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	<title>Ungarn und Wein. BorWerk - Das Blog über ungarische Weine &#187; Furmint</title>
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	<description>Das Blog über ungarische Weine</description>
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		<title>Tokaji Furmint Kacsard 2008, AZ Nektar (Aztalos Zoltan), Tokaj</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 07:39:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn ein Wein nach dem Öffnen über die Tage hinweg an der Luft sich weiter entwickelt, dabei ändert, aber auf jeden Fall nicht abbaut, subjektiv empfunden zwischenzeitlich gar besser wird, dann spricht das &#8211; verhalten formuliert &#8211; definitiv für ihn. Dann taugt er in jedem Falle als Seelentröster. Aber nein. Nein! Das greift zu kurz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9887" class="wp-caption alignleft" style="width: 284px"><a href="http://borwerk.de/2012/05/10/tokaji-furmint-kacsard-2008-az-nektar-aztalos-zoltan-tokaj/az-nektar_furmint-kacsard_2008/" rel="attachment wp-att-9887"><img class="size-medium wp-image-9887" title="az-nektar_furmint-kacsard_2008" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/05/az-nektar_furmint-kacsard_2008-274x300.jpg" alt="" width="274" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">AZ Nektár Pince - Tokaji Furmint Kácsárd 2008</p></div>
<p>Wenn ein Wein nach dem Öffnen über die Tage hinweg an der Luft sich weiter entwickelt, dabei ändert, aber auf jeden Fall nicht abbaut, subjektiv empfunden zwischenzeitlich gar besser wird, dann spricht das &#8211; verhalten formuliert &#8211; definitiv für ihn. Dann taugt er in jedem Falle als Seelentröster.</p>
<p>Aber nein. Nein! Das greift zu kurz, viel zu kurz. Denn der kann mehr, der halbsüß ausgebaute Furmint, Mitte November in der Lage &#8220;Kácsárd&#8221; geerntet. Der ist gerade einmal vier Jahre alt, schon sehr gut trinkbar, ein kleines Einod, ein wahres Vergnügen. Und hat noch viele Jahre vor sich, Jahre der Entwicklung hin zu einem noch schöneren Wein. Huch, da verfällt meinereins in ein hymnisch anmutendes Lobeslied. Und meint es auch so, ein Stück weit gewiss auch genährt von der langen, viel zu langen und noch dazu unbewusst, ungewollt selbstauferlegten Abstinenz, was die Verkostung eines Weines aus Tokaj anbelangt. Direkt davor sollte diese unsägliche Phase von zwei anderen reinsortigen Fumint zweier anderer Erzeuger aus Tokaj beendet werden &#8211; doch beide waren fehlerhaft. Daher die Suche nach dem vermeintlich sicheren, garantierten &#8220;Seelentröster&#8221; im Weinkeller. Denn dass Zoltán es kann, hat er mehrfach bewiesen (siehe etwa <a href="http://borwerk.de/2011/08/26/tokaj-revisited-beim-schreiner-bei-zoltan-asztalos-az-nektar/">hier</a> und <a href="http://borwerk.de/2011/03/10/asztalos-zoltan-az-nektar-pince-tokaj/">hier</a>). Und ich sehe schon, dass alsbald wieder ein Besuch anstehen muss&#8230;</p>
<p>Einstweilen und endlich aber zum Wein an sich: fülliges, schlierendes dunkles Strohgelb im Glas. Sehr geschmeidige, warme, einladende Nase mit Wachstönen, einem Schuss Petrol, der sich mit der Zeit ander Luft fast gänzlich verflüchtigt, ein Tick Vanille, Veilchen, Waldblütenhonig. Am Gaumen fest und doch schmelzend, mit unaufdringlicher, feiner Honigsüße und stark heruntergekühlter, überreifer Honigmelonenfrucht, anfangs sehr weich und geschmeidig, dann mit Kraft durch Freude, nein mineralischer Würze ein wenig streng, fast maßregelnd. Aber auch der eigentlich unnötige Hinweis auf Ernsthaftigkeit geschieht sanft, ist ungemein vorsichtig eingespielt. Mehr Luft bringt mehr Frucht: vor allem Mirabellen und Quittengelee, auch gelbe Birnen und Stachelbeeren. Sehr zarte Säuren konstant im Hintergund. Im langen Abgang zunehmend würziger werdend, spielt seine mineralische Karte: Assoziations-Sprünge, zwischen nussig (Hasel- und Walnuss) und Pfirsichkernspektakel. Schön!</p>
<p>Fazit: als wüsste ich es nicht besser, ich trink&#8217; törichterweise derzeit viel zu selten was aus Tokaj!</p>
<p>Wein: Tokaji Furmint Kácsárd 2008<br />
Weingut, Ort: AZ Nektár Pince (Asztalos Zoltán), Kácsárd<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.<br />
Preis: 8,60 EUR (2.500 Ft)</p>
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		<title>Szent Tamas Furmint 2005, Isvtan Szepsy, Tokaj</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Feb 2012 19:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tokaj]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
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		<category><![CDATA[Szent Tamás]]></category>
		<category><![CDATA[Szepsy István]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei großen Namen ist bekanntlich die Erwartungshaltung auch entsprechend. Wirklich unbefangen könnte man einem solchen Wein, wie dem reinsortigen Furmint aus der Lage Szent Tamás, der teuerste seiner Art in Tokaj und auf der Welt nur dann begegnen, wenn man ihn blind, unwissend ins Glas bekäme. Dem war hier so nicht und nach der kurzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9542" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px"><a href="http://borwerk.de/2012/02/25/szent-tamas-furmint-2005-isvtan-szepsy-tokaj/szepsy_szent-tamas_2005/" rel="attachment wp-att-9542"><img class="size-medium wp-image-9542" title="szepsy_szent-tamas_2005" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/02/szepsy_szent-tamas_2005-290x300.jpg" alt="" width="290" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Szepsy - Tokaji Furmint Szent Tamás 2005 (sorry für schlechte Bildqualität, lag am Smartphone und am Licht)</p></div>
<p>Bei großen Namen ist bekanntlich die Erwartungshaltung auch entsprechend. Wirklich unbefangen könnte man einem solchen Wein, wie dem reinsortigen Furmint aus der Lage Szent Tamás, der teuerste seiner Art in Tokaj und auf der Welt nur dann begegnen, wenn man ihn blind, unwissend ins Glas bekäme. Dem war hier so nicht und nach der kurzen Einleitung ist gewiss auch schon klar, dass sich die Begeisterung über den 2005er in Grenzen hielt.</p>
