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	<title>Ungarn und Wein. BorWerk - Das Blog über ungarische Weine &#187; Etyek</title>
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	<description>Das Blog über ungarische Weine</description>
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		<title>Jahrgang 2011 in Ungarn. Raspi &#8211; Sopron, Szeremley &#8211; Badacsony, Hernyak &#8211; Etyek</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 12:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ráspi  (Horváth József) &#8211; Sopron Der Ernte-Marathon dauerte von Ende August bis Ende Oktober. Das Wetter war ideal, die Trauben perfekt reif und gesund. Dieser wunderbare Jahrgang kam genau rechtzeitig, da ich in den letzten Jahren viele Erfahrungen Sammeln konnte. Vor einigen Jahren hätte ich die Möglichkeiten dieses wunderbaren Jahrganges noch nicht maximal ausnutzen können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-9120" title="badacsony" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/11/badacsony.jpg" alt="" width="636" height="268" /></p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Ráspi  (Horváth József) &#8211; Sopron</span></strong><br />
Der Ernte-Marathon dauerte von Ende August bis Ende Oktober. Das Wetter war ideal, die Trauben perfekt reif und gesund. Dieser wunderbare Jahrgang kam genau rechtzeitig, da ich in den letzten Jahren viele Erfahrungen Sammeln konnte. Vor einigen Jahren hätte ich die Möglichkeiten dieses wunderbaren Jahrganges noch nicht maximal ausnutzen können.<br />
In unseren zerstreut liegenden Weinbergen (über 70 Grundbuch-Einträge), habe ich mich ausleben können, ohne mich beeilen zu müssen. Der auf 80 Jahre alten Stöcke gepfropfte Furmint, der Csókaszőlő (autochthone Rebsorte) auf den 40 Jahre alten Stöcken, der Kadarka, der Zweigelt und der Kékfrankos haben sich in ihrer besten Form gezeigt. Wir haben Kékfrankos (Blaufränkisch) auch weiß ausgebaut.</p>
<p>Und es gibt auch einen neuen Thronanwärter, der bei Ráspi bis jetzt etwas stiefmütterlich behandelt wurde: der Merlot. Der 2009-er ist noch in Fässern, in 2011 haben wir einen Basiswein und auch eine Merlot-Auslese gemacht. Ich kann es mit vollem Voreingenommenheit sagen: er ist phänomenal. Von 1 bis 10 Punkten gebe ich diesem Jahr 12 Punkte. Das Wetter hat mehr geleistet als was modernste Verdickungsmaschinen und die neuesten Techniken zur Manipulation von Farbe, Geschmack und Duft erreichen könnten.</p>
<p><a href="http://alkoholista.blog.hu/2011/10/21/szuret_2038">Quelle: A Művelt Alkoholista</a></p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Szeremley Birtok (Kardos Gábor) &#8211; Badacsony</span></strong><br />
Über die diesjährige Ernte wird in höchsten Tönen gesprochen, wobei wir in den Weinbewertungen vom letzten Jahrgang auch oft ein schlechteres Bild bekommen als in den Berichten vom letzten Jahr. Die voreiligen Siegesberichte werden meistens von Marketingabsichten diktiert, aber es ist wichtig, das Bild etwas zu relativieren – vor allem weil bei den Weinen vom Basaltgestein auch die Säuren sehr wichtig sind. Wenn wir über leichte, fruchtige Weine reden, war dieser Jahrgang ideal, weil die Erhaltung der Säuren in dem Fall nicht so wichtig ist, wie bei den Weinen, die traditionell ein hervorragendes Alterungspotenzial haben.</p>
<p>Anfang Mai hat der Frost bei uns auf 8 ha fast einen hundertprozentigen Ausfall verursacht. Bis Juni gab es knappe 80 mm Niederschlag, aber im Boden war noch genug Feuchtigkeit. Die Lage wurde vom Regen im Juli gerettet. Im schönen Sommerwetter das bis Oktober dauerte, sind die Trauben gesund gereift, mit weniger, aber reifen und schönen Säuren und dickerer Beerenhäuten.</p>
<p>Die Ernte fing am 6. September mit Muscat Ottonel an, danach haben wir in der üblichen Reihenfolge weitermachen können: Pinot Gris, Pinot Noir, Budai Zöld, Syrah, Kékfrankos, Welschriesling, Riesling, Kéknyelü, Merlot, Cabernet Sauvignon. Zuletzt wurde der Zeus mit geschrumpften Beeren als Spätlese geerntet, wobei die Stare alles getan haben, um durch die Netzte an die Trauben ranzukommen.</p>
<p>Alles in allem scheint der Jahrgang gut zu werden, das Traubenmaterial war auf jeden Fall reif und gesund, aber es ist noch zu früh, um über die Weine urteilen zu können.<br />
<a href="http://alkoholista.blog.hu/2011/10/18/szuret_2036">Quelle: A Művelt Alkoholista</a></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Hernyák Birtok (Hernyák Tamás) – Etyek</strong></span><br />
Nach einem extremen Sommer haben wir die Ernte ein Monat früher als üblich angefangen.  Normalerweise geht es im Oktober los, da wir überreife Trauben bevorzugen, aber dieses Jahr fing die Ernte schon Anfang September an.</p>
<p>Und wir haben bei der Ernte mehr Acht geben müssen als je zuvor. Neben den Weinen machen wir auch Sekt, und bei Sekt ist das Timing besonders kritisch, da wir höhere Säuren und niedrigere Alkoholwerte brauchen, als bei den Weinen, so dass früher geerntet werden muss.</p>
<p>Bei den anderen Weinen hat man jedoch auch vorsichtig sein müssen, um zu hohe Alkoholwerte zu vermeiden. Ich denke, das wird auch den Jahrgang 2011 charakterisieren: weichere Säuren, höhere Alkoholwerte und in manchen Fällen auch Restzucker. Die niedrigeren Säuren werden in den Nördlicheren Weingebieten und bei kalkigen Böden weniger Probleme bereiten als anderswo. Wir in Etyek haben Glück, weil beide Kriterien gegeben sind.</p>
<p>Ich glaube, dass die Rotweine von den nördlicheren Weingegenden am meisten von den Gegebenheiten des Jahrgangs profitieren werden. Sie werden reif sein, mit ausreichend samtigen Tanninen. Letzteres ist für mich besonders wichtig. Neben den Rotweinen mache ich mir auch um die ernsteren Weissweine keine Sorgen, aber ich werde gespannt sein auf die reduktiven Weissweine von den duftigen Sorten. Die werden zwar wahrscheinlich genug Fülle und Komplexität haben, aber die Intensität der aus den Trauben stammenden Aromen ist fraglich.</p>
<p>Quelle: <a href="http://vinoport.hu/?node=3818">vinoport.hu</a></p>
<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.</p>
