelberg_juhfark/" rel="attachment wp-att-9010"><img class="size-full wp-image-9010" title="spiegelberg_juhfark" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/spiegelberg_juhfark.jpg" alt="" width="320" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Tier von Wein, der Juhfark in seinem &quot;Käfig&quot;...</p></div>
<p>Der <strong>Hárslevelű 2008</strong> gefällt da wesentlich besser, könnte gar dem einen oder anderen Rebsortenreinen aus Tokaj Konkurrenz machen. Hingebungsvoll offen &#8211; und das von der ersten Sekunde an. Saftig und, wie man zu sagen pflegt, &#8220;trinkig&#8221;, verlangt nach weiterem Schluck, Orangen, Birnen, Stachelbeeren, Mandarinensäurenspritzer, Kristallmineralität. Auch wieder nicht unbedingt Somló-typisch, kein wirklicher Lokalpatriot, aber dennoch nett.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Spiegelberg István</strong></span><br />
Stephan, der Exzentriker vom Somló mit deutschen Wurzeln, macht ebensolche Weine. Die sind oftmals spannend, bisweilen gar extrem und dann auch nicht Massentauglich. Unsereinen freut&#8217;s. Hier hatte man sich auf die 2010er konzentriert, welche Stephan netterweise schon in kleinen Mengen mitgebracht hatte. Zum Einstieg ein <strong>2010er Cuvée</strong> aus, Zitat: &#8220;50% Olaszrizling und 50% Sonstigem&#8221;. Stein-Kräuternase. Am Gaumen eng geschnitten, nicht zu markant, mit geschliffenen Säuren, verkapselter gelber Frucht, karg, noch etwas verschlossen. Nicht uninteressant und nicht unelegant. Der <strong>Olaszrizling</strong>, also Welschriesling, etwas breiter, floral-fruchtig, zunehmend scharfe Würze, am Gaumen dies erst einmal konterkarierend, mit feinem Schmelz, transparent wirkender Frucht aus halbreifen Birnen und Äpfeln, auch hier dann zunehmend würzig, dabei auch eher karg und eng bleibend. Der <strong>Furmint</strong>auch hier und jetzt vielleicht am schönsten, interessantesten, mit kräftiger Aprikosennase, am Gaumen schlanke Gestalt suggerierend und doch heimlich mit mächtigem Druck kommend, auch hier eher karge Frucht, schönes</p>
<p>Zusammenspiel von mineralischen Noten und Säure, letztere alles andere als ausladend. Noch richtig jung. Der <strong>Juhfark</strong> dann als Fassprobe nicht nur weil aus der Plastikflasche eingeschenkt außergewöhnlich: mit satten 16,5% Vol. Ein Tier von Wein mit spürbarem Restzucker (10 g/l). Breit und auslandend, Wachs und tropische Früchte, viel Saft und Druck, klarer, gelber Säure im Rücken. Und trotz geschätzten 19-20 Grad Temperatur nicht brennend oder mit überbordender Alkoholwürze. Erstaunlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_9015" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/31/somlo-grossverkostung-tornai-spiegelberg-hollovar-takacs-lajos/hollovar_takacs-lajos/" rel="attachment wp-att-9015"><img class="size-full wp-image-9015" title="hollovar_takacs-lajos" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/hollovar_takacs-lajos.jpg" alt="" width="320" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">....und Lajos Takács im unfreiwillig inszeniertem Gegenlicht.</p></div>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Hollóvár Pincészet / Takács Lajos</strong></span><br />
Lajos, der andere Exzentriker am Berg, auf seine Weise. Und mit ebensolchen, wiederum ganz eigenständigen Weinen. Sein <strong>2009er Olaszrizling</strong> mit Spontangärungs-Nase, Pilze, Käse, getrocknete halbreife Birnen-Apfel-Frucht. Am Gaumen mit weichem Kern und griffiger Schale. Nicht anders rum. Ein Steinbeißer mit enormer Mineralität die zum Ende hin herausfordernd würzig nachwirkt. Begleitet von etwas zu klarer, fast verwässert wirkender Apfelfrucht, Tabak, vegetabil. Der <strong>2009er Furmint</strong>, ein Mann von Wein. Konzentriert, etwas alkoholisch, vielschichtig, mit viel Druck, dennoch nicht überbordend oder unkontrolliert, mit komplexem Säure-Mineralitäts-Wechselspiel, zurückhaltender Quitten und weiß-gelber-halbreifer-Beerenfrucht, zweifelsohne noch jung und unterentwickelt und ein Paradebeispiel für einen der Fälle, dem man sich in einem solchen Rahmen nicht ausreichend zuwenden kann und der nur unzureichend &#8220;betreut&#8221; werden kann. Der <strong>Hárslevelű von 2009</strong> schlussendlich am offensten von diesen von Lajos&#8217;s Weinen. Mit floraler Nase und gar etwas künstlich wirkender, &#8220;dezent würzig-traminernder&#8221; Apfelfrucht. die sich am Gaumen neben einer klaren gelben Säurelinie wiederfindet, nebst Brotrinde, Stein, getrockneten Flechten.</p>
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		<title>Vom Suchen und Finden. Istvan Dorogi, Dorogi Testverek, Tokaj</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 07:29:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Noch so ein Suchender. Istán Dorogi, Winzer aus Tarcal, dem Nachbarort von Tokaj. Er sucht alleine. Denn auch wenn das Weingut Dorogi Testvérek heißt, Gebrüder Dorogi, ist es doch nur er, der sich kümmert, alles verantwortet. Auch István gehört zu der Riege von Jungwinzern, die sich auf die Suche gemacht haben. Sein Vorteil: er hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8811" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/19/vom-suchen-und-finden-istvan-dorogi-dorogi-testverek-tokaj/dorogi/" rel="attachment wp-att-8811"><img class="size-full wp-image-8811" title="dorogi" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/dorogi.jpg" alt="" width="636" height="256" /></a><p class="wp-caption-text">István Dorogi, oder einfach &quot;Pisti&quot;.</p></div>
<p><span style="font-size: small;">Noch so ein Suchender. Istán Dorogi, Winzer aus Tarcal, dem Nachbarort von Tokaj. Er sucht alleine. Denn auch wenn das Weingut Dorogi Testvérek heißt, Gebrüder Dorogi, ist es doch nur er, der sich kümmert, alles verantwortet. Auch István gehört zu der Riege von Jungwinzern, die sich auf die Suche gemacht haben. Sein Vorteil: er hat vergleichsweise früh begonnen, vor gut 10 Jahren. </span></p>
<p>Und damit verfügt er über etwas mehr Erfahrung, als andere. Schon hier wird einmal mehr offensichtlich: alles steht noch am Anfang. Wir reden von einigen wenigen Jahren, die den Unterschied machen können. Am deutlichsten manifestiert sich Istváns Mehr an Erfahrung wohl in seinen edelsüßen Weinen. Hier zeigt er sich auch mit alternativen Ansätzen jenseits des Klassikers, des Aszú, nicht nur einfallsreich, sondern auch erfolgreich. dafür spricht das „Anna Cuvée“ und noch mehr die „Avantgarde“.</p>
<p>Doch auch bei den trockenen Weinen lässt sich eine Handschrift, eine Philosophie erkennen. Sie sind allesamt eher karge Gesellen, über ihre Säuren definiert und geizen eher mit der Frucht. Das ist umso mehr ein Anzeichen von Istváns eigener stilistischer Vorstellung, als dass seine Reben in unterschiedlichen Lagen allesamt um Tarcal an den Hängen des Hausbergs Tokajs stehen, dem Kopasz. Sie wurzeln erst einmal in nährstoffreichem Löss. Dann, darunter, je nach Lage in unterschiedlicher Tiefe, kommt das teils noch eher sandig-kalkhaltige, teils mineralische Gestein. Vorfahrt für mehr Frucht bedeutet das verkürzt im Direktvergleich zu den kargen Böden anderer, von vulkanischem Gestein bis an die Oberfläche durchzogener Untergründe. Das zeigt sich am besten in den filigranen, subtil geformten Weinen von <a href="http://borwerk.de/wein/kikelet-pince/">Stephanie Berecz von Kikelet</a>, die teils aus denselben Lagen gewonnen werden.</p>
<p>Doch nicht bei István, der seine Weine spontan vergären und in Holzfässern reifen und ausbauen lässt. Ein Erklärungsansatz: die Alkoholgrade der Trockenen liegen bei 13,5% für Tokaj relativ niedrig, so dass hier vermeintlich nicht bis zum letzten Tag und gar einer überreife mit der Lese gewartet wird. Der von ihm eingeschlagene Weg weist, subtrahiert man im Geiste etwas Säure, in eine etwas an Burgunder erinnernde Richtung. Doch auch das greift wie viele Vergleiche zu kurz, wirkt ein Stück weit krampfhaft erzwungen. Schließlich geht es um ganz andere Rebsorten, ein anderes Terroir, einen anderen Hintergund und trägt gerade Furmint nicht unbedingt das Versprechen auf große Fruchterlebnisse in sich. Und bei allem zwischenzeitlichen Auffinden von Stilen und Ansätzen, geht es nach wie vor um ein fortgesetztes Suchen. Verkürzt gesagt wissen daher auch die trockenen Weine Istváns auf ihre Weise zu gefallen, eigenen sich aber weniger für einen Erstkontakt dieser Gattung. Und das gilt auch für den sonst per se etwas breiter, blumiger und fruchtiger aufgestellten Hárslevelű, welcher reinsortig bei István Dorogi aus der Lage Thurzó stammt.</p>
<p>Womit wir nach diesem etwas fahrigen Einstieg bei den Verkostungsnotizen angelangt sind.</p>
<div id="attachment_8812" class="wp-caption alignright" style="width: 336px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/19/vom-suchen-und-finden-istvan-dorogi-dorogi-testverek-tokaj/dorogi-testverek_tokaji-avantgarde-botrytis_2006/" rel="attachment wp-att-8812"><img class="size-full wp-image-8812 " title="dorogi-testverek_tokaji-avantgarde-botrytis_2006" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/dorogi-testverek_tokaji-avantgarde-botrytis_2006.jpg" alt="" width="326" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Auch so geht Edelsüß aus Tokaj. Botrytis im Doppeleinsatz, macht einen Avantgardisten - und einen schönen Wein.</p></div>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Hárslevel</strong></span><strong><span style="font-size: medium;">ű Thurzó 2009</span><br />