<p>Dann wiederum zuckt es in einem, prüft man, vergewissert man sich lieber nochmals und nochmals, um ja nicht darüber zu stolpern, man heische vielleicht gar nach einer reißerischen Notiz, die gegen den Strom schwimmt. Und letztlich geht es hier auch nicht darum, diesen einen Szent Tamás schlecht zu machen. Zweifelsohne kein schlechter Wein, ganz und gar nicht. Nur eben nicht beigeisternd, nicht groß, nicht beeindruckend &#8211; und leider auch gewiss nicht knapp 45 EUR wert.</p>
<p>Noch ein Einschub: ich selbst habe tendenziell ein Problem mit Weißweinen, die den biologischen Säureabbau durchlaufen haben. Das gilt allgemein, aber umso mehr, wenn es voll und sehr bewusst durchgezogen wird. So wie István Szepsy es macht. Die Stilistik ist nicht wirklich mein Fall, das gilt ganz besonders für einen Furmint, der BSA hinter sich hat. Denn Furmint an sich strotzt nicht wirklich vor Frucht. Und diese und auch recht viel Frische wird ihm durch die malolaktische Gärung genommen, bzw. maßgeblich strukturell verändert. Dennoch, trotz dieser subjektiven Präferenz &#8220;Abneigung&#8221;, aber das ist schon ein zu starker Begriff, versucht man dennoch zu abstrahieren und so einem wie dem Szent Tamás offen zu begegnen. Schließlich hat diese philosophisch-stilistische Ansatz von Szepsy ganz klar seine Daseinsbereichtigung und zu absolut bedeutenden Weinen geführt.</p>
<p>Allein, dem 2005er fehlt es am Ende doch an Komplexität, an Spannung, an Frische. Sattes, dunkles Strohgelb im Glas. In der Nase über Nacht im halboffenen Fenster angetrocknete Schalen von Äpfeln- und Birnen, sehr deutlich Feuerstein, etwas animalische Noten, auch leicht schweflig. Am Gaumen ausgesprochen mineralisch, fast gar plastisch werdend, wie zum reinbeißen. Matt wirkende Frucht aus gefrorenem Fallobst, abermals Äpfel und Birnen, schön integrierte, vielleicht ein klein wenig zu sehr im Hintergund stehende Säuren, gedampftes Wokgemüse, schweißig wirkend, weich, nicht allzu füllig, gegen Ende mit nochmals zunehmender Mineralität auch Würze gewinnend. Doch etwas kraft und drucklos, diffus. Mittellanger Abgang.</p>
<p>Wein: Furmint Szent Tamás 2005<br />
Weingut, Ort: Szepsy István, Mád<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.<br />
Preis: 45 EUR (12.500 Ft) &#8211; selbstredend nicht mehr zu kriegen<br />
Internet: <a href="http://www.szepsy.hu/">szepsy.hu</a></p>
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		<title>Tokaji Furmint 2006, Szent Benedek Pinceszet, Tokaj</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 19:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Tröster. Da ist Furmint-Februar in Ungarn, gerade am Donnerstag war die große Verkostung, und meinereins ist erstmalig nicht dabei. Dann öffnet man an eben diesem Donnerstagabend einn Holdvölgy 2007 von Lenkey &#8211; und der ist fehlerhaft. So dass man in Selbstmitleid und eine kleine Krise verfallen könnte. Wäre da nicht der so verzweifelte wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9507" class="wp-caption alignleft" style="width: 152px"><a href="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/02/szent-benedek-pinceszet_tokai-furmint_2006.jpg" rel="shadowbox[sbpost-9501];player=img;"><img class="size-medium wp-image-9507" title="szent-benedek-pinceszet_tokai-furmint_2006" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/02/szent-benedek-pinceszet_tokai-furmint_2006-142x300.jpg" alt="" width="142" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Szent Benedek Pincészet - Tokaji Furmint 2006</p></div>
<p>Ein Tröster. Da ist Furmint-Februar in Ungarn, gerade am Donnerstag war die große Verkostung, und meinereins ist erstmalig nicht dabei. Dann öffnet man an eben diesem Donnerstagabend einn Holdvölgy 2007 von Lenkey &#8211; und der ist fehlerhaft. So dass man in Selbstmitleid und eine kleine Krise verfallen könnte. Wäre da nicht der so verzweifelte wie konsequente und trotzige Griff zum nächsten Furmint aus Tokaj, dem &#8220;einfachen&#8221; Furmint von der Szent Benedek Pincészet aus Tállya, auch im Gebiet Tokaj gelegen, von 2006. Und der tut gut, tut richtig gut, heilt die Wunden.</p>
<p>Die liegen schon beim Anblick der dunkel strohgelben Farbe nicht mehr wirklich offen. Die Nase ist reinster Furmint, etwas botyrtis-behaftet, zumindest mit feinem Petrol-Einschlag neben leichten Reifetönen, einer satten, saftig-frischen und eben doch sehr reif wirkenden goldgelben Frucht aus Birnen, grünen Äpfeln, Ingwer, kräftigen, glasklaren Säuren und transparente Minarlität, alles sehr stramm gezurrt, direkt, geradlinig, auch etwas füllig, weil leicht schmelzend, nicht zu komplex, mit wunderbar  leichten 12% Vol. sehr sehr sehr Furmint und keinesweg müde im fünften Jahr. Ein &#8220;einfacher&#8221;, wohlgemerkt, für 6 Euro 50. Das hat was, der kann was. Das ist Tokaj. Danke.</p>
<p>Wein: Tokaji Furmint 2006<br />
Weingut, Ort: Szent Benedek Pincészet, Tállya<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehalt: 12,0% Vol.<br />
Preis: 6,50 EUR (1.900 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.szentbenedekpinceszet.hu">szentbenedekpinceszet.hu</a></p>
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		<title>Istenhegy Furmint 2006, Arvay es Tarsa, Tokaj</title>
		<link>http://borwerk.de/2012/01/14/arvay-2006-tokaj/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=arvay-2006-tokaj</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 20:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Árvay és Társa Pincészet]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch so ein „alter“ Furmint, so ein trockener. Hat durch Wegtrinken zwar knapp nur den sechsten Lenz verpasst. Ist aber doch auch angesichts der wenigen Jahrgänge, auf die der Ausbau trockener Weißweine in Tokaj zurückblickt, ein älterer Knabe. Und ich habe ihn gut in Erinnerung, als einen jener Weine, der mir anno dunnemal beim Borfeszstivál [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9330" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://borwerk.de/2012/01/14/arvay-2006-tokaj/arvay_istenhegyi-furmint_2006/" rel="attachment wp-att-9330"><img class="size-medium wp-image-9330" title="arvay_istenhegyi-furmint_2006" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/01/arvay_istenhegyi-furmint_2006-300x258.jpg" alt="" width="300" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Árvay - Istenhegy Furmint 2006</p></div>