<p><a href="../2011/10/12/jahrgang-2011-in-ungarn-winzer-im-o-ton-i-villany-siklos-heumann-hummel-wassmann/">Jahrgang 2011. <strong>Villány-Siklós</strong> – Heumann, Hummel, Wassmann</a><br />
<a href="../2011/10/16/jahrgang-2011-in-ungarn-winzer-im-o-ton-ii-eger-grof-buttler-kovacs-nimrod-winery-orsolya-st-andrea/">Jahrgang 2011. <strong>Eger</strong> – Gróf Buttler, Kovács Nimrod Winery, Orsolya Pince, St. Andrea</a><br />
<a href="http://borwerk.de/2011/10/27/jahrgang-2011-in-ungarn-winzer-im-o-ton-iii-matra-gabor-karner-und-balint-losonci/">Jahrgang 2011. Mátra &#8211; Karner Gábor und Losonci Bálint</a></p>
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		<title>Vor den Toren der Stadt: Etyek und die Etyeki Kuria</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 07:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Borúton, auf Weinwegen]]></category>
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		<description><![CDATA[Alles scheint greifbar nahe &#8211; und ist es wirklich. Klare Konzeption und moderne Weine inmitten einer fast surreal-verklärend wirkenden Vorstadtidylle. Die Etyeki Kúria drängt der Zukunft entgegen. Und findet sich in der Zerrissenheit von lokaler Identitätssuche und wachsendem Internationalisierungs-Anspruch wieder. Das Nimby-Prinzip. Irgendwie trifft es zu, auf Etyek, in abgewandelter Form. Nimby, die Abkürzung für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8188" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/04/vor-den-toren-der-stadt-etyek-und-die-etyeki-kuria/etyek_idylle/" rel="attachment wp-att-8188"><img class="size-full wp-image-8188" title="etyek_idylle" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/etyek_idylle.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Von beidem nicht zu knapp: Idylle mit Aprikosen.</p></div>
<p><em><span style="color: #008080; font-size: medium;">Alles scheint greifbar nahe &#8211; und ist es wirklich. Klare Konzeption und moderne Weine inmitten einer fast surreal-verklärend wirkenden Vorstadtidylle. Die Etyeki Kúria drängt der Zukunft entgegen. Und findet sich in der Zerrissenheit von lokaler Identitätssuche und wachsendem Internationalisierungs-Anspruch wieder.<br />
</span></em></p>
<p>Das Nimby-Prinzip. Irgendwie trifft es zu, auf Etyek, in abgewandelter Form. Nimby, die Abkürzung für &#8220;Not in my back yard&#8221;. Da gibt es nun einmal dieses Weinbaugebiet, direkt vor Budapest, gen Westen gelegen. Doch gerade die Nähe scheint zu stören. Wie als wäre es zu trivial, dort mal kurz in 20 oder 30 Minuten hin zu fahren, Weingut besichtigen, Weine probieren, zurück.</p>
<p>Das Nimby-Prinzip. Dass man die Notwendigkeit in etwas sieht, es aber gefälligst nicht in direkter Nachbarschaft haben möchte. Kraftwerke etwa, oder ein Autobahnkreuz. Nützliches, Unumgängliches, aber nicht Schönes. Für ein Weingebiet gilt das ganz allgemein nicht. Noch dazu, wenn es klein und unscheinbar ist. So wie Etyek. Der Kern des Gebietes beschränkt sich auf einen Berg, eher ein Hügel, den Öreghegy, südlich an den Ort Etyek grenzend.</p>
<p>Das Problem scheint irgendwie paradox. Und dann doch wieder logisch. Sára Matolcsy kennt es nur zu gut. Die langjährige Leiterin der Etyeki Kúria hat vieles versucht. Dabei ist alles da. Schöne Landschaft, Ruhe, die Idylle einer kleinen, eigenen Welt. Ein moderner Verkostungsraum, drei Schritte bis zu den ersten Rebstöcken. Alles nur ein Steinwurf von Budapest weg, im &#8220;back yard&#8221; des Wasserkopfes Ungarns, im Hinterhof der zwei Millionen Stadt. Und doch: der Weintourismus in größerem Stil bleibt aus.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das&#8230; &#8211; Etikett.</strong></span></p>
<div id="attachment_8189" class="wp-caption alignright" style="width: 370px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/04/vor-den-toren-der-stadt-etyek-und-die-etyeki-kuria/etyeki_kuria_01/" rel="attachment wp-att-8189"><img class="size-full wp-image-8189 " title="etyeki_kuria_01" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/etyeki_kuria_01.jpg" alt="" width="360" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Die sechs. Und ihr Macher: Sándor Mérész.</p></div>
<p>Daran hat sich bei Etyeki Kúria seit der noch engeren Partnerschaft mit dem österreichischen <a href="http://www.esterhazywein.at/">Hause Esterházy</a> auch nichts geändert. Was am ehesten auffällt: die neuen Etiketten. Modern ist der Auftritt mit diesen geworden. Die minimalistischen Strichzeichnungen fallen auf. Zeugen der früheren schwäbischen Einwanderer inspirierten die Wiener Designerin Cordula Alessandri dazu, Kreuzstich Stickereien aus dem nahen Dorfmuseum. Modern mit symbolischer Verankerung in der lokalen Tradition. Saubere Linie, eindeutige Konzeption (es lohnt ein Blick auf die sehr gut gemachte <a href="http://www.etyekikuria.com">Homepage</a>). Was gleich danach auffällt: die freiwillige Selbstkontrolle, die Beschränkung. Sechs Weine, das Portfolio. Punkt. Saubere Linie auch hier, klare Ansage.  Weniger ist mehr. Das zeugt von Selbstsicherheit, das bringt Sicherheit beim Kunden.</p>
<p>Nicht immer war das so. Kramen zwischen den Gedächtnislücken. Das Habhafte, gebliebene Eindrücke: die Etyeki Kúria zählt schon seit langem zu den bekanntesten und besten Adressen in Etyek. Zuverlässige, sauber und klar gezeichnete Weine. Tadellos, aber auch ein wenig wahllos. Es gab einige schöne reduktive Weißweine, etwa Grauburgunder, die Pinot Gris genannt wurden. Alles recht preiswert, für den Alltag gedacht und gemacht. Dass das Habhafte sich darauf beschränkt, sagt einiges. Und erklärt gleichzeitig auch ein wenig das Grundproblem von Etyek.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Idylle pur: schmale Straße, kleine Häuser, wenige Rebzeilen</strong></span></p>