</strong>13,5% Vol. Thurzó die Lage, zwischen den Orten Tarcal und Tokaj am Kopasz, dem Hausberg Tokajs gelegen, Lössboden als Grundlage. Acht Monate im Holz.<br />
Ein wenig Stallgeruch haftet dem Hárs anfangs an. Animalische Töne, die bei noch jungen, spontan vergorenen Weinen bisweilen vorkommen. Doch das vergeht mit der Zeit an der Luft. Doch die Nase bietet auch eine – wenngleich zurückhaltende gelbe Quitten-Frucht und grüne Paprika. Am Gaumen griffig und doch elegant und leicht wirkend, mit klaren , recht deutlich ausgeprägten Säuren, die durchweg ein schönes Rückgrat bilden. Zitrusfrucht und gelbe Birnen, beide eher karg und gefasst als – wie häufiger bei Hárs &#8211; breit oder gar blumig wirkend. Daneben feine Holz- und Kräutertöne. Jung noch, ein wenig Flaschengärung wird ihm in jedem Falle noch gut tun.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Furmint Előhegy 2008</span><br />
</strong>13,5% Vol. Die Lage „Vorberg“, direkt bei Tarcal am nordwestlichen Ausläufer des Kopasz gelegen, wiederum mit Löss-Untergrund.<br />
Den 35 Jahre alten Rebstöcken wurde eine reife Apfelfrucht-Nase abgerungen. Sehr klassisch „furmintig“ wirkend. Am Gaumen überwiegt wieder die Kargheit und überdeckt die Frucht fast gänzlich. Leicht salzig, Feuerstein, grünes Moos, Flechten. Schlank geschnitten, mit klaren Säuren untermauert, gegen Ende trocken, steinern wirkend.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Furmint Előhegy 2006</span><br />
</strong>Einmal mehr 13,5% Vol. und mit sehr deutlichen Säuren, grundsätzlich der säurebetonteste Vertreter von Dorogi aus dem 2006er Jahrgang. die Kräuter-Aromatik ist hier ausgeprägter, daneben Holunder-Noten, Mandarinen-Frucht. Insgesamt einmal mehr schlank geschnitten, gegen Ende mit einer zunehmend trocken auslaufenden Pfirsichkern-Aromatik fast etwas hart wirkend. Männlich, mit Nachdruck und Willen ausgestattet.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Anna Cuvée 2005</span><br />
</strong>…stammt zu 50% aus Fordítás, zu 40% aus Gelbem Muskateller und zu 10% aus einem wilden Rebsorten-Mix. Damit hat man es wenn man so will mit einem modernen Süßwein mit eingebautem Traditions-Verweis zu tun. Und der ist mit seiner recht deutlichen Botrytis-Nase und dem feinen Duft nach Quitten richtig schön. Drängt sich auch am Gaumen nicht mehr auf als nötig – trotz des Muskatellers(!) – spricht sehr direkt an, verharrt in einer leichten, subtil fruchtig-süßen Spannung, erinnert an Quarkkuchen, leicht angebrannte Vanille, kommt mit feinen Säuren und einer ganz genau so eingependelten Frucht aus reifen gelben Birnen und  Quitten. Schön.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Sárga Muskotály 2009</span><br />
</strong>in Stahl vergoren und ausgebaut, mit immerhin 116g/l Restzucker, aber leider doch recht schlicht gestrickt und flach und eindimensional wirkend. Kaum wahrnehmbare Säuren neben der üblichen Muskateller-Aromatik, einer gelben Frucht und sowohl flach wie einseitig verhalten-penetrant wirkenden Süße. Sonst nicht viel.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>5 puttonyos Aszú 2007</strong></span><br />
In der Nase recht markant, oxidativ wirkend. Und auch am Gaumen eher etwas Ausgefalleneres – weder von moderner noch klassischer Stilistik geprägt, sondern eigen. Das zeigt sich in einer spannungsreichen Bitterkeit, die entlang eines Rosinen-Fruchtkerns verläuft, mit leicht grüngelben tönen, Traubenkerne, Apfelschalen. Ein wenig fehlt es an Säuren. Aber das mag eher subjektiv sein. Ansonsten: schlichtweg noch jung, verlangt seine Zeit und soll sie auch kriegen.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Szamorodni 2010</strong></span><br />
mit 180 g/l Restzucker bei satten 13 g/l Säure, nachdem der Grundwein 48 gemeinsame Stunden mit den Botrytisbeeren verbracht hatte. Und ganz offensichtlich ein sehr frisches, ansprechendes, zupackendes Ergebnis befördert hat. Das, was sich hier und jetzt im Glas befindet, wirkt trotz seiner schrecklich jungen Jungend erstaunlich fertig, sehr gut trinkbar. Mit einem schönen Aromenmix aus Aprikosen, Birnen, Karamell, sehr feiner, grünlich-bitterer Blätter-Aromatik, jungen, klaren Säuren und dem Touch Botrytis, der für die nötige Tiefe und Struktur sorgt. Sehr gefällig, schön gelungen.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Tokaji Avantgarde Botrytis 2006</span><br />
</strong>Tokaj-Wein-Algebra. Die Formel: 1 Fass Fordítás + 1 Fass Aszú = Avantgarde Botrytis mit 209 g/l Restzucker. Und damit ein Wein, der den Spagat wagen will und vollzieht und an dem man sich erfreut, weil er sowohl über eine opulente Botrytis-Note verfügt, als auch mit spielerisch-leicht wirkenden Trippelschritten den Tanz eines modernen Süßweins vollführt. Gemacht als Lockvogel für den Erstkontakt mit dem edelsüßen Tokaj erfüllt er seinen Zweck mehr als gut. Gefällt mit Fruchtaromen von Aprikosen und Birnen und Äpfeln, mit schöner, vitaler Säure, breiter, aber eben nicht zu breiter und dabei cremiger Textur und setzt mit pfeffrig-rauchigen Tönen eins oben drauf in Sachen Eigenständigkeit. Schön!</p>
<p>Über die beiden 6 puttigen Aszús, welche es auch zu verkosten gab dann mehr im Zuge der großen Aszú-Verkostung, die am Folgeabend stattfand und zu der sich die beiden Dorogi-Vertreter auch noch(mals) gesellten.</p>
<div id="attachment_8813" class="wp-caption alignleft" style="width: 564px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/19/vom-suchen-und-finden-istvan-dorogi-dorogi-testverek-tokaj/dorogi-testverek_vertikale/" rel="attachment wp-att-8813"><img class="size-full wp-image-8813  " title="dorogi-testverek_vertikale" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/dorogi-testverek_vertikale.jpg" alt="" width="554" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Flaschenformen gibt es gar viele: die süße Cuvée Anna, der ebensolche Gelbe Muskateller und der trockene Furmint aus der Lage Előhegy</p></div>
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		<title>Tokaj revisited: beim &#8220;Schreiner&#8221;, bei Zoltán Asztalos (AZ Nektár)</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 06:10:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Borúton, auf Weinwegen]]></category>
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		<description><![CDATA[Da will es einer wissen. Übt sich spät, im Weine machen. Startet ganz im Osten. Baut nebenher noch Haus, Hof und Keller um. Und zeigt auf, was möglich ist. Der &#8220;Schreiner&#8221;, Zoltán Asztalos, von AZ Nektár. Schon der Keller hat es in sich. Nach wenigen Stufen, im Presshaus, ahnt man noch nichts. Sauber und aufgeräumt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8415" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/26/tokaj-revisited-beim-schreiner-bei-zoltan-asztalos-az-nektar/az_nektar_vioka_01/" rel="attachment wp-att-8415"><img class="size-full wp-image-8415" title="az_nektar_vioka_01" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/az_nektar_vioka_01.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Blick aus der Lage Vióka in die Tiefebene. In die Slowakei gehts nach &quot;links hinten&quot;, nur drei Kilometer sind es noch.</p></div>
<p><span style="color: #008080;"><em><span style="font-size: medium;">Da will es einer wissen. Übt sich spät, im Weine machen. Startet ganz im Osten. Baut nebenher noch Haus, Hof und Keller um. Und zeigt auf, was möglich ist. Der <a href="http://borwerk.de/2011/03/10/asztalos-zoltan-az-nektar-pince-tokaj/">&#8220;Schreiner&#8221;</a>, Zoltán Asztalos, von AZ Nektár.</span><br />
</em></span></p>
<p>Schon der Keller hat es in sich. Nach wenigen Stufen, im Presshaus, ahnt man noch nichts. Sauber und aufgeräumt ist alles. Der Boden mit alten Ziegelsteinen neu ausgelegt. Die Korbpresse aus Miskolc hat schon viele Jahrgänge gesehen. Der Charme des Alten umgibt sie, der Tradition, des Handwerks im wörtlichen Sinn. Das allein ist aber eher die Regel als eine Ausnahme bei Kleinerzeugern in Tokaj und Ungarn. Auch der Hinweis, dass die elektrische Beleuchtung im Keller dahinter defekt ist, wischt man beiseite.</p>
<p>Zoltán Asztalos hält eine Stirnlampe in der Hand. Eine andere Leuchte muss mittels einer kleinen Kurbel zum Leuchten gebracht werden. Der Winzer im Quereinstieg entschuldigt sich für die Gegebenheiten. Zuverlässig ist sie allemal, diese Leuchte. Und fast noch die modernste Technik vor Ort. Hier, im äußersten Osten des Weinbaugebietes Tokaj.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Keller? Tummelplatz für Speläologen &#8211; oder eher Bergbau-Historiker<br />
</strong></span></p>