<p>Noch so ein „alter“ Furmint, so ein trockener. Hat durch Wegtrinken zwar knapp nur den sechsten Lenz verpasst. Ist aber doch auch angesichts der wenigen Jahrgänge, auf die der Ausbau trockener Weißweine in Tokaj zurückblickt, ein älterer Knabe.</p>
<p>Und ich habe ihn gut in Erinnerung, als einen jener Weine, der mir anno dunnemal <a href="Hétfürtös%20Istenhegyi%20">beim Borfeszstivál auf dem Burgberg</a> sehr gut gefiel. Jetzt wirkt er doch auch schon ein klein wenig betagt, im Direktvergleich zum fünf Jahre älteren Urágya auf ähnlichem Etwicklungsniveau. Weniger elegant, nicht so profund – und doch auf seine Weise schön. Mit dunklem stroh- ja schon goldgelber Farbe im Glas. Mit weichen Biotrytis-Tönen, mit deutlicher Orange, Ingwer, grünem Apfel, mit Kandiszucker und äußerst dezentem Holz. Auch am Gaumen ist das Holz spürbar, sehr weich und gut eingebunden, eine hauchdünne umschalung liefernd für einen sanft gestalteten Kern mit gedämpfter Frucht aus einem Mix von reifen, halbtrockenen, kurz angedämpften gelben Birnen, Quitten, Stachelbeeren. Mit deutlichen Wachstönen, Champignons, alles durch schwach ausgeprägte Säuren und einer zum ende deutlich zunehmenden, steinernen mineralischen Würze unterfüttert. Trinkt sich gut und behutsam weg.</p>
<p>Wein: Tokaji Hétfürtös Furmint Istenhegy 2006<br />
Weingut, Ort: Árvay és Társa, Tokaj<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.<br />
Preis: lag, denke ich, bei rund 4.000 Ft/Flasche, damals noch etwa 16 EUR</p>
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		<title>Uragya Furmint 2002, Kiralyudvar, Tokaj</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 07:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tokaj]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Demeter Zoltán]]></category>
		<category><![CDATA[Furmint]]></category>
		<category><![CDATA[Királyudvar]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Da bleibt einem nur das Standardgesülz von Klasse, statt Masse. Denn bei dem reinsortigen Furmint aus der Lage Urágya von Királyudvar trifft das dann auch in der Tat zu. Nicht nur, weil er sich in wirklich schöner Form zeigte, sondern auch zusätzlich noch aus den Anfangsjahren der trockenen Weine Tokajs stammt, aus 2002. Dafür ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9332" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://borwerk.de/2012/01/12/uragya-furmint-2002-kiralyudvar-tokaj/kiralyudvar_uragya-furmint_2002/" rel="attachment wp-att-9332"><img class="size-medium wp-image-9332" title="kiralyudvar_uragya-furmint_2002" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2012/01/kiralyudvar_uragya-furmint_2002-300x279.jpg" alt="" width="300" height="279" /></a><p class="wp-caption-text">Királyudvar - Urágya Furmint 2002</p></div>
<p>Da bleibt einem nur das Standardgesülz von Klasse, statt Masse. Denn bei dem reinsortigen Furmint aus der Lage Urágya von Királyudvar trifft das dann auch in der Tat zu. Nicht nur, weil er sich in wirklich schöner Form zeigte, sondern auch zusätzlich noch aus den Anfangsjahren der trockenen Weine Tokajs stammt, aus 2002.</p>
<p>Dafür ist er bemerkenswert gut gelungen, verweist sowohl einmal mehr auf das ganz große Potential, das da in Tokaj und der lokal bedeutendsten Rebsorte Furmint schlummert. Und zeigt gleichzeitig das große Talent seines Machers auf, das von Zoltán Demeter, der damals noch für die Weine von Királyudvar stand.</p>
<p>Lechtend Strohgelb im Glas. In der Nase mit Ananastönen, gelben Äpfeln, Bisquit, Zitrus und Feuerstein. Am Gaumen fest und filigran zugleich, schlichtweg elegant, ja. Mit einer reifen Frucht von gelbem Steinobst (wie Wein Plus zu sagen pflegt), Äpfel, Birnen und vor allem Quitten, so fest, fast plastisch, dass man auf dem stets leicht körnig-widerständigem Quittenfruchtfleisch förmlich kauen kann. Mit fein-würziger und doch direkter und durchweg anhaltender Mineralität, die dem Ende mit den herrlich eingebundenen, alles andere als unfrisch daher kommenden Säuren in einem apfelschalengrünen herb-bitteren Etwas so richtig lange ausläuft. Schöner, wirklich schöner Wein!</p>
<p>Wein: Urágya Furmint 2002<br />
Weingut, Ort: Királyudvar, Tarcal<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehlat: 13,5% Vol.<br />
Preis: keine Ahnung mehr, seit langem vergriffen<br />
Internet: <a href="http://www.kiralyudvar.com/" target="_parent">kiralyudvar.com</a></p>
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		<title>Lapis Furmint 2009, Bodrog-Bormühely (Hajdu Janos, Farkas Krisztian), Tokaj</title>
		<link>http://borwerk.de/2011/12/21/lapis-furmint-2009-bodrog-bormuhely-hajdu-janos-farkas-krisztian-tokaj/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=lapis-furmint-2009-bodrog-bormuhely-hajdu-janos-farkas-krisztian-tokaj</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 07:55:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tokaj]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Bodrog-Borműhely]]></category>
		<category><![CDATA[Furmint]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 2008er hat mir wirklich gut gefallen. Und auch der 2009er ist ganz gut gelungen. Macht einem aber das Leben ehrlich gesagt doch schwer. Denn er ist bei weitem nicht so rund und stimmig, kommt ein ganz klein wenig kantig und einseitig daher. Genauer: mit merkwürdig spitz-grünlich-fahlen Säuren. Wobei, andererseits, das legt sich dann über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9293" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://borwerk.de/2011/12/21/lapis-furmint-2009-bodrog-bormuhely-hajdu-janos-farkas-krisztian-tokaj/bodrog-bormuhely_lapis-furmint_2009/" rel="attachment wp-att-9293"><img class="size-medium wp-image-9293" title="bodrog-bormuhely_lapis-furmint_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/12/bodrog-bormuhely_lapis-furmint_2009-300x267.jpg" alt="" width="300" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Bodrog-Borműhely - Lapis Furmint 2009</p></div>