<p>Die eigene Identität und Eigenständigkeit zu wahren, vielleicht auch erst zu finden, ist angesichts der landeseigenen Konkurrenz nicht einfach. Der Schwerpunkt liegt eher bei Weißweinen, doch auch die Roten, insbesondere Pinot Noir kommt zunehmend auf. Alles bleibt überschaubar, auch die Zahl nennenswerter Weingüter vor Ort. Die Überschaubarkeit, ein Abbild der Gegend selbst. Eine schmale geschotterte Straße, links und rechts reihen sich kleine, pittoreske Kellerhäuser in unregelmäßigen Abständen aneinander. Nussbäume, Sträucher, hier und da ein verfallener Keller, und ein paar Rebzeilen. Provinzielles Idyll in der großstadtnahen Provinz.</p>
<div id="attachment_8198" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/04/vor-den-toren-der-stadt-etyek-und-die-etyeki-kuria/etyek_kellergassenromantik/" rel="attachment wp-att-8198"><img class="size-full wp-image-8198" title="etyek_kellergassenromantik" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/etyek_kellergassenromantik.jpg" alt="" width="636" height="326" /></a><p class="wp-caption-text">Schmale Schotterstraße, urige Weinkeller. Provinzgefühle in Großstadtnähe: Etyek eben.</p></div>
<p>Nach gut und gerne dreihundert Metern weist ein handgemaltes Schild die Kúria aus. Ein Relikt aus der Vor-Esterházy-Zeit, umrankt von wildem Wein. Unter dem Haus, in gut sieben Metern Tiefe, der Keller mit den Holzfässern und mit optimal konstanten zwölf Grad und guter Luftfeuchte. Man setzt auf ungarische Eiche (Trust), testet aber auch französische. Hinter dem Haus, auf der Terrasse und im Schatten eines großen Baumes dann der erste der sechs Weine. Einer, der den Keller nie zu Gesicht bekam. Eine reduktiv ausgebaute Cuvée aus Királyleányka und Szürkebarát (Grauburgunder), White genannt.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Sechs Weine. Nicht mehr. Nicht weniger.</strong></span></p>
<p>Die kurze Reihe von insgesamt nur sechs Weinen verlangt irgendwie zwingend eine ebenso kurze Charakterisierung, einen Abriss des Gebotenen. Der <strong>2010er</strong> <strong>White</strong> wunderbar frisch, mit knackigen, animierenden Säuren. Der <strong>2010er</strong> <strong>Rosé</strong> merkwürdig außen vor bleibend, weil aus zugekauften Trauben und daher aus Cabernet Franc. Der <strong>2008er Red</strong> geschmeidig-süffig, wenig Zweigelt zeigt viel Präsenz. Der <strong>2009er Chardonnay</strong> bemerkenswert, weil untypisch und vielschichtig. Der <strong>2010er Sauvignon Blanc</strong> das Gegenteil, sehr klassisch und zupackend. Der <strong>2008er Pinot Noir</strong> ein Frucht-Säure-Spiel, erstaunlich warm, fleischig [Detailbeschreibung und weitere Erläuterungen am Ende des Artikels].</p>
<p>Das Stakkato der Label-Vergabe lässt die durchgehende Linie außen vor. Denn die gibt es und soll hervorgehoben werden. Die Weine sind allesamt modern. Und auch wenn viele, wie etwa der Chardonnay und die beiden Roten Holz gesehen haben, ist es stets sehr taktvoll eingesetzt. Hier wirkt nichts fett, findet man kein Gramm zu viel, ohne je auch nur ansatzweise in Kargheit oder Fahrigkeit abzudriften. Dabei sind alle sehr gut trinkbar, schon jetzt. Und manche, wie natürlich der Pinot, aber wohl auch ein Stück weit der Chardonnay, noch in einigen Jahre auf einem schönen Entwicklungsweg. Und für diese beiden gilt dann auch, dass Sie über eigene Charakterzüge verfügen, die sie zu etwas Eigenständigem machen.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Expansion mit klarem Konzept</strong></span></p>
<div id="attachment_8208" class="wp-caption alignright" style="width: 290px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/04/vor-den-toren-der-stadt-etyek-und-die-etyeki-kuria/etyeki-kuria_barriques/" rel="attachment wp-att-8208"><img class="size-full wp-image-8208 " title="etyeki-kuria_barriques" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/etyeki-kuria_barriques.jpg" alt="" width="280" height="420" /></a><p class="wp-caption-text">300 Liter, eingefasst von ungarischer Eiche.</p></div>
<p>Sándor Mérész hat hier in der kurzen Zeit, in der er bei Étyeki Kúria ist, zweifelsohne gute Arbeit geleistet. Wie bei der Henne und dem Ei fragt man sich für einen Sekundenbruchteil, was zuerst da war. Es war der Winzer, dann kamen die Etiketten. Äußerer Aufdruck und innerer Inhalt sprechen jedenfalls dieselbe Sprache. Die Schule des Auslandes, die Sándor durchlaufen hat &#8211; Stationen in Kalifornien und der Toskana &#8211; ist spürbar. Sehr sicher steht für jeden Wein die individuelle Behandlung der Moste, die Entscheidung für den technischen Ausbau. Das beginnt bei der gekühlten Pressung und dem reduktiven Ausbau in Stahl für den White und endet beim Pinot, wo der Maische zwei Wochen gegeben wird und Handarbeit beim Unterrühren angesagt ist, ehe der Reifung ein Jahr in 300-Liter Eiche statt gegeben wird. Individuelle Karrieren der Weinwerdung, die am Ende in einer in sich geschlossenen Reihe enden. So soll es, so sollte es sein. So ist es aber nicht immer und überall.</p>
<p>Eine gute Grundlage für das Bevorstehende, den deutlichen quantitativen Schub nach vorne. Zu den bestehenden 18 Hektar kommen nochmals knapp 10 hinzu. Am Konzept soll dabei nicht gerüttelt werden. Nur die Stoßrichtung, der Absatz muss sich ändern. Nicht wegen der ausbleibenden Weintouristen, sondern dem schieren Zwang, dem zu klein werdenden ungarischen Markt zu entfliehen.</p>
<p>Für den Export ist man somit wohl besten gewappnet. Das Konzept spricht für sich. Einziger, nicht zu unterschätzender Wermutstropfen ist abermals das Thema der eigenen Identität. Die Weine kommen so makellos geradlinig international daher, dass sie alles anderes als notwendig Ungarn sein müssen. Und ausgerechnet die Zutaten des Red stammen nicht einmal aus Etyek, sondern aus Sopron, am Neusiedlersee (siehe auch <a href="http://borwerk.de/2010/01/28/magyar-vandor-2007-etyeki-kuria-etyek-sopron/">Notiz zum Ungarischen Wanderer, zum Magyar Vándor</a>, wie der erste Rote der Kúria noch genannt wurde). Ein zusätzlich identitätsstiftender Mehrwert, wie etwa autochthone Rebsorten oder ein herausragendes Terroir, fehlen.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>International offen, lokal betroffen<br />
</strong></span></p>