<div id="attachment_8414" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/26/tokaj-revisited-beim-schreiner-bei-zoltan-asztalos-az-nektar/az_nektar_pince/" rel="attachment wp-att-8414"><img class="size-medium wp-image-8414" title="az_nektar_pince" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/az_nektar_pince-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Presshaus mit darunter liegendem &quot;Keller&quot;. Nicht putzig, aber einen Verputz-wert. Doch alles zu seiner Zeit...</p></div>
<p>Dann los. Inzwischen ist man vorgewarnt. Der Keller ist kein Keller im klassischen Sinn. Einem Stollen kommt die Sache schon deutlich näher. Ein Rundgang ist möglich. Zwischendurch geht es nur gebückt voran. Lehmiger Matsch klebt alsbald an den Schuhen. Gotischen Bögen gleich hat sich der rund zweihundert Meter lange Gang über Jahrzehnte hinweg verformt. Nach und nach haben sich Teil der mittleren Decke gelöst und sind zu Boden gefallen. Jetzt erschweren sie das Vorankommen. An den Wänden finden sich noch die Spuren der Bearbeitung mit Pickeln. Erz-, quarzhaltig erscheint das Gestein an manchen Stellen. Was von wann bis wann hier abgebaut oder wonach gesucht wurde ist auch Zoltán bis heute nicht klar.</p>
<p>Dann, nach gut zehn Minuten ist man wieder am Ausgangspunkt angelangt, passiert ein paar alte Holzfässer, in denen der Ausbau tatsächlich abläuft. Der Ausbau von Weinen, die wirklich handgemacht sind. Von Weinen, die für Pionierarbeit stehen. Die deshalb nicht allesamt makellos sind, nicht geschliffen wirken. Die aber das Potential der ansonsten bislang eher stiefmütterlich behandelten Gegend Tokaj&#8217;s zeigen.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Kampf gegen die sozialistischen Jahrzehnte</strong></span></p>
<p>Der <strong>Vióka 2005</strong> steht für den Anfang und das Ende. Für den Anfang der winzerischen Tätigkeit Zoltán Asztalos‘ – und für das Ende der einzig auf Menge getrimmten Rebstöcke in der Lage Vióka. So, wie es der real im Weinberg existierende Sozialismus wollte und getrieben hat. Gleich nach dem Kauf, im Frühjahr, begann Zoltán mit der Umerziehung. Zielte auf weniger Ertrag ab, suchte zu retten, was es in der kurzer Zeit eben zu retten gab. Und natürlich merkt man dem Wein an, dass die Reben nicht das Material liefern konnten, was Zoltán gerne wollte, was er inzwischen exemplarisch, ansatzweise aufgezeigt hat, wo sein Weg mit ihnen hinführen soll.</p>
<p>Mittleres goldgelb im Glas. Petrol und grüner Apfel in der Nase. Beides recht stark ausgeprägt. Am Gaumen mit kräftigen, leicht grünlich wirkenden Säuren. Mit einer kompakten gelben Apfelfrucht, mit Birnenschnitzen und mit Tabak. Diesmal gefiel er mir nicht (mehr) so gut, weil er zu wenig Rückhalt und relativ zu viel Säure zeigte.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Vom Fotografen und Journalisten zum Winzer</strong></span></p>
<div id="attachment_8413" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/26/tokaj-revisited-beim-schreiner-bei-zoltan-asztalos-az-nektar/asztalos_zoltan/" rel="attachment wp-att-8413"><img class="size-medium wp-image-8413" title="asztalos_zoltan" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/asztalos_zoltan-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Zoltán Asztalos, &quot;Jungwinzer&quot; im sechsten Jahrgang mit schütterem Haar.</p></div>
<p>Diesmal, denn ich hatte schon einen <a href="../../../../../2011/03/10/asztalos-zoltan-az-nektar-pince-tokaj/">einführenden Beitrag</a> zu diesem ungewollten Spätzünder geschrieben. Zu Zoltán Asztalos, dem ehemaligen Journalisten und Fotografen in Diensten von MTI, der staatlichen ungarischen Nachrichtenagentur. Geschichte wiederholt sich bekanntlich nicht. Und doch kommen einem manche Ereignisse auf fatale Weise bekannt vor. Wenn in diesen Wochen von Massenentlassungen bei den staatlichen ungarischen Medien berichtet wird, dann ist neben wirtschaftlich notwendigen Sparmaßnahmen auch immer wieder von politischer Motivation die Rede. Als Zoltán 2003 von MIT gegangen wurde, schwenkte das Pendel damals gerade in die andere politische Richtung.</p>
<p>Zoltán stand auf der Straße. Was tun? Er hatte schon länger den Wunsch gehegt, sich dem Weinbau zuzuwenden. Und in die Gegend zurück zu kehren, aus der er stammt. Ganz im Nordosten des Weinbaugebietes Tokaj, bei Sátoraljaúhely (bitte flüssig nachsprechen: „Schátorajaújhäji“. Hmm, geht doch.). Als Kind hatte er viel Zeit zwischen den Reben verbracht. Gelandet ist er nach ein wenig Suche in einem kleinen Ort, in Kácsárd, und einem ebensolchen Bauernhaus. Das heißt: das Haus liegt gar ein wenig abseits des Dorfes. Als ob die Abgelegenheit nicht schon genug gewesen wäre.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Mut, der in kleinen Raten belohnt wird</strong></span></p>
<p>In jedem Fall war der Schritt kein leichter, erforderte Mut. Und verlangte viel Arbeit ab. Im Weinberg ohnehin, am und um das Haus aber auch. Arbeit, die Zoltán vielfach alleine bewältigen musste und muss, während seine Frau im entfernten Budapest arbeitet. Viel leichter ist es bisher nicht geworden. Doch schon jetzt, wo Zoltán auf die ersten Jahrgänge zurückblicken kann ist klar, dass hier etwas möglich ist. Hier, maximal weit entfernt von den bekanntesten Lagen Tokajs, von Szent Tamás, Király, Határi und Co.</p>
<p>Vióka heißt die Lage, mit der Zoltán Asztalos Zeichen setzen möchte. Auch hier beherrscht vulkanisches Gestein den Untergrund, macht offen liegender rötlicher Riolith-Tuff das Arbeiten schwer. Der Hang ist steil, doch der kommunistische Weinbau hatte auch sein Gutes. Ein breiter Betonplattenweg führt bis geradewegs und ganz nach oben. Ursprünglich für maschinelle Bearbeitung angelegt, sind die Terrassen so breit, dass man sich dann doch auf ebenem Grund wähnen kann. So breit sind sie, dass Zoltán irgendwann noch eine Rebzeile wird dazwischen Pflanzen können.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Experimentieren. Annäherungen an den biologischen Weinbau</strong></span></p>
<p>Während dessen experimentiert er, nähert sich dem biologischen Weinbau an. Wo ehemals über Jahrzehnte hinweg kräftig, lustvoll und ausdauernd gespritzt wurde, was die sozialistische Chemie zustande brachte, hat Zoltán im aktuellen Jahr in einigen Reihen ganz bewusst seit dem Frühjahr gar nicht mehr gespritzt. Die Folgen: keine, zumindest keine negativen. Wo ehemals über Jahrzehnte hinweg der Boden streng und ausgiebig bearbeitet und gedüngt wurde, wuchern nun üppige Gräserwelten unter und Sträucher zwischen den Rebstockreihen, finden sich Insekten und leider auch zunehmend Wild ein.</p>
<p>Der untrügliche Spürsinn von Wildschein und Co. leitet sie alle zu den gehaltvollsten Trauben der Gegend. Denn noch ist Zoltán hier allein mit seinem &#8220;Experiment&#8221;. Noch versucht sich in der nahen Umgebung kein anderer auf so konsequente Weise neue Qualität aus alten Stöcken zu gewinnen. Das verwundert, liegt doch die Lage Oremus, aus der vermutlich der erste Aszú überhaupt gewonnen wurde, nur einen Steinwurf entfernt von Vióka. und verwundert auch wieder nicht, angesichts all dessen, was diese Pionierarbeit einem abverlangt. Allein schon deshalb, aber und auch wegen seiner ersten Jahrgänge, verdient Zoltán Asztalos Respekt und Anerkennung.</p>
<div id="attachment_8416" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/26/tokaj-revisited-beim-schreiner-bei-zoltan-asztalos-az-nektar/az_nektar_vioka_02/" rel="attachment wp-att-8416"><img class="size-full wp-image-8416" title="az_nektar_vioka_02" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/az_nektar_vioka_02.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Gerade, praktisch, gut. Die Betonplatten-Zufahrt aus kommunistischen Zeiten, mittig im Weinberg.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><em>Weiter Verkostungsnotizen:</em></strong></span></p>
<p>Neben dem „einfachen“ Vióka 2005 gab es noch eine <strong>Vióka Válogatás</strong> aus <strong>2005</strong>, eine Selektion, eine Art Auslese wenn man so will. Einen guten Tick dunkler als der Vorgänger. Petrol und Karamell in der Nase und auch grüne Töne, die an immergrüne Blätter erinnern. Am Gaumen auch mit kräftigen, wiewohl schärfer geschliffenen und daher besser umrissenen Säuren. Zur reifen Birnenfrucht gesellt sich auch hier Efeu und eine herbe mineralische Note. Nicht uninteressant.</p>
<p>Dann das 2008er-Duo aus der Vióka, das <a href="../../../../../2011/03/10/asztalos-zoltan-az-nektar-pince-tokaj/">ich bereits mehr als ein Mal</a> erleben durfte. Mit dem <strong>Vióka I</strong> jener Furmint, der sechs Monate im Holzfass verbrachte und immer noch nicht gänzlich durchgegoren war. Und einer Wachs-Joghurt-Kräuter-Nase mit matter gelber Frucht. Am Gaumen mit klar geschliffenen, dank der Mineralität des Bodens herb-maskulin wirkenden Säuren, die schön animierend wirken. Quitte und Pfirsich, beide überreif. Ein wenig gesetzter wirkt der Vióka I diesmal, ein wenig entspannter und daher auch uninteressanter. Dafür punktet der <strong>Vióka II</strong> diesmal bei mir mehr. 18 Monate im Holz, voll durchgegoren, also trocken, mit mehr Substanz, mehr Fleisch am Knochen, einer wärmeren, leicht würzigen Fruchtnase und Botrytistönen, Karamell und Holz in Ansätzen. Rund, weich. Momentaufnahmen, Wein lebt eben.</p>