<p>Der <a href="http://borwerk.de/2010/04/18/lapis-furmint-2008-bodrog-bormuhely-hajdu-janos-farkas-krisztian-tokaj/">2008er</a> hat mir wirklich gut gefallen. Und auch der 2009er ist ganz gut gelungen. Macht einem aber das Leben ehrlich gesagt doch schwer. Denn er ist bei weitem nicht so rund und stimmig, kommt ein ganz klein wenig kantig und einseitig daher. Genauer: mit merkwürdig spitz-grünlich-fahlen Säuren. Wobei, andererseits, das legt sich dann über die Zeit hinweg, die Säuren verlieren an der Luft ihre Kraft. Zumindest nach zwei Tagen.</p>
<p>Aber schön der Reihe nach: helles Strohgelb im Glas. Reife Zitrus-Trauben-Quitten-Fruchtnase, mit diesem bisweilen leicht an Weinessig erinnernden Furmint-Einschlag. Am Gaumen dann recht schlank, mit einer gelblichen Frucht aus Stachelbeeren, Kiwi, daneben etwas Stroh und gar moorig-erdige Töne. Aber die sind dann schon wieder das Bindeglied zu den grünlich-fahlen Säuren, die irgendwie nicht wirklich greif-/beschreibbar sind &#8211; aber dominieren und den Weg zum wirklichen Trinkvergnügen dann letztlich doch verstellen. Wirkt unreif. Und das ist unangenehm, verdirbt den Trinkspaß zu einem guten Stück.</p>
<p>Am zweiten Tag nach dem Öffnen wirken die Säuren dann abgerundeter, eingebetteter, haben ihre unreife jugendliche Sperrigkeit verloren. Nun wirkt der Wein insgesamt runder, stimmiger und versöhnt. Der normale Konsument wird ihn zum jetzigen Zeitpunkt in diesem belüfteten Stadium aber leider kaum erleben. Insofern kann nicht wirklich eine Absolution erteilt werden, leider.</p>
<p>Wein: Lapis Furmint 2009<br />
Weingut, Ort: Bodrog-Borműhely (Hajdú János, Farkas Krisztián), Bodrogkisfaludon<br />
Rebsorte/n: Furmint<br />
Alkoholgehalt: 13,5% Vol.<br />
Preis: 8,50 EUR (2.590 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.bodrogbormuhely.hu/">bodrogbormuhely.hu</a></p>
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		<title>Somlo quer. Großverkostung im Festetics Palast. 3. Go: Tornai Pinceszet, Spiegelberg Istvan, Hollovar / Takacs Lajos</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 13:32:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dann also zum letzten Teil des schnellen virtuellen Rittes über den Monolithen, den Vulkankegel Somlós hinweg. Wie eingangs erwähnt wurden diesmal Wege abgekürzt (so etwa Kreinbacher nicht besucht, auch den guten alten Fekete Béla nicht, obwohl er gar selber anwesend war!), nur sporadische und eher oberflächliche Eindrücke gesammelt. Schließlich hat man es bei derlei Veranstaltungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9009" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/31/somlo-grossverkostung-tornai-spiegelberg-hollovar-takacs-lajos/tornai_juhfark/" rel="attachment wp-att-9009"><img class="size-full wp-image-9009" title="tornai_juhfark" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/tornai_juhfark.jpg" alt="" width="636" height="314" /></a><p class="wp-caption-text">Etwas zu viel des Guten (Alkohols): der 2009er Grófi Juhfark von Tornai mit 15% Vol.</p></div>
<p>Dann also zum letzten Teil des schnellen virtuellen Rittes über den Monolithen, den Vulkankegel Somlós hinweg. Wie eingangs erwähnt wurden diesmal Wege abgekürzt (so etwa Kreinbacher nicht besucht, auch den guten alten Fekete Béla nicht, obwohl er gar selber anwesend war!), nur sporadische und eher oberflächliche Eindrücke gesammelt. Schließlich hat man es bei derlei Veranstaltungen auch stets mit bestenfalls als &#8220;suboptimal&#8221; zu bezeichnenden Bedingungen zu tun bzw. mit Widrigkeiten zu kämpfen. Als da wären: zu warme Weine, zu warme Räumlichkeiten, viele Besucher, also auch stickige Luft etc. Und doch taugen solche Events, um Stimmungsbilder einzufangen allemal. Und sind erst recht für den normalen Besucher unbedingt empfehlenswert. Wann und wo sonst sollte er mit kurzer Anreise auf einem Fleck versammelt so viele Weine von so vielen Erzeugern nach eigener Lust und Laune probieren können.</p>
<p><a href="../2011/10/29/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-1-go-denes-hegybirtok-varkapitany-pince-fazekas-andras/">Zum Teil eins über den Event an sich (ein wenig) und Eindrücken zu Dénes Hegybirtok, Várkapitány Pince und Fazekas András.<br />
</a><a href="http://borwerk.de/2011/10/30/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-2-go-csordas-fodor-gyorgykovacs-imre/">Zum Teil zwei über den Event über Csordás-Forod und Györgykovávs Imre.</a></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Tornai Pincészet</strong></span><br />
Der Großerzeuger vom Fuße des Großen Somló, leider auch mit vielen Hektar Reben in der Fläche&#8230;<strong> Apátsági Furmint 2008</strong>. Bissige Frucht und animierende Säuren, Äpfel, Mandarinen, Limetten, saftiger Spaßmacher, wenn auch nicht allzu sehr auf Somló verweisend. <strong>Grófi</strong> <strong>Juhfark 2009</strong>mit animalischer Nase, am Gaumen wild und ungezähmt sich breit machend, was stark mit Alkohol zu tun hat, was wiederum auf 15% Vol. verweist und zwar schlimmer raushängen könnte, dennoch genügend spürbar ist, um unangenehm und einfach auch unangemessen zu sein. So was geht einfach nicht, kann einfach nicht gut gehen.</p>
<div id="attachment_9010" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/31/somlo-grossverkostung-tornai-spiegelberg-hollovar-takacs-lajos/spiegelberg_juhfark/" rel="attachment wp-att-9010"><img class="size-full wp-image-9010" title="spiegelberg_juhfark" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/spiegelberg_juhfark.jpg" alt="" width="320" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Tier von Wein, der Juhfark in seinem &quot;Käfig&quot;...</p></div>
<p>Der <strong>Hárslevelű 2008</strong> gefällt da wesentlich besser, könnte gar dem einen oder anderen Rebsortenreinen aus Tokaj Konkurrenz machen. Hingebungsvoll offen &#8211; und das von der ersten Sekunde an. Saftig und, wie man zu sagen pflegt, &#8220;trinkig&#8221;, verlangt nach weiterem Schluck, Orangen, Birnen, Stachelbeeren, Mandarinensäurenspritzer, Kristallmineralität. Auch wieder nicht unbedingt Somló-typisch, kein wirklicher Lokalpatriot, aber dennoch nett.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Spiegelberg István</strong></span><br />