<p>Gut möglich also, dass im künftigen Erfolg gerade keine Lösung für das ureigene Problem, das Paradoxon Etyeks liegt. Die Budapester kommen an die Weine der Etyeki Kúria. Da genügt der Gang zum nächstbesten Weinhändler der Stadt. Und draußen, in der weiten Welt, wird bei der Stilistik und Sortenwahl kaum einer keinen Gefallen finden, nur eben recht gleichgültig genießen, kaum je nach Etyek googlen. Im besten Falle merkt sich der eine oder andere wenigstens das Ursprungsland, Ungarn.</p>
<p>Das Nimby-Prinzip, abgewandelt, als Krux. Die nachvollziehbare Eigendynamik des Zuhause Bleibens oder anderswo Hin- und wirklich Wegfahrens, als ins nahe Etyek. Der Ausflugs-Charakter hält sich in Grenzen. Alkohol geht nicht, das Auto, Zero Tolerance. Doch all das hält das Sára Matolcsy nicht davon ab, mit viel Herz und mindestens so viel Seele um jeden Besucher zu kämpfen. Schwierig bleibt es. Der Heimfahr-Chauffeur-Service mit dem eigenen Auto will nicht verfangen. Eine Pendelbusverbindung könnte zumindest ausländische Touristen für einen Tagesauflug aus der Innenstadt locken. Doch andere Weingüter wollen sich nicht anschließen. Alltag in Ungarn – durch den sich die so resolut wirkende wie charmant rüberkommende Sára auch nach Jahren nicht unterkriegen lässt.</p>
<div id="attachment_8201" class="wp-caption aligncenter" style="width: 646px"><a href="http://borwerk.de/2011/08/04/vor-den-toren-der-stadt-etyek-und-die-etyeki-kuria/blick_gen_stadt_klein/" rel="attachment wp-att-8201"><img class="size-full wp-image-8201" title="blick_gen_stadt_klein" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/08/blick_gen_stadt_klein.jpg" alt="" width="636" height="424" /></a><p class="wp-caption-text">Blick vom Öreghegy nach Norden: den namensgeber, Etyek, zu Füßen. In der Ferne der Vorort Biatorbágy und die Ausläufer Budapests.</p></div>
<p>Zusatzinformationen / detaillierte Verkostungsnotizen:</p>
<p>An vier Stellen von Etyek finden sich bislang die Reben für die Weine der Etyeki Kúria, ausnahme der Red, dessen Traubenmaterial aus<strong> Sopron</strong> stammt. Der Szürkebarát (Grauburgunder) kommt vom <strong>Szépvölgy</strong> (Schönen Tal), Kalkstein und reiche Braunerde. Der Chardonnay stammt vom <strong>Öreghegy</strong>, der auch hier der Grund aus Kalkstein, darüber ausgesprochen fruchtbare Braunerde. Der Sauvignon Blanc wurzelt in &#8211; exakt &#8211; auch diesem Untergund, nur eben in der Lage <strong>Szent Orbán</strong>. Beim <strong>Nagy Látóhegy</strong> (Großer Aussichtsberg) schließlich finden sich der Pinot Noir udn die weißen Sorten Chardonnay, Sauvignon Blanc, Szürkebarát in kalkreichem Löss.</p>
<p>Der <strong>White 2010</strong>, aus 80% Királyleányka und 20% Szürkebarát (Grauburgunder), kommt so daher, wie er wohl sein soll: sehr frisch und lebendig, mit Ananas, Apfel, Birne und floralen Noten in der Nase. Und mit einem richtig knackigen Anschub am Gaumen, eben solchen klaren Säuren, saftigen Äpfeln, fein-grüner moosiger Bitterkeit. Sehr schlank und gerade geschnitten das alles, ohne nach links und rechts zu schauen. Ein absolut gelingener, einfacher Sommerwein, der sich gewiss auch sehr gut für Fröccs eignet.</p>
<p>Der <strong>Rosé</strong> <strong>2010</strong> aus zugekauftem Franc, der sonst eigentlich ein Pinot sein müsste. Eine außerordentliche Notlösung, die dem quantitativ schwachen Jahrgang 2010 geschuldet ist. Vor allem der Pinot litt unter dem niederschlagsreichen Sommer. Doch das fixe Konzept verlangt nach einem Rosé und so musste dieser aus anderer Quelle gewonnen werden. Und auch wenn man nur theoretisch vergleichen kann: weniger Frucht und leicht-feine Verspieltheit, dafür ein gesetzt wirkender, fast in sich ruhender  Rosé mit verhaltener, bräunlichroter Frucht und gar leicht grünlichem Anstrich. Passabel, aber irgendwie ohne Halt.</p>
<p>Der <strong>Red 2008</strong> als Abschluss des Einstiegssegments. Sein Vorgänger hieß noch <a href="http://borwerk.de/2010/01/28/magyar-vandor-2007-etyeki-kuria-etyek-sopron/">Magyar Vándor</a>, ein Wanderer zwischen den Weinwelten von Sopron und Etyek. ausgesprochen warm und weich schon in der Nase, schwarze Kirschen, Milchschokolade, rauchiges Holz. Und folgerichtig und nur konsequent am Gaumen sanft, schmeichelnd, erst in der zweiten Phase und zum Ende zunehmende Bitterkeit durch Gerbstoffen, fein adstringierend. Drumherum reife dunkelrote Frucht und mattes, weiches Holz, gut aufeinander abgestimmt. Mittlerer Abgang. Die Verlängerung des White in den &#8220;Alltags&#8221;-abend hinein.</p>
<p>Der <strong>Chardonnay</strong>, Jahrgang <strong>2009</strong>, ist derzeit der vermeintlich spannendste Wein der 6-er-Kollektion. Dabei befindet er sich in einem nicht leicht lesbaren, sonoren Zwischenstadium. In der Nase noch am typischsten, erst mit floralen Tönen, aber vor allem Mandarine, Papaya, Mango – dann Rückzug. Am Gaumen mit zartestem Holzeinsatz und behutsam gewobener Frucht aus vorsichtig gedämpften Zitronen und grünlich-gelben Schalen von Birnen und Äpfeln in der Morgensonne. Und von einem nicht näher definierbaren Unten kommend, angenehm bereichernde Bitterstoffe. Nicht allzu komplex und doch mehrschichtig, ohne Interferenzen. Mittlerer Abgang. Schöner, bemerkenswerter Chardonnay zu einem absolut  guten Preis.</p>
<p>Beim <strong>2010er Sauvignon Blanc</strong> bleibt fast nichts anderes zu sagen, als dass er sortentypisch daher kommt. Und das ist in Ungarn, wo auch zu viele Erzeuger mit sehr bescheidenem erfolg mit SB herumdoktern, auch schon viel wert. Klar, rein, mit Zitrusfrüchten und Grasnoten in der Nase. Mit sehr schöner, fast transparent wirkender Frucht aus Grapefruit, Limetten und halbreifen Äpfeln, grüne Gräser, feinherb, schlank, die Säure drängt nach Raum. Angenehm.</p>
<p>Dann noch der <strong>Pinot Noir</strong>, aus <strong>2009</strong>. Frisch abgefüllt &#8211; und dennoch schon sehr ruhig, stabil, sicher wirkend. Mittleres Rubinrot im Glas. Luft benötigt er, bleibt aber letztlich noch etwas zurückhaltend, mit roter, gar leicht bräunlicher Frucht, etwas Vanille  und Holz in der recht kühlen Nase. Am Gaumen mit aufrechter, fordernder Würze von Beginn an einen recht kräftig auftritt hinlegend. Pfeffer und grünen Gewürze, zwetschgen und fette schwarze Kirschen, Bitterschokolade, auch Rosinen, alles in einem recht komplexen, fleischig-warmen Ganzen. Selbstredend noch jung. Mittlerer bis langer Abgang. Schön.</p>