<div id="attachment_8435" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/26/tokaj-revisited-beim-schreiner-bei-zoltan-asztalos-az-nektar/az_nektar_korbpresse/" rel="attachment wp-att-8435"><img class="size-full wp-image-8435 " title="az_nektar_korbpresse" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/az_nektar_korbpresse.jpg" alt="" width="280" height="420" /></a><p class="wp-caption-text">Die wunderschön-grüne Korbpresse, made in Hungary. Solide, unverwüstliche Qualität.</p></div>
<p>Der <strong>Kácsárd 2008</strong> dann aus der Lage direkt neben dem Wohnhaus. Mit rund 80% Furmint, 15% Hárslevelű, etwas Muskateller und diversen anderen Trauben in verschwindend geringem Umfang. 26 g/l Restzucker bei immer noch vollen 14% Vol. Alkohol. Diesmal der Liebling des Nachmittages für mich. Mit breiter, werbender Birnen-Zimt-Nase. Und auch Birne am Gaumen, sehr reifer, saftiger, und feiner Süße, die zu einem schönen zarten Schmelz beiträgt. Dagegen läuft eine leicht bitter-herbe Säure und mineralische Spur. Schön. Der <strong>Édes Szamorodni von 2005</strong> kommt mit recht hellem Strohgelb und mit Heilkräutern daher, leeres Mineralwasserglas, Botrytis und Petrol. Das Petrol dann in leicht abgeschwächter Form auch am Gaumen, zusammen mit klassischen gereiften Noten. Ein leicht tänzelndes Spiel von Aprikosen-Frucht und Zitrus-Säure. Etwas zu leicht gar.</p>
<p>Dann der <strong>Kácsárd 2009</strong> hat 30 Tage auf der Maische verbracht, Birnenschalen und mineralische Noten und Holz in der Nase. Kühl und ganz leicht spannungsgeladen am Gaumen, mit Minze, ätherischen Ölen, in weichem Holz gefasste gelbe Frucht, etwas Vanille. Schön. Das <strong>2006er Édes Cuvée</strong>, das Süße Cuvée, entspricht mit 136 g/l Restzucker einem 4 puttonyos Aszú und auch im Stil eines Aszús daher kommend. Allerdings mit recht kräftigen und frisch wirkenden Säuren, was ihm gut tut. Mit einer zudem auch sehr frischen, leicht grünlichen Frucht einerseits, aber auch gesetzten Tönen, gedörrte Aprikosen, matte feinherbe Mineralität. Und in der Nase Botrytis, gelbe Frucht, feuchtes Laub, Leder. Schön.</p>
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		<title>Nagy Somloi 2007, Kreinbacher Birtok, Somlo</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 07:18:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nach dem Einstiegsvorschlag in die Welt der trockenen Furmint aus Tokaj, ist das ein geeigneter Einstieg der allgemeineren Art in die ungarische Weinwelt. Da finden sich drei autochthone Rebsorten versammelt, Furmint, Hárslevelű und Juhfark, die man andernorts nur selten (Furmint) oder gar nicht (Juhfark) bekommen kann. Und man schmeckt sie auch alle, halb bewusst, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8382" class="wp-caption alignleft" style="width: 266px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/23/nagy-somloi-2007-kreinbacher-birtok-somlo/kreinbacher_nagy-somloi_2007/" rel="attachment wp-att-8382"><img class="size-medium wp-image-8382" title="kreinbacher_nagy-somloi_2007" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/kreinbacher_nagy-somloi_2007-256x300.jpg" alt="" width="256" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kreinbacher - Nagy Somlói 2007</p></div>
<p>Nach dem <a href="http://borwerk.de/2011/08/20/tokaji-furmint-2009-pelle-pince-tokaj/">Einstiegsvorschlag in die Welt der trockenen Furmint aus Tokaj</a>, ist das ein geeigneter Einstieg der allgemeineren Art in die ungarische Weinwelt. Da finden sich drei autochthone Rebsorten versammelt, Furmint, Hárslevelű und Juhfark, die man andernorts nur selten (Furmint) oder gar nicht (Juhfark) bekommen kann. Und man schmeckt sie auch alle, halb bewusst, und Neulinge eben unbewusst. In jedem Fall schmeckt das verdammt nach Ungarn, im positiven Sinn. Und zwar selbst für ungarische Verhältnisse, wo weinmäßig alles zumeist etwas teurer eingebucht ist, für wenig Geld. Den 2007er gab&#8217;s dann auch noch Ausverkauf für 5,85 EUR (normal 7,35). Und das ist eine echte Kampfansage.<br />
Nicht, dass man es mit einem ausgeklügelt feinen, subtilen, vielschichtigen Wein hier zu tun hätte, der durch Komplexität und Charakter überzeugt. Nein. Aber man hat eben ein paar Grundaromen versammelt, die stilistisch ausbildend auf eine wirken können, die gewissermaßen klassisch sind. Dazu dann noch etwas von den mineralischen Noten des vulkanischen Basalt-Gesteins vom Nagy Somló, dem Namensgeber, dem Großen Somló-Berg.</p>
<p>Doch zur Beschreibung: mittleres, deutlich ins Grünliche gehende Stohgelb, dabei fast ölig wirkend. Die Nase weich und warm mit Holztönen, einer reifen, ganz leicht süßlich wirkenden gelben Frucht aus Birnen, Quitten und Trauben, mit der Zeit auch grüne Äpfel. Am Gaumen mit recht schwach ausgeprägten, allenfalls zum stillen Begleiten geeignete Säuren, schöne reife wirkende Frucht aus denselben Ingredienzien wie in der Nase, fleischig-saftig am Gaumen, mit steinig wirkender, von grünlichen Flechten leicht bitter umwebter Mineralität. Damit kommt eine ausgewogene, dezente Würze ins Spiel, alles wirkt gesetzt, gereift, ja fast, aber nur fast schon etwas betagt. Mandeln im mittleren Abgang.</p>
<p>Wein: Nagy Somlói 2007<br />
Weingut, Ort: Kreinbacher Birtok, Somlóvásárhely<br />
Rebsorte/n: Furmint, Hárslevelű, Juhfark<br />
Alkoholgehalt: 13,5% vol.<br />
Preis: 7,30 EUR (1.990 HUF)<br />
Internet: <a href="http://www.kreinbacher.hu">kreinbacher.hu</a></p>
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		<title>Tokaj revisited: zu Besuch bei Istvan Balassa</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 11:34:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Borúton, auf Weinwegen]]></category>
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		<description><![CDATA[Tokaj revisited, zum dritten Mal dieses Jahr. Der erste Artikel einer weiteren Serie über Tokaj. Und damit über jenes Weinregion Unganrs, die wie keine Zweite zu faszinieren weiß und in sich die DNA für ganz Großes trägt. Jetzt: István Balassa.   Noch befindet sich der Verkostungsraum im Haus der Schwiegereltern. Hinten, wo sich ehemals der Stall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8322" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/14/tokaj-revisited-zu-besuch-bei-istvan-balassa/balassa_istvan_03/" rel="attachment wp-att-8322"><img class="size-full wp-image-8322" title="balassa_istvan_03" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/balassa_istvan_03.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Das Erstlingswerk István Balassas, zumindest was Aszús anbelangt: der 6 puttige 2005er.</p></div>
<p style="font-size: medium;"><span style="color: #008080;">Tokaj revisited, zum dritten Mal dieses Jahr. <span style="font-size: medium;">Der erste Artikel einer weiteren Serie über Tokaj</span>. <span style="font-size: medium;">Und damit über jenes Weinregion Unganrs, die wie keine Zweite zu faszinieren weiß und in sich die DNA für ganz Großes trägt. Jetzt: István Balassa.  </span></span></p>
<p>Noch befindet sich der Verkostungsraum im Haus der Schwiegereltern. Hinten, wo sich ehemals der Stall befand. Noch muss István Balassa deshalb ein wenig improvisieren, betritt mit einer Kühlbox in der Hand den schön hergerichteten Raum des über 200 Jahre alten Gebäudes. Und noch fehlen die Etiketten auf den Flaschen des 2009er Jahrgangs.</p>
<p>Schon in Kürze wird sich das ändern. Dann kommt die neue Generation in den Handel. Schon ganz andere Dinge galt es zu bewältigen, für den ehemalige Chemielehrer und Qualitätssicherer. Die allerersten Jahre des Nur-Winzerdaseins, der schwierige, risikobelastete Einstieg in die Selbständigkeit etwa. Und schon jetzt scheint klar, dass der Name Balassa das Zeug dazu hat, einmal zu den großen, zu den bekannten Namen Tokajs zu gehören.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Nach dem <em>noch</em> und dem <em>schon</em>: das Ziel</span></strong></p>
<div id="attachment_8314" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/14/tokaj-revisited-zu-besuch-bei-istvan-balassa/balassa_istvan_04/" rel="attachment wp-att-8314"><img class="size-medium wp-image-8314 " title="balassa_istvan_04" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/balassa_istvan_04-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Sich verschiebende Schwerpunkte: früher fand István sich berufsbedingt täglich in einem Labor wieder. Heute kommt er nicht ansatzweise auf den Gedanken, seine Weine in ein solches zur Analyse einzuschicken.</p></div>
<p>Größe im quantitativen Sinne ist Istváns Ziel jedoch nicht. Bis auf rund fünf Hektar soll das Familienweingut wachsen, mehr nicht. Das ist für ihn handlebar. Dann kann er auch hier die Qualität sichern, die ihm vorschwebt und die er nun auch schon wegweisend in den Fässern konkret oder potentiell sieht. Mengenmäßig ausgedrückt, bedeutet das perspektivisch 50 Hektoliter im Jahr, durchschnittlich zehn je Hektar.</p>