Stephan, der Exzentriker vom Somló mit deutschen Wurzeln, macht ebensolche Weine. Die sind oftmals spannend, bisweilen gar extrem und dann auch nicht Massentauglich. Unsereinen freut&#8217;s. Hier hatte man sich auf die 2010er konzentriert, welche Stephan netterweise schon in kleinen Mengen mitgebracht hatte. Zum Einstieg ein <strong>2010er Cuvée</strong> aus, Zitat: &#8220;50% Olaszrizling und 50% Sonstigem&#8221;. Stein-Kräuternase. Am Gaumen eng geschnitten, nicht zu markant, mit geschliffenen Säuren, verkapselter gelber Frucht, karg, noch etwas verschlossen. Nicht uninteressant und nicht unelegant. Der <strong>Olaszrizling</strong>, also Welschriesling, etwas breiter, floral-fruchtig, zunehmend scharfe Würze, am Gaumen dies erst einmal konterkarierend, mit feinem Schmelz, transparent wirkender Frucht aus halbreifen Birnen und Äpfeln, auch hier dann zunehmend würzig, dabei auch eher karg und eng bleibend. Der <strong>Furmint</strong>auch hier und jetzt vielleicht am schönsten, interessantesten, mit kräftiger Aprikosennase, am Gaumen schlanke Gestalt suggerierend und doch heimlich mit mächtigem Druck kommend, auch hier eher karge Frucht, schönes</p>
<p>Zusammenspiel von mineralischen Noten und Säure, letztere alles andere als ausladend. Noch richtig jung. Der <strong>Juhfark</strong> dann als Fassprobe nicht nur weil aus der Plastikflasche eingeschenkt außergewöhnlich: mit satten 16,5% Vol. Ein Tier von Wein mit spürbarem Restzucker (10 g/l). Breit und auslandend, Wachs und tropische Früchte, viel Saft und Druck, klarer, gelber Säure im Rücken. Und trotz geschätzten 19-20 Grad Temperatur nicht brennend oder mit überbordender Alkoholwürze. Erstaunlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_9015" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/31/somlo-grossverkostung-tornai-spiegelberg-hollovar-takacs-lajos/hollovar_takacs-lajos/" rel="attachment wp-att-9015"><img class="size-full wp-image-9015" title="hollovar_takacs-lajos" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/hollovar_takacs-lajos.jpg" alt="" width="320" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">....und Lajos Takács im unfreiwillig inszeniertem Gegenlicht.</p></div>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Hollóvár Pincészet / Takács Lajos</strong></span><br />
Lajos, der andere Exzentriker am Berg, auf seine Weise. Und mit ebensolchen, wiederum ganz eigenständigen Weinen. Sein <strong>2009er Olaszrizling</strong> mit Spontangärungs-Nase, Pilze, Käse, getrocknete halbreife Birnen-Apfel-Frucht. Am Gaumen mit weichem Kern und griffiger Schale. Nicht anders rum. Ein Steinbeißer mit enormer Mineralität die zum Ende hin herausfordernd würzig nachwirkt. Begleitet von etwas zu klarer, fast verwässert wirkender Apfelfrucht, Tabak, vegetabil. Der <strong>2009er Furmint</strong>, ein Mann von Wein. Konzentriert, etwas alkoholisch, vielschichtig, mit viel Druck, dennoch nicht überbordend oder unkontrolliert, mit komplexem Säure-Mineralitäts-Wechselspiel, zurückhaltender Quitten und weiß-gelber-halbreifer-Beerenfrucht, zweifelsohne noch jung und unterentwickelt und ein Paradebeispiel für einen der Fälle, dem man sich in einem solchen Rahmen nicht ausreichend zuwenden kann und der nur unzureichend &#8220;betreut&#8221; werden kann. Der <strong>Hárslevelű von 2009</strong> schlussendlich am offensten von diesen von Lajos&#8217;s Weinen. Mit floraler Nase und gar etwas künstlich wirkender, &#8220;dezent würzig-traminernder&#8221; Apfelfrucht. die sich am Gaumen neben einer klaren gelben Säurelinie wiederfindet, nebst Brotrinde, Stein, getrockneten Flechten.</p>
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		<title>Somlo quer. Großverkostung im Festetics Palast. 2. Go: Csordas-Fodor, Györgykovacs Imre.</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 19:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ohne weitere einleitende Worte weiter. Nur soviel: die Spreut tennt sich auch am kleinen Großen Somló deutlich vom Weizen. Csordás-Fodor Borház Der Juhfark 2009,ein rauchig-steiniges, trockenes Kräuterbündel mit gelbem Dörrobst in der Nase. Am Gaumen plump, mit harten Säuren, die die Frucht fast gänzlich überlagern. Die Furmint Selection von 2007 kommt traubig daher, mit überreifer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_9002" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/30/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-2-go-csordas-fodor-gyorgykovacs-imre/somlo-festetics/" rel="attachment wp-att-9002"><img class="size-full wp-image-9002" title="somlo-festetics" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/somlo-festetics.jpg" alt="" width="636" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">Wenig war nicht los, im Festetics Palota. Doch die Hütte war auch schon ma besser gefüllt.</p></div>
<p>Ohne weitere einleitende Worte weiter. Nur soviel: die Spreut tennt sich auch am kleinen Großen Somló deutlich vom Weizen.</p>
<p><strong>Csordás-Fodor Borház</strong><br />
Der <strong>Juhfark 2009</strong>,ein rauchig-steiniges, trockenes Kräuterbündel mit gelbem Dörrobst in der Nase. Am Gaumen plump, mit harten Säuren, die die Frucht fast gänzlich überlagern. Die <strong>Furmint Selection von 2007</strong> kommt traubig daher, mit überreifer Frucht, Botrytis-Anklängen, dem Ende zu mit dumpf wirkendem Holz.</p>
<p><strong>Györgykovács Imre<br />
</strong></p>
<div id="attachment_9003" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/30/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-2-go-csordas-fodor-gyorgykovacs-imre/toth-adrienn/" rel="attachment wp-att-9003"><img class="size-full wp-image-9003" title="toth-adrienn" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/toth-adrienn.jpg" alt="" width="320" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">Tóth Adrienn (Chefredakteurin von vinoport.hu) aka Frau Györgykovács beim Ausschank von Imre&#39;s Weinen.</p></div>