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		<title>Virtuoso Terroir 2009, Haraszthy Valleo Pinceszet, Etyek-Buda</title>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 06:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drauf ist: &#8220;A Wine of Note&#8221; steht da geschrieben, Virtuoso als eigentlicher Name darunter, noch eine Etage tiefer &#8220;terroir&#8221;, bewusst klein, Musiknoten im Hintergrund, na wenn das nichts ist&#8230; Drin ist: 30% Chardonnay, 30% Szürkebarát  (Grauburgunder), 30% Királyleányka, 10% Zenit. In der Nase landet: Bananenschalen von überreifen ebensolchen in Sommersonne, etwas Ananas, sehr viel Mango [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7132" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-7132" href="http://borwerk.de/2011/05/09/virtuoso-terroir-2009-haraszthy-valleo-pinceszet-etyek-buda/haraszthy-valleo_virtuoso-terroir_2009/"><img class="size-medium wp-image-7132" title="haraszthy-valleo_virtuoso-terroir_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2011/05/haraszthy-valleo_virtuoso-terroir_2009-300x231.jpg" alt="" width="300" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">Haraszthy Valleo Pincészet - Virtuoso Terroir 2009</p></div>
<p>Drauf ist: &#8220;A Wine of Note&#8221; steht da geschrieben, <em>Virtuoso</em> als eigentlicher Name darunter, noch eine Etage tiefer &#8220;terroir&#8221;, bewusst klein, Musiknoten im Hintergrund, na wenn das nichts ist&#8230;</p>
<p>Drin ist: 30% Chardonnay, 30% Szürkebarát  (Grauburgunder), 30% Királyleányka, 10% Zenit. In der Nase landet: Bananenschalen von überreifen ebensolchen in Sommersonne, etwas Ananas, sehr viel Mango und noch etwas Dosenpfirsich. Alles sehr rund und weich und tropisch-süßlich. Am Gaumen dann irgendwo zwischen trocken und halbtrocken anzusiedeln. Leider spürt man den Alkohol von 14% Vol. dann doch ein wenig in würziger Gestalt, die, je länger im Mund, eine umso dominantere Rolle annimmt. Erwartet hätte man nach der Nase etwas mehr, eine etwas sattere Frucht. Jene, die man antrifft, erinnert abermals an Ananas, etwas unreife diesmal, an grüne Birnen. Und dann noch etwas zitrusfruchtige Säure. Terroir? Vielleicht hinter der Frucht des Cuvées versteckt? Bei der Rebsorten-Beigabe erscheint mir der Terroir-Gedanke ohnehin nicht sonderlich abbildbar. Dennoch: ansonsten ein netter Wein, dessen Nasen- nicht so recht zum Gaumenerlebnis passen will, was aber weiter nichts macht. Nur der etwas nachbrennende Eindruck der alkoholbedingten Würze stört dann doch. Das hätte nicht sein müssen. Der eher fehlleitende Name auch nicht. Ein virtuoses Gesamtbild ist das jedenfalls nicht.</p>
<p>Wein: Virtuoso Terroir 2009<br />
Weingut, Ort: Haraszthy Valleo Pinceszet, Etyek<br />
Rebsorte/n: 30% Chardonnay, 30% Szürkebarát  (Grauburgunder), 30% Királyleányka, 10% Zenit<br />
Alkoholgehalt: 14,0% Vol.<br />
Preis: rund 10,50 EUR (2.790 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.haraszthyvallejo.hu/">haraszthyvalleo.hu</a></p>
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		<title>Pinot Noir 2008, Etyeki Kuria, Etyek-Buda</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 07:19:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etyek]]></category>
		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
		<category><![CDATA[Etyeki Kúria]]></category>
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		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sehr es sich bei Wein um ein lebendes Nass handelt, hatte ich kürzlich mal wieder erleben können. Und zwar mit dem 2008er Pinot Noir von Etyeki Kúria. Der vollzog in seiner Anmutung &#8211; oder doch  lieber Neudeutsch Performance &#8211; dermaßen große Kehrtwendungen, dass man zwischenzeitlich die Augen reiben und die Nase gar rümpfen musste. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5850" class="wp-caption alignleft" style="width: 214px"><a rel="attachment wp-att-5850" href="http://borwerk.de/2010/11/30/pinot-noir-2008-etyeki-kuria-etyek-buda/etyeki-kuria_pinot-noir_2008/"><img class="size-medium wp-image-5850" title="etyeki-kuria_pinot-noir_2008" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/etyeki-kuria_pinot-noir_2008-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Etyeki Kúria - Pinot Noir 2008</p></div>
<p>Wie sehr es sich bei Wein um ein lebendes Nass handelt, hatte ich kürzlich mal wieder erleben können. Und zwar mit dem 2008er Pinot Noir von Etyeki Kúria. Der vollzog in seiner Anmutung &#8211; oder doch  lieber Neudeutsch <em>Performance</em> &#8211; dermaßen große Kehrtwendungen, dass man zwischenzeitlich die Augen reiben und die Nase gar rümpfen musste.</p>
<p>Kaum aufgemacht, daran geschnuppert und probiert, zeigte er sich von einer sehr schönen Seite: dunkle Frucht aus Kirschen und Zwetschgen, fein kräuterig-rauchige Töne, etwas Reifenabrieb, am Gaumen mit einer beeindruckenden Klarheit, kühl, straight, volle rote Frucht, wohl getaktete Säuren, ziemlich lang hinten raus. Man freut sich und beschließt, sich an diesem Abend gegebenenfalls der ganzen Flaschen hinzugeben.</p>
<p>Eine halbe Stunde später: wie in sich zusammenfeallen, stumpf, das Holz nach außen gekehrt, gar etwas muffig wirkende Frucht&#8230; Ok, mal schauen was er am nächsten Tag zu bieten hat. also rund 24 stunden später: wieder eingekriegt, in sich noch gesetzter, runder wirkend, die Fucht durch die Sauerstoffzufuhr bräunlicher geworden, eben spürbar die gängige Pseudo-Alterung durchlaufen. Auch am dritten Tag noch ordentlich, am vierten dann weg, ungenießbar. Schlussfolgerung? Geduld ist immer angebracht, ob der sich lange lagern lässt würde mich nun interessieren. Tendenz wohl eher nein.</p>
<p>Wein: Pinot Noir 2008<br />
Weingut: Etyeki Kúria, Etyek / Öreghegy<br />
Rebsorte/n: Pinot Noir<br />
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.<br />
Preis: 4,90 EUR (1.340 HUF)<br />
