10. Mai 2012
AZ Nektár Pince - Tokaji Furmint Kácsárd 2008
Wenn ein Wein nach dem Öffnen über die Tage hinweg an der Luft sich weiter entwickelt, dabei ändert, aber auf jeden Fall nicht abbaut, subjektiv empfunden zwischenzeitlich gar besser wird, dann spricht das – verhalten formuliert – definitiv für ihn. Dann taugt er in jedem Falle als Seelentröster.
Aber nein. Nein! Das greift zu kurz, viel zu kurz....
25. Februar 2012
Szepsy - Tokaji Furmint Szent Tamás 2005 (sorry für schlechte Bildqualität, lag am Smartphone und am Licht)
Bei großen Namen ist bekanntlich die Erwartungshaltung auch entsprechend. Wirklich unbefangen könnte man einem solchen Wein, wie dem reinsortigen Furmint aus der Lage Szent Tamás, der teuerste seiner Art in Tokaj und auf der Welt nur dann begegnen, wenn man ihn blind, unwissend ins Glas bekäme....
11. Februar 2012
Szent Benedek Pincészet - Tokaji Furmint 2006
Ein Tröster. Da ist Furmint-Februar in Ungarn, gerade am Donnerstag war die große Verkostung, und meinereins ist erstmalig nicht dabei. Dann öffnet man an eben diesem Donnerstagabend einn Holdvölgy 2007 von Lenkey – und der ist fehlerhaft. So dass man in Selbstmitleid und eine kleine Krise verfallen könnte. Wäre da nicht der so verzweifelte wie konsequente...
14. Januar 2012
Árvay - Istenhegy Furmint 2006
Noch so ein „alter“ Furmint, so ein trockener. Hat durch Wegtrinken zwar knapp nur den sechsten Lenz verpasst. Ist aber doch auch angesichts der wenigen Jahrgänge, auf die der Ausbau trockener Weißweine in Tokaj zurückblickt, ein älterer Knabe.
Und ich habe ihn gut in Erinnerung, als einen jener Weine, der mir anno dunnemal beim Borfeszstivál auf dem Burgberg sehr gut...
12. Januar 2012
Királyudvar - Urágya Furmint 2002
Da bleibt einem nur das Standardgesülz von Klasse, statt Masse. Denn bei dem reinsortigen Furmint aus der Lage Urágya von Királyudvar trifft das dann auch in der Tat zu. Nicht nur, weil er sich in wirklich schöner Form zeigte, sondern auch zusätzlich noch aus den Anfangsjahren der trockenen Weine Tokajs stammt, aus 2002.
Dafür ist er bemerkenswert gut gelungen, verweist...
21. Dezember 2011
Bodrog-Borműhely - Lapis Furmint 2009
Der 2008er hat mir wirklich gut gefallen. Und auch der 2009er ist ganz gut gelungen. Macht einem aber das Leben ehrlich gesagt doch schwer. Denn er ist bei weitem nicht so rund und stimmig, kommt ein ganz klein wenig kantig und einseitig daher. Genauer: mit merkwürdig spitz-grünlich-fahlen Säuren. Wobei, andererseits, das legt sich dann über die Zeit hinweg, die Säuren...
31. Oktober 2011
Etwas zu viel des Guten (Alkohols): der 2009er Grófi Juhfark von Tornai mit 15% Vol.
Dann also zum letzten Teil des schnellen virtuellen Rittes über den Monolithen, den Vulkankegel Somlós hinweg. Wie eingangs erwähnt wurden diesmal Wege abgekürzt (so etwa Kreinbacher nicht besucht, auch den guten alten Fekete Béla nicht, obwohl er gar selber anwesend war!), nur sporadische und eher oberflächliche Eindrücke...
30. Oktober 2011
Wenig war nicht los, im Festetics Palota. Doch die Hütte war auch schon ma besser gefüllt.
Ohne weitere einleitende Worte weiter. Nur soviel: die Spreut tennt sich auch am kleinen Großen Somló deutlich vom Weizen.
Csordás-Fodor Borház
Der Juhfark 2009,ein rauchig-steiniges, trockenes Kräuterbündel mit gelbem Dörrobst in der Nase. Am Gaumen plump, mit harten Säuren, die die Frucht fast gänzlich überlagern....
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