<p>Lagenselektierte, gehaltreiche trockene Weine sollen es sein, entsprechend breit gefächter ist sein Ansatz: in den Lagen Szt. Tamás, Király und Nyulászó bei Mád, Thurrzó bei Tokaj und Mézes Mály bei Tarcal besitzt er jeweils kleine Parzellen mit jeweils unterschiedlichen Böden und Mikroklimata. Furmint und Hárslevelű dominieren. Dann führt István noch Gelben Muskateller und Zéta (Furmint x Bouviér) in seinem Portfolio, eine eher selten vorkommende, früh reifende und zu Bortrytis neigende weiße Sorte. Genau aus diesem Grund wandern deren Trauben in Süßweine. Nicht nur Aszús sind das nach Istváns Meinung und Taten, sondern verschiedene Interpretationen von Halbsüßen, Süßen und Edelsüßen, mal eher klassisch, mal modern.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Sortentypisch + lagenspezifisch = charakterlich gefestigt</strong></span></p>
<p>Was ihm in nach nur wenigen Jahren seines jungen Winzerdaseins gelingt: ein Reihe von Weinen aufzubieten, die jeweils für sich selbst stehen, die auf ihre Weise mit ihrer Herkunft, dem Terroir der Lage umgehen, die eigenständig und charakterlich schon recht gefestigt erscheinen. Eine intensivere Beschäftigung mit diesem sympathischen, gar nicht mehr so neuen und gar nicht mehr wirklich unbekannten Newcomer der Tokajer Weinszene wäre angebracht. Hier und jetzt folgen einstweilen „lediglich“ die Notizen zu jenen Weinen, die ich vergangenes Wochenende bei ihm verkosten durfte. Eine intensivere Fortsetzung folgt, irgendwann, bestimmt. Ach ja, alle Weine vergären spontan, in Holz und reifen darin dann auch.</p>
<p><em><span style="color: #008080;"><strong>Die bisweilen etwas lang geratenen Verkostungsnotizen</strong></span><br />
</em></p>
<p><strong>Szt. Tamás Furmint 2009</strong> wartet gleich mit 14% Vol. auf. Von hier, von dieser Lage stammt auch der teuerste trocken ausgebaute Furmint der Welt: der Szt. Tamás von Szepsy, der standardmäßig für um die 45 EUR zu haben ist. Den Boden durchziehen Schichten von rotem Ton, gemahlenem Zeolith-Gestein und hartem Ryolith-Tuff. Der Boden rot, Mineralienreichtum bis zum Anschlag. Die Rebstöcke für Balassas Lagenfurmint wurzeln seit Ende der 1950er Jahren dort.</p>
<p>Die Nase ist sehr kühl, hellgelbe Frucht, Minze und kalte Aprikosen, ganz leicht rauchiges Holz und fein-würzige Mineralität. Am Gaumen robust bis männlich, mit salzigen Noten und einer wohl durch das Holz etwas gebändigt wirkenden Mineralität. Das ist gut so. Das macht ihn auch etwas cremig, neben den leicht herben Tönen von Traubenschalen und einer etwas kargen Frucht. Klare, angenehmerweise nicht allzu stark ausgeprägte Säuren, sehr gut eingebettet. Lang. Welch Auftakt.</p>
<div id="attachment_8311" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/14/tokaj-revisited-zu-besuch-bei-istvan-balassa/balassa_istvan_01/" rel="attachment wp-att-8311"><img class="size-medium wp-image-8311 " title="balassa_istvan_01" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/balassa_istvan_01-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Vor dem Verkostungsraum: einen mindestens so schönen, wenn auch nicht so alten Bogen spannen seine Weine.</p></div>
<p>Der <strong>2009er</strong> <strong>Furmint </strong>aus<strong> </strong>der Lage<strong> Becsek </strong>sendet in direkter Folge<strong> </strong>gänzlich andere<strong> </strong>Zeichen aus. Was mit 10-11 g/l Restzucker auch nur logisch ist. Was aber auch viel mit dem anderen Boden zu tun hat. In diesem findet sich in rund einem Meter Tiefe gelber Ton und weißer Ryolith-Tuff. Etwas Zitrone, etwas Apfel, Mandelaromen, wärmere, rundere, gar etwas süßlichere Frucht in der Nase, auch Honig. Am Gaumen nicht nur etwas, sondern ziemlich cremig, fein und rund, mit deutlicher gelber Birnenfrucht, gepuffert durch Holz und begleitet von rauchig-steiniger Mineralität, die zum abermals langen Ende hin sich in Mandeltönen verliert. Ja, in der Tat fein cremig. Um eine ganz andere Dimension aufzuzeigen: etwas mehr als ein Viertel Hektar ergeben um die 600 Flaschen.</p>
<p><strong>Hárslevel</strong><strong>ű</strong> kam dann. Aus <strong>2009</strong> und aus den Lagen <strong>Mézes Mály</strong> – recht dicke Löss und Braunerde-Schicht auf vulkanischem Untergrund – und <strong>Becsek</strong>. Mit 17 g/l Restzucker. Man hangelte sich also Stück für Stück in den süßeren Bereich vor. Der „Übergangswein“ hier kommt schon mit viel süßer reifer Frucht, mit Ananas, roten, frisch geschnittenen Äpfeln, Honig und Traubenzucker und einer ordentlichen Portion Küchenkräutern in der Nase. Am Gaumen sehr fruchtig, satte reife rote Apfelfrucht, mit Vanille und etwas Holz untermalt. Verspielt, wie auf kühlem Stein gebaute schmelzige Textur. Doch im Ansatz erst saftig, dann kommt die steinige Kühle. Die Säuren sind da, aber kaum wahrnehmbar, gar etwas zu knapp gehalten. Sonst schön, über seine deutlich breiter angelegte Frucht definiert. Ein Hárslevelű eben.</p>
<p><strong>Thurzó Furmint 2009</strong>, aus der südlichsten Lage des Kopasz, des Hausbergs des Ortes Tokaj. Eine Lössdecke von bis 30cm, der stark Pyroxin-haltiges Dazit-Lavagestein folgt. Kurz: wieder eine Mineralienspielart mit vulkanischem Ursprung mehr. Mit 24 g/l Restzucker, 7 g/l Säure – und 15% Vol. Alkohol, alles gleichmäßig auf 400 Flaschen gefüllt. Und die Mineralien sind deutlich und tragen auch den Wein, halten ganz gut gegen den Alkohol an. Leicht vegetabile Töne und helles Steinobst in einer warmen Nase. Am Gaumen kreisrund ausgebildet, überreife Birnenfrucht, die leicht gefrostet erscheint und gazeartig umwebt scheint, daher etwas matt wirkt. Traubenzucker, etwas Honig, Sellerie gegen Ende und auch eine feine Würze, macht zusammen mit dem Alkohol auch ordentlich Druck. Mir persönlich trotz gut gelungener Einbindung doch etwas zu alkoholisch.</p>
<p>Dann ein reinsortiger <strong>Zéta</strong>, der nun aus <strong>2008</strong>. Und wie schon erwähnt, der Veranlagung und Eignung wegen zum Süßwein ausgebaut. Ins Fass wanderten vollreife und Aszú-Beeren, wurden dann wie ein Aszú behandelt. 194 g/l Restzucker fanden sich am Ende zusammen. Geben ein matt-würziges Aprikosenbouquet ab. Und schmecken am Gaumen wie frisch geriebene, überreife rote Äpfel mit Aprikosenmarmelade vermengt. Schön, interessant, die leicht medizinische Note. Breit am Gaumen, fast schon ölig wirkende Textur, mit Honig aufgeladen und einer leichten Kräuterwürze versehen. Mittelschwer, vielleicht mit einem Tick zu wenig Säure als Gegenpol. Aber schön.</p>
<p>Als Abschluss der erste <strong>Aszú</strong> überhaupt, <strong>6-puttig</strong>, von <strong>2005</strong>. Wäre soeben ein klein wenig mehr an Säure wünschenswert gewesen, ragen nun die 13 g/l gegen den Restzuckergehalt von 180 g/l fast etwas zu sehr heraus. In jedem Fall tragen sie ganz wesentlich zu einem spannungsgeladenen, ungemein frisch wirkenden Aszú bei, dessen edelfaule Beeren aus der Mészes Mály stammen und dessen Grundwein aus der Lage Király kommt. Helles bis mittleres Goldgelb mit ordentlicher Schlierenbildung im Glas. Karamell, Brot und dichtes, lauwarmes Quittengelée in der Nase. Am Gaumen mit sehr schmeichelndem Holz umgebenen eine Frucht aus Orangen und Aprikosen, die dank kräftiger, fast etwas spitzer und dem Ende hin zunehmender Säuren sehr frisch ankommt. Botrytisaromen und Vanille, Schalen von Äpfeln und Birnen, Rhabarber, Zitrusfrüchte. Etwas mehr Tiefe ginge sicher noch, etwas mehr Komplexität auch. Dennoch. ein wirklich guter, ein schöner, ein gelungener &#8220;Einstieg&#8221;.</p>
<p>Und ein angemessenes Ende. Wie gesagt, to be continued&#8230;</p>
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<dl id="attachment_8312" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://borwerk.de/2011/08/14/tokaj-revisited-zu-besuch-bei-istvan-balassa/balassa_istvan_02/" rel="attachment wp-att-8312"><img class="size-full wp-image-8312" title="balassa_istvan_02" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/balassa_istvan_02.jpg" alt="" width="636" height="386" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd"></dd>
</dl>
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		<title>Verkostung im Terroir-Club: 1 x Südslowakei, 3 x Tokaj, 1 x Matra + Burgund</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 10:36:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events, Verkostungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Lange ist es her, dass ich an einer Verkostung des Terroir-Clubs teilnahm. Vergangenen Donnerstag klappte es endlich mal wieder und man traf auf eine recht Bunte, ungarisch-französische Mischung aus Weiß und Rot, die einem einmal mehr lehrte, wie wichtige internationale Quervergleiche sind &#8211; und dass sich Ungarn, dank Tokaj, mit einiger ganz eigenen Identität wahrlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7769" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7769" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/bott-frigyes_grand3_2010/"><img class="size-medium wp-image-7769" title="bott-frigyes_grand3_2010" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/bott-frigyes_grand3_2010-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p>Lange ist es her, dass ich an einer Verkostung des <a href="http://www.terroirclub.hu/">Terroir-Clubs</a> teilnahm. Vergangenen Donnerstag klappte es endlich mal wieder und man traf auf eine recht Bunte, ungarisch-französische Mischung aus Weiß und Rot, die einem einmal mehr lehrte, wie wichtige internationale Quervergleiche sind &#8211; und dass sich Ungarn, dank Tokaj, mit einiger ganz eigenen Identität wahrlich nicht zu verstecken braucht.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Bott Frigyes &#8211; Grand3 2010 (Süd-Slowakei)</strong></span><br />