<p>Hier tat&#8217;s mir wahrlich leid, dass ich nicht unbemerkt ein Foto seiner Hände machen konnte. Tiefe, furchige Falten, intensivst schwarz gefärbt, gewiss von der Ernte. Plastischste Zeichen der echten, ehrlichen Arbeit. Und hier waren auch die Beispiele für 2010 erstmals da. Im Direktvergleich zu 2009. Und die 2010 waren eindeutig die spannenderen Weine. Jetzt schon da, gut trinkbar und komplexer gestrickt. Der <strong>2009er Olaszrizling</strong> sehr klar, mit nicht zu starken stählernen Säuren, transparenter, offen liegender Frucht, sehr gerade geschnitten, makellos, ohne jegliche Schnörkel. Der <strong>2010er</strong> mir Pfirsichkern-Nase und leicht bitteren, grünlich-gelben Apfelschalen am Gaumen, klar, weich, Stein, Wachs, Haut. Faserig, auf elegante, subtile Weise mit leichten Widerstandshaken, der Herbheit und subversiven Säuren versehen. Der <strong>2009er Furmint</strong> beginnt recht breit, verengt sich dann zwischenzeitlich und endet wieder breit. Dabei sehr, sehr klar wirkend, sauber, blitzblank polierte und selber polierende Säuren, steinerne Mineralität, gelbe, halbreif und fast etwas künstlich wirkende Birnen und Äpfel, Wachs. Schön. Der <strong>Furmint aus 2010</strong> leicht tänzelnd in der Nase, mit Limetten und spritzig frischen, grünen Äpfeln. So gibt er dann auch sein Stelldichein auf der Zunge. Spielerisch und doch ernst, leicht wirkend und doch fest gewirkt, gegen Ende mit deutlich zunehmender Mineralität und damit einher gehender Herbheit. Blätter, Tee.</p>
<p><a href="http://borwerk.de/2011/10/29/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-1-go-denes-hegybirtok-varkapitany-pince-fazekas-andras/">Zum Teil eins über den Event an sich (ein wenig) und Eindrücken zu Dénes Hegybirtok, Várkapitány Pince und Fazekas András.</a></p>
<p>Morgen dann (hoffentlich) noch zu Spiegelberg und Takács der letzte Teil.</p>
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		<title>Somlo quer. Großverkostung im Festetics Palast. 1. Go: Denes Hegybirtok, Varkapitany Pince, Fazekas Andras.</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 18:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Somló ist neben und schon auch nach Tokaj das wohl spannendste Anbaugebiet Ungarns. Mineralischer Boden weil vulkanischen Ursprungs, säurestrotzende Kraftpakete können hier entstehen, Sonderrolle ohnehin ob seiner Lage und verschwindend kleinen &#8220;Größe&#8221;, quasi weltweit einziger Spielplatz für die Rebsorte  Juhfark. Alles überschaubar, auch was die Anzahl nennenswerter Erzeuger  anbelangt. Die schaffen es als Gemeinschaft dann, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8985" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/29/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-1-go-denes-hegybirtok-varkapitany-pince-fazekas-andras/denes-hegybirtok/" rel="attachment wp-att-8985"><img class="size-full wp-image-8985" title="denes-hegybirtok" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/denes-hegybirtok.jpg" alt="" width="636" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Dénes Hegybirtok brachte zum Beweis, dass es auch am Ság-hegy Basalt-Gestein gibt, lieber gleich ein paar Brocken mit.</p></div>
<p>Somló ist neben und schon auch nach Tokaj das wohl spannendste Anbaugebiet Ungarns. Mineralischer Boden weil vulkanischen Ursprungs, säurestrotzende Kraftpakete können hier entstehen, Sonderrolle ohnehin ob seiner Lage und verschwindend kleinen &#8220;Größe&#8221;, quasi weltweit einziger Spielplatz für die Rebsorte  Juhfark. Alles überschaubar, auch was die Anzahl nennenswerter Erzeuger  anbelangt. Die schaffen es als Gemeinschaft dann, ein kleines Wunder in Ungarn, regelmäßig Verkostungen zu organisieren. Inzwischen heißt dies, dass man im Schnitt in Budapest zwei mal im Jahr Somló quer verkosten kann. Dafür gibt es sonst kein Beispiel weit und breit. Das ist vorbildlich.</p>
<p>Am Donnerstag bot sich, mal wieder im Festetics Palast der Deutschen Andrássy Universität, gleich hinter dem Nationalmuseum, eine weiter Möglichkeit. Der Fokus lag auf 2009, doch auch einzelne ältere und auch schon 2010er konnte man verkosten. Es war diesmal ein Husarenritt mit Abkürzungen. Zügig gehalten, zusammen <a href="http://borravalo.hu/author/fater/">mit einem ungarischen Kollegen</a> die Stationen bestimmt und die Weine diskutiert. Die Notizen fielen kürzer aus als gewöhnlich. Ein Eindruck hat sich dennoch vermittelt, auch trotz der Hitze und recht schlechten Luft. Aber das ist man von der Location leider schon leidgeprüft gewohnt. Serh verkürzt und mit all den Abstrichen, die ein derartiger Blitzeindruck mit sich bringt: es war der Abend des Furmint &#8211; und 2010 scheint doch auch spannende Ergebnisse geliefert zu haben. Teil I jetzt, der Rest schrittweise, beizeiten.</p>
<p><strong>Dénes Hegybirtok</strong><br />
Nicht zum echten Somló gehörend, die weine vom Sághegy, einige Kilometer westlich, Dénes Birtok, der einzige nennenswerte Erzeuger mit immer mal wieder recht interessanten Weinen. Mit einem <strong>Sághegyi Olaszrizling 2006</strong>, der fein und geschmeidig, und für einen Welschriesling fast elegant zu nennend auf der Zunge lag. Mit feiner Säurestruktur, geduckter gelber Frucht und kein wenig alt. Nicht breit, nicht konzentriert, im Detail schön &#8211; und das nach fünf Jahren. Den Chardonnay ließ ich bewusst aus. Der hat dort nichts verloren. &#8220;Nem kell&#8221;, braucht man einfach nicht, wie ich finde. Der <strong>Sághegyi Furmint, Jahrgang 2009</strong>, wesentlich breiter aufgestellt, die Grüner-Apfel-Rosinen-Nase sprang einem förmlich ins Gesicht, am Gaumen dann aber umso dezenter, transparent wirkend, mit etwas flachen Säuren und verhaltener Apfelfrucht. Gut trinkbar, erschein etwas zu einfach gestrickt, die Nase hatte größere Erwartungen geweckt.</p>
<div id="attachment_8987" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/29/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-1-go-denes-hegybirtok-varkapitany-pince-fazekas-andras/fazekas-borpince_somloi-korona_2007/" rel="attachment wp-att-8987"><img class="size-full wp-image-8987" title="fazekas-borpince_somloi-korona_2007" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/fazekas-borpince_somloi-korona_2007.jpg" alt="" width="320" height="254" /></a><p class="wp-caption-text">Erstkontakt mit &quot;Korona&quot;, einer Kreuzung von Irsai Olivér und Juhfark.</p></div>
<p><strong>Várkapitány Pince</strong><br />
Der Burgkapitän, soso. Der Name des Weingutes verlangt nach dementsprechenden Etiketten. Probiert habe ich dann lediglich den <strong>2008er Furmint</strong>, recht ansprechend in der Nase mit dezent kräuterig-medizinischen Tönen, am Gaumen letztlich dann aber ein kraftlos lauer Säure-Frucht-Zweiklang.</p>