Internet: <a href="http://etyekikuria.hu/" target="_blank">etyekikuria.hu</a></p>
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		<title>Verkostung &#8216;handgemachter Weine&#8217;. Teil II: Scheller (Dr. Sandor Toth), Legli, Szentesi</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 19:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dél-Balaton (Süd-Balaton)]]></category>
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		<category><![CDATA[Events, Verkostungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Fortsetzung von Teil I, nach wie vor geht es nur um Weißweine. Scheller Szőlőbirtok (Dr. Sándor Tóth), Monostorapáti (Balaton-Oberland) Lange Zeit war nur der 2003er Jahrgang von Scheller auf dem Markt. und auch heute noch kann man an einigen Stellen die Weine bekommen und sie zeigen sich allesamt auch nach 7 Jahren noch auf der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fortsetzung von <a href="http://borwerk.de/2010/11/09/verkostung-szatmari-csaladi-pinceszet-2ha-badacsony/">Teil I</a>, nach wie vor geht es nur um Weißweine.</p>
<h4><span style="color: #008080;">Scheller Szőlőbirtok (Dr. Sándor Tóth), Monostorapáti (Balaton-Oberland)</span></h4>
<p><span style="color: #000000;">Lange Zeit war nur der 2003er Jahrgang von Scheller auf dem Markt. und auch heute noch kann man an einigen Stellen die Weine bekommen und sie zeigen sich allesamt auch nach 7 Jahren noch auf der Höhe des Geschehens. Soweit bekannt ist Dr. Sándor Tóth, der Besitzer und Macher, seit längerem schwer krank und scheinbar kam es dazu auch zu einer Jahrgangslücke. Seine Tochter scheint allmählich zu übernehmen. Sie war es auch, die die neuen Weine präsentierte, doch auch Dr. Tóth war im Hintergrund anwesend.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">2006 ist nun also da und zeigt sich als schöne Fortführung dessen, was man von 2003 schon kannte. Alle wurden reduktiv ausgebaut, sind erstaulich intensiv strohgelb im Glas und dabei nach wie vor ein wenig grün hinter den Ohren, was die Fruchtaromen anbelangt und sprichwörtlich zu verstehen ist.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Erstaunlich, dass es heutzutage noch kleine Erzeuger gibt, die Zeit, Geduld haben und es vor allem auch irgendwie finanziell schaffen, zu warten bis die Weine wirklich reif für den Markt sind. Gänzlich unprätentiös, und umso bemerkenswerter ist dieser selbstauferlegte Qualitätsanspruch. Schön, dass es also weiter geht.</span></p>
<h4>Táltoshegyi Olaszrizling 2006</h4>
<p>13% Vol. Weiche, runde Sauvignon Blanc-Nase mit frischen Gräsern und einer gefrosteten gelben reifen Frucht, leicht auch Zitrusfrüchte. Am Gaumen ausgesprochen rein und filigran gebaut, vegetabile Noten dominieren, auch hier Gras, gut eingebundene, feinste Säuren und durchweg eine zarte Prise Würzigkeit. Endlich mal kein Schreihals, eleganter Leisetreter.</p>
<h4>Táltoshegyi Zöldveltelini 2006</h4>
<p>13,5% Vol. Ein Grüner Veltliner, in der Nase vor allem an helle süße Tafeltrauben erinnernd. Am Gaumen diesmal erst gegen Ende würzig, aber auch verhalten, grünes Obst mit klaren, aber nicht allzu ausgeprägten Säuren, etwas kraftlos.</p>
<h4>Aldozói Zenit 2006</h4>
<p>13,5% Vol. Spannende Nase aus recht aggressivem Grün, Flechten und Moos und einer unterschwelligen, kühlen Pfefferwürze. Auch in diesem Falle mit eher verhaltenen, weichen aber klaren Säuren, dafür intensiver gelber Frucht, halbgrünes, halbbraunes Laub, recht kompakt, nicht breit, noch jung wirkend.</p>
<h4>Kereklevelű 2006</h4>
<p>13,5% Vol. Kühl würzige, eng laufende Nase mit frischen grünen Äpfeln. Am Gaumen halbreife Mandarinen, Schalen von Zitrusfrüchten, grünes Blattwerk, Efeu, durch verschränkte Säuren leicht angespannt. schön. Auch noch sehr jung wirkend.</p>
<h3><span style="color: #008080;">Kislaki Bormanufaktúra (Géza Légli), Balatonboglár-Szőlőskislak – Süd-Balaton</span></h3>
<h4>Jánoshegyi Rajnai Rizling 2009</h4>
<p>Wenig ausgeprägte Säuren und wenig ausgeprägte Frucht unreifer Äpfel. Nicht wirklich zu packen, beziehungsweise zumindest für mich nicht zugänglich, egal von welcher Seite ich es auch bewusst versuche.</p>
<h4><span style="color: #008080;">Szentesi Pince (József Szentesi), Budaörs – Etyek-Buda</span></h4>
<h4>Rajnai Rizling Csúcsos hegy 2009</h4>
<p>13,5% Vol. Verhaltene, eher warme Zitrusfrucht-Nase.  Kiwi und Kapern machen eine gründlich wirkende, recht spannende Frucht, ein wenig spürbarer Restzucker bringt Spannung, die Säuren sind nicht allzu ausgeprägt und frisch. Mir fehlt es ein wenig an klarer Textur, an Körper.</p>
<h4>Zöldveltelini 2009</h4>
<p>14,5% Vol. Mostduft nach grün-gelben Trauben. Leicht süßlich, leicht würzige Traubenfrucht neben klaren etwas grünlichen Säuren, gelbe Birnen und Äpfel, nicht allzu breit und allzu tief. Der Alkohol schiebt zum Ende hin deutlich alles weg.</p>
<h4>Zengő 2009</h4>
<p>14,5% Vol. Eine schwer zu greifende Frucht, halbgar gekochte Äpfel kommen noch am nächsten. Dieser wie viele Weine waren mal wieder viel zu warm, weshalb ab der Mitte eine alkoholische Würze die Wahrnehmung von allem anderen überdeckte. Leider.</p>
<p>___________________________________________________</p>
<p>Es folgen in Kürze Notizen zu den Weinen von Breitenbach, Kikelet und Somlói Apátság&#8230;</p>
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		<title>Budai Müller-Thurgau 2009, Nyakas Pince, Etyek-Buda</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 08:18:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Müller-Thurgau, oder Rizlingszilvány, wie er in Ungarn auch genannt aber eher selten angebaut wird. Nyakas, der Großerzeuger aus dem Budapest nahe gelgenen Weinbaugebiet Etyek-Buda füllt ihn dennoch unter dem deutschen Namen ab. Blasses Zitronengelb. Den Muskatton bleibt er schuldig, wie er insgesamt ein schwach ausgeprägtes Bouquet hat, Gräser, Zitronenschalen. Am Gaumen mit leichtem Körper, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5638" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-5638" href="http://borwerk.de/2010/11/07/budai-muller-thurgau-2009-nyakas-pince-etyek-buda/nyakas_budai-mueller-thurgau_2009/"><img class="size-medium wp-image-5638" title="nyakas_budai-mueller-thurgau_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/nyakas_budai-mueller-thurgau_2009-300x273.jpg" alt="" width="300" height="273" /></a><p class="wp-caption-text">Nyakas - Budai Müller-Thurgau 2009</p></div>