Der Name stellt sofort Assoziationen mit &#8220;Grand Cru&#8221; her, was komplett fehl leitet und daher nicht gerade gut ist. Eine einfache weiße Cuvée aus der Südslowakei, vom ungarischstämmigen Winzer Bott Frigyes. Aus Királyleányka, Zöld Veltelini (Grünem Veltliner), Olaszrizling (Welschriesling), eine &#8220;klassischer&#8221; Blend, der früher immer den Wein des Dorfes war. Fein würzig und doch weich in der Nase, dank Veltliner mit pfeffrigen Noten, Zitrone und Grüntee. Auch am Gaumen gelb-grünlich und leicht daher kommend, mit etwas herber Zitrusfrucht und feinwürzigen Pfeffernoten. Herrlich leichter und dank seiner Würzigkeit doch recht ernst wirkender Aperitif-Wein.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Tokaj Nobilis &#8211; Barakonyi Hárslevelű 2009  (Tokaj)</strong></span><br />
Nach der Blindverkostung das zweite Aufeinandertreffen mit dem 2009er Hárs von Tokaj Nobilis. Und der weiß einfach zu gefallen! In der Nase Mandarinen, von der Rebsorte kommend florale Noten, Pfirsichkerne. Am Gaumen mit sanfter, zart schmelzender Frucht, vor allem Aprikosen, Kernobst, Mandeln, feine und doch kräftige Zitrussäuren, angedeutete feinwürzige Kräuternoten, klare Mineralität, sauber heraus gearbeitete Struktur. Druckvoller, nachhaltiger Wein. Schön!</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;"> </span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_7768" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7768" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/bott_hatari-furmint_2009/"><img class="size-medium wp-image-7768" title="bott_hatari-furmint_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/bott_hatari-furmint_2009-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bott Pince &#8211; Határi Furmint 2009 (Tokaj)</strong><br />
Auch wenn nur der Jahrgang und die Region übereinstimmen, im Direktvergleich zum Hárs von Tokaj Nobilis der inzwischen deutlich dezenter auftretende, geradezu gediegen wirkende Furmint von Judit und József Bodó aus der Lage Határi. In der Nase dezent, kühl, verhalten, mit einer hellgelben, fast transparent wirkenden Frucht.  Mehr lässt er derzeit nicht zu. Am Gaumen sehr fein strukturiert, schier unsäglich filigran und also von geradezu adliger Gestalt, Quitten, Aprikosen, fein-herb steinige Mineralität mit Flechten verwoben, sensibel auf das Gesamtgefüge einwirkende Säuren. Der &#8220;Gefällt mir&#8221;-Button genügt hier nicht.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Demeter Zoltán &#8211; Kakas Furmint 2006 (Tokaj)</span></strong><br />
Mal etwas Gealtertes. Wenn auch nur fünf Jahre, aber da es trocken ausgebaute Weiße erst seit gut 10 Jahren gibt, erfreut man sich auch dieser &#8220;jungfräulichen&#8221; Eindrücke. Waren die vorangestellten Weine tendenziell alle hell Zitronen- bis Strohgleb und leicht grünlich, so kommt der &#8220;alte&#8221; Kakas mit mittlerer strohgelber Farbe daher. Und mit einer warmen, reifen Trauben-Birnen-Apfel-Frucht in der Nase und Kaffeenoten und ganz leichten Marzipan-Mandel-Andeutungen. Am Gaumen interessant, mit ganz zart schmelzender Textur, sehr klar und elegant, feine Säuren wie aus halbreifen grünen Äpfeln gewonnen, leicht dezent bitteren Apfelschalen-Frucht, Haselnuss und Grüntee. In irgendeinem Zwischenstadium, jenseits von allem schwebend, nicht mehr jung, aber noch nicht ansatzweise alt wirkend. Macht noch viele Jahre mit. Schön!</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Karner Gábor &#8211; Tavaszföldi Kékfrankos 2008 (Mátra)</span></strong><br />
Und ein ganz eigenartiger, ganz eigenständiger Blaufränkisch aus der Mátra zum Abschluss. Nach spontaner Initiierung gärte der Gute über ein Jahr vor sich hin, um am Ende mit 16% Vol. und immer noch deutlich wahrnehmbarem Restzucker zu enden. Ein Amarone-artiges Etwas, dabei allerdings nicht schwer, sondern vor allem von seiner süßlichen Frucht betont wirkend. In der Nase schweißige Noten, schwarzrote Frucht, Teer, Öl, eine Bahnanlage in der Sommerhitze. Am Gaumen saftig-fleischige und wie erwähnt süßliche Frucht, fette reife schwarze Kirschen, Zwetschgen, schwarze Johannisbeeren und Stachelbeeren, neben all dem Fruchtüberschuss nur ganz feine Gerbstoffe und Säuren. Druckvoll, dezent mächtig dank Alkohol und doch weich, rund, nicht würzig. Nicht mein Fall, aber sehr eigen, außergewöhnlich.</p>
<div id="attachment_7770" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><a rel="attachment wp-att-7770" href="http://borwerk.de/2011/06/25/verkostung-im-terroir-club-1-x-sudslowakei-3-x-tokaj-1-x-matra-burgund/la-digoine_2009/"><img class="size-medium wp-image-7770" title="la-digoine_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/la-digoine_2009-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">    </p></div>
<p>Was gab es drumherum noch zu verkosten? Vier Mal Burgund!</p>
<p>Domaine de Villaine Bouzéron 2009<strong> </strong><br />
Domaine de Villaine Bourgogne Cote Chalonnaise Les Clous 2009<br />
Domaine des Escaravailles Cote du Rhone Les Sablieres 2010 <strong><br />
</strong>Domaine de Villaine Bourgogne Cote Chalonnaise La Digoine 2009</p>
<p>Der Chardonnay &#8220;Les Clous&#8221; noch sehr jung, daher etwas zu deutlichem Holz, aber sehr schön strukturiert. Und der Pinot &#8220;La Digoine&#8221;, einfach wunderbar, in sich sehr ausgewogen.</p>
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		<title>Holdezüst 2008, Beres Szölöbirtok, Tokaj</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jun 2011 18:38:39 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Tokaj]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein halbtrockener auf mehrheitlich Hárslevelű-Basis und mit Furmint gehaltlich aufgerüsteter Weißer aus Tokaj, von einem der größeren  Erzeuger Tokajs, von Béres (die mit der Medizin und den Tropfen). Ach ja, der Name bedeutet &#8220;Mondsilber&#8221;. Ein ordentliches Weinchen, für den Alltag gedacht, im Alltag ohne viel Federlesens gut trinkbar. Mit strohgelber Farbe, mit floralem Bouquet mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7720" class="wp-caption alignleft" style="width: 307px"><a rel="attachment wp-att-7720" href="http://borwerk.de/2011/06/20/holdezust-2008-beres-szolobirtok-tokaj/beres_holdezust_2008/"><img class="size-medium wp-image-7720" title="beres_holdezust_2008" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/06/beres_holdezust_2008-297x300.jpg" alt="" width="297" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Béres Szőlőbirtok - Holdezüst 2008</p></div>
<p>Ein halbtrockener auf mehrheitlich Hárslevelű-Basis und mit Furmint gehaltlich aufgerüsteter Weißer aus Tokaj, von einem der größeren  Erzeuger Tokajs, von Béres (die mit der Medizin und den Tropfen). Ach ja, der Name bedeutet &#8220;Mondsilber&#8221;.</p>
<p>Ein ordentliches Weinchen, für den Alltag gedacht, im Alltag ohne viel Federlesens gut trinkbar. Mit strohgelber Farbe, mit floralem Bouquet mit deutlichen Aprikosen-Trauben-Tönen. Mit einem anfangs gar noch recht opulent erscheinendem, seicht öligem Schmelz, der dann aber mit der Zeit an der Luf merklich verwässert. Ebenso verwaschen dann auch die Fruchteindrücke von in Aprikosen, Birnen und weißen Johannisbeeren. Honig ist noch ein wenig im Spiel, sonst nicht viel. Kein Aufreger, kein echter Spaßmacher, ein ordentlicher, rechtschaffner und preiswerter Wein eben.</p>
<p>Wein: Holdezüst 2008<br />
Weingut, Ort: Béres Szőlőbirtok és Pincészet<br />
Rebsorte/n: Hárslevelű, Furmint<br />
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.<br />
Preis: 4,80 EUR (1.290 Ft)<br />
Internet: <a href="http://beresbor.hu/de/">beresbor.hu</a></p>
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		<title>Harslevelü 2009, Köpcös Pince (Leder Zoltan), Alföld</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 07:20:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alföld (Tiefebene)]]></category>
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		<description><![CDATA[Dunkles Strohgelb. Viel Stoh und gebrauchtes Fass und auf der Fensterbank vertrocknete überreife gelbe Frucht und weiße Blüten. Am Gaumen für mich ein absolut klassischer, sortentypischer Hárslevelű. Die verhältnismäßig schwach ausgeprägte Säure verweist ein Stück weit auf seine Herkunft, in Richtung Tiefebene. Und auch so gibt es noch genug Säure, die sich schön in ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7429" class="wp-caption alignleft" style="width: 277px"><a rel="attachment wp-att-7429" href="http://borwerk.de/2011/06/09/harslevelu-2009-kopcos-pince-leder-zoltan-alfold/kopcos_harslevelu_2009/"><img class="size-medium wp-image-7429" title="kopcos_harslevelu_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/kopcos_harslevelu_2009-267x300.jpg" alt="" width="267" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Köpcös - Hárslevelű 200</p></div>