<p><strong>Fazekas András Vino-Trans Kft.</strong><br />
Ein Supermarkt-Lieferant, nicht weiter schlimm das. Nur bemerkenswert, dass er vermeintlich auch den Transport hin zu den einzelnen Läden übernimmt. Warum sonst firmiert im Namen &#8220;Vino-Trans&#8221;? Probieren musste ich dann aber doch den <strong>Somlói Korona von 2007</strong>. Korona, Krone, das ist gar eine eigenständige Rebsorte, Kreuzung aus Irasi Olivér und Juhfark. Noch nie gehört. Der eine Ehepartner sollte wohl Frucht und Duft beitragen, der andere Säure und Rückgrat. Raus kam, zumindest bei diesem Beispiel, ein nicht ganz uninteressanter, halbtrockener Wein. Mit erstaunlich trockener, ja fast staubtrocken wirkender Kräuter-Nase, obwohl er eher zu warm war, auch vegetabile Noten. Am Gaumen vor allem Quittengelée, blumig wirkend, eher schwache Säuren, eindimensional, da hat sich mehrheitlich wohl der Irsai-Charakter durchgesetzt. Der <strong>Juhfark 2007</strong> zeigte halbreife Apfelfrucht, zunehmend über Säuren definiert, gegen Ende spitz zulaufend. Sonst recht schwach aber für etwas mehr als vier Euro nicht wirklich schlecht.</p>
<p>Fortsetzung folgt, wie gesagt.</p>
<div id="attachment_8986" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/29/somlo-quer-grosverkostung-im-festetics-palast-1-go-denes-hegybirtok-varkapitany-pince-fazekas-andras/varkapitany_pince/" rel="attachment wp-att-8986"><img class="size-full wp-image-8986" title="varkapitany_pince" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/varkapitany_pince.jpg" alt="" width="636" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Die Etiketten vom Várkapitány, dem &quot;Burgkapitän&quot;: mit bewusst rustikalem Touch und flügellahmem Adlerwappen.</p></div>
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		<title>Vom Suchen und Finden. Istvan Dorogi, Dorogi Testverek, Tokaj</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 07:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8811" class="wp-caption alignleft" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/19/vom-suchen-und-finden-istvan-dorogi-dorogi-testverek-tokaj/dorogi/" rel="attachment wp-att-8811"><img class="size-full wp-image-8811" title="dorogi" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/dorogi.jpg" alt="" width="636" height="256" /></a><p class="wp-caption-text">István Dorogi, oder einfach &quot;Pisti&quot;.</p></div>
<p><span style="font-size: small;">Noch so ein Suchender. Istán Dorogi, Winzer aus Tarcal, dem Nachbarort von Tokaj. Er sucht alleine. Denn auch wenn das Weingut Dorogi Testvérek heißt, Gebrüder Dorogi, ist es doch nur er, der sich kümmert, alles verantwortet. Auch István gehört zu der Riege von Jungwinzern, die sich auf die Suche gemacht haben. Sein Vorteil: er hat vergleichsweise früh begonnen, vor gut 10 Jahren. </span></p>
<p>Und damit verfügt er über etwas mehr Erfahrung, als andere. Schon hier wird einmal mehr offensichtlich: alles steht noch am Anfang. Wir reden von einigen wenigen Jahren, die den Unterschied machen können. Am deutlichsten manifestiert sich Istváns Mehr an Erfahrung wohl in seinen edelsüßen Weinen. Hier zeigt er sich auch mit alternativen Ansätzen jenseits des Klassikers, des Aszú, nicht nur einfallsreich, sondern auch erfolgreich. dafür spricht das „Anna Cuvée“ und noch mehr die „Avantgarde“.</p>
<p>Doch auch bei den trockenen Weinen lässt sich eine Handschrift, eine Philosophie erkennen. Sie sind allesamt eher karge Gesellen, über ihre Säuren definiert und geizen eher mit der Frucht. Das ist umso mehr ein Anzeichen von Istváns eigener stilistischer Vorstellung, als dass seine Reben in unterschiedlichen Lagen allesamt um Tarcal an den Hängen des Hausbergs Tokajs stehen, dem Kopasz. Sie wurzeln erst einmal in nährstoffreichem Löss. Dann, darunter, je nach Lage in unterschiedlicher Tiefe, kommt das teils noch eher sandig-kalkhaltige, teils mineralische Gestein. Vorfahrt für mehr Frucht bedeutet das verkürzt im Direktvergleich zu den kargen Böden anderer, von vulkanischem Gestein bis an die Oberfläche durchzogener Untergründe. Das zeigt sich am besten in den filigranen, subtil geformten Weinen von <a href="http://borwerk.de/wein/kikelet-pince/">Stephanie Berecz von Kikelet</a>, die teils aus denselben Lagen gewonnen werden.</p>
<p>Doch nicht bei István, der seine Weine spontan vergären und in Holzfässern reifen und ausbauen lässt. Ein Erklärungsansatz: die Alkoholgrade der Trockenen liegen bei 13,5% für Tokaj relativ niedrig, so dass hier vermeintlich nicht bis zum letzten Tag und gar einer überreife mit der Lese gewartet wird. Der von ihm eingeschlagene Weg weist, subtrahiert man im Geiste etwas Säure, in eine etwas an Burgunder erinnernde Richtung. Doch auch das greift wie viele Vergleiche zu kurz, wirkt ein Stück weit krampfhaft erzwungen. Schließlich geht es um ganz andere Rebsorten, ein anderes Terroir, einen anderen Hintergund und trägt gerade Furmint nicht unbedingt das Versprechen auf große Fruchterlebnisse in sich. Und bei allem zwischenzeitlichen Auffinden von Stilen und Ansätzen, geht es nach wie vor um ein fortgesetztes Suchen. Verkürzt gesagt wissen daher auch die trockenen Weine Istváns auf ihre Weise zu gefallen, eigenen sich aber weniger für einen Erstkontakt dieser Gattung. Und das gilt auch für den sonst per se etwas breiter, blumiger und fruchtiger aufgestellten Hárslevelű, welcher reinsortig bei István Dorogi aus der Lage Thurzó stammt.</p>
<p>Womit wir nach diesem etwas fahrigen Einstieg bei den Verkostungsnotizen angelangt sind.</p>
<div id="attachment_8812" class="wp-caption alignright" style="width: 336px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/19/vom-suchen-und-finden-istvan-dorogi-dorogi-testverek-tokaj/dorogi-testverek_tokaji-avantgarde-botrytis_2006/" rel="attachment wp-att-8812"><img class="size-full wp-image-8812 " title="dorogi-testverek_tokaji-avantgarde-botrytis_2006" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/dorogi-testverek_tokaji-avantgarde-botrytis_2006.jpg" alt="" width="326" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Auch so geht Edelsüß aus Tokaj. Botrytis im Doppeleinsatz, macht einen Avantgardisten - und einen schönen Wein.</p></div>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Hárslevel</strong></span><strong><span style="font-size: medium;">ű Thurzó 2009</span><br />