<p>Ein Müller-Thurgau, oder Rizlingszilvány, wie er in Ungarn auch genannt aber eher selten angebaut wird. Nyakas, der Großerzeuger aus dem Budapest nahe gelgenen Weinbaugebiet Etyek-Buda füllt ihn dennoch unter dem deutschen Namen ab. Blasses Zitronengelb. Den Muskatton bleibt er schuldig, wie er insgesamt ein schwach ausgeprägtes Bouquet hat, Gräser, Zitronenschalen. Am Gaumen mit leichtem Körper, den üblichen schwachen, sogfar kaum wahrnehmbaren Säuren, daher insgesamt wenig Halt bietend. Etwas dumpf wirkende Aromen von Zitrone und Paprika, nach einiger Zeit erdig, strohig. Gerade so trinkbar, für knapp 4 EUR.</p>
<p>Wein: Budai Müller-Thurgau 2009<br />
Weingut, Ort: Nyakas Pince, Tök<br />
Rebsorte/n: Müller-Thurgau<br />
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.<br />
Preis: 3,95 EUR (1.080 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.nyakas.hu/">nyakas.hu</a></p>
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		<title>Etyeki White 2009, Etyeki Kúria, Etyek-Buda</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Nov 2010 20:30:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Fast transparent wirkend, ausgesprochen helles Zitronengelb. Fruchtige Nase mit einer Mischung aus Zitrus- und anderen süßen Tropenfrüchten, Bananen und Ananas &#8211; den 80% Királyleányka sei es verdankt. Am Gaumen ist der reduktive Ausbau in Edelstahltanks spürbar, sehr klare, reine Fruchttöne, wiederum stößt man auf Zitronen und Bananen,daneben noch recht spritzige Säure, all das in eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5624" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a rel="attachment wp-att-5624" href="http://borwerk.de/2010/11/04/white-2009-etyeki-kuria-etyek-buda/etyeki_kuria_kuria-white_2009/"><img class="size-medium wp-image-5624" title="etyeki_kuria_kuria-white_2009" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/11/etyeki_kuria_kuria-white_2009-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Etyeki Kúria - Etyeki White 2009</p></div>
<p>Fast transparent wirkend, ausgesprochen helles Zitronengelb. Fruchtige Nase mit einer Mischung aus Zitrus- und anderen süßen Tropenfrüchten, Bananen und Ananas &#8211; den 80% Királyleányka sei es verdankt. Am Gaumen ist der reduktive Ausbau in Edelstahltanks spürbar, sehr klare, reine Fruchttöne, wiederum stößt man auf Zitronen und Bananen,daneben noch recht spritzige Säure, all das in eine geradlinige Struktur gefügt &#8211; so schmeckt ein einfacher, unkomplizierter und schön zu trinkender Alltagswein.</p>
<p>Wein: White 2009<br />
Weingut: Etyeki Kúria, Etyek / Öreghegy<br />
Rebsorte/n: 80% Királyleányka, 20% Szürkebarát (Grauburgunder)<br />
Alkoholgehalt: 12% Vol.<br />
Preis: 4,90 EUR (1.340 HUF)<br />
Internet: <a href="http://etyekikuria.hu/" target="_blank">etyekikuria.hu</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wiederverkostet: Sauvignon Blanc fahordos 2007, Rokusfalvy Pince, Etyek</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 06:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etyek]]></category>
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		<category><![CDATA[Rókusfalvy Pince]]></category>
		<category><![CDATA[Sauvignon Blanc]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem letztjährigen, überaus positiven Eindruck vom im Holzfass (daher auf dem Etikett &#8220;fahordós&#8221;, es gibt auch eine reduktiv ausgebaute Variante) ausgebauten Sauvignon Blanc von Rókusfalvy aus Etyek asu der Lage Orbán konnte ich nicht widerstehen, den Wein nochmals zu verkosten. Nach wie vor hell strohgelb im Glas mit leicht grünlichen Einsprengseln. In der Nase [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5065" class="wp-caption alignleft" style="width: 214px"><a rel="attachment wp-att-5065" href="http://borwerk.de/2010/07/27/wiederverkostet-sauvignon-blanc-fahordos-2007-rokusfalvy-pince-etyek/rokusfalvy_sauvignon_blanc_fahordos_2007/"><img class="size-medium wp-image-5065" title="rokusfalvy_sauvignon_blanc_fahordos_2007" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/rokusfalvy_sauvignon_blanc_fahordos_2007-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Rókusfalvy Pince - Sauvignon Blanc fahordós 2007</p></div>
<p>Nach dem<a href="http://borwerk.de/2009/07/18/sauvignon-blanc-benchmarking-ungarn-vs-international-teil-ii-rokusfalvy-pince-etyek-vs-springfield-estate-sudafrika/"> letztjährigen, überaus positiven Eindruck</a> vom im Holzfass (daher auf dem Etikett &#8220;fahordós&#8221;, es gibt auch eine reduktiv ausgebaute Variante) ausgebauten Sauvignon Blanc von Rókusfalvy aus Etyek asu der Lage Orbán konnte ich nicht widerstehen, den Wein nochmals zu verkosten. Nach wie vor hell strohgelb im Glas mit leicht grünlichen Einsprengseln. In der Nase feuchte Sommerwiese, wie nach einem Gewitter, mit das Holz anfangs verhalten, mit der Zeit etwas deutlicher aber immer sehr dezent im Hintergund, dafür treten aber deutlich Birnen-Aromen in den Vordergund und interessante Töne von Gurken und Stachelbeeren. Am Gaumen mit wunderbar klaren, stahligen Säuren und einer fastzinierend angespannten, fast vibrierenden Frucht aus Stachelbeeren, etwas unreifen gelben Birnen, Limetten, Kiwi und auch hier Gurken. Das Holz ist nur ein sanfter beglieter, der etwas abrundet und Volumen gibt. Wirklich schöner Wein, nach wie vor und sicher auch noch einige Zeit lang. Und für 8 EUR absolut gut, mehr als fair!</p>
<p>Wein: Sauvignon Blanc fahordós 2007<br />
Weingut, Ort: Rókusfalvy Pince, Etyek<br />
Rebsorte/n: Sauvignon Blanc<br />
Alkoholgehalt: 13,0% Vol.<br />
Preis: rund 8 EUR (2.490 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.rokusfalvy.hu/" target="_blank">rokusfalvy.hu</a></p>