<p>Dunkles Strohgelb. Viel Stoh und gebrauchtes Fass und auf der Fensterbank vertrocknete überreife gelbe Frucht und weiße Blüten. Am Gaumen für mich ein absolut klassischer, sortentypischer Hárslevelű. Die verhältnismäßig schwach ausgeprägte Säure verweist ein Stück weit auf seine Herkunft, in Richtung Tiefebene. Und auch so gibt es noch genug Säure, die sich schön in ein rundes gesamtes Etwas einbettet. Das Etwas wird durch die typische Frucht aus, ja, was eigentlich, diesen goldgelben, oft etwas überreif, fast trocknend auf den Gaumen einwirkenden Quitten-, weiße Johannisbeeren-, Schalen von gelben Birnen-Komplex bestimmt, dann immer sehr präsent, dominant, erstaunlich tief und mit Stroh-Noten gepaart daher kommend. Schöner Repäsentant der Rebsorte und ein gutes Beispiel dafür, dass in der ungarischen Tiefebene qualitativ doch etwas geht.</p>
<p>Wein: Hárslevelű 2009<br />
Weingut, Ort: Köpcös Pince, Csengőd<br />
Rebsorte/n: Hárslevelű<br />
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.<br />
Preis: 6,80 EUR (1.800 Ft)</p>
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		<title>Tokaj, ein Ende im Guten &#8211; und erst der Anfang</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 12:44:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Süßweine]]></category>
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		<category><![CDATA[Varga Sándor]]></category>

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		<description><![CDATA[Fangen wir nochmals von vorne an, um mit leichter Zeitverzögerung zu einem vorläufigen Ende zu kommen. Ich rede in der Überschrift die ganze Zeit von &#8220;Tokaj&#8221;, was doch etwas unangemessen verkürzend ist. Schließlich beschränken sich die Beobachtungen des vorletzten Wochenendes auf die Weingüter der Tokaji Bormívelők Társasága (TBT), der Tokaj Wine Artisans’ Society. Und auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fangen wir nochmals von vorne an, um mit leichter Zeitverzögerung zu einem vorläufigen Ende zu kommen. Ich rede in der Überschrift die ganze Zeit von &#8220;Tokaj&#8221;, was doch etwas unangemessen verkürzend ist. Schließlich beschränken sich die Beobachtungen des vorletzten Wochenendes auf die Weingüter der Tokaji Bormívelők Társasága (TBT), der Tokaj Wine Artisans’ Society. Und auch von denen waren bei der Blindverkostung nur ein Bruchteil anwesend. Der Einstieg ins Thema.</p>
<p>Es scheint ein wenig wie im klassischen Vereinsleben zuzugehen. Man streitet sich bisweilen über die Statuten, ändert diese. Manche treten aus, weil das Konzept ihnen ungenügen oder falsch erscheint. Bisweilen mag es um wichtige Dinge gehen, bisweilen um Nichtigkeiten. Andere treten bei, was immer mit einer Vorlaufphase, einem Kandidaten-Status von zwei Jahren einhergeht. Wesentlicher aber erscheint die Tatsache, dass das Engagement von einem kleinen, hartern Kern ausgeht. Ohne den ginge gar nichts und möglicherweise ist das auf Dauer auch zu wenig. In jedem Fall wundert sich der Außenstehende, dass die aktive Teilnahme an einem derartigen Event doch recht gering ausfiel. Entweder &#8211; oder.</p>
<p>Denn andererseits ist der Grundansatz mehr als lobenswert: gemeinsam ein Appellationen-System zu schaffen, wiederzubeleben, auf die Geschichte sich zu besinnen und einen Rahmen für wechselseitigem Austausch im inneren, Transparenz nach außen und vor allem Qualität in Form eines Gütesiegels zu schaffen. Er ist weder neu (auf Parallelen zum VDP habe ich ananderer Setelle bereits hingewiesen), noch besonderrs originell, aber eben doch etwas Besonderes. Weil in Ungarn Kooperation unter Winzern in jedweder Form eher die Ausnahme, die große Ausnahme darstellt. Und weil hier auf eine (zumindest nach außen hin so anmutenden) bemerkenswerte Weise etwas von Groß und Klein basisdemokratisch vorangetrieben wird, ein gemeinsamer Auftrag Hintergund zu stehen scheint, der die Region im gesamten und Erzeuger im einzelnen in der Tat nachhaltig voranbringen kann.</p>
<p>Was im Glas landete, war einmal mehr eine enorm breit gefächerte Leistungsschau des besten Weinbaugebietes Ungarns. Unterschiede in der Qualität gabe es und wird es auch immer geben. Die Frage ist meines Erachtens bis auf Weiteres auch nicht so sehr, wie groß die Unterschiede ausfallen. Das wird die Zukunft zeigen und dann muss auch dies zum Thema gemacht werden. Wichtiger ist vielmehr, dass der Einstieg mehrheitlich schon viel weiter oben beginnt, als in anderen Gebieten. Zweifel am Potential des Terroirs werden schnell zerstreut. Teils geht es bereits nurmher um persönliche Vorlieben. Über Stilistiken kann man, darf man, soll man streiten. Der allgemeine Weg ist klar vorgegeben. Man steht noch sehr am Anfang. Und doch gibt es schon jetzt Erzeuger, die ihren Ansatz, ihren Weg, ihre Philosophie scheinbar gefunden haben. Hier bildet sich nicht nur eine Tendenz, sondern Konstanz ab, eine wichtige Grundvoraussetzung für Zuverlässigkeit, für Vertrauen.</p>
<p>Der Ausflug nach Tokaj, zur TBT, musste fast zwangsläufig im Guten enden und  tat dies dann auch. Es bleibt zu hoffen, dass der Verbund stark genug ist, um erst vor fünf Jahren begonnenen Weg fortzuführen. Mit dem hierfür notwendigen und jedes Mal anders zu bewertenden Maß an Offenheit, Kritikfähigkeit und Willen. Genug der verallgemeinernden Worte, genug des pathethisch-perspektivischen Geschriebsels. Ich jedenfals freue mich auf die Zukunft.</p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..</p>
<p>Als Nachtrag noch einige Namen. Manch einer davon wird &#8211; wenn nicht ohnehin schon der Fall &#8211; in einigen Jahren zu den ganz großen Namen Tokajs gehören. Das kann man auch ohne Hellseherische Fähigkeiten problemlos niederschreiben.</p>
<p><strong>Die aktuellen Mitglieder</strong>: AZ Nektár Pince, Árpád-hegy Pince, Balassa István, Bott Pince, Breitenbach Pince, Disznókő Szőlőbirtok, Dobogó Pincészet, Dorogi István, Gajdócsi Szabolcs, Gróf Degenfeld Szőlőbirtok, Erzsébet Pince, Homonna Attila, Királyudvar, Patricius Borház, Tokaj Pendits, Sauska Tokaj, Kikelet Pince, Tokaj Nobilis, Varga Sándor, Hétszőlő</p>
<p><strong>Kandidatenstatus inne haben derzeit</strong>: Vissy László, Kovács Gabriella</p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..</p>
<p>Links zu allen anderen Artikeln um das Wochenende bei der TBT:</p>
<p><a href="../2011/05/30/appellation-fur-weinberglagen-in-tokaj-die-tokaj-wine-artisans%E2%80%99-society/">Einstiegsartikel</a> über die &#8220;TBT&#8221;<br />
<a href="../2011/05/30/blindverkostung-neue-weine-der-tokaj-wine-artisans%E2%80%99-society/">Blindverkostung mit acht Weinen</a><br />
<a href="../2011/05/31/tokaj-und-kein-ende-weitere-weine-der-tokaj-artisans-society-von-patricius-disznoko-und-h-bardon/">Patricius, Disznókő, H. Bardon</a><br />
<a href="http://borwerk.de/2011/06/01/tokaj-und-kein-ende-weitere-weine-der-tokaj-artisans-society-von-dorogi-testverek-vissy-laszlo-und-az-nektar/">Dorogi Testvérek, Vissy László, AZ Nektár</a><br />
<a href="http://borwerk.de/2011/06/02/tokaj-und-kein-ende-weitere-weine-der-tokaj-artisans-society-von-csite-der-bott-pince-und-kikelet/">Csite, Bott Pince, Kikelet</a></p>
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		<title>Blindverkostung: neue Weine der Tokaj Wine Artisans’ Society</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 19:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events, Verkostungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Fortsetzung der allgemeinen Einleitung über die Tokaji Bormívelők Társasága (TBT), über die Tokaj Wine Artisans’ Society. Der Link sei bitte als echte Leseempfehlung zu entstehen, ohne Nebentöne wie etwa den von Eigenwerbung. Die Verkostung fand im Weingut Patricius statt, was einen angemessenen, würdigen Rahmen ohne zu viele Schnörkel bildete.Ganz unabhängig davon muss auch ein großes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_614" class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><a rel="attachment wp-att-614" href="http://borwerk.de/2008/11/17/auf-dem-weg-zu-einem-neuen-appelationensystem-fur-tokaj-verkostung-der-tokaj-wine-artisans%e2%80%99-society-tokaji-bormivelok-tarsasaga/tokaj-wine-artisans-society_logo/"><img class="size-full wp-image-614" title="tokaj-wine-artisans-society_logo" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2009/03/tokaj-wine-artisans-society_logo.jpg" alt="" width="220" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Tokaji Bormívelők Társasága</p></div>
<p>Fortsetzung der <a href="http://borwerk.de/2011/05/30/appellation-fur-weinberglagen-in-tokaj-die-tokaj-wine-artisans%E2%80%99-society/">allgemeinen Einleitung</a> über die Tokaji Bormívelők Társasága (TBT), über die Tokaj Wine Artisans’ Society. Der Link sei bitte als echte Leseempfehlung zu entstehen, ohne Nebentöne wie etwa den von Eigenwerbung. Die Verkostung fand im Weingut Patricius statt, was einen angemessenen, würdigen Rahmen ohne zu viele Schnörkel bildete.Ganz unabhängig davon muss auch ein großes Lob für die organisation im Ganzen ausgesprochen werden, die kurze Wanderung durch drei Lagen (Fotoeindrücke am Ende des Beitrages) einschließlich eines Picknicks und dem Abendessen mit zahlreichen weiteren Weinen (hierzu folgen die Notizen sukzessive in den kommenden Tagen).</p>
