Istenhegy Furmint 2006, Arvay es Tarsa, Tokaj

Árvay - Istenhegy Furmint 2006 Noch so ein „alter“ Furmint, so ein trockener. Hat durch Wegtrinken zwar knapp nur den sechsten Lenz verpasst. Ist aber doch auch angesichts der wenigen Jahrgänge, auf die der Ausbau trockener Weißweine in Tokaj zurückblickt, ein älterer Knabe. Und ich habe ihn gut in Erinnerung, als einen jener Weine, der mir anno dunnemal beim Borfeszstivál auf dem Burgberg sehr gut...

Uragya Furmint 2002, Kiralyudvar, Tokaj

Királyudvar - Urágya Furmint 2002 Da bleibt einem nur das Standardgesülz von Klasse, statt Masse. Denn bei dem reinsortigen Furmint aus der Lage Urágya von Királyudvar trifft das dann auch in der Tat zu. Nicht nur, weil er sich in wirklich schöner Form zeigte, sondern auch zusätzlich noch aus den Anfangsjahren der trockenen Weine Tokajs stammt, aus 2002. Dafür ist er bemerkenswert gut gelungen, verweist...

Lapis Furmint 2009, Bodrog-Bormühely (Hajdu Janos, Farkas Krisztian), Tokaj

Bodrog-Borműhely - Lapis Furmint 2009 Der 2008er hat mir wirklich gut gefallen. Und auch der 2009er ist ganz gut gelungen. Macht einem aber das Leben ehrlich gesagt doch schwer. Denn er ist bei weitem nicht so rund und stimmig, kommt ein ganz klein wenig kantig und einseitig daher. Genauer: mit merkwürdig spitz-grünlich-fahlen Säuren. Wobei, andererseits, das legt sich dann über die Zeit hinweg, die Säuren...

Somlo quer. Großverkostung im Festetics Palast. 3. Go: Tornai Pinceszet, Spiegelberg Istvan, Hollovar / Takacs Lajos

Etwas zu viel des Guten (Alkohols): der 2009er Grófi Juhfark von Tornai mit 15% Vol. Dann also zum letzten Teil des schnellen virtuellen Rittes über den Monolithen, den Vulkankegel Somlós hinweg. Wie eingangs erwähnt wurden diesmal Wege abgekürzt (so etwa Kreinbacher nicht besucht, auch den guten alten Fekete Béla nicht, obwohl er gar selber anwesend war!), nur sporadische und eher oberflächliche Eindrücke...

Somlo quer. Großverkostung im Festetics Palast. 2. Go: Csordas-Fodor, Györgykovacs Imre.

Wenig war nicht los, im Festetics Palota. Doch die Hütte war auch schon ma besser gefüllt. Ohne weitere einleitende Worte weiter. Nur soviel: die Spreut tennt sich auch am kleinen Großen Somló deutlich vom Weizen. Csordás-Fodor Borház Der Juhfark 2009,ein rauchig-steiniges, trockenes Kräuterbündel mit gelbem Dörrobst in der Nase. Am Gaumen plump, mit harten Säuren, die die Frucht fast gänzlich überlagern....

Somlo quer. Großverkostung im Festetics Palast. 1. Go: Denes Hegybirtok, Varkapitany Pince, Fazekas Andras.

Dénes Hegybirtok brachte zum Beweis, dass es auch am Ság-hegy Basalt-Gestein gibt, lieber gleich ein paar Brocken mit. Somló ist neben und schon auch nach Tokaj das wohl spannendste Anbaugebiet Ungarns. Mineralischer Boden weil vulkanischen Ursprungs, säurestrotzende Kraftpakete können hier entstehen, Sonderrolle ohnehin ob seiner Lage und verschwindend kleinen “Größe”, quasi weltweit einziger...

Vom Suchen und Finden. Istvan Dorogi, Dorogi Testverek, Tokaj

István Dorogi, oder einfach "Pisti". Noch so ein Suchender. Istán Dorogi, Winzer aus Tarcal, dem Nachbarort von Tokaj. Er sucht alleine. Denn auch wenn das Weingut Dorogi Testvérek heißt, Gebrüder Dorogi, ist es doch nur er, der sich kümmert, alles verantwortet. Auch István gehört zu der Riege von Jungwinzern, die sich auf die Suche gemacht haben. Sein Vorteil: er hat vergleichsweise früh...

Vertikale: Attila Homonna – Hatari Furmint 2006-2010, Tokaj

Der Zauber der ersten Jahre umgibt nach wie vor vieles, was in Ungarn an Weinen erzeugt wird. Ein Zauber, der seine Kraft zieht aus den vielen Unbekannten, dem innewohnenden Risiko des potentiell-enttäuscht-Werdens, aber vor allem dem eigentlich nur-dazu-lernen-Könnens. Tabula rasa ist nicht nötig, ist vielmehr schlichtweg gegeben. Noch, zumindest, und doch schon nicht mehr ganz. Neuland wird mit fast...
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