</strong>13,5% Vol. Thurzó die Lage, zwischen den Orten Tarcal und Tokaj am Kopasz, dem Hausberg Tokajs gelegen, Lössboden als Grundlage. Acht Monate im Holz.<br />
Ein wenig Stallgeruch haftet dem Hárs anfangs an. Animalische Töne, die bei noch jungen, spontan vergorenen Weinen bisweilen vorkommen. Doch das vergeht mit der Zeit an der Luft. Doch die Nase bietet auch eine – wenngleich zurückhaltende gelbe Quitten-Frucht und grüne Paprika. Am Gaumen griffig und doch elegant und leicht wirkend, mit klaren , recht deutlich ausgeprägten Säuren, die durchweg ein schönes Rückgrat bilden. Zitrusfrucht und gelbe Birnen, beide eher karg und gefasst als – wie häufiger bei Hárs &#8211; breit oder gar blumig wirkend. Daneben feine Holz- und Kräutertöne. Jung noch, ein wenig Flaschengärung wird ihm in jedem Falle noch gut tun.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Furmint Előhegy 2008</span><br />
</strong>13,5% Vol. Die Lage „Vorberg“, direkt bei Tarcal am nordwestlichen Ausläufer des Kopasz gelegen, wiederum mit Löss-Untergrund.<br />
Den 35 Jahre alten Rebstöcken wurde eine reife Apfelfrucht-Nase abgerungen. Sehr klassisch „furmintig“ wirkend. Am Gaumen überwiegt wieder die Kargheit und überdeckt die Frucht fast gänzlich. Leicht salzig, Feuerstein, grünes Moos, Flechten. Schlank geschnitten, mit klaren Säuren untermauert, gegen Ende trocken, steinern wirkend.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Furmint Előhegy 2006</span><br />
</strong>Einmal mehr 13,5% Vol. und mit sehr deutlichen Säuren, grundsätzlich der säurebetonteste Vertreter von Dorogi aus dem 2006er Jahrgang. die Kräuter-Aromatik ist hier ausgeprägter, daneben Holunder-Noten, Mandarinen-Frucht. Insgesamt einmal mehr schlank geschnitten, gegen Ende mit einer zunehmend trocken auslaufenden Pfirsichkern-Aromatik fast etwas hart wirkend. Männlich, mit Nachdruck und Willen ausgestattet.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Anna Cuvée 2005</span><br />
</strong>…stammt zu 50% aus Fordítás, zu 40% aus Gelbem Muskateller und zu 10% aus einem wilden Rebsorten-Mix. Damit hat man es wenn man so will mit einem modernen Süßwein mit eingebautem Traditions-Verweis zu tun. Und der ist mit seiner recht deutlichen Botrytis-Nase und dem feinen Duft nach Quitten richtig schön. Drängt sich auch am Gaumen nicht mehr auf als nötig – trotz des Muskatellers(!) – spricht sehr direkt an, verharrt in einer leichten, subtil fruchtig-süßen Spannung, erinnert an Quarkkuchen, leicht angebrannte Vanille, kommt mit feinen Säuren und einer ganz genau so eingependelten Frucht aus reifen gelben Birnen und  Quitten. Schön.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Sárga Muskotály 2009</span><br />
</strong>in Stahl vergoren und ausgebaut, mit immerhin 116g/l Restzucker, aber leider doch recht schlicht gestrickt und flach und eindimensional wirkend. Kaum wahrnehmbare Säuren neben der üblichen Muskateller-Aromatik, einer gelben Frucht und sowohl flach wie einseitig verhalten-penetrant wirkenden Süße. Sonst nicht viel.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>5 puttonyos Aszú 2007</strong></span><br />
In der Nase recht markant, oxidativ wirkend. Und auch am Gaumen eher etwas Ausgefalleneres – weder von moderner noch klassischer Stilistik geprägt, sondern eigen. Das zeigt sich in einer spannungsreichen Bitterkeit, die entlang eines Rosinen-Fruchtkerns verläuft, mit leicht grüngelben tönen, Traubenkerne, Apfelschalen. Ein wenig fehlt es an Säuren. Aber das mag eher subjektiv sein. Ansonsten: schlichtweg noch jung, verlangt seine Zeit und soll sie auch kriegen.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Szamorodni 2010</strong></span><br />
mit 180 g/l Restzucker bei satten 13 g/l Säure, nachdem der Grundwein 48 gemeinsame Stunden mit den Botrytisbeeren verbracht hatte. Und ganz offensichtlich ein sehr frisches, ansprechendes, zupackendes Ergebnis befördert hat. Das, was sich hier und jetzt im Glas befindet, wirkt trotz seiner schrecklich jungen Jungend erstaunlich fertig, sehr gut trinkbar. Mit einem schönen Aromenmix aus Aprikosen, Birnen, Karamell, sehr feiner, grünlich-bitterer Blätter-Aromatik, jungen, klaren Säuren und dem Touch Botrytis, der für die nötige Tiefe und Struktur sorgt. Sehr gefällig, schön gelungen.</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Tokaji Avantgarde Botrytis 2006</span><br />
</strong>Tokaj-Wein-Algebra. Die Formel: 1 Fass Fordítás + 1 Fass Aszú = Avantgarde Botrytis mit 209 g/l Restzucker. Und damit ein Wein, der den Spagat wagen will und vollzieht und an dem man sich erfreut, weil er sowohl über eine opulente Botrytis-Note verfügt, als auch mit spielerisch-leicht wirkenden Trippelschritten den Tanz eines modernen Süßweins vollführt. Gemacht als Lockvogel für den Erstkontakt mit dem edelsüßen Tokaj erfüllt er seinen Zweck mehr als gut. Gefällt mit Fruchtaromen von Aprikosen und Birnen und Äpfeln, mit schöner, vitaler Säure, breiter, aber eben nicht zu breiter und dabei cremiger Textur und setzt mit pfeffrig-rauchigen Tönen eins oben drauf in Sachen Eigenständigkeit. Schön!</p>
<p>Über die beiden 6 puttigen Aszús, welche es auch zu verkosten gab dann mehr im Zuge der großen Aszú-Verkostung, die am Folgeabend stattfand und zu der sich die beiden Dorogi-Vertreter auch noch(mals) gesellten.</p>
<div id="attachment_8813" class="wp-caption alignleft" style="width: 564px"><a href="http://borwerk.de/2011/10/19/vom-suchen-und-finden-istvan-dorogi-dorogi-testverek-tokaj/dorogi-testverek_vertikale/" rel="attachment wp-att-8813"><img class="size-full wp-image-8813  " title="dorogi-testverek_vertikale" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/10/dorogi-testverek_vertikale.jpg" alt="" width="554" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Flaschenformen gibt es gar viele: die süße Cuvée Anna, der ebensolche Gelbe Muskateller und der trockene Furmint aus der Lage Előhegy</p></div>
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