<p>Verkostet wurden in den abgebildeten Reihenfolge acht Weine blind, lediglich der Jahrgang wurde bekannt gegeben. Die Jury sprich die anwesenden Verkoster setzten sich aus Mitgliedern der TBT, also Winzern, Weinjournalisten und Bloggern zusammen.</p>
<p>Persönlich großen Gefallen hatte ich an zwei stilistisch gänzlich unterschiedlichen Weinen, dem <strong>Barakonyi Hárs 2009 von Tokaj Nobilis</strong> und dem <strong>Váti Hárs 2009 von Kikelet</strong>. Der Határi von Bott, den ich am häufigsten probieren konnte, scheint derzeit in einer deutlich verschlossenen Phase  zu stecken.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>1. </strong><strong>Furmint Király 2010, Árpádhegy Pince, </strong><strong>Szerencs</strong></span></p>
<p>Ein schönes Beispiel für den 2010er Jahrgang in Tokaj, hieß es. Meinereins hat davon noch nicht viel gesehen. Und so will man das einfach mal glauben und positiv nach vorne interpretieren. Spontan vergoren. Durchlief den biologischen Säureabbau. Helles Stroh. Kühle, klare Aprikosennase, Gräser, leicht florale Töne, etwas später dann wie nach Betreten eines Gewürzgartens. Am Gaumen ausgesprochen klar und geradlinig strukturiert, fest und aufrecht, wenn auch nicht allzu konzentriert und vielschichtig. Pilze, auch hier Aprikosen, feine Säuren, ganz leicht salzige Noten und etwas Rauch gegen Ende.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>2. </strong><strong>Hárslevel</strong><strong>ű</strong><strong> Zafír 2010, </strong><strong>Árpádhegy Pince, </strong><strong>Szerencs</strong></span></p>
<p>Ebenfalls spontan vergoren. Wiederum helles Stroh. Leicht an Muskateller erinnernde Noten, Pfirsich. Wieder klar strukturiert, fruchtiger ausfallend mit dezenten Zitrustönen und mineralischen Säuren, halbtrockener Stein. Ich hatte bislang keinen Wein von der Árpád-hegy Pince, hinter der als Person István Varkoly und seine Familie steht, im Glas gehabt und war, wenn auch nicht begeistert, so doch wirklich positiv überrascht.<strong> </strong></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>3. </strong><strong>Furmint Halas 2008, Breitenbach, Bodrogkisfalud</strong></span></p>
<p>Mittleres Strohgelb. Leicht überreif und leicht angegangen, aufgeplatz wirkende tropische Frucht in der Nase. Am Gaumen halbtrocken wirkend, Apfelschalen, Honig, Flechten, mit recht dichtem Schmelz kompottartig, gesetzt und doch fast etwas schwülstig, mit mineralischer Würze, gegen Ende etwas alkoholisch. Erschien sehr reif für sein Alter.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>4. </strong><strong>Hárslevel</strong><strong>ű</strong><strong> Barakonyi 2010, Tokaj Nobilis, Bodrogkeresztúr</strong></span></p>
<p>Mittleres Zitronengelb. Ausgesprochen elegante, kühle Nase, mit Heilkräutern, Thymian. Am Gaumen druckvoll und vielschichtig, mit kräftigen Säuren und einer ausgeprägten Mineralität, beides dennoch nicht ungetzügelt, sondern sehr wohl aufeinender abgestimmt. Robust und aufrecht, Zitrusfrüchte und Äpfel, leicht feuchter Stein, gegen Ende wieder deutliche, kühle Kräuternoten.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>5. </strong><strong>Furmint Határi 2009, Bott Pince, Bodrogkisfalud</strong></span></p>
<p>Mittleres Strohgelb. Recht verhalten in der Nase, Wassermelonen und Aprikosenkerne. Eher verschlossen und schlummernd kraftlos wirkend am Gaumen, weich texturiert, hauptsächlich Mandeln und Aprikosenkerne, Quitten und gelbe Birnen, zurückgezogene Säuren, zunehmende Würze und damit einher gehende matte Bitterkeit.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>6. </strong><strong>Unbekannt 2009</strong></span></p>
<p>Hefig-medizinisch und Ananas in der Nase, mit viel Luft dann zunehmend Johannisbeeren. Sehr Säurebetont, leicht grünliche Steinigkeit, wiederum deutliche, halbreife Johannisbeeren. Merkwürdig bedeckt, verschlossen, defragmentiert. Der Wein wurde nicht freigegeben, zur Wiederverkostung für eine endgültige Entscheidung im Kreis der TBT hinten angestellt, blieb deshalb anonym.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>7. </strong><strong>Hárslevel</strong><strong>ű</strong><strong> Váti 2009, Kikelet Pince, Tarcal</strong></span></p>
<p>Helles bis mittleres Strohgelb. In der Nase Stroh, Joghurt, Häute von Aprikosen und Pfirsichen. Halbtrocken. Leicht gedeckte Pfirsichfrucht, Spuren von Zitrus, Feuerstein in Wasser, Anis, sehr feine, zart schmelzende Textur, schönes Frucht-Säure-Spiel. Filigran.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>8. </strong><strong>Ahogy termett 2007, Tokaj Nobilis, </strong><strong>Bodrogkeresztúr</strong></span></p>
<p>So, wie es sich ergeben hat. Ein süßer Szamorodni aus der Lage Barakonyi. Mehr ein Experiment, als ein konsequenter Ansatz. Apfelschalen und getrockene Aprikosen, nach einiger Zeit Botrytis und serh fern, dennoch etwas störend, Klebstoff. Sehr leicht und etwas zu viel Süße, gegen die nicht ausreichend Säuren und Exrakte laufen. Türkischer Honig, Karamell und Quittengelée, alles eher andeutungsweise, im „Vorbeihuschen” gezeichnet. Leider ohne das Eck &#8220;Filigranität&#8221; wirklich ernsthaft anzugehen.</p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
<p>Wie eingangs erwähnt war, wenn man so will ein Stück weit vorbereitend zwischen den Reben unterwegs gewesen. Konkret: einschließlich Picknick ein gut vierstündiges Programm, das einen vom <a href="http://www.patricius.hu/">Weingut Patricius</a>, umgeben von <em>Vár hegy</em> durch die Lagen <em>Barakonyi</em>, <em>Csirke</em> und <em>Lapis</em> und wieder zurück zu Patricius führte. Einige Impressionen&#8230;</p>
<div id="attachment_7538" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7538" href="http://borwerk.de/2011/05/30/blindverkostung-neue-weine-der-tokaj-wine-artisans%e2%80%99-society/barakonyi-2/"><img class="size-full wp-image-7538" title="barakonyi" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/barakonyi1.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Furmint in der Lage &quot;Barakonyi&quot;, vorne Pflanzung von 2004, hinten in Einzelpfahlerziehung von 2009</p></div>
<div id="attachment_7539" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7539" href="http://borwerk.de/2011/05/30/blindverkostung-neue-weine-der-tokaj-wine-artisans%e2%80%99-society/barakonyi_ryolit/"><img class="size-full wp-image-7539" title="barakonyi_ryolit" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/barakonyi_ryolit.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Ryolith-Gestein: der Mineralitäts-Lieferant, der Mineralitäts-Garant (Lage Barakonyi)</p></div>
<div id="attachment_7540" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7540" href="http://borwerk.de/2011/05/30/blindverkostung-neue-weine-der-tokaj-wine-artisans%e2%80%99-society/csirke/"><img class="size-full wp-image-7540" title="csirke" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/csirke.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Lage &quot;Csirke&quot;, übersetzt Huhn</p></div>
<div id="attachment_7541" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7541" href="http://borwerk.de/2011/05/30/blindverkostung-neue-weine-der-tokaj-wine-artisans%e2%80%99-society/csirke_2/"><img class="size-full wp-image-7541" title="csirke_2" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/csirke_2.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Andere Perspektive, wieder der Blick auf Reben in der Lage &quot;Csirke&quot;</p></div>
<div id="attachment_7542" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7542" href="http://borwerk.de/2011/05/30/blindverkostung-neue-weine-der-tokaj-wine-artisans%e2%80%99-society/csirke_3/"><img class="size-full wp-image-7542" title="csirke_3" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/csirke_3.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Und das Picknik, angehehm im Schatten. Vorne, beim Flasche öffnen: Péter Molnár von Patricius</p></div>
<div id="attachment_7543" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7543" href="http://borwerk.de/2011/05/30/blindverkostung-neue-weine-der-tokaj-wine-artisans%e2%80%99-society/lapis/"><img class="size-full wp-image-7543" title="lapis" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/lapis.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Die Lage &quot;Lapis&quot; - schon jetzt eine der berühmtesten in Tokaj (die Terrassen im Hintergund sind der Hort der besten Qualitäten)</p></div>
<div id="attachment_7544" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a rel="attachment wp-att-7544" href="http://borwerk.de/2011/05/30/blindverkostung-neue-weine-der-tokaj-wine-artisans%e2%80%99-society/patricius/"><img class="size-full wp-image-7544" title="patricius" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/patricius.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Abendstimmung, kurz vor heftigem Gewitter. Weingut Patricius.</p></div>
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