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		<title>Aligvarom 2009, Nyakas Pince, Etyek-Buda</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 11:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Etyek]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Chardonnay]]></category>
		<category><![CDATA[Irsai Olivér]]></category>
		<category><![CDATA[Nyakas]]></category>
		<category><![CDATA[Silvaner]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht, dass ich es &#8220;kaum erwarten&#8221; konnte, so der Name des Weines, die Flasche zu öffnen. Der nächste, einfach Sommerwein kommt von der Großkellerei Nyakas aus dem nahe bei Budapest gelegenen Weinbaugebiet Etyek-Buda. Ein Cuvée aus Chardonnay, Irsai Olivér und Silvaner, im Glas hell stroh- bis zitronengelb. In der Nase spritzig jung wirkend, kühl floral, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4848" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-4848" href="http://borwerk.de/2010/07/08/aligvarom-2009-nyakas-pince-etyek-buda/nyakas_aligvarom_09/"><img class="size-medium wp-image-4848" title="nyakas_aligvarom_09" src="http://borwerk.de/wp-content/uploads/2010/07/nyakas_aligvarom_09-300x288.jpg" alt="" width="300" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Nyakas - Aligvárom 2009</p></div>
<p>Nicht, dass ich es &#8220;kaum erwarten&#8221; konnte, so der Name des Weines, die Flasche zu öffnen. Der nächste, einfach Sommerwein kommt von der Großkellerei Nyakas aus dem nahe bei Budapest gelegenen Weinbaugebiet Etyek-Buda. Ein Cuvée aus Chardonnay, Irsai Olivér und Silvaner, im Glas hell stroh- bis zitronengelb. In der Nase spritzig jung wirkend, kühl floral, mit Zitrus- und Orangenaromen. Am Gaumen frisch und leicht, mit eine recht saftigen, gar leicht süßen Frucht aus gelbem Kernobst &#8211; wie man gemeinhin zu schreiben pflegt, wenn man sich nicht klarer ausdrücken kann oder will &#8211; mit recht kräftigen aber nicht zu dominanten Säuren. Ein weiterer, unkomplizierter Sommerwein. Insofern auch ein wenig beliebig und sicher nicht so gewinnend, als dass man die nächste Flasche &#8220;Aligvárom&#8221; kaum erwarten könnte. Wie gut, dass der Name doch nur auf eine alte Kellerreihe im Weinbauort Etyek verweist.</p>
<p>Wein: Budai Kadarka Rosé 2009<br />
Weingut, Ort: Nyakas Pince, Tök<br />
Rebsorte/n: Chardonnay, Irsai Olivér, Müller-Thurgau<br />
Alkoholgehalt: 12,5% Vol.<br />
Preis: 4,50 EUR (1.220 Ft)<br />
Internet: <a href="http://www.nyakas.hu">nyakas.hu</a></p>
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		<title>Zu Gast bei Szentesi Jozsef in Budaörs: einzigartige Querverkostung autochthoner Rebsorten, Teil III: Zengö, Batyus, Velence Cuvée</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 09:12:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Borúton, auf Weinwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Etyek]]></category>
		<category><![CDATA[Produzenten]]></category>
		<category><![CDATA[Rotweine]]></category>
		<category><![CDATA[Weißweine]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Szentesi]]></category>
		<category><![CDATA[Weißwein]]></category>

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		<description><![CDATA[Verschiedene externe Widrikeiten einschließlich höherer Gewalt durch Hochwasser haben mich von meinem Schreibfluss abgehalten. Das klingt dramatischer als es ist, soll letztlich nur eine indirekt Entschuldigung bzw. Erklärung für das verspätete Erscheinen des dritten Teils der Notizen zur Szentesi-Verkostung sein. Am Ende waren es dann noch vier Flaschenweine, die zu verkosten waren. Der Schritt zurück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verschiedene externe Widrikeiten einschließlich höherer Gewalt durch Hochwasser haben mich von meinem Schreibfluss abgehalten. Das klingt dramatischer als es ist, soll letztlich nur eine indirekt Entschuldigung bzw. Erklärung für das verspätete Erscheinen des dritten Teils der Notizen zur Szentesi-Verkostung sein.</p>
<p>Am Ende waren es dann noch vier Flaschenweine, die zu verkosten waren. Der Schritt zurück zu den Weißen nach all den doch recht kräftigen Roten klappte erstaunlich problemlos, fast unbemerkt. Schon hier möchte ich mit dem Resümee ansetzen und den Kreis zur Einleitung schließen: József Szentesi macht schöne, sehr natürlich wirkende Weine mit sehr eigenständigen Stilen. Sie sind echte Charaktere wie ihr Herr selbst. Für sein Hobby-Tun mehr als beachtlich, da könnte sich manch ein Erzeuger einiges Abschneiden. Spannend wird alles natürlich durch seine intensive Auseiandersetzung mit den autochtonen Sorten, für die man ihm &#8211; und dieses &#8220;man&#8221; meint dann Ungarn als Weinkulturland, eigentlich noch vor dem &#8220;man&#8221; des Weinliebhabers &#8211; letztlich nur dankbar sein. Dass ein Großteil der Weine gar nicht in den Verkauf gelangen, stört einen dabei wenig.</p>
<p>Zengő 2008<br />
Sehr warmes, breites, ungemein präsentes aber nicht aufdringliches Bouquet aus Orangen, Vanille und etwas Holz in der Nase. Am Gaumen mit etwas Restsüße, saftiger Frucht aus roten Äpfeln und Mandarinen, im Mund sehr besitzergreifend, aber schmeichelnd, zugänglich. Breit, recht lang, schön.</p>
<p>Rajnai Rizling Bátyus 2008<br />
Vanille und reife gelbe Birnen. Am Gaumen schön entwickelter, kompakter Frucht aus gelbem Steinobst, klares Säuregerüst, gut strukturiert. Wirklich gelunegn.</p>
<p>Velence Cuvée 2007<br />
Pinot Noir, Merlot, Kékfrankos und Cabernet Franc. Ungemein viel rote Frucht in der Nase, Kirschen, Johannisbeeren, Himbeeren, warm. Am Gaumen mit mittlerem Körper und wieder sehr ausgeprägter, frischer roter Frucht, recht kräuterig, fein begleitende Säuren. Mittlerer Abgang.</p>
<p>Velence Cuvée 2008<br />
35% Cabernet Franc, 35% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot. Ganz andere Nase als der 07er, Waldboden, feuchtes grünes Laub, sehr gedeckte, dunkle Frucht. Am Gaumen mit mittlerem Körper und noch etwas spitzen, ungebändigten Säuren, dunkle, reife Frucht von Brombeeren und Holunder, braunes Tannengrün, klar, durchaus elegant, noch sehr jung wirkend. Mittlerer Abgang.</p>
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